Ausgabe 
25.4.1895 Erstes Blatt
 
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berg zu EormS daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der In­schrift3Ct Verdienste" zu verleihen.

** Kaußverei». Tie Gemäldeausstellung tm TburmhauS am Brand hat dieser Tage nach einer aus­nahmsweise langen Pause eine vollständige, sehr vor- theilhasre Erneuerung erfahren- wir behalten unS vor, aus daS Ausgestellte im Einzelnen noch zurückzukommen, machen aber die Besucher auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß Sonntags und Mittwochs die Ausstellung auch Nach­mittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet ist, dafür aber Samstags geschloffen bleibt.

* Die Recitatioueu der Baronin Osten kacke» werden zum Besten Les Vereins für Armen- und Kranken­pflege abgehalten. Herr Pfarrer Schlosser har sich bereu erklärt, die Leistungen der Dame als gediegene zn empfehlen, nachdem er einen genauen Einblick in die Zeug- niffe von Vorträgen, gehalten in London, Königsberg und anderen großen Städten, gethan har. Die Dame ist die Wittwe eines Verwandten des russischen Botschafters Grafen Osteu-Sackrn, der zur Zeit am Darmstädter Hof sich aufhält und nächstens am Berliner Hof seinen diplomattichen Posten cwtritt. DaS sei aber nur eine nebensächliche Bemerkung. Rang und Stand soll bei künstlerischen Leistungen nicht in Betracht kommen, nur daS Talent und eine gute Ausbildung desselben. Frau von Osten-Sacken rrcitin fein nach dem Gedächtniß und hat ein sehr wohl­klingendes Organ. In Anbetracht des edlen Zweckes und der künstlerischen Leistungen ist zu diesen Vorträgen eine recht rege Theilnahme zu erwarten.

25jährige SrianernngSseier au 1870, zugleich Verband»- fest der KriegerkameradschaftHaffia". In vielen Orten unseres GroßherzogthumS regt es sich schon, a» den im August d. I. in der Residenz Darmstadt stattfindenden Fest­lichkeiten zur Erinnerung an die großen Tage von 187 0, insbesondere an den für die hesfische Division so ruhmreichen Tag von Gravelotte, theilzunehmen. Diese Festlichkeiten werden und sollen für die noch lebenden Kämvser jener Tage ein Wiedersehen nach einem vollen Viertel lahr- hundert bilden. Bon Seiten der einzelnen FestauSschüffe geschieht nun alles, um dieses Ziel in bestmöglicher Weise zu erreichen- eS ist aber auch erforderlich, daß man in den einzelnen Gemeinden des Lande-, wo sich Feldzugsveteranen und überhaupt Mitglieder derHassia" welch letztere Kriegerkameradschaft mit dem Erinnerungsfest zugleich ihr 25jährigeS Verbandsfest begeht befinden (und in welchem Orte wäre solches nicht der Fall!), sich für da» Fest zu rüsten beginnt, um den Betreffenden die Theilnahme so leicht wie möglich zu machen. Mögen in jeher Stadt, in jedem Dorfe patriotische Männer die Sache in die Hand nehmen, um namentlich den bedürftigen Kampfgenoffen in finanzieller Beziehung hilfreich an die Hand zu gehen. Da» (Somit? ist bestrebt, den Veteranen undHafsia"-Mitgltedern den Aufent­halt und die Unterhaltung in Darmstadt nach jeder Richtung zu erleichtern. Der Eintritt zu dem Festplatz und den Festlich­keiten ist für alle diese vollständig frei, und für da» gemein­same Festmahl, bei welchem alle Feldzug»veteranen noch ihren früheren Trupprntheilen zusammenplacirt werden, so daß ein Wiederfinden der ehemaligen Kameraden sehr er­leichtert ist, wird ein sehr geringer Prci» festgesetzt werden. Die 25jährige Erinnerungsfeier, auf deren einzelne Pro- grammpunkte wir noch zurückkommen werden, wird sich voraussichtlich zu einem großartigen patriotischen Feste gestalten.

