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n. Lollar, 28. Januar.
niedrige« Getreidepreise keineswegs nur in der erhöhten Getreideproduction zu suchen ist, ja, daß wir die Volk»- Vermehrung in den verschiedenen Ländern berücksichtigend, gar nicht von einer Steigerung der Roggen- und Weizenerntev pro Kopf der Bevölkerung ausgerechnet, reden können. Denn wenn eS auch richtig ist, daß in den Jahren 1892 bis 1894 recht gute Roggen- und Weizenernten in den meisten Ländern der Erde gemacht worden find und dadurch ein größeres Angebot von Brodfrüchten auf allen Märkten entstand, so schwindet doch die Behauptung der Ueberproduction, wenn man die Ernten 1875 bis 1884 und 1885 bis 1894 mit der Bevölkerungszahl in Berechnung bringt. Werden die Roggenmengen dem Weizenertrag zugesügt, so ergeben sich für die zehnjährigen Erntepertoden folgende Durchschnitts-
1885/94 = 2,435
987
1875/84 — = 2,486 Das Resultat muß überraschen!
Hüttenwerke gehörigen Kanonen verkündete gestern, sowie a« Vorabend — an dem Seitens des Veteranen- und Krieger- Vereins durch daS Trommler- und PfeifercorpS auch Zapfenstreich auSgesührt wurde — den Ge burtSta g deS Kaisers, welcher durch gemeinsamen Kirchgang und Abends im vereinSlocal festlich begangen wurde. Die schön ge» schmückten Räume deS SchönhofeS erwiesen sich leider als zu klein für den Andrang, sodaß nur eine beschränkte Anzahl Gäste zugelasien werden konnte. Nach dem „Sang an Aegir", vorgetragen von 30 Sängern deS Vereins, folgte die Festrede, die mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf Se. Majestät endete. Musik- und Gesangstücke wechselte» mit einander ab. Kamerad Güter^xpedient Störmer feffelte die Aufmerksamkeit der Anwesenden durch eine» Vortrag über SelbsterlebtcS auS dem deutsch französischen Krieg, den er von Anfang an mitgemacht. Sein Hoch galt der Armee. Herr Reservelieutenant Dölp brachte in kurzen aber markigen Worten daS Hoch auf Seine Königl. Hoheit den Großherzog aus, dem jubelnd zugestimmt wurde. Allgemeine Freude erregte ein von 5 Herren und 5 Dame» des Turnvereins aufgeführter Schnitterreigen, unter Leitung deS Kameraden H. Schmidt. Dann begann der Tanz.de» Alt und Jung in ausgiebigem Maße huldigte- manche» Won wurde noch gesprochen, wobei als erfreuliches Rrsultat eine Zusicherung gegenseitiger Unterstützung zwischen Krieger- und Turnverein, die beide die Pflege der nationale» Gesinnungen vertreten, gezeitigt wurde. Beide Vereine habe« auch bereit- einen gemeinsamen Schritt gerhan, indem sie alle anderen hiesigen Vereine zu gemeinsamer Feier vo» Bismarcks 80. Geburtstag eingeladen haben.
