/ führende Ausschuß beauftragt, die uöthigen Arrangements / za treffen.
* * VolkS-Wiaterschwimmhad. Herren der verschiedensten I Berufskreise sind zu^ammengetrereu. um die Errichtung einer öffentlichen Badeanstalt in unserer Stadt anzuregen. ES ist deu Bemühungen derselben gelungen, in Herrn Architekten G. Wolff auS Halle a. d. S-, einen Fachmann, zu einem Bortrag zu gewinnen, der auf dem Gebiet sehr bewandert ist und praktische Erfahrungen hinter sich hat. Er baut soeben eine große Badeanstalt in Halle a. d. S. und hat daS Project für eine in Breslau zu errichtende ausgearbeitet. Herr Wolff hat die Liebenswürdigkeit gehabt, aus Jotereffe für unsere Stadt, in der er viel Freunde und Verwandte besitzt, ohne jeden Anspruch auf Honorar und ohne sonstige Bedingungen zu stellen, der an ihn ergangenen Auf« Forderung Folge zu leisten. Wir wissen, welch' reges Jnter- sse in weitesten Kreisen unserer Bevölkerung für eine der« ttge, im wahren Sinne des Wortes gemeinnützige Anstalt, die Arm wie Reich in gleicher Weise offen stehen soll, besteht und find gewiß, daß ein zahlreicher Besuch der Versammlung dem Vortragenden und den Eiuberuferu beweist, daß sie einem allseitig gehegten Wunsche und gefühlten Bedürsniffe entgegenkommen.
* * Berichtigung. In Nr. 305 des „Gießener Anzeiger" ist aus der Frankfurter Zeitung die Anzahl der Ausländer auf den deutschen Universitäten im laufenden Winterhalbjahr angegeben und dabet der Universität Gießen mit zwei Ausländern die letzte Stelle zugedacht worden. Diese Angabe ist unrichtig. Nach dem amtlichen Personalbestand studireu in Gießen im laufenden Winterhalbjahr 9 Ausländer und -war 2 Ruffen, 3 Oesterretcher, 2 Niederländer und 2 Nord« Amerikaner.
Omnibus Verkehr. Mit dem neuen Jahre wird auch eine neue Einrichtung im hiesigen OmnibuS-Verkehr inS Leben treten. Am 1. Januar gelangen die kürzlich von uns bereits erwähnten Umstetge-Fahrfcheine zur Ausgabe, wonach der Fahrgast berechtigt ist, von einer Linie auf die andere ohne wettere Nachzahlung überzugshen. Dem Schaffner ist bet Lösung des Fahrscheins die betreffende Haltestelle anzu- geben, der Fahrschein aufzubewahren und der nächstanschlteßende Wagen, soweit Platz vorhanden, zu benutzen. Umsteigestelle ist Marktplatz. Alles Weitere ist aus den betr. Fahrscheinen (siehe Rückseite) zu ersehen.
* * Gegeu der unlauteren Wettbewerb. In der gestern Abend stattgehabten Versammlung des Kaufmännischen Vereins behufs Besprechung des Gesetzentwurfes gegen den unlauteren Wettbewerb waren sämmt- liche Redner der Meinung, daß die darin enthaltenen Paragraphen 9 und 10, besonders der erstere in seinem Absatz 2, welcher lautet: „Mit Geld bis zu 3000 Mk., oder mit Gefängntß bis zu einem Jahre wird bestraft, wer Geschäfts- oder Be- triebsgeheimniffe, die ihm als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetriebes gegen die schriftliche, den Gegenstand des GeheimniffeS ausdrücklich bezeichnete und für einen bestimmten Zeitraum gegebene Zusicherung d«-c Verfchwiegenheit anvertraut worden sind, dieser Zusicherung entgegen nach Ablauf des Dienstvertrages unbe« fugt an Andere zum Zweck des Wettbewerbes mittheilt", 1 nc schwere Schädigung des GehtlfenstandeS bedeuten und o.her unannehmbar seien. Die Versammlung beauftragte t^n Vorstand NamenS des jetzt 300 Mitglieder zählenden Vereins, eine dementsprechende Petition an daS Bureau des Reichstages schleunigst abzusenden.
