'berg zum Diner, an welchem u. A. theilnahrnen Se. König!. Hohen Prinz Albrecht von Preußen, General der Cavaller'e Graf v. Waldersee, General v. Hahnke, Generallleutenanr v. Plefsen, der KriegSminister Bronfart v. Schellendorf, der Chef des Generalstabs Graf v. Schlieffen, fämmtliche Generäle des zweiten Armeecorps, der Oberpräfident Excellenz v. Puttkamer, sowie die Gemahlin und die Töchter des corn- mandirenden Generals v. Blomberg. Die Zahl der Gedecke betrug 42. — DaS Garde, 2., 3. und 9. Armee-LorpS beginnen morgen in aller Frühe die Märsche im Kriegß- verhältniß, die sogenannten Kriegsmärsche, gegen einander und rücken dann in ihre Manöverstellung für den ersten Manövertag, den 10. cr., ein.
Wien, 8. September. DaS „Fremdenblatt", das „Neue Wiener Tageblatt" und die „Neue Freie Preffe" widmen der Reife des Kaiser- Franz Josef zu den deutschen Manövern längere Artikel. DaS „Frewdenblatt" hebt hervor, daß der Dreibund in daS Bewußtsein der Völker übergegangen und Gemeingut der Nationen geworden sei, welche unter deffen Schutz leben. Der Dreibund, schreibt da- Blatt, bedarf keines äußeren Zeichens, daß er in un» wandelbarer Festigkeit fortbesteht. Deffen ungeachtet freuen sich die Nationen jedes Ereignisses, daS deffen Bedeutung aller Welt offenbart. Solche Eretgoiffe sind die Begegnung der beiden Kaiser und die innigen Beziehungen beider Heere. DaS Blatt verweist auf den Besuch des Deutschen Kaisers in Oesterreich und auf die ruhmvollen Erinnerungen und die Kameradschaft beider Heere. In dieser imposanten Verbindung mächtiger Armeen und Reiche werde man auch ein überzeugendes Symptom des Weltfriedens erblicken, als deffen vornehmster Hüter der Dreibund erscheint. — Die „Neue Freie Presse" zieht eine Parallele zwischen den deutschen Manövern, welchen der österreichische Kaiser, und den französischen Manövern, welchen General Dragomirow als Vertreter des Kaisers von Rußland beiwohnen werde. Die Mission Dragomirows zeuge für die Intimität der russischfranzösischen Beziehungen. So lange der Dreibund dauere, brauche man keine russisch • französische Verbrüderung zu fürchten. DaS „Neue Wiener Tageblatt" hebt die Volks» rhürnlichkeit deS Kaisers Franz Josef in den deutschen Landen bervor und meint, die Manöoerfahrt des Kaisers bedeute jedenfalls eine Kundgebung im Sinne des Bündnisse-.
Wien, 8. September. Der Kaiser ist heute Abend 6 Uhr 40 Min. mittels SonderzugeS nach Stettin ab- gereist. ______________
Depeschen dc- Bureau .Herold".
Prag, 8. September. Der hiesige Stadtrath beschloß, eine Bekanntmachung zu veröffentlichen, in welcher die tschechischen Eltern aufgefordert werden sollen, ihre Kinder nur in tschechische Schulen zu schicken. Solche Eltern, welche ihre Kinder nur in deutsche Schulen senden, seien an den Pranger zu stellen.
Antwerpen, 8. September. Au- Australien traf gestern der Dampfer „Hohenstaufen" vom Norddeutschen Lloyd hier ein. Der Dampfer hatte etwa 50 Männer und Frauen von der Samoa-Insel an Bord, welche von Barnum in Homburg und Berlin au-gestellt werden sollen.
Paris, 8. September. Die Hitze ist hier enorm, gestern zeigte da- Thermometer im Schatten 37 Grad R. Der Wasserstand der Seine ist sehr niedrig. Seit 20 Jahren soll die Hitze nicht so groß gewesen sein, wie in den letzten Tagen.
London, 8. September. Nach einer Meldung aus Shanghai nimmt die Revolution in der Provinz Kansu immer größere Dimensionen an. Die Aufständischen haben bereits 11 Städte erobert. In den RegiernngSkreisen Pekings geht man mit der ernsten Absicht um, zur Unterdrückung des Aufstandes Rußlands Hülfe in Anspruch zu nehmen. — In vielen Provinzen werden die Angriffe gegen Ausländer und eingeborene Christen fortgesetzt.
Der Krieg von 1870(71,
geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit.
(Nachdruck verboten.)