—d— Friedberg, 27.'Januar. Die hiesige Rübenzuckerfabrik, welche am 11. September v. I. ihre Campagne begann, wird voraussichtlich noch für daS erste Drittel deS Februar Arbeit haben, so daß die Campagne grade 5 Monate gedauert haben wird. ES waren ungefähr 6500 Morgen Rüben für daS Etablissement bestellt- man kann, ohne einen großen Rechensehler zu machen, annehmen, daß der Morgen — l]4 Ha. 200 Crr. Rüben ertrug, so daß die hiesige Fabrik 1,3 Millionen Ctr. zu verarbeiten haben kann. Da die Campagne wahrscheinlich 5 Monate, also 150 Tage dauert, berechnet sich die täglich zu verarbeitende Rübenmaffe auf 8500 Ctr., oder etwas besser. Die Rübenpreise sind gegen die früheren Jahre bedeutend gesunken, waS ganz selbstverständlich ist, denn der Zucker ist um mehr als 50 pCt. gegen früher gewichen. Trotz dieser geringen Zuckerpreise ist die Cultur der Zuckerrüben immer noch wesentlich vortheilhafter, als der Bau von vielen andere» landwirthschaftlichen Culturpflanzen. Der Actionär erhält bei 12 pCt. Zuckergehalt 70 Pfg. pro Ctr., (die Rübe« zeigen im Durchschnitte 12 pCt. Zucker und 13 pCt. Füllmasse.) Da der diesjährige Durchschnittsertrag 200 Ctr. pro Morgen ergibt, so erzielt der Actionär 140 Mk., real sehr mäßig berechnet ist. Für Kaufrüben wurden 90 Psg. im Durchschnitt vergütet. Schon von December an pflegt der Zuckergehalt der Rüben bedeutend zurückzugehen, die Rüben wachsen auS. — Den Rohzucker gibt die Fabrik meistens nach Frankenthal, an die dortige Raffinerie, ab. Die Verwaltung ist eifrig bemühe, die Fortschritte in der Maschinen-Technik für ihr Unternehmen nutzbar zu machen. Die Arbeiter in der Fabrik verdienen hübsche Löhne, ein besserer Arbeiter erzielt 3 Mk. pro Tag, ein mittelmäßiger bringt es auf 2 Mk. Die Arbeitslöhne blieben sich seither gleich, Betriebsstörungen kamen nicht vor. Die Rübenschnitzel, welche ein gutes Viehsutter sind und im vorigen Winter eifrig gesucht wurden, finden dieses Jahr mäßige Abnahme- sie gehen zu 10 bis 15 Pfg. pro Ctr. weg. Die Urfache liegt daran, daß im vergangenen Jahre reichliche Futterstoffe: Klee, Gras, Dickwurzel, Weißrüben und Kartoffeln erzeugt wurden. Ob bei den gegenwärtigen schlechte« Zeiten diesmal eine Dividende erzielt werden kann, oder der Reservefonds herangezogen werden muß, läßt sich mit aller Sicherheit erst später entscheiden. Ueberall regt sich bei Nichtactionären die Lust, Rüben zu bauen- eS scheint jedoch, daß die Fabrik auf genügendes Rohmaterial bei ihren Actionären rechnen kann und daher für Kaufrüben wenig Bedürfntß hat.
Hirzenhain. 24. Januar. Heute ereignete sich in de« Buderus'schen Hüttenwerk ein schwerer Unglücksfall. Ein Schleifstein, der in 1 Minute ca. 1200 Umdrehungen bat, zersprang und töbtete einen Arbeiter, während zwei andere erheblich verletzt wurden. Der Getödtete ist ein Familienvater auS dem nahegelegenen Orte Steinberg. Herr Medicinalrath Dr. Hauser von Büdingen vollzog unter Assistenz deS Hirzenhainer Arztes die Section. Der zerspringende Stein flog mit solcher Vehemenz auseinander, daß die Backsteinwand glatt durchschlagen wurde und die ProjectUe noch in eine Nachbarwand eindrangen. D. T. A.
E. Echzell. 28. Januar. Kaisers Geburtstag wurde gestern hier in solenner Weise gefeiert. Sämmtliche hiesige Vereine und -war: Der Kriegerverein, die beide» Gesangvereine, der Musikverein und der Gewerbverein hatte» sich zusammengethan, um die Feier gemeinsam zu begehe« und dadurch eine schönere Wirkung zu erzielen. Unter de» Vortritt des hiesigen MusikoereinS, deffen Bläserchor seit seinem Bestehen die erfreulichsten Fortschritte gemacht hat, und mit farbigen Lampions versehen, zogen die Vereine nach de» t „Weißen Roß", welches als da» gemeinschaftliche Festloeal gewählt worden war. Patriotische Reden, mit Begeisterung । ausgenommen, Vorträge der Vereine, BaterlandSlieder unö | Produclionen de» JnstrumentalmusikvereinS wechselten mit J einander ab, und gestalteten den Abend zu einem sehr genußreichen. Einzelheiten hervorzuheben verbietet der Raum- Da» Hoch auf den Kaiser fand stürmischen Beifall. Ma« trennte sich spät und war sehr befriedigt von de» 8erlaufe
weiter zu reden. Die heutige Haltung des CentrumS fei mit deffen bisheriger Haltung unvereinbar. Bei der Abstimmung wird der Antrag Barth gegen 6 Stimmen abgelehnt, dagegen der Antrag Boltz mit 20 gegen 7 Stimmen angenommen. Abg. Schädler (Ctr.) stimmt gegen den Antrag. Dr. Lieder (Ctr.) enthält sich der Abstimmung.
