'man, daß von Luxemburg und von der Pfalz, resp. Straßburg her die ersten Bormärsche der Fraozosed erfolgen werden. Die Aufgabe der deutschen Festung wird sich rächen.
Der genaue französische Feldzugsplan ist: Tinen raschen Stoß nach Hessen hinein machen, um die drei Mächte des Südens zu neutralissren. Frankfurt loSretßen und sich dort befestigen. DaS ganze preußische Gebiet auf dem linken Rheinufer reinfegen. Dann in Westfalen ein« dringen und seine Linke auf Hannover und Dänemark stützen. Preußen wird über die Elbe zurückgrworfeu. Endlich einen deutschen Bund (Rheinbund) wieder aufrichten, von welchem Oesterreich und Preußen ausgeschlossen wären.
Der alte Moltke in Berlin hat im Minister- und KriegSrathe in Uebereinstimwung mit dem Kriegsmintster o. Roon erklärt, daß Preußen hinsichtlich seiner HeereS« Verfassung, Ausrüstung, Hilfsmittel rc. noch nie in der Lage gewesen sei, mit solcher Aussicht auf Erfolg einen Krieg anzunehmen, wie gegenwärtig. Er sei sehr genau über den Fortschritt der französischen Rüstungen unterrichtet und demnach sei eine militärische Ueberrumpelung seitens Frankreichs nicht zu fürchten.
In der schlimmsten SchreckenSzeit der ersten Revolution wurden die Menschen, welche man mit der Guillotine nicht schnell genug hinrichten konnte, haufenweise mit Kartätschen niedergeschossen. Man nannte dies mitraiBer (mit Kartätschen hinrichten). In ähnlicher, nur noch schauderhafterer Weise, sollen jetzt die Deutschen mitraillirt, d. h. mit Kartätschen hingerichtet werden.
Die Mitrailleuse, dieses neue BerntchtungSinstru- ment, ist indessen den preußischen Heerführern nicht unbekannt und sie werden jedenfalls daran gedacht und dafür gesorgt haben, wie demselben zu begegnen sein wird. Ob noch wehr derartige Hilfsmittel von den Franzosen im Geheimen vorbereitet sind, muß sich bald zeigen. So viel muß man aber nach seinem seitherigen schroffen Vorgehen erwarten, daß Napoleon keine Rücksicht auf Humanität und völkerrechtliche Bestimmungen abhalten wird, die gräßlichsten Mordwaffen so oft wie möglich anzuwenden. Deutscher Muth und deutsche Umsicht wird ihm hoffentlich zu begegnen wissen und feine Berechnungen zu Schanden machen.
Cscdk* rrrr- PrsvLrrzLeSeO
Gieße», den 17. Juli 1895.
* * Von der technischen Hochschule Darmstadt. Se. Köuigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Juli den ordentlichen Professor vr. Lepsius an der Technischen Hochschule für die Zeit vom 1. September 1895 bi« zum 31. August 1896 zum Rector dieser Anstalt zu ernennen.
* * Die Gießener Schützen in Worms. Nach einer gestern Abend eingegangenen Drahtnachricht haben die hiesigen Schützen in Worms bis jetzt gut geschossen. Herr Nestau- rateur F. Dickore hat auf der Feldscheibe „Mittelrhein" bis jetzt als bester 34 Ringe, auf der Feld-Meisterscheibe hat derselbe Schütze als zweiter bis jetzt 51 Ringe. Die gliche Anzahl Ringe auf derselben Scheibe als erster schoß Herr A. Kilbinger, welcher auch beim Concurrenz- Schießen am Sonntag, wie schon berichtet, in 22V2 Mtn. den zweiten Becher erwarb. Der erste Becher wurde in 22 Minuten geholt.
* * Kleinbahn Gießen Bieberthal. Nachdem die Stadt Gießen zuerst der Firma Hager & Laußberg in Cöln betr. des Baues einer Bieberthalbahn entgegen gekommen, haben auch die Gemeinden Heuchelhe'm, Nodheim und Bieber das benöthigte Gelände der genannten Firma zur Verfügung gestellt. Man hofft, daß die preußische und hessische Regierung nunmehr bald die nachgesuchte Concession ertheilen werden. ES soll dann schleunigst mit der Herstellung begonnen werden.
