zösischen Offiziere mit Kränzen geschmückt. Einige der Kränze trugen Schleifen in der französischen Tricolorefarbe.
Leipzig, 22. Juni. Die Einweihung des neuen Reichsgerichtsgebäudes wird am 26. October in Gegenwart des Kaisers und der BundeSfürsten stattfinden. F- Z-
Hamburg, 22. Juni. Dem „Hamb. Corresp." wird aus Friedrichs ruh gemeldet, daß Major v. Wißmann am 20. Juni zum Besuch des Fürsten Bismarck in Fried« richsruh etngetroffen und gestern wieder nach Berlin abgereist sei. Graf Rantzau sei mit Gemahlin nach dem Haag in Holland abgereift, um sich dort zu verabschieden, da er den dortigen Gesandtschaftsposten aufgegeben hat.
Au-laud.
Prag, 23. Juni. In Kuttenberg kam eS bei einer vom Stadtrath veranstalteten Festlichkeit zu derartigen anti- österreichischen Demonstrationen Seitens der Tschechen, daß die anwesenden Regierungsvertreter alle weiteren Reden verboten und die Auflösung der Festversammlung durch die Gendarmerie vornehmen liehen.
Graz, 23. Juni. In den steirischen Ziegeleien droht ein allgemeiner ©trife auszubrechen. Die Arbeiter beanspruchen Lohnerhöhung.
Paris, 23. Juni. Der Minister des Innern befahl, daß alle Dienstmänner und Kellner auf den Bahnhöfen Frankreichs Franzosen sein müsien. Alle Fremden müßen ersetzt werden.
Paris, 22. Juni. Der „Eclair" läßt sich aus Kiel telegraphiren, deutsche Marinesoldaten eines Panzerschiffes hätten auf einen kranken Franzosen, welcher mittelst Kahn vom „Hoche" nach dem Hospital transportirt wurde, scherzweise gezielt. Der Zwischenfall hat die französischen Marinesoldaten entrüstet.
Paris, 22. Juni. Der „New-Aork Herald" läßt sich auS Kiel telegraphiren, Admiral Menard habe vor seiner Abreise von Kiel zahlreiche Telegramme aus Frankreich, Rußland und Deutschland erhalten, worin er wegen seiner correcten reservirten Haltung gegenüber den Deutschen beglückwünscht worden sei.
Paris, 22. Juni. Der „GauloiS" meldet, 1892 habe Minister Giers mit einer hochgestellten französischen Persönlichkeit in Aix-les-bains ein Abkommen mit Frankreich abgeschlossen, wonach Rußland und Frankreich sich verpflichtetes, gegenseitig 300 000 Mann an die Grenze zu schicken, falls eine Macht von Deutschland ober Oesterreich angegriffen werde.
Paris, 22. Juni. „Libre Parole" veröffentlicht einen Aufsehen erregenden Artikel aus der Feder Drumonts, in welchem er den Kaiser von Rußland heftig angreift und ihm vorwirft, gegen Frankreich nicht ehrlich gehandelt zu haben, da er nicht offen erkläre, ob ein Bündniß bestehe ober nicht. Es ist gewiß, sagt baS Blatt, baß die von Rußlanb in ben letzten Jahren gespielte Rolle in ben Augen der Welt nichts gewonnen hat. Die öffentliche Meinung in Europa wirb gegen jeben russischen Politiker, der Frankreich schmeichelt, wenn er einen Dienst von ihm verlangt unb nachher bie Geschicklichkeit rühmt, mit welcher er Frankreich hintergangen hat, streng vorgehen. Eine Anzahl anberer Blätter, darunter dasjenige Caffagnacs, machen ber russischen Regierung gleichfalls bie bittersten Vorwürfe.
Petersburg, 22. Juni. DaS russische, in ben ostasiatischen Gewässernbefinbliche Geschwaber wirb demnächst wesentlich verstärkt werben, bagegen bie Besatzung an ber russisch- coreanischen Grenze rebucirt.
Petersburg, 22. Juni. Das „Journal be St. Peters- bourg" sagt: Die Rebe beß beutschen Kaisers zeichnet sich aus burch bie erhabensten Gedanken unb burch bie Bekräftigung von Gefühlen unb Absichten unbebingt frieblicher Art. „Petersburgskija Wjebomosti" schreiben: Die Worte des beutschen Kaisers: „Wir wünschen ben Frieden unb wir werden ihn aufrecht erhalten" sind eine goldene Antwort auf die Frage, bie anläßlich ber Kieler Festlichkeiten von allen Nationen im Geiste gestellt würbe.
