Landwirth JohanneSKlingelhöfer, mit großer Majorität wiedergewählr.
W.B. Laug Goa», 13. October. Herrn Lehrer Roth, welcher bereit- acht Jahre hier thätig ist, wurde anläßlich ferner Vermählung vom hiesigen Gesangverein „Frohsinn" unter Theilnahme der Gemeinde ein Ständchen gebracht. — In Hochelheim wurden dem Briefträger von einer Fran 60 Mark entwendet. Bei der sofort vorgenommenen Haussuchung wurde das Geld wiedergefunden. Anzeige ist erstattet.
*♦* Friedberg. 13. October. Der Oberhessische Katholikentag, der heute im Saalbau dahier abgehalten wurde, war sehr stark besucht. Selbst die Nebenräume und Zugänge des geräumigen Saalbaues waren dicht gefüllt. JnstitutSvorsteher Dr. Kübel (Gießen) sprach über die politische Stellung und Haltung der Katholiken im Allgemeinen, RechtSanwalt Kellerhof (Wiesbaden) verbreitete sich über die socialpolitische Thätigkeit der EentrumSpartei und Kaufmann Molthan (Mainz) hatte Leo XIII. und die römische Frage als Thema seiner Rede. Die Redner sprachen ent- schieden, aber maßvoll und sachlich und schlugen stellenweise einen warmen, patriotischen Ton an. Nach Verlesung eines Telegramms an Papst Leo XIII. und der am Rochusberg zu Bingen gefaßten Resolutionen der hessischen CentrumSpartei und nach einigen kleineren Ansprachen wurde die Versammlung mit einem Hoch auf Papst Leo XIII. und den LandeS- türsten, den Großherzog Ernst Ludwig, geschloffen. — Während der Versammlung gelangte ein Flugblatt zur Der- theilung mit dem Titel: „Die neuen Bauernfreunde mit der rvthen Eravatte."
n. Friedberg, 13. October. Die hiesige landwirth- schaftliche Winterschule beginnt am 5. November ihren 25. CursuS. Der Unterricht wird von drei Haupt- und drei Hilfslehrern ertheilt. — Die erweiterte Handwerkerschule hier fängt den Unterricht im Winterhalbjahr am Tage vorher an. Das Schulgeld beträgt 20 Mark. — Bet den hiesigen vereinigten Armenfonds gingen in der Zett vom 1. April bis 1. October d. I. inSgesammt zur Verwendung für Brennstoffe, Lebensmittel u. s. w. au Stadtarme ein 500 Mark, für daS BürgerhoSpital 81 Mark, für die Suppenküche 15 Mark 60 Pfg.
§ Rieder Moo», 12. October. Im Auftrag des hiesigen Ziegenzucht. Vereins find die Herren Dr. Nuß und Landwirth Herchenröder von Ober-MooS gestern nach der Schwei- abgereift, um 26 Saanenztegen zu holen. Unser Verein giebt sich, veranlaßt durch die letzthin auf der londwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen erhaltenen drei Preise sowie den Ehrenpreis des Grafen Ortola, große Mühe, auch gedenkt der Verein, die große landwirthschaftliche Ausstellung in Stuttgart zu beschicken.
n. Slockheim, 13. October. Die Planirar b eiten an der neuen KretSftraße von hier zur KretSstraße Friedberg-Ranstadt find beendet. Im kommenden Frühjahr wird mit den Ehaufftrarbeiten begonnen. Man hofft, diese so fördern zu können, daß die neue Straße noch im Laufe des nächsten JahreS dem Verkehr übergeben werden kann. Als die kürzeste der bis jetzt bestehenden Verbindungen zwischen Nidda- und Ntdderthal kommt fie einem lange gefühlten Be- dürfniß entgegen und wird noch an Bedeutung gewinnen, wenn erst einmal die schon so lange geplante Eisenbahn Frankfurt-Stockheim gebaut sein mird. — ES ist jetzt noch eine kürzere Strahenverbtndung zwischen den beiden genannten Fluhthälern in Vorschlag gebracht, nämlich Altenstadt-Stamm- hetm. Doch wird die Ausführung dieses Projektes noch eine Zeit lang anstehen.
Bon der Bergstraße, 11. October. Der diesjährige Wein ist von ganz hervorragender Qualität und ist bezüglich der Güte zu den besten Jahrgängen dieses Jahrhunderts zu zählen. Der Zuckergehalt des Mostes wurde bis zu 102 Grad nach Oechsle festgestellt. Der Preis bewegt fich zwischen 95 und 100 Mark. In Auerbach wurde der Most sogar bis zu 120 Mark und in Seehetm bis zu 110 Mark per Ohm verkauft.