R.** Die Versammlung der Erwerbs- und WirthschaflS' geuvsieufchafteu der Provinz Oberheffen fand am 23. d. MlS. im „Cafä Ebel" dahier statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch Herrn Berbandsdirector Doering begrüßte derselbe den Vertreter der Regierung, Herrn RegierungSrath Dr. Meltor und dankte den VereinSvertretern für das so zahlreiche Erscheinen. Nach der Tagesordnung, für welche vorerst nur eine Besprechung von ConsumvereinSangelegenheiten angesetzt war, erstattete Herr Berbandsdirector Doering Bericht über daS verflossene BereinSjahr und die in demselben vor« genommenen Revisionen. Er betonte hierbei, eS wäre wohl zu empfehlen, wenn größere Abschlüffe bei Einkäufen zu Stande > kämen, man solle jedoch immer darauf bedacht sein, nie ein zu großes Lager anzuschaffen, damit keine Waare dem Vrderb ausgesetzt werde. Im Weiteren gab Herr Doering die Re« saltate der Geschäftsführung in 1894, der entstandenen BerwaltungSkosten und der erzielten Reingewinne einzelner Vereine kund und kam darauf zu sprechen, daß auch ein Verein daS Geschäftsguthaben der Mitglieder zurückgezahlt habe,- er empfiehlt dies nicht zur Nachahmung, da gesetzlich ein Guthaben vorhanden sein müffe und sei dasselbe auch noch so klein. Zu Punkt 2, Verkauf von Maaren an Nichtmitglieder, verliest Herr Director Doering die verschiedenen Anträge, welche zur Zeit dem Reichstag vorgelegt wurden, ebenso die Eingabe von Seiten deS Verbandes, I welche dem ReichStagSabgeordneten Herrn Köhler übersandt worden und zugleich auch deffen Antwort hierauf, in welcher sich Herr Köhler in gleichem Sinne ausdrückt. Nachdem der vom BundeSrath vorgelegte Gesetzentwurf vor« gelesen, hob Herr Doering hervor, daß der Entwurf voraussichtlich Gesetz würde, da nur die freisinnige Partei und die Socialdemokraten dagegen gestimmt hätten. Hieran schloß fich nun der eigentliche VerbandStag. — Nach Feststellung der Präsenzliste wurde zur Wahl deS BureauS geschritten und führte sonach Herr Berbandsdirector Doering den Borsitz und deffen Stellvertreter, Herr Maier, übernahm das Amt des Schriftführers. Herr Doering erstattete hieraus Bericht über die Verbandsangelegcnheiten im Allgemeinen, ebenso wird der Voranschlag pro 1896 verlesen, welcher allgemein Zustimmung findet,- die Rechnung pro 1894 war zur Prüfung einer Commission überwiesen, welche dieselbe nach Prüfung für richtig befunden zurückgiebt. Als besonderen Punkt der Tagesordnung halt der VerbandSauSschuß die Gründung einer Ceutralkaffe im Verband vorgesehen und hierzu daS nölhige Material ausgearbeitet und beschafft -
obwohl der Antrag angenommen wurde, stimmten leider doch eine Anzahl VereiuSvertreter dagegen und konnten fich dem wohldurchdachten, gut auSgearbeiteteo und gemeinnützigen Vorschlag nicht auschließen. Dem wetteren Antrag deS Ber- bandSauSschuffeS, einen Dividendenfonds zur Gewährung einer einmaligen Bethülfe für Angehörige verstorbener Mitglieder der Verbandsvereine zu errichten, schloffen fich die meisten Vereinsvertreter nicht an und wurde derselbe abgelehvt. Als Ort für den nächsten VerbandStag wurde Gießen wieder vorgesehen. — Hieran schloß fich ein gemeinsames Mittagessen und wurden die Verhandlungen um 3 Uhr wieder ausgenommen, bezüglich der Lreditgenoffenschasten deS Verbandes. Herr Doering erstattete auch hier Bericht über das verfloffene Vereinsjahr und die bei den verschiedenen Revisionen gemachten Erfahrungen- sodann fand eine Auslegung deS § 8 Abs. 2 deS GenoffenschaftSgefetzeS, betr. den Abschluß von Geschäften mit Nichtmitgliedern, statt. Hierauf übernahm der stellvertretende Director, Herr Maier, den Vorsitz und erstattete Bericht über den VerbandStag in Hannover. Redner schilderte in drastischer Weise die Verhandlungen und verschiedene Vergnügungen, welche fich hieran anschloffen und empfahl, fich einer derartigen Vereinigung nicht anzuschließen, sondern getreu zu bleiben dem Sprichwort: „Blelbe daheim und ernähre dich redlich." Die Einreichung einer Petition an Großh. Regierung um Gestattung der Anlegung von Mündelgeldern bei Creditgenoffenschaften wurde einstimmig genehmigt.