10. September.
Die Unzufriedenheit über daS glanzvolle Auftreten des gefangenen Exkaisers Napoleon in Deutschland gibt sich überall laut zu erkennen. Wir haben, hört man im Volke, im Gefühle unseres guten Rechtes ohne Murren unsere Kinder in diesen blutigen Krieg ziehen laffen, den allein der Uebermmh dieses Mannes hervorgerufen. Tausende find gefallen und mit schweren Opfern die erfochtenen Siege erkauft worden. Wir haben Gott für den Sieg de» Rechtes gedankt, viele mit blutendem Herzen. Der Mann, der all da» Unheil heraufbeschworen, ist nach göttlichem Recht gerichtet. Er ist schwer gestraft durch den Verlust einer Krone, an der sein ganze« Herz hing. Wie eö in seinem Innern auSfieht, wiffen wir nicht — ob fein Gewiflen erwacht ist oder noch schläft. So soll ihm auch sein Recht bei den Menschen werden. Hundert Faullenzer einem Kaiser laffen, der nicht» mehr zu regieren habe, sei doch über alle Gastfreundschaft, und e» sei kein Wunder, wenn daS Volk irre werde. Und das Volk hat Recht.
Der alte Moltke versteht seine Sache meisterlich. Er führt Kriege und erringt Siege nicht nur, wie eß im Buche steht, sondern weiß auch immer auf dem Flecke, wa» zu thun ist. In einem Tage drehte er daß ganze Heer, alß Mac Mahon nach Metz echappiren wollte, und verwandelte den kühnen Schachzug in eine Capitulation, wie sie biß jetzt noch in keinem Buche gestanden hat. Dazu gehören aber auch Soldaten, deren Tüchtigkeit man daß Höchste zumuthen kann, nicht nur auf dem Schiachtfelde, sondern auch auf dem Marsche. Die Märsche bei der Schwenkung von Chalon» nach Sedan waren coloflal. Manchen Tag wurden 12 biß 16 Stunden mit Sack und Pack marfchlrt und bei solcher Elle gab» blutwenig zu beißen und zu brechen.
Girardin hat zwei Pläne zur Rettung Frankreichs ersonnen, die er allen Ernste- zur Ausführung in Vorschlag I
bringt. Der eine geht dahin, durch Freiwillige, deren jeder zwei Flaschen Petroleum erhalten solle, den ganzen Schwarz- wald in Brand zu setzen. Der andere ist der, alle reißenden Thllre des zoologischen Gartens zu Paris durch Leute in preußischer Ulanenuniform täglich prügeln zu laffen. Nachdem sie auch durch Hunger gereizt, sollten die wilden Bestien au ein öde- Feld bei Paris gebracht — und sodann gegen die deutschen Armeen losgelaffen werden.
Jedenfalls haben in diesem Augenblicke Truppen beß Königs von Italien bereilß die Grenze beß Kirchen- statteß überschritten. Dem Papste selbst will, wie eß scheint, König Victor Emanuel nicht sehr wehe thun, er soll in der Außübung seiner geistlichen Gewalt nicht beschränkt und mit allem erforderlichen Glanze umgeben werden. Und Gari- b a l d i? Statt zum Kreuzzuge gegen den stets am grimmigsten gehaßten Gegner, die Priesterherrschaft RomS, aufzurufen, stellt er seinen Degen der — „französischen Republik" zur Verfügung.
hetfeß unO prwtttsfceöto»
Gießen, den 9. September 1895.
Auf der Durchreise nach Darmstadt pasfirten Ihre Kgl. Hoheit Prinzessin Heinrich von Preußen, Se. Kgl. Hoheit Prinz Waldemar und Ihre Durchlaucht Prinzessin Louise von Battenberg nebst Gesolge im Sonderschlafwagen mit dem O-Zuge 757 heute früh die hiesige Station und nahmen daselbst baß Frühstück ein.
** Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der G.roßherzog haben Ällergnädlgft geruht, dem ersten evangelischen Pfarrer zu Büdingen, zugleich Hofpredigrr Seiner Durchlaucht beß Herrn Fürsten zu Asenburg unb Bübtngen, Wilhelm Thylmann, baß Ritterkreuz erster Klaffe beß Verbienstordenß Phllippß beß Großmüthigen zu verleihen.
•• Postpersonalnachrichten. Versetzt sinb: ber Post- practikant Baldauf von Berlin nach Mainz behufß lieber» nähme einer Postsecretärftelle bei bem Kaiserlichen Postamt 3 baselbst, ber Ober Postassistent Schwcickerbt von Mainz nach Mombach behufß Uebemahme ber Verwaltung beß Postamts 3 baselbst. Angestellt ist als Postverwalter ber Poft- asfistent Freisens in Nieberwöllftadt. — Angenommen sinb als Postagenten: ber Lanbwirth Ferbinand Jmmelt in Freienseen und ber Betriebsführer Helf in Guftavßburg. — In den Ruhestand tritt der Ober-Postsecretär Riedel in Darmstadt.