* * Wegen fahrlässiger Brandstiftung wurde gestern von der Strafkammer der 15 Jahre alte Lehrling, welcher am 10. Mai d. I. den Brand in dem Lagerhause der Firma A. u. G. Wallenfels verursacht hatte, mit 100 Mark Strafe belegt. Der Staatsanwalt hatte 14 Tage Ge- fängniß beantragt.
v * Verhaftung wegen Meineid. Gestern wurden vor der Strafkammer ein Commis und ein Kutscher wegen Der- dachtS des Meineides in Haft genommen.
* 3» Amerika verstorbene Hessen. Hoboken, N. I., John Koellisch, 42 Jahre alt, aus Dittelsheim. Indianapolis, Jnd. Jacob Danzer, 45 Jahre alt, aus Rheinhessen. Long Island City, N. Y. Philipp Stein, 46 Jahre alt, aus Alsbach.
* * Die Bevölkerung des Großherzogthum- wird für die Mitte des Jahres 1895 auf 1,027,000 geschätzt, worunter Kinder 346,900 und Erwachsene 680,100; auf Starkenburg kommen 436,100 (Kinder 153,OOO und Erwachsene 283,100), auf Oberhessen 268,600 (Kinder 90,400 und Erwachsene 178,200) und auf Rheinhessen 322,300 (Kinder 103,500 und Erwachsene 218,800).
Auswanderung aus dem Großherzogthum Hessen. AuS dem Großherzogthum Hessen wanderten im Jahre 1895 auS 515 Personen, nach dem Jahre 1877 mit 500 Per- fönen die geringste Zahl der Auswanderer seit 1875. Von 1875 bis 1894 wanderten im Ganzen aus dem Großherzog, thum auS 39,079 Personen ; die stärkste Auswanderung war im Jahre 1881 mit 4173; 1893 wanderten 1422 Personen auS. Während die Auswanderung 1894 im ganzen Reiche 76 Personen auf 100,000 Einwohner ergab, betrug sie im ^rutzjeröogthum nur 50 Personen. Von Einfluß aus die ^^rheWche Abnahme der Auswanderung in diesem Jahre sind wohl löte auf Beschränkung der Einwanderung gerichteten Bestimmungen deS neuen Einwanderungsgesetzes der Der- einigten Staaten von Amerika neben der ungünstigen wirth- schaftlicheu l'age dort gewesen.
Mr. Lang.GöuS, 16. Juli. Wie schon berichtet, war / die letzte Kirchweih vor 6 Jahren. Einen schönen Verlauf ; hat dieses Volksfest am letzten Sonntag genommen. Fröhliches Leben herrschte in den Festhallen und ließen es die Herren Festwirthe an Speise und Getränk nicht fehlen. Die Festhalle des Gastwirth Weil war schön decorirt und Abends durch Lampions beleuchtet. Die Fefthalle hatte einen großen Zuspruch.
T Homberg a. d. Ohm, 16. Juli. Ein Extrablatt der „Kirchhainer Zeitung" bringt uns folgende erfreuliche Nachricht: „In der heutigen Sitzung des Kreistages wurde die Vorlage betr. Bau einer Bahn Kirchhain-Landes- grenze (Homberg a. d. Ohm) mit 16 gegen 2 Stimmen angenommen. Mit dem Bau der Bahn soll sofort begonnen werden."
K. Schwickartshausen, 14. Juli. Der hiesige Kriegerverein feierte heute das Fest seiner Fahnenweihe. ES hatten sich zu diesem Acte sämmtliche Vereine deS Bezirks Orten» berg und noch Vereine von Nachbarsbeztrken, zusammen 22, eingefunden. Der stattliche Festzug bewegte sich durch den festlich geschmückten Ort nach dem Festplatz. Dort angekommen, hielt der Präsident des hiesigen Vereins, Herr Bach, eine prächtige, von Poesie durchwehte Begrüßungsrede, hierauf hielt Herr Pfarrer Klotz von hier die eigentliche Weiherede, die von allen Festtheilnehmern als eine vorzügliche bezeichnet wurde. Es folgte hierauf der gemüthliche Theil, der auch recht gut verlaufen ist.
n. Ilbenstadt, 16. Juli. Am Sonntag fand unter großer Betheiligung die Einweihung der neuen Fahne des hiesigen KriegervereinS statt, verbunden mit der 25jähr. Jubelfeier von 1870.