Eingesandt.
Betr.: Die Erbauung einer Kleinkinderschule in Wiefeck.
Es ist biS sitzt Seitens der Jntereffenten allgemein anerkannt worden, daß die Erbauung und Errichtung einer Kleinkindecbewahr- anstalt in dem nahezu 3000 Seelen zählenden Orte Wiefeck ein dringendes Bedürfniß sei, zu dessen Abhilfe nur.mehr die geeigneten Schritte geschehen müffen. Die Mehrzahl der Bewohner Wiesecks ist in Fabriken u. bergt beschäftigt, zum Theile außerhalb des Orts, so daß Eltern ihre Lieblinge nicht einmal Mittags, sondern häufig nur Morgens und Abends zu sehen bekommen. Häufig sind die Kinder den Großeltern überlassen, was in vielen Fällen wohl sehr annehmbar erscheint, allein die meisten derselben find bei fremden Leuten untergebracht. ES soll hier nicht der Ort fein, die Nachtheile eingehend zu berühren, welche derartige Verhältniffe mit fich bringen, sowohl in Bezug auf geistige Fortentwicklung der Kinder, wie in Bezug auf ihre materielle Wohlfahrt (Nahrung, Reinlichkeit u. bergt mehr).
ES ist beabsichtigt, in bie zu gründenbe, unter bte Aufsicht einer erprobten unb erfahrenen Kindergärtnerin zu stellende Kletn- kinderbewahranstalt bte Kinber beiberiet Geschlechts während der Tageszeit aufzunehmen, mit der Beschränkung auf solche zwischen etwa l1 r bis 6 Jahren.
Es ist mit Anlage dieser Anstalt ein doppelter Zweck verknüpft : einmal, den Eltern bet dürftigen Verhältnissen Erleichterung zu schaffen, daß sie unbehindert und ohne Sorge ihrer TageS- unb Berufsarbeit und ihrem Verdienste nachgehen können; zum Andern die Kinder selbst zeitig von Müßtgang und den von ihm ausgehenden Folgen abzuhalten und sie ohne fühlbare Beschränkung ihrer Freiheit em- pfänglich zu machen für die spectelle Ausbildung, die in der Schule I ihrer wartet und aus ihnen rechtliche und brave Staatsbürger machen soll, wenn unter gewissen Umständen das elterliche Haus dem zu entsprechen nicht vermag.
Daß dies Ideal Jnet solchen Anstat. nicht häufig gefunden wird, ist klar. Thetls gestatten die Oertlichkett, theils die pecuniären Mittel nicht, es zu verwirklichen, theils fehlt auch der gute Wille, und man erblickt unter solchen Einrichtungen häufig nur ein dürftiges unfreundliches, ja unreinliches Local, wo die Kinder ohne genaue Aufsicht, sich und ihren ungewohnten Treiben überlassen, eingepfercht werden.