Lorsch, 11. October. Unsere Tabaksbauern sind mit ihrer diesjährigen Ernte bis jetzt recht zufrieden. Der reichliche Ertrag entwickelt sich unter dem Dache zu einer qualitativ überaus brauchbaren Sorte. Wie verlautet, dürfte den Produzenten auch hierfür ein ziemlich annehmbarer Preis in Aussicht stehen. Darmst. T. Anz.
A Mainz, 13. October. Im Laufe des nächsten MonatS finden die Ergänzungswahlen zu dem hiesigen Stadtverordnetencollegium statt, über deren Ausfall man um deßwillen besonders gespannt ist, weil sich seit der letzten Wahl vor drei Jahren die Zahl der Wähler fast verdoppelt hat. Der Grund dieser auffallenden Vermehrung der Wahlberechtigten liegt hauptsächlich darin, daß durch ein Gesetz vom 1. Juli dieses Jahres die Be- stimmung in Wegfall gekommen ist, wonach die Ausübung des Wahlrechtes in den Städten für alle Nichtortsbürger an die Erklärung gebunden war, nach zwei Jahren von dem Wahlrecht Gebrauch machen zu wollen. Außerdem kommt bei der Vermehrung der Wähler in Betracht, daß durch Reichsgesetz die Erwerbung des UnterftützungSwohnsitzeS vom 24. auf das 18. Lebensjahr herabgesetzt worden ist. Aus diesen Ursachen der Vermehrung der Wahlberechtigten läßt fich sehr leicht erkennen, daß die große Mehrzahl der neu htnzugekommenen Wähler NichtortSbürger find und viele jüngere Elemente in sich bergen. Nicht ohne Grund befürchtet man daher von vielen Seiten, daß die Socialdemo- traten einen starken Zuwachs in dem Stadtverordneten- collegtum erhalten würden, und ist man daher schon seit einiger Zeit unter den maßgebenden Personen der verschiedenen Parteien bemüht, auf der Grundlage der Wahrung des seitherigen Besitzstandes der Sitze lm Stadtverordnerencollegium ein Eartell zu vereinbaren, das fich selbstredend gegen die Socialdemokraten richten soll. Ob eine solche Vereinbarung zu Stande kommt und ob fie einen practischen Werth hat, muß erst die Zukunft lehren. Bei den letzten Wahlen hat
man vorher auch allerlei Eompromiffe vereinbart, dieselben aber, wie der Wahltag herangekommen ist, außer Acht gelaffen.
Vermifcbtei.
* Werdorf, 7. October. In unserer festlich geschmückten Dorfkirche fand gestern im Anschluß an das Erntedanksest eine seltene Feier statt: ES wurden elf Schwestern deS evangelischen DiaconievereinS zu ihrem künftigen Berufe eingesegnet. Aus Nah und Fern waren Personen herbeigeströmt, um dem weihevollen Acte beizuwohnen. Nachdem Herr Pfarrer Repp, Vorsteher deS hiesigen Töchterheims, die Erntedankfestprecugt gehalten und einige Einleitungsworte zu der nun folgenden Handlung hinzugefügt hatte, betrat Herr Pfarrer Ohly-Elberfeld die Kanzel und ent- rollte ein kurzes Bild der Thätigkeit und Aufgaben der Diacontssinen. Er legte seiner Betrachtung die Worte auS Römer 12, VerS 11 zu Grunde. Namentlich berührte er die jetzt alle Welt bewegende Frauenfrage und hob hervor, daß auf dem Gebiete der Nächstenliebe und Selbstaufopferung noch ein großes Arbeitsfeld den am Markte müßig stehenden Arbeiterinnen offenftehe, und legte den Schwestern Capitel 13 des EorintherbriefeS an'S Herz. In begeisterten Worten wie- er sie hin auf ten nimmerruheaden Apostel Paulus. Nach Schluß seiner Rede sang die Gemeinde das Lied: „Mir nach, spricht Christus, unser Held." Darauf trat Herr Profeffor Dr. Zimm e r - Herborn vor den Altar und vollzog die heilige Weihe. Der VerS: „Ach bleib' mit deiner Treue" beendete sodann die schöne Feier. Die Namen der eingesegneten Schwestern find: Anna Margarethe von Delden, Oberin der städtischen Krankenanstalt Elberfeld, Johanna Mecke, Vorsteherin deS TöchterheimS Werdorf, Fräuletn Wittenberg, Vorsteherin deS Töchterheims Kassel, Lina AlmanS, Elise Adler, Dtrginie Schulte, Louise Müller, Oberin Elisabeth Schmidtborn Berlin, Elise Popcke-Marburg und Marte Schultz-Gnesen. Die drei erstgenannten Schwestern sind zugleich Mitglieder des AusschuffeS deS neugegründeten Schwestern-VerbandeS.
