Ausgabe 
16.11.1895 Zweites Blatt
 
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Bezirks-Verein^ Nord-Ost. Zur Stadtverordnetenwahl!

empfehlen wir die nachstehend verzeichneten Herren. Die­selben, sämmtlich im bürgerlichen Leben stedend, den verschiedensten Be« rufsklafsen angehörend, geben durch ihre freie, unabhängige Stellung die Gewähr, daß sie ohne jedes Souderinterefse für das Wohl der ganzen Stadt eintreten, der Entwicklung derselben, wie es die Neuzeit erfordert, ihre ganze Kraft widmen, aber auch den Muth haben, bei ihnen unge­nügend erscheinenden Anforderungen Nein zu sagen und im Interesse der Wähler und Steuerzahler die Taschen zuzuhalten.

Der Vorstand

des Bezirks-Vereins Nord Oft.

Carl Faber, Spengler,

Dr. Criitfleiscli, Eduard Hanau, Theodor Haubacli, Carl Hein, Gaßwirlh, Ludwig Huhn, Architect, Heinrich Jughardt, Johannes Klein, Metzger und Gagwirth, Carl Loos,

Louis Petri II., Kanmlternetzmer, Wilhelm Wallenfels. 95,3

Mitbürger!

Weder politische, noch Sonderinteressen, sondern einzig und allein das Gesammtwohl unserer Vaterstadt soll maßgebend sein bei der Wah der Stadtvertretung.

Hierzu gehören freie, unabhängige, praktische Männer, welche weder rechts noch links schauen und den geraden Weg des Rechts gehen.

Als solche werden Euch von einer großen Anzahl Bürger vorgeschlagen die Herren:

Emil Fischbach, Kaufmann.

J>i*. Gutfleisch, Rechtsanwalt.

Th. Haubach, Kaufmann.

S. Heichelheim, Commerzienrath. Friede. Helm, Weinhändler. Louis Huh», Architect.

I. Kirch, Restaurateur.

Louis Petri II., Weißbindermeistcr.

8. Pirr, Metzgermeister.

Wilh. Wallenfels, Rentner.

Carl Wenzel, Kaufmann._____________9539

Mitbürger!

Wir empfehlen Euch zur Wahl nachstehende Männer, deren Character dafür bürgt, daß sie nur das Beste für unsere Stadt zu er­langen bestrebt sein werden und die des Vertrauens der gefammten Wählerschaft würdig sind:

Martin Dörr, Schlossermeister Eduard Hanau, Fabrikant Dr. Heuser, Custos Carl Hein, Gastwirth Louis Huhn, Architect Johannes Klein, Metzger Ferdinand WTindecker, Rentner. >589______ ____________viele Wähler aus allen Kreisen.

Wähler! Mitbürger!

Vor allem wählt Leute, die unab­hängig sind und schon durch Thaten bewiesen, daß sie das Wohl der Stadt im Auge haben. Als solchen schlagen wir Euch vor den HkmMkmlöri.N.K.MM.

Viele Wähler.

Zähler!

Steuerzahler!

Zu der am nächsten Samstag stattfindenden Stadtverorduetenwahl stellen wir die folgenden Candidaten auf:

Julius Bräutigam, OloniohmrcnlMIfi;

Johannes Diehl, Zchnkider,

Eduard Krumm, Material- und Farlnvaarenhändler.

Wähler! Steuerzahler! Ein Jeder von Euch, der glaubt, daß die Stadt durch gerechte Ber theilung der communalen Lasten, durch Vermeidung unnöthiger Ausgaben und durch Unter­stützung der Benachtheiligten und Nothleidendeu an der Lösung der großen Frage der Zeit, der socialen Frage, mitzuarbeiten hat; ein Jeder von Euch, der der Anstcht ist, daß das freiheitliche und demo­kratische Princip auch in der Stadtverwaltung unverfälscht seinen Ausdruck finden müsse, der gebe seine Stimme den drei Obengenannten! 9470

Der Vorstand des soeialdemokratischen Wahlvererus. Mitbürger!

Eine zahlreiche Wählerversammlung empfiehlt nach reiflicher Erwägung folgende Herren als Candidaten für die bevorstehende Stadtrathswahl in der festen Ueberzeugung, daß dieselben in jeder Hinsicht des vollen Vertrauens ihrer Mitbürger würdig sind:

Gaffky, Dr., Professor,

Gutfleifch, Dr., Rechtsanwalt,

Heichelheim, S., Bankier,

Helm, Fr., Weinhändler,

Kirch, Jean, Restaurateur,

Petri, Louis, II., Weißbindermeister,

Pirr, Louis, Metzger,

Pitz, Dr., Realgymnasiallehrer,

Ploch, Dr., Arzt,

Wallenfels, Wilh., Rentner,

Wenzel, Carl, Kaufmann- 9568

Mitbürger! Wähler!

Laßt Euch nicht beirren! Wählet Mann für Mann den Schöpfer und Förderer unserer Omnibuseinrichtung, dessen Intelligenz und be­währte Thatkraft sowohl, als auch sein ächt bürgerlicher Sinn ihn zweifellos befähigen, die wirklichen, wahren Interessen der Bürger­schaft zu vertreten. Deshalb wählet Alle 9äM

Herr» Eduard Ijanau.

________Viele Bürger aus allen Stadttheilen.

Zur Stadtverordneten - Wahl.

Wähler!

Nachdem nunmehr alle Stände und Vereinigungen ihre Candidaten benannt, gilt es Umschau zu halten, wie sich wohl die demnächstige Vertretung der städtischen Körperschaft zusammensetzen wird, um möglichst fehlende Stände oder Gewerbe durch die jetzige Neuwahl zu ersetzen.

Ein bis jetzt in dem Stadtvorstand nicht vertretenes Gewerbe ist das Metzgergewerbe, obgleich »asfelbe mit den städtischen Behörden durch Schlachthausanlagen, Octroiangelegenheiten, Volksnährung u. dgl. m. in engster Verbindung steht.

Unter den vorgeschlagenen Candidaten befinden sich zwei gewerbtreibende Metzger. Es sind dies die Herren:

Louis Pirr, Metzgermeister,

Joh. Klein, Metzgermeister und Gastwirth.

Ersterer, direct von dem Gewerbe in Vorschlag gebracht, ist Gründer und langjähriger Vorsitzender der Innung und Jnnungskrankenkasse und hat sich als Leiter beider Vereinigungen stets in gerechter Weise bewährt, auch bei allen öffentlichen Veranstaltungen seine Person dem Dienste der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt»

Joh. Klein, auch von dem hiesigen Gastwirth verein und Gewerbe in Vorschlag gebracht, hat als ein das Gemeinwohl fördernder Mann sich ebenfalls das größte Zutrauen seiner Mitbürger und Collegen gesichert.

Wähler! An Euch Alle richten wir die Bitte, sorget, daß auch das Metzgergewerbe einen ihm zewiß gebührenden Platz im Stadtvorstand erhält und gebe Jeder den von uns vorgeschlagenen Candidaten eine Stimme.

Das Metzgergewerbe.