Von einer solchen, mehr schädlichen, als Nutzen schaffenden Ausgeburt kann natürlich hier keine Rede fein. Die Ausführung in Wiefeck erheischt allerdings eine größere Anlage; unser Zweck kann aber ebensogut bei beschränkterem Raum und Mitteln erreicht werden, wenn nur die Grundlagen nicht verfehlt, unb bie Aus- I führung im richtigen Verhältntß erfolgt.
Reinlichkeit, Freiheit burch unfühtbare Fäben geregelt, Abhaltung von Müßiggang unb bafür Bietung leichter, bte Kinber ansprechender Beschäftigung, wodurch sie gleichsam spielend lernen unb ihnen zeitig ber Trieb zu nützlicher Thättgkeit etngeimpft wird; Ordnung, selbst bet ihren Spielen, wie im Aeußeren. Dieses sind die Grundlagen, welche in den kleinen Wesen wachgerufen werden sollen, unb woburch eine solche Anstalt segensreich und erfolgreich für bte ganze Zukunst werden kann.
Der Zweck, den eine solche Anstalt anbahnen soll, ist ein um so ernsterer, als daö Kind zum erstenmal aus dem gewohnten Treiben im Elternhause eintritt in fremde Leitung unb viele seiner Angewöhnungen sich entäußern soll.
Daß ber bargelegte Zweck nur burch eine gute Leitung erreichbar ist, ist selbstverständlich. Sie kann nur in die Hände einer weiblichen Person gelegt werden, die aus einem geeigneten Grad practtscher Bildung steht, mild, mit Geduld begabt, von heiterem, aber festem Character ist, auch etwaige Gehülfen und Untergeordneten dem Hauptzweck zuzulenken versteht unb die Pflichten einer Mutter, die sie gewissermaßen zu vertreten hat, kennt.
Die Aufgabe, welche eine Frau auf solche Weise übernimmt, ist ! unverkennbar eine schwere, aber ebenso ehrenvolle unb belohnenbe durch das Gefühl, gemeinnütziges Gutes befördert zu haben.
Es ist aber auch würdig der Aufmerksamkeit der Behörden, da« Streben dadurch zu erleichtern, daß solche Frauen ein Verhältntß erhalten, welches ihre Stimmung nicht bedrückt, vielmehr durch bescheidene, freundliche Umgebung beiträgt, das Gleichgewicht deS GemüthS zu erhalten.
Zu Beförderung dieses Zweckes steht eine bequeme, wenn auch beschei ene Wohnung der Aufseherin oben an unb ist bas Erste mit, was zu einer guten Anlage einer solchen Kinberbewahranstalt gehört. ES ist nothwenbtg, baß biefe Wohnung in engster Verbinbung mit der Anstalt steht.
In Verbinbung mit der ganzen Anlage würbe ein Garten anzulegen sein, welcher bei schöner Witterung von ben Kinbern zum Tummelplatz benutzt roerben könnte. Der Raum muß baher mit schattigen Anlagen, Bänken, Blumenbeeten, paffenden Gängen unb Rasenplätzen wechseln. In ber Mitte kann eine Anpflanzung von Fruchtbäumen um ein zierliches Blumenbeet angelegt werben, über welches die Ausseherin allein zu gebieten hat. ES bietet sich da durch zugleich ein treffliches Mittel, den Kindern Achtung für fremdes Eigenthum einzuflößen, indem ber Hang zum Brechen von Obst und bunten Blumen ihnen gleichsam angeboren unb schwer zu regeln ist.
Auf diese Art denken wir unS bie zu grünbenbe Anstalt: eine freundliche, Auge unb Sinn heiter ansprechenbe Umgebung, ein reinliches, sonniges Innere unb bequemen, ansprechenden Aufenthalt.
Kommen wir auf bie finanzielle Seite unseres Vorhabens zu sprechen und beleuchten dieselbe näher.