Ms. Eaffel, 13. October. Laut Telegramm entstand gestern auf der Kgl. Domäne Marienrode bei Borken (Kreis Homberg) Großfeuer. Den Bemühungen der Feuerwehr gelang eS, daS Wohngebäude zu schützen, dagegen brannten bit Scheunen und Stallungen ab. Das Vieh konnte gerettet werden. Große Mengen an Getreide und Futter- vorräthen wurden vernichtet.
Ms. Wabern, 12. October. In dem Dorfe Harle stieg der Leineweber Joh. Momberg auf den Futterboden, um Futter für's Vieh herunter zu werfen. Dabei rutschte er auS und brach das Genick. — Der Ackermann C. Boden- bender im Dorfe Schröck bei Kirchhain stieg auf einen Birnbaum, um sich selbst eine Birne zu holen, obschon er achtzig Jahre alt war. Der verwegene Greis mußte dieses Wagestück mit dem Leben büßen, denn nachdem er mit vieler Mühe fich auf den Baum hinaufgearbeitet hatte, stürzte er ab und trug dadurch solch' schwere innere Verletzungen davon, daß er kurz darauf starb.
* Berlin, 11. October. Ein Bettler machte neulich in der Louisenstraße einen großen Zug. Er klingelte an der Thür einer Zimmervermtetherin, die seit einiger Zeit krank darniederliegt. Die kranke Frau, die den HauSwirth gebeten hatte, die Miethe am Dritten abholen zu laffen, weil ihre „möblirten Herren" erst am Zweiten bezahlen, glaubte beim Klingeln, der Wirth schicke um die Miethe, und sandte ihre kleine sechsjährige, zufällig anwesende Nichte mit 75 Mk. hinaus, welche diese dem Stromer auch richtig auSlteferte. Unter vielen Verbeugungen empfahl fich vorläufig der Herr Vagabund- er hat fich bis jetzt noch nicht wieder sehen laffen.
♦ Bocholt, 12. October. Der Besitzer des eingestürzten Neubaues der Spinnerei Beckmann und der Bauunternehmer Hülskamp sind verhaftet worden.
* Leipzig, 11. October. Heute wurde, wie das „Leipziger Tgbl." meldet, die Entschädigungssumme von 100,000 Mk. im Auftrage der marokkanischen Regierung durch Vermittlung deS Auswärtigen Amtes der Mutter des ermordeten Rockstroh ausgezahlt. Die Regelung der Entschädigungsansprüche deS Geschäftshauses, für das Rockstroh reiste, steht bevor.
* 3b Hamburg wurde zum Besten bedürftiger Veteranen von 1870/71 ein Volksfestspiel von Ludwig Schaper, betitelt: „Vor 25 Jahren" durch Dilettanten zur Aufführung gebracht. Nach den Berichten der Hamburger Blätter fand das Stück bei einem zahlreich versammelten Publikum die freundlichste Aufnahme. U-berall, wo man für wohlthätige, insbesondere für KriegervereinS-Zwecke Geldmittel ausbringen will, dürfte sich die Aufführung deS patriotischen Festspieles empfehlen. Näheres theilt die Redaction der „Hamburger Vereins Nachrichten" mit.
• Pariser Weltausstellung 1900. Man schreibt auS Paris: Der Generalcommiffär der Weltausstellung von 1900 hat den Finanzplan für die durch die Ausgabe von BonS zu liefernden 60 Millionen, der demnächst den Kammern zur Genehmigung unterbreitet werden wird, auSgearbeitet. Die Emission, die schon in den ersten Monaten deS nächsten JahreS stattfinden soll, wird durch die großen Pariser Bankinstitute geleitet werden. Zur Subskription gelangen im Ganzen 3,250,000 BonS zu je 20 Francs, die nachstehende Vergünstigungen gewähren: 1) 20 Eintrittskarten für die Weltausstellung. 2) Preisermäßigung von 25 pCt. auf den Eisenbahn- und Dampfschifffahrten oder bei den EintrittS- gebühren innerhalb der Weltausstellung. Diese BonS sollen zu drei Reisen berechtigen, wenn die zurückzulegende Strecke zwischen 50 und 200 Kilometer beträgt, zu zwei für Strecken von 201 bis 500 und zu einer für die Strecken über 500 Kilometer. Die Ausländer hätten natürlich die Fahrpreisermäßigung von der französischen Grenze an. 3) Theilnahme an Gewinnstztehungeu bis zur Ausstellung für die fünf Treffer von je einer halben Million und 24
andere von je 100,000 Francs in Aussicht genommen find. Im Ganzen ioll die Summe von sechs Millionen durch Ber loosungrn vertheilt werden. — Man sieht, daß bet den für die nächste Weltausstellung zu schaffenden BonS nicht mehr die vollständige Tilgung aller zum EmifftonSpreise in Aussicht genommen ist. D,e BonS sind einfache Lotterieloose.