Sofia, 23. Juni. Extrablätter melben, baß in ben Bezirken Egri-Palanka, Schtip unb Kotschan (Macebonien) sich bie Bevölkerung gegen bie türkische Herrschaft erhoben habe. Es fonben bereits blutige Kämpfe mit türkischen Truppen statt. Ein Aufstanb in Bulgarien ist nicht zu befürchten.
Washington, 23. Juni. Hier mürben zwölf Personen wegen professioneller, erwerbsmäßiger Branbstiftung verhaftet. Dieselben ftnb beschuldigt, 75 Feuersbrünste mit 1 Million Materialschaden angelegt zu haben. Die Brandstifter sind theils Polizeibeamte, theils Versicherungsagenten.
Neueste
Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.
Kiel, 23. Juni. Das Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin ist unbedenklich und hat sich heute wesentlich gebessert. Se. Majestät der Kaiser dinirte gestern Abend im Schlosse bei Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Heinrich und kehrte nach dem Fackelzuge an Bord ber „Hoheuzollern" zurück. Heute Vormittag nach bem GotteSbienst an Borb ber „Hoheuzollern" stattete Se. Majestät bem italienischen Kriegsschiff „Re Umberto", bem spanischen Kriegsschiff „Pelayo" unb bem amerikanischen Kriegsschiff „San Francisko" Besuche ab unb fuhr bann auf ber Kaiserpinasse nach Kiel, um Ihre Majestät bie Kaiserin im Schlosse zu besuchen. Gegen 129/4 Uhr kehrte Se. Majestät an Borb der „Hoheuzollern" zurück, wo um 2 Uhr bie Frühstückstafel stattsanb. Alsbann beobachtete Se. Majestät ben Verlauf der Regatta ber kleineren Boote von Borb aus.
Kiel, 23. Juni. Der Fackelzug ber Bürgerschaft bildete eine imposante Ovation, an ber sich etwa 5000 Personen beteiligten. Die interessanteste Gruppe bilbeten 2000 Arbeiter ber kaiserlichen Werft, die Dampfschiffsmobelle, Torpeboboote unb nautische Embleme in unendlicher Zahl
mit sich führten. Den Beschluß bilbete bie akademische Jugend. Die hiesigen Corps hatten sich durch alte Herren und Carteübrüder auf eine große numerische Stärke gebracht, auch die nichtfarbentragenben Verbinbungen traten zahlreich an. Beim Schlosse begab sich eine stabtische Deputation zum Kaiser in ben Garten. Oberbürgermeister Fuß hielt eine Ansprache. Der Kaiser trat bann mit bem Prinzen Heinrich unb bem commanbtrenben Abmiral auf bie Gartenbrüstung unb ließ ben Zug vorbeibefiliren. Bon ber Zinne beß Schlosses erglänzten Magnesiafeuer.
Grünenthal, 23. Juni. Die „Augusta Victoria" ist heute Vormittag im Kaiser-Wilhelm-Canal bet km 29,5 fest- gefahren unb würbe Nachmittags 4*/, Uhr von den Dampfern „Seeadler" und „Export" rückwärts geschleppt, um in ber Ausweichestelle Fischerhütte so lange zu bleiben, bis das Fahrwasser bet km 29,5 ausgebaggert ist, was voraussichtlich diese Nacht vollendet wird. Nachdem die „Augusta Victoria" Platz gemacht hatte, find die „Rugia" und die „Rhätia" passirt.
AU- ptöHmkta»
Gießen, den 24. Juni iE
* * Ernennungen. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog haben Allergnäbigst geruht, am 18. Juni ben zweiten Arzt bei bem Lanbeshospital Hofheim Dr. Sebastian Bieberbach zum Director unb ersten Arzt bteser Anstalt, ben seitherigen britten Arzt bet bem Lanbeshospital Hofhetrn Dr. Rubolf Mayer zum zweiten Arzt unb ben seitherigen Asfisstenzarzt bei bem Lanbesbospital Hofheim Dr. Karl OSwalb aus Bübingen zum britten Arzt dieser Anstalt zu ernennen.
