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H. Chemnitz, 20. September, NachtS. Auf Bahnhof Oed er an stieß ein Militärzug mit 1200 Mann des Zwickauer Regiments mit einem Güterzug zusammen. Zwölf Soldaten sind tobt, zwanzig schwer, vierzig leicht verletzt.

Der Krieg von 1870(71,

geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung»- Nummern jener Zett.

(Nachdruck verboten.)

21. September.

Die Pariser find jetzt in der verdrießlichen Lage von Leuten, denen der Bisien im Munde nachgezählt wird. Draußen der Moltke und drinnen der Commandant Trochu rechnen: in der Stadt gibt- so und so viele Ochsen, Schafe, Kälber und Schweine, Hühner und Gänse, Gemüse und Kar­toffeln, kommt auf den Pariser Mund täglich so und so viel, etwa 34 Wochen lang und dann nichts mehr. Der alte Moltke fragt:Jsts beffer, daß wir schießen oder die Pariser hungern laffeu? Die Husaren und Ulanen müsien alle Zu­fuhren abschneiden.

Die Lust zu Ausfällen scheint der Besatzung in Paris vergangen zu sein, da sie am 19. September sowohl im Norden bet St. Denis, als auch im Süden bei Montrouge eine doppelte Niederlage erlitten hat. Die Deutschen haben nahe an 2000 Gefangene dabei gemacht.

Die neue völkerrechtliche Theorie, welche Herr Jules Favre auSgeheckt und Herr Gambetta der Be­wunderung der Welt würdig erklärt hat, empfiehlt sich ganz besonders für Raubstaaten und solche, die es werden wollen. Wenn ein Staat, so lautet diese Theorie, seine Nachbarn mit Feuer und Schwert überfällt, so sind zwei Fälle mög­lich : entweder er siegt oder er wird besiegt. Im ersteren Falle ergibt sich alles Weitere von selbst- der Sieger nimmt seinen geschlagenen Nachbarn so viel Beute ab, als ihm gut dünkt, und marschirt triumphirend in seine Hauptstadt zu­rück, woselbst das geraubte FeiudeSgut gemüthlich verjubelt wird. Im anderen Falle dagegen, wenn nämlich die an­gegriffenen Nachbarn sich allzu energisch ihrer Haut wehren und den Räuber auf sein Gebiet zurückschlagen, verleugnet der überwundene Staat seine Regierung, setzt sie womöglich ab und erklärt dem eindrtngenden Gegner, das Ganze sei nur ein Mißverständniß gewesen, man habe gar keinen Krieg haben wollen, die Herren JnvafionStruppen könnten nur ruhig wieder nach Hause zurückkehren. Auf diese Weise führt der Raubstaat ein herrliches Leben . . . Man denke sich den Fall nun einmal umgekehrt: Prinz Friedrich Carl wäre mit den Trümmern seiner Armee in Mainz blokirt, der Kron­prinz hätte in Wesel capitulirt- Bazaine wäre im Anmarsch auf Berlin. Was würde JuleS Favre dazu sagen, wenn eine provisorische Regierung in Berlin, vielleicht die Herren Duncker, Bebel, Max Hirsch und andere FortschrittSmänner und Socialisten an die vordringende franzöfische Armee die Aufforderung richteten, umzukehren, da sie, die unterzeichneten Mitglieder der Linken, von jeher den Krieg für einen Unsinn rrklärt hätten und weil von jetzt an sie und nicht der König die Nation repräsentirten? Er würde sagen, daß nur ein hirnverbrannter deutscher Schwätzer auf einen so tollen Ge­danken kommen könne. Und doch wäre dies noch nicht so toll, wie das, was JuleS Favre von unS verlangt, da ja die Franzosen, und nicht wir Deutschen, den Streit ange­fangen haben.

Der Erfolg unserer Truppen gegen Parts wird sich, nach allgemeiner Ansicht, ziemlich rasch vollziehen, indem die Nothwendigkeit einer methodischen Belagerung, selbst auch nur einiger FortS für unwahrscheinlich gehalten wird. Möglicher­weise können Vorgänge im Innern der Stadt oder auch ge­lungene Handstreiche unserer Truppen den Erfolg in wenig Tagen herbetsühren. Im schlimmsten Falle aber werden drei bi» vier Wochen auSretchen. Dann wird der Hunger zur Uebergabe zwingen.