* Ein „durchgeradelter" Kasfirer. Eia Kassirer, ter p r Zweirad durchgeht, daS ist doch wenigstens einmal ettv^S Neues. Aus Prag wird gemeldet: „Der Comptoirist Wilhelm Rödling, welcher nach Defraudirung von 9000 Mk. auf dem Zantrade durchging, ist heute in Hamburg verhaftet worden."
* DaS kostbarste Zweirad der Welt dürfte der Sultan von Marokko besitzen. ES kostete 7000 Mark. Außerdem besitzt der Sultan ein electrifcheS Trichcle, welches einen Kostenaufwand von 2000 Mark erforderte. Der französische Millionär Lebandy, der durch seine Excentricitäten so be- kannt ist, hat ein ebenso tdeureS Zweirad.
* Durchschaut. Student (der auf der Sparkaffe fünf Mark eingezahlr hat): „Entschuldigen Sie, wie lange bleibt die Kaffe heute geöffnet?" — Beamter: „Bis fünf ULc diesen Nachmittag .... können Sie daS Geld zurückholen."
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— Der Dampfer „Illinois* der „Red Star Linie* in Antwerpen ist laut Telegramm am 11. October wohlbehalten in Philadelphia angekommen.
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— De» mittelrheinische verdLvd-.Kalender für Land- wirthe auf das Jahr 1896 ist erschienen und wird von seinen vielen Verehrern als alter und bewährter Freund sicherlich von Herzen willkommen geheißen. Der Kalender ist seiner ganzen Einrichtung nach dazu bestimmt, ein nützlicher und unentbehrlicher Hau-freund des LandwirthS zu sein. Dem umfangreichen Kalendarium sind Termin- und Witterungskalender betgegeben und die einzelnen Monate von einem kurzen ArbeitSkalender begleitet. ES folgen die Übersichtlich und zweckmäßig angeordneten Blätter für die landwirth schaftliche Buchhaltung kleinerer Wtrthschaften, für deren richtige Ausfüllung im Jahrgang 1894 erfreulicher Weise wieder zwei Preise im Wetthe von 75 Mark gegeben werden konnten. Mit ganz besonderer Sorgfalt find die landwirihschastl'chen HUfstabellen au« gewählt, die AveS enthalten, was dem Landwirth bei Ausübung seines Berufe- zu wissen frommt. Die Bedeutung der Sortenwahl für die Erträge unserer Kulturpflanzen, von Professor vr. Kirchner, der Verkauf deS Schlachtviehes nach Lebendgewicht, von Oeconomie. rath Dr. C. I. Eisbein, Unfallverhütung und Beitrags-Erhebung im Gebiete der land- und forstwissin'chaNlichen Unfallversicherung von LandeSrath Dr. Schröder, Werth und Unwerth der Raffe im Betriebe der Rindviehzucht, von LandwtrthfchaftSlehrer 9t Müller Brünn. Die gesetzliche Haftpflicht und ihre Bedeutung für den Landwirth, die Herstellung von Kindcrmilch, von Profeffor Dr. Backhaus uj.ro. Der Kalender ist im Buchhandel zum Preis von Mk. 1 erhältlich und kann allen Landroirthen nur auf« Beste empfohlen werden.