* * Kirchliche Dtenstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnäbigst geruht, bem Pfarrer Theobor Wahl zu Kirtorf bie erlebigte evangelische Pfarrstelle zu Langen im Decanat Offenbach, bem Pfarrer Georg Bayer zu Ulrichstein bie erlebtgte evangelische Pfarrstelle zu Kelsterbach im Deanat Groß - Gerau, bem Pfarrvicar Abam Köhler zu Schotten bie erlebigte evangelische Pfarr- stelle zu Trebur im Decanat Groß-Gerau, bem Pfarrverwalter Wilhelm Türck zu Hopfmannsfelb im Decanat Lauterbach die erlebigte evangelische Pfarrstelle baselbst zu übertragen.
* ♦ Oberhesfischer Geschtchtsvereiu. Der gestrige Büdinger Ausflug bes Oberhessischen GeschichtSvereins verlief im Ganzen unb in seinen einzelnen Theilen höchst befriebigenb. Wir behalten unS vor» auf benfelben ausführlich zurückzukommen.
* * Behufs Vornahme der hl. Firmung traf am Samstag ber Hochwürdigfte Herr Bischof Paulus Leopolb hier ein unb wurde derselbe am Bahnhofe von ben Herren beS VorftanbeS ber katholischen Gemeinbe unb hierauf in ber Kirche feierlich empfangen. Kirche unb Pfarrhaus finb aus biefem Anlaß geschmückt. Seine Hochwürben statteten im Laufe beß heutigen Vormittags mehreren hiesigen Familien Besuche ab unb traten um 2 Uhr Nachmittags bie Rückreise an.
Unfug. Man schreibt uns: In ber Nacht vom Samstag auf Sonntag würben einem Hausbesitzer in ber Aliceftraße bie Glasscheiben an ber Hausthüre eingeschlagen. Der Thäter, ein Stubent, würbe von einer Schutzmannspatrouille bet ber That abgefaßt. Wie gewöhnlich bei ber« artigen Beschäbigungen an Privateigenthum, wo ein Strafantrag erforberlich ist, wurde dieser auf Bitten des Ab- gefaßten nicht gestellt- jedoch werden durch diese Unterlassungen die Rohheiten nicht abgeschafft, sondern nur gefördert. Von Denjenigen, die bei einer Sachbeschädigung bas Glück hatten, nicht abgefaßt ober ermittelt zu werben, hat sich noch Keiner freiwillig gemelbct, um ben verursachten Schaben zu bezahlen, eine exemplarische Bestrafung nur ist geeignet, Drbnung zu schaffen, lieber bie Polizei raisonniren, wenn ein Unfugmacher nicht entbeckt wirb, hilft zur Beseitigung ber Rohheiten nicht.
* * Verstoß gegen das Sonntagsruhegefetz. Der Leiter eines größeren Geschäfts ließ gestern Vormittag, bem Sonn- tagsruyegesetz zuwiber, fein sämmtliches Comptoirpersonal arbeiten, unb würbe beshald zur Anzeige gebracht.
* * Unfall. Gestern Abenb jagte ein Fuhrwerk übermäßig schnell bie Gartenstraße herab. An ber Ecke zur ©Übanlage stürzte baß Pferb unb würbe ber Wagen stark beschäbigt. Der Leiter bes Fuhrwerks, ein auf Urlaub be» finblicher Dragoner, kam mit bem Schrecken bavon.
* * Keine Pfauenfedern! Das „Marb. Tgbl." schreibt: Wie man uns mittheilt, hat ber Festausschuß zufolge ber Unzuträglichkeiten, welche sich auf bem letzten Sängerfest in ber Marbach burch ben Unfug mit Pfauenfebern heraus- stellten, bie Bestimmung getroffen, baß ben Hänblern untersagt wirb, innerhalb beß Festplatzes solche zu verkaufen. Auch sinb bie Kassenmitglieder unb Aufseher angewiesen, alle biejentgen Festbesucher,' welche im Besitze von Pfauenfebern finb, am Eingänge zurückzuweisen. — Diese Anordnung bürste sich auch für unser Turnfest empfehlen.
* * Marienburger Schloßlotterie. Bei ber Ziehung ber Marienburger Schloßbaulotterie fiel ber erste Hauptgewinn von 90,000 Mk. auf Nr. 74,575.