Darmstadt, 16. Juli. Am Samstag waren hier Vertreter der Studentenausschüsse von den Technischen Hochschulen aus Aachen, Berlin-Charlottenburg, Braunschweig, Darmstadt, Hannover, Karlsruhe, München und Stuttgart zur Berathung gemeinsamer Interessen versammelt. Das Resultat war die Gründung eines sämmtliche deutschen Technischen Hochschulen umfassenden Verbandes. Die Bestrebungen dieses Verbandes gehen in erster Linie dahin, daß die Anerkennung der technischen StaatsexaminaS in allen deutschen Staaten zur Thatsache und daß die Aufnahmebedingungen an allen Technischen Hochschulen des Reiches die gleichen werden. Eine Gleichberechtigung mit den UniversttätSstudenten, wie solche gelegentlich der Bismarcksfeierlichkeiten bereits in die Wege geleitet wurde, soll gleichfalls erstrebt werden.
Offenbach, 16. Juli. Nach der am 14. Juni l. I. vorgenommenen Berufs- und Gewerbezählung hat Offenbach eine Einwohnerzahl von 39,454 mit 8260 Haushaltungen. Von den Einwohnern sind 20,254 männliche und 19,200 weibliche. Bei der Volkszählung am 1. December 1890 hatte Offenbach eine Seelenzahl von 35,085, so daß seit dieser Zeit eine Zunahme von 4369 Seelen zu verzeichnen ist.
A Mainz, 16. Juli. In Folge einer durch verschiedene Blätter über die Behandlungswetse der Kranken in der unter staatlicher Aufsicht geleiteten Provinzial - Stechenanstalt in Heidesheim erhobenen öffentlichen Beschwerde fand am Samstag eine eingehende Revision der genannten Anstalt statt. Ob die gerügten Mißstände thatsächlich vorhanden oder ob die Revisoren sonstige Unregelmäßigkeiten in der Anstalt wahrgenommen haben, darüber verlautet vorläufig nichts. — Auf dem Rhein hier erregte gestern ein kleiner, eleganter Schraubendampfer mit französischer Flagge einiges Aufsehen. Das Schiff, das den Namen „Fleur de Lys“ führt, gehört einer französischen Gesellschaft von VergnügungS- reisenden, die durch den Rhone-Canal über Straßburg von Paris kam und sich nach England begibt. — Die gestern in Porms erfolgte Enthüllung des Denkmals für den verstorbenen Großherzog Ludwig IV. hat hier wegen dem Monument, das zur Erinnerung an das im vorigen Jahr hier stattgehabte deutsche Bundesschießen auf einem öffentlichen Platz von Mainz errichtet werden soll, eine heitere Controverse hervorgerufen. Für das letztere Monument hat nämlich ein ernanntes Preisrichtercollegium jüngst einen Entwurf des hiesigen Architecten Sutter prämiirt und zur Ausführung empfohlen, der, wie sich bei der gestrigen Denkmalsenthüllung in Worms zur allgemeinen Ueberraschung zeigte, eine derartige merkwürdige Aehnlichkeit mit dem dortigen Monument hat, daß Jeder unwillkürlich eine starke Nachempfindung in dem hiesigen Entwurf erblickt. In Mainzer Blättern wird daher gegen die Ausführung des prämtirten Entwurfes Stellung genommen, indem sich gebühre, für ein öffentliches Denkmal hier etwas Originales, aber nicht CopirteS zu schaffen.
♦ H. Biedenkopf, 16. Juli. In den Tagen vom 21. bis 23. Juli d. I. findet hier die Generalversammlung deS Vereins Nassauischer Land- und Forstwirthe, verbunden mit PreiSvertheilung, statt, zu der die umfassendsten Vor- bereitungen getroffen sind. Dem reichhaltigen Programm entnehmen wir Folgendes: Am 21 Juli Nachmittags 4 Uhr Empfang der Gäste auf Station WilhelmShütte, woran sich eine Besichtigung der Meliorationsanlagen im Lahnthale bei Eckelshausen anschließen wird. Nach dem Eintreffen in Biedenkopf von Abends 8 Uhr an Concert in Magnus' Halle. Am 22. Juli von Morgens 9 Uhr ab Generalversammlung in Weigels Saal. Nachmittags 2 Uhr Festessen und Concert auf dem Festplatz. Abends Beleuchtung des SchloßbergeS. Am Dienstag den 23. Juli Prämiirung des Viehes, Ver- loosung von landwirthschaftlichen Maschinen und Gegenständen. Den Festzug werden über 30 Wagen der Landbevölkerung mit verschiedenen Darstellungen aus dem Landleben verschönern, ebenso werden die verschiedenen Gewerbe der Stadt in demselben vertreten sein. Außerdem betheiligen sich an dem Festzug die Mädchen und Burschen aus den Gemeinden des Kreises in ihren verschiedenen Trachten, welches dem Feftzuge ein eigenartiges, namentlich für Fremde interessantes Bild verleihen wird. Die letzten fahrplan«
mäßigen Züge gehen von hier in der Richtung Creuzthal 7st : und in der Richtung Marburg 668, wohin außerdem noch Abends 11 Uhr ein Extrazug abgelassen wird. Es ist somit auch Besuchern des Festes von auswärts Gelegenheit gegeben, zeitig ihre Heimath wieder zu erreichen.