Wie», 28. Januar. Mit ziemlicher Bestimmtheit wird hier in eingeweihten Kreisen behauptet, Fürst Lobanow werde der Nachfolger des Herrn v. GierS.
Brnffel, 28. Januar. Gestern fand zu Ehren des deutschen Kaisers im Grand Hotel ein großes Banket statt, welchem der deutsche Gesandte mit dem Gesandtschaft-- personal, viele Notabilitäten und zahlreiche Mitglieder der deutschen Colonie beiwohnten.
»rüffel, 28. Januar. In hiesigen politischen Kreisen zeigt man sich über die von der Regierung und der Sammer- mehrheit bewiesene Hartnäckigkeit, alle demokratischen Reformen zu bekämpfen und verschiedene Vorlagen einzubringen, welche eine anti-demokratische Tendenz haben, sihr beunruhigt.
Paris, 28. Januar. Rammet tritt heute zusammen, um die Verlesung der Botschaft deS neuen Präsidenten ent» gegenzunehmen. Der Abgeordnete Goblet wird über die Amnestie interpelliren, doch wird diese Interpellation zwecklos sein, da Präsident Faute in der Kammer eine Amnestie mit Einschluß von Rochefort und Gerault Richard kundgeben wird. Man glaubt jedoch nicht, daß heute die ministerielle Erklärung in der Kammer erfolgen werde.
Pari«, 28. Januar. In der heute in der Kammer vom Ministerpräsidenten Ri bot verlesenen Botschaft deS Präsidenten der Republik, Faure, wird erklärt, daß Letzterer mit Treue und Hingebung die Übernommene Pflicht erfüllen werde. Frankreich sei stark durch seine Rechtlichkeit, stolz auf seine Güter und zugänglich jeder edlen Idee. ES sei nicht der Sclave einer bestimmten Theorie, aber eS nehme Theil an allen die Geister bewegenden großen Problemen und suche die Lösung dieser Probleme getreu der Tradition und dem nationalen Genie. In dem Gedanke» der Versöhnung und der socialen Gerechtigkeit vereinigten sich alle guten Absichten, um durch republikanische Brüderlichkeit den materiellen und moralischen Wohlstand Frankreichs zu fördern. Frankreich dürfe stolz sein auf seine Armee und Marine und eS fühle sich stark genug, um laut seine Friedensliebe versichern zu dürfen. Frankreich besitze werthvolle Sympathien, welchen es treu zugethan bleiben werde. ES treffe Vorbereitungen, die Nationen zu großen Festen der Arbeit einzuladen. Dieselben sollen eine würdige Krönung deS zu Ende gehenden Jahrhunderts bilden. Zu dieser Einigung lade auch ich Sie ein, so schließt der Präsident die Botschaft, und bin sicher, der Wortführer unserer ganzen Demokratie zu sein. — Die Botschaft wurde von den Depu> tirten stellenweise mit Beifall aufgenommen.
Pari». 28. Januar. Nach einer Mittheilunglder „Estafette" beabsichtigt Perier in den nächsten Tagen eine Broschüre, betitelt: Sechs Monate Präsident, zu veröffentlichen. In derselben sollen die vorgekommenen Ereignisse besprochen werden, unter ganz besonderer Berücksichtigung derjenigen, welche Perier veranlaßten, sich als Gefangener im Elys4e zu fühlen und welche ihn zu der Annahme berechtigten, daß ihm von gereifter Seite unaufhörlich Fallstricke gelegt wurden.