* * Der evangelische Kirchengefangverein für Heffen beabsichtigt, wie bie „Darmst. Ztg." melbet, am 3. Juli in Grünberg sein 16. Jahresfeft zu feiern. Bei biefem werben bie Vereine von Alsfeld, Annerod, Burkhardsfelden, Gießen, Grünberg, Laubach, Lich, Londorf und Romrod Mitwirken. Das Tagesprogramm lautet: 9 V« Uhr: Generalversammlung im Gasthaus „Zum Hirsch" - 10 Uhr: Hauptprobe in der Kirche: 121/2 Uhr : einfaches Mittagessen - 3 Uhr: Festgottesdienst (die Ansprache hält Herr Pfarrer Petersen aus Darmstadt)- nach diesem: gesellige Vereinigung. Alle Mitglieder und Freunde des Vereins sinb herzlich elngelaben.
• * Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 11.—18. Juni.) Der Getreibemarkt zeigte auch in letzter Woche keine ausgesprochene Tenbenz, sonbern gefick sich in mehrfachen Schwan
kungen, bie immer toieber darauf zurückzuführen ftnb, daß man in vielen Länbern, zumal auch in Rußlanb wegen Frost- schäben, eine geringere Weizen- unb Roggenernte als im Vorjahre erwartet. Auch sinb die letzten amerikanischen Ernteschätzungen nur mittelmäßig ausgefallen. Trotzdem war baß Angebot an alter Waare ein ziemlich bebeutenbeß unb bie Preise waren zuletzt etwas gebrückt. In Berlin unb Leipzig würben gekauft: Weizen per 20 .Ctr. zu 150 bis 162 Mk., Roggen 128 bis 152 Mk., Gerste 108 biß 160 Mark, Hafer 122 bis 148 Mk.
Mainz, 22. Juni. Bei bem britten hessischen Katholikentag auf bem Rochusberg bei Bingen am 30. Juni b. I. werben, wie baß „Mainzer Journal" meldet, folgende Herren sprechen: Der Landtagsabgeordnete Wasserburg wird den Vorsitz führen unb über bie „allgemeine'Lage" sprechen, ßanbtagßabgeorbneter Dr. Schmitt referirt über bie „Presse". Pfarrer Wassermann über bie „Schulfrage". Landtags- abgeorbneter Frhr. Dael von Koeth hat über „Lanbwirth- schaftliche Crebitvereine und Raiffeisen'sche Kassen" baß Referat übernommen. Weiter sprechen Rechtsanwalt Dr. Frenay über bie „SDrbenßfrage" unb Pfarrer Forschner über bie //soziale Frage".
A Mainz, 23. Juni. 10. Mainzer Ruder- Regatta. An ben beiben Tagen, von bem herrlichsten^ Wetter begünstigt, nahm bie biesmalige Regatta ben besten Verlauf. Sowohl gestern wie heute waren die Zuschauertribünen mit zahlreichem Publikum besetzt, baß mit steigenbem Interesse ben einzelnen Rennen folgte. Die oberhalb ber Eisenbahnbrücke gelegeneBahn hat eine Länge von 3500 Mtr. bei fließenbem Wasser. ErsterTag: I. Verbanbs-Vierer: Der Mainzer Ruberverein fuhr in 6 Min. 22,6 Sec. allein burch die Bahn. II. Anfänger-Einer: 1) Mannheimer Ruberverein „Amicitia" (8,41), 2) Ruber-Club „Nassovia" Höchst (8.43), 3) Mainzer Ruberverein (9.30.). III. Anfänger-Vierer (Ehrenpreis, gestiftet von Mainzer Damen): 1) Wetzlarer Ruber-Club (7.48), 2) Mannheimer Ruber-Club (7.55), 3) Mainzer Ruberverein (7.59 IV. Zw eiter Einer: 1) Mannheimer Ruberverein „Amicitia" (7.37 Vs), 2) Rubergesellschaft Worms (7.54i/s). V.Junior- Achter: 1) Mannheimer Nubcr - Gesellschaft (7.15), 2) Mainzer Ruberverein (7.51). VI. Vierer: Der Mannheimer Ruberverein „Amicitia" fuhr in 6.48 allein burch bie Bahn. Von 6 Preisen ftnb am ersten Tag 4 nach Mannheim gekommen. Zweiter Tag. I. Zweiter Vierer (Großherzogspreis): 1) Mannheimer Ruberverein (7.451/2), 2) Mannheimer Ruber-Club (7.59>/z), 3) Frankfurter Ruberverein (8.13). II. Juni or-Vierer : 1) Ruber-Club „Nassovia" Höchst (7.50Vö), 2) Mainzer Ruberverein (7.563/s)/ 3) Gießener Rubergesellschaft (8.02). III.Vierer (Großherzogspreis, Wanberpreis): Mainzer Ruberverein fuhr in 7.35 allein über bie Bahn. IV. Einer. 