* Oeffeutliche Anerkennung edler Thaten. Dem ^Schüler Heinrich Rockel tn Maar wurde in Anerkennung de» von demselben bei der Rettung de» Kinde» Andrea» Liftmann dort- selbst vom Tode de» Ertrinken« bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geldprämie verliehen. Den Schülern Philipp Wenzel und Jacob Seibel, beide in Nieder-Ro-bach, wurde in Anerkennung de» von denselben bei der Rettung des Schülers Wilhelm Welter dortselbst vom Tode de» Ertrinken» bewiesenen besonnenen und muth- vollen Verhalten» eine Geldprämie verliehen.

W. Schotten, 24. April. Bezirk»feldwebel Pfeiffer von hier ist nach 36jähriger activer Dienstzeit au» seiner Stellung geschieden. Se. Majestät der Kaiser haben dem­selben den Eharacter al» Seconde-Lieutenant verliehen.

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Detmold, 23. April. Der Landtag stimmte mit 15 gegen 6 Stimmen einem Anträge zu, mit Einverständniß deS Regenten folgendes Gesetz anzunehmen: Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe wird als Regent bestätigt, bis d«e Thronstreitigkeit entschieden ist. Dann übernimmt der durch die Entscheidung nächftberechtigte Thronfolger die Regent­schaft. Die Regelung erfolgt durch einen Gerichtshof. Tritt da« Ableben de» Fürsten Alexander ein, ohne daß eine Regelung erfolgte, so erlischt die Regentschaft. Tritt dieser- halb oder sonst eine Vaccwz der Regentschaft ein, so ernennt der Landtag den Regenten auS der Zahl der Agnaten, bis eine Regelung erfolgt. Der Regem erhält 250,000 Mk. auS der Domanialkaffe der StaarSregierung und erklärt sich bereit, baldmöglichst einen Act der Reichsgesetzgebung zu be­antragen, durch den daS Reichsgericht als Gerichtshof zur Erledigung der Thronstreitigkeit eingesetzt wird. Darauf wurde der Landtag vertagt.

Nizza, 23. April. Die Königin Victoria von England ist heute Vormittag, nach Darmstadt abgereist. Bei der Abreise wurden der Königin dte üblichen militärischen E^ren erwiesen. Am Bahnhose waren die Spitzen der Civil- und Militärbebörden erschienen.

London, 23. April. DieTimes" schreiben: Wenn durch die continentale Preffe aufgefordert worden ist, zwischen China und Japan zu mtervenlren und auf Revision der japanischen Friedensvertragsbestimmungen zu b« stehen, so find wir verpflichtet, an uns zu halten. Dte Aufforderung der deutschen, franzöfischen und russischen Zeitungen zu einer Demonstration des europäischen EoncerteS dchuf» Festsetzung der FriedenövertragSbestimmungen, nachdem dte Basis deS UebereinkommenS bereits prima facie ange­nommen, ist nicht gerechtfertigt, weder durch einen Präcedenz- foll, noch durch die Politik. Falls Rußland, Frankreich und Deutschland sich berufen fühlen, sich einzumischen, so geschieht di:S auf eigene Verantwortung und Gefahr. An dem fest­stehenden Ergebniß deS Friedens kann durch irgend welche Veränderung der Friedensvertragsbestimmungen nichts ge­ändert werden. Die britische Regierung hat weise gehandelt, indem sie fich der Theilnahme an einem Drucke auf Japan enthielt.

Odessa, 23. April. Gestern gingen mit einem Dampfer 9«i9 Auswanderer und ferner eine Parrhie Schienen für die sibirische Eisenbahn nach Wladiwostok ab. Auch be­finden sich zahlreiche Ingenieure für den Ausbau der Usuri- Eisenbahn und die wettere Tracirung der sibirischen Eisenbahn, sowie der Dirigent deS kaiserlichen EabinetS, General Gudin Lcwkowitsch, an Bord deS Dampfers.