London, 28. Januar. Die Morgenblätter veröffentlichen Telegramme aus Shanghai, wonach der General Notzu der japanischen Regierung mitgetheilt haben soll, daß sich an der Grenze von Kirin (Mandschurei) ein Tartare in die 6. Division der japanischen Truppen eingeschlichen und sich beklagt habe, daß die Chinesen die Bewohner der Mandschurei schwer mißhandelt hätten. Er sei beauftragt, den Japanern 6000 Mann HülfStruppen anzubieten zur Unterstützung beim Angriffe auf Mukden. Da» Anerbieten wurde von den Japanern abgelehnt, worauf der Tartare bat, die japanische Armee möchte sich über diese Verhältnisse orientirt halten.
Petersburg, 28. Januar. An der Leiche deS verstorbenen Minister GierS wurde gestern Morgen ein feierlicher TrauergotteSdienst abgehalten. Der Czar forele der Großfürst Wladimir und feine Gemahlin, alle Mitglieder deS ReichSratheS, des diplomatischen CorpS, 'viele Generäle und sonstige hochgestellte Personen wohnten dem Gottesdienste bei. Neber den Tag der Beisetzung ist noch keine endgültige Bestimmung getroffen.
Belgrad, 27. Januar. Die türkische Regierung hat nach Meldungen auS Constantinopel die bulgarischen Zo llaccif e- Maßregeln mit Repressivzöllen beantwortet, die einer Grenzsperre gleichkommen.
Ernten Wird an Roggen und Weizen im Durchschnitt in den HauptverzehrS-LSndern auf den Kopf der Bevölkerung weniger producirt als in dem Abschnitte 1875/84.
Trotz der geringeren.Production herrschen lächerlich niedrige Preise! Wie soll man dieses Räthsel lösen? Ohne Zweifel haben sich in den letzten Jahren die Berhältniffe der BolkSernährung in vielen stark bevölkerten Ländern geändert und zwar in der Richtung, daß die wohlhabenderen Klaffen Weniger Brod essen als früher, weil sie infolge vieler culi- narischen und sonstigen Fortschritte mehr Auswahl an Fleischspeisen, Fischen und feinen Gemüsen haben, während die Wirthschaftlich schlechter fituirten Bevölkerungsklaften deshalb verhältnißmäßig weniger Brod essen als früher, weil ihnen in den Kartoffeln und den mannigfaltigen auS dieser Nähr- pflanze bereiteten Speisen ein billiger Ersatz für daS Brod geboten wird. ES kommt dabei auch noch hinzu, daß der Kartoffelbau sowohl in Bezug auf feine Sorten und große Erträge in den letzten zehn Jahren in vielen Ländern, am meisten aber in Deutschland, Frankreich, Italien und Oesterreich, enorme Fortschritte gemacht hat, so daß man in guten und selbst in mittleren Erntejahren auf einem einzigen Morgen Feld die Speise-Kartoffeln (80 bis 120 Gentner) für den Jahresbedarf von vier bis sechs Familien baut, während bei Getreidebau ein Morgen Feld noch nicht einmal für eine einzige Familie genug Rom bezw. Brod für ein Jahr gibt. Daraus geht hervor, daß infolge der veränderten Verhältnisse in der Volksernährung die Nachfrage nach Getreide und Brod nicht nach dem Maßstabe der Volksvermehrung gestiegen, sondern eher etwas gesunken ist und daß deshalb das die Nachfrage weit übersteigende Angebot an Getreide entstanden ist.
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bezeichnete« strafbaren Handlung anzureize». 1 .