♦ HA. Herboru, 15. Juli. Am 21. Juli l. I. werden er 50 Jahre, daß der hiesige Männergesangverein, ehemals „Singverein", auf dem am 21. Juli 1845 zu Marburg stattgehabten Gesangwettstreit preisgekrönt wurde und eint Standarte errang. — Anläßlich der 50 jährigen Wiederkehr dieses Tages feiert der Männergesangverein an den Tagen des 21. und 22. Juli ein Sängerfest, zu welchem auf ergangene Einladung eine große Anzahl Vereine ihr Er» scheinen zugesagt haben. Die Vorarbeiten für das geplantz Fest find in vollem Gange und wird seitens des Verein» sowohl, wie auch der hiesigen Bürgerschaft Alles aufgeboteu, um den Festgäften angenehme Festtage zu bereiten.
* Cassel, 15. Juli. Heute fand im Saale deS Lese- museumS der 33. VerbandStag der Hessischen Vorschuß- und Credit-Vereine unter dem Vorsitz deS VerbandsdirectorS Herrn Diehls von hier statt. Dem von demselben erstatteten Geschäftsbericht für 1894/95 zufolge gehörten dem Verband 25 Vereine im ehemaligen Kurhessen und den benachbarten Theilen des Großherzogthums Reffen, u. A. die Gewerbebank Gießen, an. Neu hinzu kommt jetzt der Vorschuß- und Spar» Verein zu Nieder-Wildungen im Fürftenthum Waldeck. Z« der von dem allgemeinen deutschen Verbände gegründeten genossenschaftlichen Hilfskasse gehören außer dem Verbände selbst nur vier Vereine, nämlich der Credit-Verein dahier, die Gewerbebank zu Gießen und die Vorschuß-Vereine zu HerSfeld und Friedberg. Die Zwecke der Kassen scheinen demnach im diesseitigen Verbandsbezirke noch wenig Verständniß zu finden. Die Mitgliedzahl des Verbandes betrug Ende 1894: 18 018 gegen 17 679 Ende 1893. Der höchste Geschäftsanteil fällt nach Cassel mit 750 Mk., der niedrigste nach Dodenau mit 100 Mk. DaS eigene Vermögen betrug, das genannte Be- triebScapital zu 100 angenommen, bei 9 Vereinen unter 20 pCt. (6,04—18,58 pCt.), bei 8 Vereinen unter 30 pCt. (20,35—29,17 pCt.), bei 7 Vereinen unter 40 pCt., bei einem Verein über 40 pCt. Der Gesammtkassen Umsatz belief sich auf Mk. 156,902,232 gegen 141,694,370 M in 1893. Der Reservefond hat um ca. 64 OOO Mk. zu genommen, ebenso die Geschäftsguthaben um 13 040 Mk. und das fremde Capital um 60 000 Mk. Das ganze Betriebs- capital zu 100 angenommen, betragen der Reservesood 5,55 pCt., die Geschäftsguthaben 22,66 pCt., daS fremde Capital 71,79 pCt. ES stehen 100 Mk. fremdem Capital 39,39 Mk. eigenes Vermögen gegenüber. Der Reingewinn betrug 426 592 Mk. gegen 389 944 Mk. in 1893. — Zu den Besprechungsgegenständen gehörte auch die Frage der Nützlichkeit und Nothwendigkeit der vom Landtag beschlossenen staatlichen Central-Anstalt zur Förderung deS genossenschaftlichen PersonalcreditS. Herr Verbands Anwalt Schenck Berlin erachtete, daß die fragliche Central-Anstalt die Geldbeschaffung nicht verbilligen, sondern vertheuern, vor Allem aber schädigend auf die ganze Entwickelung des GenossenschaftSwcftnS und damit auf das ganze wirtschaftliche Leben einwkiea werde. Denselben Standpunkt vertrat Herr LandtagSabgeord« neter Gleim-Melsungen, welcher aber zugleich ein bessere- Entgegenkommen der deutschen Genossenschaftsbank ParifiuS in Berlin im Verkehr mit den Genossenschaften wünschte. Bei Geldentnahme berechne die deutsche Genossenschaftsbank