Depeschen de» BureauHerold-.

Berlin, 23. April. Im Abgeordnetenhause wuicde beute die zweite Lesung des Gesetzes betr. Errichtung einer General-Commission für Ostpreußen berathen. Die drei Paragraphen wurden mit den dazu gehörigen CommissionS-Resolutionen angenommen. Morgen kleinere Vorlagen.

Berlin, 23. April. Die zweite Lesung der Um­sturzvorlage wird im Plenum deS Reichstages binnen 14 Tagen, also etwa am 7. Mai, begonnen werden.

Berlin, 23. April. Der Ceremonienmeister von Kotze ist heute Morgen zum ersten Male wieder aufgestanden- feine Entlassung au» der Klinik dürfte Ende der Woche erfolgen.

Berlin, 23. April. DaS alte ReichStagsgebäude ist gestern von der Reichsverwaltung an den preußischen FiScuS zurückgegcben worden. Letzterer hat dieses Gebäude für 6000 Mark bis zum Abbruch an den Verein für volkS- ehümliche Gesundheitspflege verpachtet.

Berlin, 23. April. Die Tabak st euercommission ist zum l.Mai einberufen, um die vor Ostern abgebrochenen Berathungen fortzusetzen.

Berlin, 23. April. Die Commission zur Be- rathung der Umsturzvorlage tritt morgen im Reichs­tage zusammen.

Berlin, 23. April. Der Minister be» Innern v. Köller und der StaatSsecretär v. Marschall hatten für heute Vor­mittag zur Besprechung über die Detheiligung der Presse an der Feier zur Eröffnung deS Nord- Ostsee-CanalS eine Anzahl Leiter diesiger und Vertreter auswärtiger Blätter nach dem Auswärtigen Amte eingeladen. Es waren etwa 20 Herren anwesend. StaatSsecretär v. Marschall bemerkte, daß die Regierung großen Werth auf eine entsprechende Berichterstattung Seitens der deutschen und ausländischen Preffe lege und daß sie bereit sei, die Erfüllung dieser Aufgabe in jeder Weise zu erleichtern. Nach den hierauf gemachten Dttttheilungen über daS Programm findet am 19. Juni Nachmittag» in Hamburg eine Umfahrt durch den Hafen und hierauf ein Banket statt. Abend» wird auf der Alster ein Fest abgehalten. Um 11 Uhr erfolgt die Ein­schiffung zur Fahrt durch den Canal. Am 20. Juni findet großer Ball zu Ehren der fremden Offiziere statt. Am 21. Juni ist bei Holtenau der Festact der Schlußsteinlegung und die Flottenparade, Abend» Diner von tausend Personen. Am 22. Juni findet Flottenmanöver statt. Herr v. Marschall theilte feiner mit, daß der deutschen und ausländischen Preffe etn besondere» Schiff zur Verfügung gestellt sei und daß dafür gesorgt werde, daß von diesem aus alle Festlichkeiten genügend beobachtet werden können. Die Herren v. Marschall

gewetkschastlicher Angeleoenb-iten eine Versammlung ab, in welcher für den 1. Mat absolute Arbrit»ruhe und Abhaltung großer Versammlungen am Bormittage de» 1. Mai beschloffen wurden. Eme Unterstützung an die Genossenschaft zu zahlen, : wurde abgelehnt - ferner wurde beschloffen, den Lohnkawps bis zum Jahre 1896 zu verschieben, daun aber gründlich ab­zurechnen.

Berlin, 23. April. Die Abberufung deS bisherigen Botschafters in Konstantinopel Fürsten von Radolin von feinem Posten behufs anderwetter dienstlicher Verwendung wird heute imReichsanzeiger" publicirt.

Berlin, 23. April. Auf der Journals st en-Tri- büne de» Reichstages sind während der Osterferien einige der gewünschten Berbefferungen angebracht worden, u. A. ist daS Podium in der ersten Bank erhöht und ein neuer Gang hergestellt.