1) Hermann Krone vom Bremer Ruberverein (8.15), 2) Heinrich Klein vom Mainzer Ruberverein (8.32). V. Dritter Vierer (Ehrenpreis CorsarenpreiS): 1) Mannheimer Ruberverein „Amicitia" (7.50), 2) Offenbacher Rudergesellschaft „Undine" (7.50Vs)/ b) Mainzer Ruderverein (8.7), 4) Hanauer Rudergesellschaft „Hassia" (8.27). VI. Junior-Einer : ^Mannheimer Ruder-Verein „Amicitia" (8.10), 2) Ruder-Gesellschaft Worms (8.10), 3) Ruder-Club „Nassovia", Höchst (8.28), VII. Erster Achter (Moguntia • Wanderpreis): In 7 Min. 8 Sec. fuhr der Mainzer Ruderverein allein durch die Bahn. VIII. Vierer (Gastrennen): 1) Offenbacher Ruder Gesellschaft „Undine" (8.17), 2) Ruder Gesellschaft Worms (8.32), 3) Kusteler Ruder Gesellschaft (8.55).
Eingesandt.
Gieße«, 24. Juni 1895
Von den Vergnügungsorten in ber Umgebung der Stadt ist uns seit diesem Sommer einer ber beliebtesten burch das Entgegenkommen der Eisenbahnc-erwaltung näher gerückt worden, wir meinen die Badenbrrrg. ©eüoun der um 2 Uhr 10 Min. täglich gehende Omnibuszug nach Vedats dort hält, ist ber Besuch dieses schönen Punktes außerordentlich erle-chtert. Einsender sand die Wirihschast vortrefflich und den Garten schön in Stand gesetzt und mit neuem Garteninventar ausgerüstet, Vorzüge, welche neben den bekannten der schönen Lage an der Lahn, der Nachenfahrt auf dieser und der unmittelbaren Nähe des Waldes gewiß Manchen zum Besuche der Badenburg veranlassen. Der Rückweg am Abend kann über Lollar mit dem um 8 Uhr dort abgehenden Zuge genommen werden oder ganz zu Fuß der Eisenbahn entlang oder über die Marburger Landstraß». Im letzteren Falle können am Südende der Stadt Wohnende sich mit Dortbeil des Omnibus bedienen.
Für die Ueberschwemmten
im OberamtSbezirk Balingen
gingen ferner bei uns ein: Bon E. Ptstor 2 X, Oberbürgermeister Gnauth 20 X, N. N. 8 X, Frau E. Hensel 5 X Zusammen 35 X Jnsgesammt 63.20 X
Weitere Gaben nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger".
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 24. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags.
Wasser 18", Luft 17" im Schatten.
________________Rüblamen'sche Bade- und Schwimmanstalt.
ve-r-h-, Can6- nnt> Volk-Mirttzjchaft.
GrÄNberg, 22. Juni. Fruchtpreise. Weizen X 00,00, Korn X 14,86, Gerste X 11,00, Hafer X 11.26, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 5,80,. Samen X 00,00. ___ _____
Nehmen Sie keine schädlichen sogenannte «chönheitsmittel, sondern beachte den Rath erfahrener Aerzte:
Lampertheim, 18. April 1895. Indem ich Ihnen bestens für die übersandte Myrrholin-Seife danke, bemerke ich Ihnen, daß ich dieseSeife für eine ausgezeichnete Toiletteseife halt.e, da beimGebrauch derselben dieHaut zart undweichwird. vr. zinßer.
Die Patent-Myrrholin-Seife, welche als Specialseife für die Pflege der Haut unübertroffen und einzig in ihrer Art, ist ä 50 Pf-, in den Apotheken, guten Droguen- unb Parfümerie-Geschäften erhältlich und muß jedes Stück die Nummer 63592 tragen. 434^