Die 9. Generalversammlung der drei landwirthschaftlichen Vereine im Grotz- herzogthum Hessen

fand gestern Vormittag 10 Uhl im Saale des Gesellschaft»- Vereins statt. ES wohnten derselben u. A. bei Se. Excel- lenz Staatsminister Dr. Finger, LandeSculturrath Dr. KlaaS, Mtntsterial-Rath v. Bechtold, die Vertreter des Kreises und der Provinz, der Universität, der Stadt, von auswärtigen Behörden und Corporationen u. A. die General- secretäre Johannsen-Hannover, Ger land Kassel, Mül­ler -Wiesbaden, der Ehrenpräsident des Landesverbandes Dr. Goldmann, LandgerichtSrath Sartorius-WieS- baden u. A.

Der Präsident des LandeSauSschuffeS, Kreisrath HaaS von Offenbach, eröffnete die Versammlung unter Begrüßung der Erschienenen und theilte ferner mit, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog für die ihm zugegangene Einladung zur Generalversammlung bestens danke, er habe mit warmem Jntereffe von der Tagesordnung Kenntniß genommen, und hoffe, am 21. dS. MtS. die landwirthschaftliche Ausstellung besuchen zu können. In Erstattung eines kurzen Berichtes, dem der ausführliche gedruckte Rechenschaftsbericht folgen werde, gedachte der Vorsitzende zunächst der Verluste, die der Landesverein feit den letzten 5 Jahren durch den Tod ver­dienter Mitglieder, Ministerialrath Dr. Jaup, Frhr. v. Nordeck zur Rabenau u. A. erlitten, und forderte die Versammlung auf, sich zum Andenken an die Verstorbenen zu erheben. Im Verlaus der weiteren Berichterstattung be­rührte der Vorsitzende die zur Zeit nicht erfreuliche Lage der Landwirthschafr, derselben Bcfferung wünschend, erwähnte die Maßnahmen, welche bisher zum Ausbau der Organisation ergriffen, constattrt die erfreuliche Zunahme der Mitglieder- zahl, und wünscht besonders, daß durch Festhalten und Ausbau einer einheitlichen Organisation die durch entstehende Einzel- bercine zu befürchtende Zersplitterung der Kräfte vermieden werde. Erfreulich fei daS Jntereffe der hohen StaatSregie- ruug an den Bestrebungen der Vereine, und fei es als be­