— Don der elektrischen Kaiserstandarte, welche jetzt bei den Seereisen deS Kaisers Nachts beinahe märchenhaft hinaus- leuchtet über die dunkle See, finden wir eine vorzügliche Abbildung im 6. Heft der im Verlag des Deutschen VerlagShauseS Bong & 6o., Berlin W. 57, erscheinenden illustrirten FamUienzettschrift „dtzstr «lle »eit* (Preis 40 Pf. für daS VterzehntagSheft) adgeditdet. In dem daS schöne Bild begleitenden Text wird angeführt, daß die 4 Meter im Quadrat messende Standarte auS Eisen angefertigt ist und daß sie 7 Eentner wiegt; die Stütze der unzähligen Glühltchur bildet em innerhalb des Rahmens der Standarte schräg nach den Ecken hinliegendeS, nicht mitleuchtendes eisernes Kreuz, auf dem in der Milte der Schild mit dem Reichsadler ruht, über dem an über Kreuz gezogenen Drähten die aus Glühlampen zusammengesetzte Krone schwebt. Die Grundfarbe der Standarte wird durch mosatk- artig nebeneinander gereihte gelbe Glühlichter gebildet, die den Raum des großen, senkrecht stehenden eisernen Kreuzes frei und daher bei Stacht schwarz erscheinen lassen. — Aber auch an anderen prachtvollen Illustrationen ist dieses neueste Heft von „Für Alle Welt* wieder ungemein reich. Zunächst fällt die Wiedergabe eines Aquarell- von Friedrich Stahl: „Der Königssee bei Berchtesgaden* durch ihren Farbenreichthum und durch die feine Stimmung auf, und der ebenfalls buntfarbige Aquarellfacstmiledruck des Knötel'schen Gemäldes „Die Ztethenhufaren bei MarS-la Tour* versetzt UNS mitten in das Schlachtgetümmel. Ein Pendant zu diesem Prachtstück bildet der „Straßenkampt in Lt Bourget* von E. Mattschatz, während uns das doppelseitige Bild von F. M. Bredt -Der Spaziergang deS kleinen Be." in den Orient führt. Reich tlluftrirte Artikel zaubern uns den Starnberger See mit seinen pittoresken Schönheiten, den Wiener Prater, die neue Karola-Brücke in Dresden, die Lurlochhöhle in Steiermark u. A. m. vor Augen Eine Sette von acht humoristischen Bildern, „Die Roth, rücke", zeigt un« in launiger Weise die Findigkeit der Bergsteiger. Populäre und populärwissenschaftliche Abhandlungen, wie „Da« Argon", „Ausscheiden von Zinn auS Meeresichlamm", „Brennende Menschen", „Herstellung vonFernrohrlinsen",„Wanderdünen",„PhotographirendeS Gewehr* x. sorgen für Belehrung, und Plaudereien, Humoresken und Rooeletten, sowie dieFortsetzungen der beiden immer spannender werdenden Romane „Die tolle Gräfin" von Paul OS.ar Höcker und „Frauenherzen von Hans Richter für Unterhaltung.
Technische Fortschritte.
— HauSschwamm in «ipsdielen. Eine vom Regierung»- baumeistet Teich müllet im „Emtralbl. d. Bauverw." gemachte Mittheilung über dieses Dotkommniß erscheint sehr beachtenSwetth und beweist auf« Reue, wie gefährlich der HauSschwamm ist und keineswegs nur am Holze haftet. In einem lustigen Schupp n, dessen Fußboden allerdings gegen aufsteigende Erdfeuchtigkeil ungenügend geschützt war, lagette während eineS Zeitraumes von ungefähr P/, Jahren ein größerer Posten GipSdtelen. «I« diese mn- gelagert werden sollten, zeigten fich die unteren Schichten durch HauSschwamm, der die Flächen der Dielen reichlich bedeckte, »lU» ständig zerstört. Die Einlagen von Schilfrohr waren staubattig zerfallen und die GypSmasse war in dem Maße brüchig geworden, daß ein geringerer Druck der Hand genügte, um die 7 Zentimeter dicken Dielen zu zerstückeln. DaS Holzwetk deS Schuppen« w" bisher von Schwammbildung frei, die Vermuthung, daß In diesem Falle das Schilfrohr Der Dielen von vornherein Schwammspuren enthielt, lag also nahe. Um so mehr würde im Hinblick auf la« Gefüge der GypSdielen, daS eS fast unmöglich macht, irmetc Schwammschäden frühzeitig zu bemerken, vor Verwendung diese« Material« in feuchten und dumpfen Raumen abzurathen fein. L.-Z'S-
verkehr, Canö- «nv v»lk»»virtt,schast.
— Landwirthschasiliche Baterpsti»te«. So eigenarfg auch die Ueberschtift an und für sich, so erscheint e» doch seht ze>' gemäß, auch über diese« Eapitel einmal einige Worte an unfe t Landwirthe zu richten. Noch ein Monat und die landwirthschsst-. litten Schulen beginnen ihre Wintcrl hrcurse Die Schüler vom vorigen Jahr, die erst die sog. untere Abtheilung durchgernacht haben
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