Für einen Ort in ber Gröhe wie Wieseck würde eine Be« wahranstalt für 200 Kinder zu gründen fein.
Eltern, welche, wie jetzt üblich, fremben Personen ihre theuersten Güter, ihre Kinber, anvertrauen, zablen benfelbm pro Woche und Kind 3 Mk., jedoch ausschließlich Nahrung, welche die Eltern zu stellen pflegen. DieS ergibt für die Eltern, 200 Kinder angenommen, inSgesammt eine jährliche Aasgabe von 200 x 52 x 3 — 31,200 Mk.
I Bei einer solchen enormen Summe wollen wir es unterlaffen tu Rentabilität einer solchen Anlage näher nachzuweisen. Ein Jeder wird schon bei überschläglicher Berechnung finden, daß die Eltern ihre Kinder künftig nicht nur besser, sondcrn auch weit billiger in einer solchen gediegenen Anstalt auffewahi.n können Die Anlage muß thunlichst billig, aber solide auSgesührt werden. Alles soll dem gemeinnützigen Zwecke untergeordnet sein; es darf dabei der Gesichtspunkt nicht außer Acht gelassen werben, daß bte Anstalt nicht alS Schule rotrfen soll, wohl aber einzig auf Erweckung der moralisch sittlichen Keime, bte in ben kindlichen Herzen schlafen; auf Befestigung der Begriffe von Recht unb Unrecht, soweit sie daS Kinb zu soffen vermag; sie soll die ihr «nverrrauten spielend gewöhnen, fich mit Herzlichkeit ihren Gespielen anzuschließen, den Eltern, Lehrern, alteren und höheren Personen mit Liebe und Achtung zu begegnen, den Ordnungssinn beleben und Hang zu Unreinlichkett vertilgen. Kurz, es ist Zweck und Pflicht der leitenden Personen, wie der ganzen Einrichtung, die Obliegenheiten vernünftiger Eltern
I -u übernehmen, während der kleine Staatsbürger ihnen anoertraut ist.
Enthebung von Gratulationsbesuchen und Zusendung von Gratulatiouskarten zu
Neujahr. -
Nachbenannre Herren und Damen haben zur Enthebung von NcujahrS- Gratulationsbesuchen und von Zusendung von Gratulationskarten der hiesigen Klein- kinder-Bewahranftalt Gaben zugewendet:
1) Kaufmann Louis Wolff. 2) Kaufmann Albert Kraatz. 3) Rentner C. Koch. 4) Fabrikant Bender. 5) Rentner C. Schwan sen. 6) AmtSgerichtSrath Dornfeiff. 7) Kauf« mann Rudolf Göbel und Frau. 8) Commerzienrath Wort- mann. 9) Director Bergen. 10) Lehrer Trautmann. 11) Architect Stein und Frau. 12. Steuerrath Bähr. 13. Eisenbahn-Stationsvorsteher 1. Klaffe Heidt. 14. Corn« merzienrath Heichelheim. 16) Beigeordneter Wolff. 16) Dr. Molly. 17) Steinhauermeister Emil Kalbfleisch. 18) Stadt« rechner Döpfer. 19) Fabrikant Georg Schwall. 20) Stadtverordneter Schiele. 21) Stadtverordneter Brück. 22) Stadtverordneter Schmall. 23) Pfarrer Schlosser. 24) Gastwirth Winn. 25) Geh. Kirchenralh Dr. Köstlin. 26) Oberbürger, meister Gnauth. 27) Fabrikant Adolf Busch. 28) Pfarrer Dtngeldeh. 29) Professor Dr. Krüger. 30) Kohlenhändler Emil Lotz. 31) Metzgermeister Phil. MalkomefiuS. 32) Kaufmann Benner und Krumm. 33) Fabrikant LouiS Lotz. 34) Frau Friedrich Möhl Wittwe. 35) Apothekenbefitzer Walter Weiß und Dornberger. 36) Rentner Ludwig Bücking und Frau. 37) Architect Meyer und Frau. 38) Kaufmann Aug. Kilbinger und Frau. 39) Pfarrer Dr. Naumann. 40) Stadtrath EmmeliuS. 41) Realgymnafiallehrer Albach. 42) Dr. med. Baur. 43) Fabrikant MhltuS. 