FriedrichSruh, 23. April. Der Fürst führte in seiner Anspra ch c an bi c Dep u litten der alten Herren der deutschen Burschenschaften bei dem bereite ge­meldeten vorgestrigen Empfange aus:Die Republikaner sind die ersten Burschenschafter kaum gewesen, vielleicht die Imperialisten. Sie waren kaiserlich-national gesinnt. Ich bin, wie ich zur Universität kam, von dem Vorurtheil der CorpSburschen gegen die Burschenschaften geleitet gewesen. Außerdem widerstrebte mir daß persönliche Material. Die Burschenschafter, mit denen ich in Berührung kam, hatten nicht den gesellschaftlichen Schliff, den ich von Berlin gewohnt war, daher meine Abneigung, obwohl ich schon damals national-deutschen Glaubnt batte und 1832 eine Wette ein­ging, die deutsche Einheit würde in 20 Jahren geschaffen sein. Ich war vom Berliner Gymnasium mit ziemlich republikanischer Gesinnung abgegangen, hatte eine gewiffe Sympathie für HarmodioS und Aristogeiton Übrig behalten und fand es schwer verständlich, warum so viele Leute einem gehorchten, wenn et ihrer Geschmacksrichtung als Herrscher nicht entsprach. Erst als Diplomat bin ich zum Nachdenken über die Mittel zur Herstellung der deutschen Einheit gekommen. DaS leuchtete mir in der Frankfurter Zeit ein: wenn die preußische Armee nicht für die Sache eintritt, so schlägt sie nicht durch. DaS stärkste Element war natürlich der König von Preußen."

Danzig, 23. April. Die hiesige Regierung hat zur Gründung Raiffeisen'scher Genossenschaften 200000 Mark bewilligt.

Frankfurt a. M., 23. April. Bis jetzt sind ca. 20 000 Unterschriften bei dem hiesigen Centralcomitö für die Petition gegen die Umsturzvorlage eingelaufen. Vom Lande werden fortgesetzt zahlreiche PetitionSfoimulare verlangt, sodaß in wenigen Tagen die Zahl 50000 erreicht sein dürfte. Der von der Volkspartei erlaffene Ausruf wird ebenfalls in zahlreichen Exemplaren verlangt und findet in Parteikreisen allseitige Zustimmung.

Lewberg, 23. April. Die hiesigen Arbeitervereine haben beschloffen, den 1. Mai demonstrativ zu begehen.

Lemberg. 23. April. DaS Gebäude des deutschen Gymnasium« mußte heute wegen Baufälligkeit geschloffen werden.

Laibach, 23. April. In der letzten Nacht wurden hier wieder einige leichte Erdstöße verspürt. Der erschreckten Bevölkerung bemächtigte sich aber eme ungeheure Panik, 'alS heute früh 6 Uhr 40 Söhn. eine sehr heftige Erd­er schütterun g erfolgte, die wieder großen Schaden an­richtete. Durch den Einsturz einer Baracke auf dem Kaiser- Franz.Jofef Platze wurden zwei Pioniere schwer verwundet. Die Bewohner Laibachs sind rathloS. sie fürchten, jeden Augenblick konnten sich die Erdstöße wiederholen und abermals namenlose« Unglück herbeiführen.

Pari-. 23. April. Die ftrikenden OmnibuS- kutscher haben während deS gestcigen Tage» an verschiedenen Stellen versucht, die nach der Börse abgehenden Omnibuffe aufzuhalten. Abends herrschte große Erregung. Die Dl- rectoren der OmnibuSgesellschaften behaupten, die Polizei hätte die ausfahrenden Kutscher nicht genügend geschützt. Im Laufe de« Nachmittage wurden zwölf Verhaftungen vor­genommen.

Paris, 23. April. AuS Roubaix wird mitgethellt, daß die Sociallsten bereits an allen Straßenecken da» Pro­gramm für den l.Mai angeschlagen haben. Die Arbeiter­partei hat beschloffen, da« Berzeichniß der Forderungen der Partei der socialistischen Gruppe der Kammer einzureichen.