(Ctr.) zieht einen in der vorige« Sitzung vom Centrum ge- Vollständigere auf längere Zeiträume gestützte statistische stellten Abänderungsantrag zu Gunsten der Form de» Anträge» Berechnungen haben neuerdings bewiese», daß btc Ursache der Boltz (natl.) zurück. Nach dem Anträge Boltz ist der § Illa wie folgt zu fassen: Die Strasvorschrifteu, die in § 111 für de» Fall der erfolglosen Aufforderung gelten, finden auch gegen Denjenigen Anwendung, welcher auf die im § 110 bezeichnete Weise ein Verbrechen oder ein der in dem angeführten Paragraphen vorgesehenes Vergehen in solcher Weise ober unter solchen Umständen als rühmlich oder erlaubt darstellt, daß die Darstellung geeignet ist, zur Begehung solcher strafbaren Handlungen zu reizen. Abg. Barth (frets. Der.) bezeichnet den Antrag Boltz als unannehmbar, er sei noch kautschukartiger als die Regierungsvorlage. Abg. Munckel (freif. Volksp.) bezeichnet den Antrag Boltz ebenfalls als unannehmbar. Abg. Stumm erklärt sich vorbehaltlich einer schärferen Fassung in zweiter Lesung für den Antrag Boltz. Abg. Leozmann (freif. VolkSp.) erachtet eS als nothwendig, ausdrücklich zu conftatiren, daß ein Compromiß hergestellt fei zwischen Zentrum und Conservativen, Reichspartei und Nationalliberalen. ES erscheine also fast überflllsfig, noch
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Sieben, bett 29. Januar 1895.
vom Reichsgericht. Für den nach Eintritt ins Reichsgericht alsbald verstorbenen Dr. @ Unter ist OberlandeS- gerichtsrath Weller zum Reichsgerichtsrath ernannt.
Militardienstnachrichte». v. Goßler, Generalmajor und Director des Allgemeinen Kriegsdepartements im Kriegsministerium, unter Beförderung zum Generallieutenant, zum Commandeur der Großh. Hess. (25.) Division ernannt. Arn dt, Port.-Fähnr. vom Inf.-Regt. Herzog Carl von Mecklenburg-Strelitz (6. Opstpreuß.) Nr. 43, in daS Inf.- Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 versetzt. Iockusch, Pr.-Lt. vom Inf. Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, unter Entbindung von dem Comwando bet der Militär-Intendantur, in das 5. Rhein. Inf. Regt. Nr. 65 versetzt, v. Haustein, Pr.-Lt. ä. la suite deS Jnf.-RegtS. Nr. 132, unter vorläufiger Belassung in dem Commando als Erzieher bei dem Cadettenhause in Karlsruhe, in baß Inf. - Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 einrangirt. Weimer, Hauptm. und Comp.-Chef vom Inf.- Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, dem Regt., unter Beförderung zum überzähl. Major, aggregirt. gl le8, Hauptm. von demselben Regt., zum Comp. - Chef ernannt. K oettschau, Sec.- Lt. von demselben Regt., zum Pr.-Lt. befördert. Die Portepee - Fähnriche B u sch, Rieh l vom Inf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 zu SecondelieutenantS befördert.
*♦ Zur Beachtung. Ein hiesiger Gärtner glitt am Sonntag auf dem Marktplatz auSj und brach ein Bein. Dieser Fall beweist, wie nothwendig daS Streuen thut, wenn auch nicht gerade Glatteis im Sinne des Wortes ist. Bedauerlicherweise stößt die Schutzmannschaft hierbei oft auf Hindernisse, indem manche Hausbesitzer erklären, es fei kein Glatteis und sich von der Polizei unnötiger Weise belästigt glauben. Sie bedenken dabei jedenfalls aber nicht, daß sie eventl. zu Schadenersatz bei einem derartige« Unglücksfall heranqezoqen werden können.
- Bitte u» Kleider. Es finden sich gegenwärtig auf der Natural - Berpflegstation Handwerksburfchen ein, welche Angesichts der strengen Kälte mit allzu schlechten und dünnen Kleidern versehen sind. Sollten sich mildthätige Leute finden, welche abgetragene Kleider, auch Schuhe und Strümpfe zu verschenken haben, so empfiehlt eS fich, solche bei der ver- pflegftation (Polizeigebäude) abzugeben, damit sie nach Bedarf vertheilt werben können. DaS verschenken an einzelne Bettler empfiehlt fich nicht, weil diese, wie die Erfahrung gelehrt hat, oft gleich zum Trödler wandern.
Alte» Bufeck, 27. Januar. Ende Dezember v. I. erschwindelte eine etwa 40 jährige unbekannte Frauen«-
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