44) Fabrikant Wilhelm Homberger. 45) Zahnarzt Dr. Koch. 46) Wilhelm Ferber. 47) Rechner Doering. 48) Stadtrath Scheel. 49) Kaminfegermeister Nebl. 50) Kaufmann Jean Boeck. 51) Polizeirath Fresenius. 52) Dr. Köppe. 53) Gottlieb Nauheimer und Frau. 54) Ungenannt (3 Mk.). 55) Fabrikant Eugen Rauffmann. 56) H. F. Nassauer. 57) Bautechniker Altvater. 58) Fabrikant Georg Noll. 59) Uniber) Tanz« und Fechtmeister Röse. 60) Beigeordneter ® 61) Frau RechnungSrath Kalbfleisch. 62) Bauuntern Winn und Frau. 63. Frau Elise Fischer. 64) Soylen- händler Adolf Fischer und Frau. 65) Conzleirath Schäffer, 66) Kaufmann August Will.
Bon den vorgenannten Herren und Damen wurden für unsere Anstalt inSgesammt 152,50 Mk. gespendet. Allen Gebern unb Geberinnen sprechen wir für ihre Unterstützung unserer Anstalt, bie den Kleinen zu Gute kommt, unseren herzlichsten Dank aus.
Ferner banken wir herzlich der hiesigen Freimaurerloge, der Gründerin unserer Kleinkinder-Bewahranstalt, für daS Neujahrsgeschenk von 50 Mk., daS von Mitgliedern derselben auch in diesem Jahre unserer Anstalt übergeben wurde.
Endlich sprechen wir noch einen besonders herzliche» Dank aus dem Oberkellner im Hotel „Prinz Carl", Herr« Pfitzner, für die Gabe von 40 Mk., bie er im Laufe bei Jahres am Stammtisch des Hotels gesammelt und unserer Anstalt zugewendet hat.
Gießen, am 31. December 1895.
Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt Dr. Naumann.
Danksagung.
Die Verwaltung der Grube unb Brikettfabrik „Friedrich" zu Hungen hat mir durch Vermittlung deS Herrn Berg- werkdirectorS Zschocke dahier, kurz vor Weihnächte« 200 Gentner Briketts zugesandt, um fie — abzüglich eines für das Schwesternhaus bestimmten Quantums — an hiesige arme Familien zu vertheilen. Nachdem diese Der- theilung geschehen ist, ist eS mir Bedürfniß, auch auf diesem Wege der genannten Verwaltung, und insbesondere Herrn Director Zschocke für ihre reiche WohlthatigkeitS-Spende meinen herzlichsten Dank auszusprechen.
Gießen, den 28. December 1895.
Dr. Naumann, Pfarrer.
kirchliche Anzeigen der evang.Genreirrde.
StadMrche
Am Sonntag nach Neujahr fällt wegen deS MililärgotteS- dienstes die Kinderkirche, unb daher auch am Donnerstag die Vorbereitung aus.
Verkehr, Cxmb» unb VolksrVirchschaft.
•Utm, 31. December. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, äflhnereter pr. 6t. 7—8 A, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St. 00 Gänse- der pr. St. 00—00 H, Käse pr. 6t. 4—8 A- Käsematte pr. 6t. 3 A. Erbsen pr. Liter 17 A> Linsen pr. Liter 30 A. tauben pr. P«r X 0,60 biS 0,70, Hühner pr. Stück 0,80 bis 0,90, Hahnen pr. Stück .* 0,85—1,00, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. PsmG X 0,50—0,70, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72-76 A Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 A. «Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 68 A. Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 60—64 A Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 US 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 8-16 A, Zwiebeln pr. Lattner X 3,00—4,00, Milch pr. Siter 16-20 A