zu hohe Zinsen, bei Geldanbringung zu niedrige. Die DiS- cussion endete mit der Annahme einer Resolution folgenden Inhalts: „Der 33. VerbandStag der hessischen Vorschuß- und I Credit-Vereine vermag ein BedÜrfniß zur Errichtung einer I staatlichen Central-Kasse zur Förderung deS genossen-1 schaftlichen Personal - CreditS nicht anzuerkennen. Die I staaliche Central-Kaffe setzt die Bildung einer gemeinschastM lichen Verbandskaffe voraus, zu welcher ein BedÜrfniß nicht» vorgelegen hat, da die einzelnen Vereine stets so viel über I Geldangebote zu verfügen haben, daß jede begründete Credit- |j forderung voll befriedigt werden kann. Außerdem stehen gut I geleiteten Vereinen die Reichsbank, die Genossenschaftsbank \\ und sonstige Banken-Verbindungen in so ausreichendem Maße I, zu Gebote, daß auch ein zeitweises Auftreten deS außer- I ordentlichen Creditbedürfnissks voll befriedigt werden kann." I — Als Ort des nächstjährigen VerbandStageS wurde Bieden- I köpf gewählt. Als VerbandSdirector wählte man Herr» Diehls-Cassel auf's Neue und zum Stellvertreter desselben Herrn Rechtsanwalt Dr. Harnier-Cassel. — Eine von Herrn Oskar Ehrhardt-Marburg angeregte Sammlung für Brotterode ergab baß schöne Resultat von 55 Mark.
♦ Köln, 16. Juli. Der gestern festgenommene Mörder seiner Braut, Namens Bös, erklärte, seine Braut auf ihr Drängen erschossen zu haben, nachdem beide beschlossen hatten,, gemeinschaftlich in den Tod zu gehen. Nachdem der Tod deS Mädchens eingetreten war, entfloh der Mörder, stellte sich aber dann freiwillig der Polizei.
♦ Mannheim, 12. Juli. DaS Opfer eines eigenartigen Unglücksfalls wurde dieser Tage der Director P o st von der Mannheimer Versicherungsgesellschaft. Herr Post gedachte in die Sommerfrische zu reifen und hatte sich zu seinen Reiseeffecten auch einen sog. „Selbstretter bei FeuerSgefahr" beigelegt, ein Instrument, das am Fensterkreuz oder sonstwo befestigt wird und an dem man sich bei eintretender Gefahr langsam auS der Höhe herablassen kann. Herr Post stellte eine Probe mit dem Apparate an. Der Mechanismus klappte nicht, Herr Post stürzte aus ansehnlicher Höhe herab und zerschmetterte sich das rechte Bein in so complicirter Weise, daß er möglicherweise zum Krüppel wird. Die Fabrik dürste noch keinen theuereren Apparat verkauft haben. (Frkf. Ztg.)-
• Ludwigshafen, 14. Juki. Ein Eifersuchtsdrama spielte sich heute Nachmittag hier ab. Nach einer heftigen Auseinandersetzung feuerte der Fabrikheizer MagnuS Betz auS Brückenau auf seine Geliebte zwei Revolverschüsse ab, wodurch dieselbe schwer verwundet wurde. Danach töbtete er sich durch einen Schuß in den Mund.
Sta 15. 3 tytitn) titt ?el Darmfia
. 0 lf* t&tt "j Dr'1
Ä* 1 MA"/
öcrfM*
«AS SA Zs
L. tit '-ctionält t
jpiBtlW-
btt Mi Gll
A<
1. WgelieheneiZ a. Obligation
Echuldschei b. WerihpW c. IinConto-l
Mehr.
2. Merlausgeide S. Menvorrath i Äusstände .
Argeb
vr. AHechlü LP« SÄ*** . Mg unb tyu Äff
•>.^1
Großen-l
Weigand,
Berg tfon Bai
Angebote
Maurerarbc liefennu
Zirmnerarbei Dachdeckerarl Spenglerarbe Lieferung vo
Walzbalke
Lieferung voi L WeWk dm Neubau
Donnerstag de Zmittags V.
0'Hommen. Bis' jwtgen, Bedingt» oMeibuugm, • ^WvsimyM
Mit der ’ verzeichneten o
Butzbach den