sonderer Vertrauensbeweis zu betrachten, daß die von den Ständen des GroßherzogthumS bewilligten Mittel zur Hebung der Viehzucht, zur Förderung des Obstbaues und sonstiger Zweige der Landwirthschaft den Proviazialoereinen zur freien Verfügung überwiesen wurden; die Aufwendungen deS Staates hätten bereits die Summe von 300,000 Mk. erreicht - die Landwirthschaft fei, im Beherzigen des Grundsatzes, daß die Zukunft in der Schule liege, versorgt, mit allerlei Schulen und Fortbildungsanstalten, die hoffentlich bald durch Errich­tung von Molkereiaastalten erweitert, würden. Als besonders segensreiche Einrichtung habe sich die landwirthschaftliche Ver­suchsstation in Darmstadt erwiesen. Des Weiteren erwähnte der Vorsitzende das blühende landwirthschaftliche Genossen- schaftSwefeu- 400 Genossenschaften mit 30,000 Mitgliedern seien innig mit den landwirthschaftlichen Vereinen verbunden. Auf allen Gebieten werde in der Förderung der Landwirth- fchaft vorgegangen, iw MeliorationSwesen, in der Derbeffe- rung der Viehzucht u. f. w. und er hoffe zuversichtlich, daß auch die landwirthschaftlichen vereine auf der gegebenen guten Grundlage mit Volldampf vorauSfahren werden. Auf dem Gebiete der Gesetzgebung sei manches für die Landwirth­schaft Förderliche geschehen, eS sei erwähnt: daS Körgesetz, daS Gesetz zu Verhütung des Wildschadens, die Errichtung von LandeScreditkassen u. s. w. Besonderen Dank sei der hohen Staatsregierung und dem Herrn Staatsminister zu zollen für die Maßnahmen, die vor zwei Jahren bei der anhaltenden Dürre zur Milderung des landwirthschaftlichen NothstandeS getroffen wurden und nach denen eine auS- reichende Versorgung der Landwirthe mit Futtermitteln wie durch sonstige Erleichterungen ermöglicht wurde. Als unerfreu­liche Erscheinung für die Landwirthschaft fei der noch immer anhaltende niedrige Preisstand für Getreide und andere Pro- ducte, besonders die der Molkerei, zu bezeichnen- die Vereine würden sicherlich ihr Theil dazu beitragen, daß diese Zu­stände gemildert würden. Wetter gedachte der Vorsitzende der Aufgaben der Zukunft, zu denen u. A. gehöre die Ver­vollständigung des MeltorationSwesenS, für das hohe Staats- auSgaben nöthtg würden- anzustreben fei ferner eine Ver­billigung des CreditS und auf dem Gebiete des Steuer- wesens, daS kürzlich eine Reorganisation erfahren, die Ver­minderung der aus ländlichen Grundstücken ruhenden Steuer­lasten und in Verbindung damit der communalen Abgaben. Zu Allem, was die Vereine wirken und anstreben wollten, müßten sie sich vorher klar werden, um etwas zu erreichen. Herr Kreisrath HaaS sprach schließlich Allen, welche zur Versammlung erschienen, ferner Allen, welche zum Gelingen der Ausstellung beigetragen, besonders der Provinzialverwal- tung, der Stadt, dem Comitö und den Ausstellern, den Dank der Vereine aus. Seit den letzten 20 Jahren, wo in Gießen im selben Locale die Generalversammlung stattgefunden, hätten sich mancherlei Wandlungen vollzogen, Manches sich geändert, aber wir Alle seien einig und unverändert ge­blieben in den auf das Wohl der Landwirthschaft gerichteten Bestrebungen, unwandelbar aber auch in der Liebe zu unserem Großherzog und zu unserem Vaterlande- er glaube diesen Gefühlen am besten Ausdruck zu geben, wenn er die Ver­sammelten bitte, mit ihm einzustimmen in den Ruf: Seine Königliche Hoheit der Großherzog, der hohe Protector der Landwirthschaft, lebe hoch!

Der Vorsitzende des Oberhessischen Provinzialvereins, Herr Graf Friedrich zu SolmS-Laubach Erlaucht dankte Namens des Vereins für das Erscheinen der Vereine aus Starkenburg und Rheinhessen und äußerte seine Be^ friedigung über die von der Stadt Gießen getroffenen Arrangements- er bitte die oberhessischen VereinSmitglieder, zur Begrüßung der Gäste sich zu erheben.

Se. Excellenz Herr Staatsminister Dr. Finger dankt Namens der Gäste für die herzliche Begrüßung. Se. Excellenz erklärte weiter, nicht gekommen zu sein, um Rathschläge zu ertheilen, sondern um zu hören und zu lernen und um daS Interesse zu beweisen, welches die Großh. Regierung an den Bestrebungen der Vereine nehme- sie sei stets offnen Ohres für daS, was in den Vereinen beschlossen werde.

Namens der Stadt Gießen begrüßte Herr Oberbürger­meister Gnauth die Erschienenen. Der Schmuck der Stadt solle Kunde geben von der Gesinnung der Stadtverlretung und der Bewohner - alle verfolgten mit Interesse die Be­strebungen der landwirthschaftlichen Vereine, alle wünschten, daß daS in ihnen Angestrebte gelingen werde. Die Land­wirthschaft sei in banger Sorge um ihre Zukunft in einer Zeit, in der oft der Glaube verbreitet werde, als beständen große Gegensätze zwischen Stadt und Land. In Gießen aber, wo alle Stände vertreten seien, würden, dies könne er versickern, derartige Gegensätze nicht zum Durchbruch kommen, denn hier würden stets hoch gehalten die zum Gedeihen des Ganzen nothwendigen Wechselwirkungen zwischen Stadt und Land. Es gereiche der städtischen Bevölkerung zur Freude, die < ersammlung und die Vertreter der Landwirthschaft hier zu begrüßen und zu finden in ernster Arbeit, nicht nur im Ausdruck des Wunsches nach Staatshilfe, sondern auch in zielbewußter Bethätigung der Selbsthilfe. Er wünsche den Verhandlungen den besten Erfolg.