H. Darmstadt, 24. April. Der Kaiser trifft am SamStag Abend 6 Uhr hier ein und reift am Montag früh 7 Uhr nach Schlitz weiter. Die Königin von Eng- land trifft heute Nachmittag P/g Uhr hier ein- am Bahn­hofe findet großer Empfang statt.

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Gieße», den 24. April 1895.

Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog hoben Allergnädigst geruht, am 17. März den ordentlichen Profeffor an der Technischen Hochschule zu Karls­ruhe Dr. Reinhard Brauns zum ordentlichen Profeffor in der philosophischen Focultät der Lande« Universität mit Wir­kung vom 1. April 1895 an zu ernennen und in der ge­dachten Eigenschaft zu berufen.

Kirchliche Dienstnachrichten Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog Haden Allergnädigst geruht, am 10. April dem Pfarrer Wilhelm Volp zu Allendors a. d. Lumda die erledigte zweite evangelische Psarrstelle zu Laubach, Decanat Schotten, am 14. April dem Pfarrer Jllert zu SieserS- heim die erledigte reformirtc Psarrstelle zu Neu-Isenburg,

und v. Köller schlugen vor, die anwesenden Vertreter der Preffe möchten einen Ausschuß bilden, dessen Aufgabe e« fei, die Behörde durch Vorschläge über Zulassung von Bericht­erstattern zu unterstützen und der ausländischen Preffe gegen­über Gastfreundschaft zu üben. Die beiden Minister erklärten sich bereit, diesem Ausschuß alt ihre Eommiffare Geh. Rath v. PhilippSborn und LegationSrath Hamann beizuordnen.

Berlin, 23. April. Die Maler, Lackirer und Anstreicher Berlin», unter welchen fich viele Anarchisten befinden, hielten gestern in Bezug auf die Maifeier und wegen verschiedener

Decanat Offenbach, zu übertragen.

Anljeichanageo. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, dem früheren Fabrik­arbeiter Melchior Rupp in Ober Roden und der Arbeiterin Katharine Renner im Dienste der Firma W. I. D. Bälden-

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Frankfurt a. M . 23. April. Ein au» dem Wurttem- bergischen stammender 20 Jahre alter Bäckergeselle, der mit einem in demselben Hause am GrÜneburgweg in Stellung gewesenen Mädchen ein Berhältmß angeknüpft hatte, wurde gestern Mittag nach dem hiesigen Kronkenhanse, wo da» Mädchen al» Patientin nach kurzer Krankheit gestorben war, - bestellt. Al» er die Nachricht über den Tod feiner Braut j bestätigt fand und die Leiche derselben unter Thränen ver­lassen hatte, schoß er sich, wie dieFr. 9? " mitthellen, im Corridor be« Krankenhauses mittelst Revolver» gegen dte rechte Schläse und erlag der fich beigebrachten Verletzung nach etwa drei Stunden.

* Berlin, 21. April. Im Leichenschauhause find am Donnerstag dreizehn Leichen eingeliefert worden Seit dem Bestehen de» Institut« ist die» die höchste Ziffer, die lemal» erreicht worden ist. Ost werden während eine» ganzen Monats nicht mehr Leichen emgeliefert. In der Mehrzahl handelt e« sich derNordd. Allg. Ztg." zufolge um logen. Wasserleichen, d. h. um solche, welche au» Waffer- laufen herauSgefischt worden sind.

Aacheu. 23. April. Der Mörder von Maria Schis­ser», Conrad Küpper» au» Tietz, ist heute Morgen mit dem Fallbeil hinger icht e t worden.

Breil», 21. April. Wie der schlesische Damen- Ausschuß zum BiSmarck-Jubiläum jetzt wittheilt, haben 115,000 Zeichnerinnen 87,500 Mk. beigetragen. Davon werden für den Teppich, den Kunstschrank, die Abreise ufw. r 12,500 Mk. zu verausgaben fein, so daß für die DiSmarck-

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