Der Vorsitzende sprach hierauf seinen Dank auö für die der Versammlung dargebrachten Begrüßungen - die Vereine versprächen, auf dem betretenen Wege fortzuschreiten, auch sie seien sich bewußt, daß die Volkswohlfahrt nur gedeihen könne durch Zusammengehen von Stadt und Land. Er setzte hierauf die Versammlung davon in Kenntniß, daß Se. Königl. Hoheit Prinz Wilhelm, weil am Erscheinen verhindert, briestich den Verhandlungen besten Erfolg wünsche.

(Schluß folgt.)

traft

Gieße», den 20. September 1895.

* Zum Besuche des Graßherzogliche» Paare». Entgegen vielfach aufgetauchten Zweifeln, ob Angesichts de» Ableben» der Prinzessin von Battenberg Se. Königl. Hoheit der Groß­

herzog nebst Gemahlin seinen Besuch in Gießen abstatten wird, können mir auf» Bestimmteste mutheilen, daß eine flenbcrung in den getroffenen Dispositionen nicht eintritt.

* * Die laudwirthschafttiche Ausstellung war gestern be­reit» sehr stark besucht, m der Hauptsache waren e» die Theilnehmer an der Generalversammlung der drei landwirth. schaftlichen Provinzialvereine. Besondere» Interesse erregt» da» vorführen der Thiere zur Werthung durch die Preis, richter. Letztere walteten bi» zur späten Stunde ihre» Amte». An dem Festessen in der großen Halle nahmen über 300 Personen Theil. lieber die Ausstellung selbst berichte, wir in nächster Nummer, bemerken aber, daß der Besuch derselben überaus lohnend ist und die getroffenen Arrange­ments , die Auswahl der Thiere und sonstige Ausstellung», gegenstände alle Anerkennung verdienen.

* Ei» Landwirth von Annerod wurde gestern Abend in der Ausstellung, während er ein Stück Vieh an seinem Stand anbinden wollte, von einem Ockfen mit den Hörnern erfaßt und gegen die Wand gedrückt. Er wurde in die Klinik gefahren- es soll die Verletzung jedoch eine unde- deutende sein.

Neubau bet psychiatrische» Klinik Ebenso wie mit dem größten Theil der Bauarbeiten :c. so sind auch mit der inneren Einrichtung der psychiatrischen Klinik erfreulicherweise hiesige Firmen betraut worden, worunter der Firm, Th. Brück außer der Lieferung von ca. 3000 qm Linoleum, der Zuschlag auf den größten Theil der Möbel, Spiegel, Vorhänge und Eisenmöbel ertheilt ist.

* * Alsfelder Lotterie. Auf die nachfolgenden Nummern sind die ersten 10 Preise der Alsfelder AuSstellungSlonerie gefallen: Nr. 9379 (1. Preis), 4725 (2. Preis), 18 792 (3. Preis, Gewinner Emil Kalbfleisch in Gießen), 942 (4. Preis), 9818, 329, 15 111, 23 395, 12 668, 16 164.

* * lieber die Postdestellnug der mit vereinbarter Adresse streckenweise beförderten Telegramme veröffentlicht da« Amtsblatt des ReichSpoftamtS folgende Verfügung: Die britische Postverwaltung hat die Beobachtung gemacht, daß ihre Postanstalten vom AuSlande öfter» Briefe erhalten, die einen Theil ihres Weges als Telegramme zurückgelegt haben und als Aufschriften die für dic Telegrammbestellung verein­barten besonderen Adreflen tragen. Da diese abgekü ztru Telegrammadreffen nur der Telegraphenanstalt de» Be­stimmungsortes bekannt find, so müssen derartige Briefe von der Postanstalt unter Umständen al» unbestellbar hehai Seit werden. Um die hieraus sich ergebenden Unzuttäglichke ten zu vermeiden, müssen Telegramme, die als Briefe zur Be­stellung gelangen sollen, die genaue wirkliche Adresse be» Empfängers tragen, wie sie für alle Briefsendungen vor- geschrieben ist.

** Die durch die Post zu bezieheudeu Zeitunge» können für das bevorstehende Quartal von jetzt ab bei den Post­ämtern bestellt werden. Die Einzahlung der Zeitungsgelder kann auch durch Vermittelung der Briefträger erfolgen. Eine frühzeitige Bestellung, namentlich der ausländischen Zeitungen ist erforderlich, wenn auf den Bezug der in den ersten Tagen deS Quartals erscheinenden Nummern gerechnet wird.

Pohl-Gon», 19. September. Bei der gestern dahier ab­gehaltenen GcmeinderathSwahl wurden die seitherigeo Mitglieder, die Herren Anton Kollmar mit 80 Stimmen, Wilh. Göbel mit 76 Stimmen, Konr. Brückel I. mit 70 Stimmen, von 91 abgegebenen Stimmen wiedergewählt.

§ Bermuthshain, 19. September. Der Landwirth Karl Schultheiß war heute auf dem Felde mit Kornsäen be­schäftigt, während seine Frau mit Kochen zu thun hatte. DaS 6jährige Kind spielte um deo Herd herum, als plötzlich die Kleider desselben Feuer fingen- das Kind lief nach dem Hause des Gemeinderechners Eschenröder, welcher die Gefahr erblickte und alSbald die nöthige Hilfe leistete, wodurch das Kind vor fchwerem Schaden und Unglück noch in letzter Minute gerettet wurde. DaS Kind trug schwere Brand- wunden davon.

PetmWef»

Ms. Fritzlar, 19. September. In dem kleinen Nachbar- städtchen Naumburg grassirt seit einigen Tagen die DiphtheritiS. Eine große Anzahl Kinder sind erkrankt, mehrere Kinder bereits gestorben. Die Kinderschule ist geschlossen. Ein hiesiges Dienstmädchen hat ihr kleines Kind in einen Haufen Spreu gesteckt, worin es den Erstickungstod sand Der Beihülfe zu dem Verbrechen ist ein hiesiger Einwohner verdächtig. DaS Dienstmädchen ist verhaftet worden.

Ms. Hanau, 19. September. Im Walde bet Dietes­heim trafen zwei Jagdpächter aus Frankfurt mit einem Wilderer, der auf Hasen anftanb, zusammen. Zum ,Still- stehen" angerufen, antwortete er mit zwei Schüssen auf die Jagdpächter, glücklicherweise ohne zu treffen. Darauf flüchtete er, würbe aber noch an demselben Abend erwischt und ihm die Waffe abgenommen.

* Neuhausen (KretS Saargemünb), 19. September. Bei einer hier auSgebrochenen Feuersbrunst kam ein fünfzehn­jähriges Mädchen nebst ihrem fünfzehnjährigen Bruder tn den Flammen um.

* Clbeabutg, 19 September. Im Städtchen Wilde»- hausen sind Nacht» 46 Häuser abgebrannt, lieber 40 Familien find obdachlos. Der Schaden ist enorm, oal Meiste unversichert.

Vcrfetyr, unö

S Geber«, 18. September Der gestern hier abßebaltene Viehmarkt war mit Rindvieh schwach befahren. ES waren auf- fletrteben etwa 50 Stück, meistens Kühe, junge Stiere und Rinder Einjährige Stiere und Rinder kosteten daS Stück 120 bis 130 Mk., befhre Sorte war nicht ba, eS wurde nur wenig verkauft. Kühe würben bezahlt mit 200 bi» 220 Mk., trächtige ffübc mit 250 bi« 300 Mk., friichmetkende bas Stück mit 300 bi» 350 Mk , halbiäbrige Kälber da» Stück 80 bis 100 Mk Allgemein wurde in Rindvieh nur wenig verkauft, da die Preise etwa» zurückgeganaen, die Ber- käuser sehr hoch anhielten und nicht abschlagen wollten. In o<6i»etoai war der Markt überfahren, e« waren etwa 1200 Stück aufgetrieben,