** Kaufmännisches. Wie man uns mittheilt, sind ber Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins, Herr Carl Orbig, und Herr Lehrer Knauß am Mittwoch poriger Woche in Darmstadt gewesen, um im Interesse der Ent- Wickelung unserer kaufmännischen Kurse zur Fach- eventuell Handelsschule dort bei der Großh. Regierung zu wirken. Sie wurden zuerst vom Herrn Ministerialrath Emmerling empfangen, der ihnen seine Anerkennung aussprach wegen des bisher Geleisteten, aber unendlich bedauerte, daß dem Ministerium jetzt keine Mittel zur Verfügung ständen, um die beabsichtigte Erweiterung dieser vom Kaufmännischen Verein eingerichteten Kurse durch einen staatlichen Zuschuß zu ermöglichen, doch wolle er bei Aufstellung des neuen Etats ber» suchen, Mittel bereit zu stellen. Später wurden die beiden Herren von Sr. Excellenz Herrn Staatsminister Finger empfangen, welcher sich den Ausführungen des Herrn Mmisterialrath Emmerling anschloß und darauf hinwieS, daß ja in erster Linie die Stadt, die Provinz und die Handelskammer das größte Jntereffe daran hätten, wenn in der Provinz Oberheffen für die Ausbildung beß heran- wachsenben HanbelSstandeS Tüchtiges geleistet unb dahin- zielende Lehranstalten begründet würden und daß es Pflicht dieser Behörden sei, die Sache zu unterstützen unb zu förbern.
** Kaufmännischer Verein. Die am Samstag voriger Woche angesetzt gewesene Generalversammlung des Kaufmännischen Vereins behufs Ersatzwahl eines VorstandS- mitgliebeS wurde vertagt und zwar auf Freitag den 13. ds. Mts., Abends 9 Uhr.
•* Stenographisches. Der Gabelsberger Stenographen-Verein eröffnet (wie aus dem Anzeigetheil zu ersehen) demnächst seinen Wintercursus unter Leitung deS VereinSlehrerS Herrn stad. Nenstiel, für Anfänger in der Aula ber Universität, für Fortgeschrittene im DereinSlocale 'Cas6 Edel. ES hieße Eulen nach Athen tragen, über baß System selbst etwas zu sagen, deffen guter unb gediegener Aufbau biß jetzt, abgesehen von kleinen Derdefferungen der Schreibflüchtigkeit, noch keiner Aenderung bedurfte, deffen weite Verbreitung, verfügt doch die Schule GabelSbergerS über so viele Anhänger wie alle übrigen zusammen, bei der unaußblclblld) erfolgenden Einführung der Stenographie alß obligatorischen Lehrgegenstand in den Schulen eß in erster Linie zur Wahl gelangen laffen wirb. Alß einen Erfolg auf biesem Gebiete dürfen wir eß bezeichnen, baß auch ber Vorstanb unb die Schulcommission des Kaufmännischen Bereinß die Gabelß- berger'sche Stenographie alß obligatorischen Lehrgegenstand in den Lehrplan seiner Fachschule ausgenommen hat. Der hiesige Stenographen-Derein verfügt über ein gründlich durch- gebildeteß Bureau, deffen Leistungsfähigkeit sich wiederholt bei Vorträgen, Wahlreden u. s. w. und zuletzt bei Aufnahme der hiesigen Verhandlungen eines ProzeffeS erwiesen hat. Der Vorsitzende, Herr Realgymnafiallehrer Alb ach, ist jederzeit zu jeder gewünschten Auskunft bereit.
♦* 6in unfreiwillige- Bad mußte in ber Nacht vom SamStag auf Sonntag ein junger Bursche in ber Wleseck nehmen. Derselbe hatte ein Faß auß einer Hofraithe genommen unb dasselbe in die Wleseck geworfen, wurde aber hierbei von einem Schutzmann betroffen. Um nun einer Strafe zu entgehen, ging der junge Mann mit Stiefeln unb Sporn In die Wieseck, fischte daß Faß auf und verbrachte eß unter Aufficht beß Schutzmannß wieder an den Ort, wo er eß weggenommen hatte.
Ruhestörung. Aus dem Marktplatz verursachten am SamStag Abend mehrere Männer ruhestörenden Lärm. Da
die Verwarnung beß hinzugekommenen Schutzmann» erfolglos blieb, wurde einer derselben verhaftet. Ein Zweiter, welcher die Freigabe deß Verhafteten verlangte, wurde ebenfalls bei» gesteckt. Eß sei noch hinzugefügt, daß der eine der Verhafteten im Arresthause angab, mit seinem Wochenlohn noch nicht zu Hause gewesen zu sein und baß seine Frau und Kinder nichts zu tjjen hätten.
* Im Herbst bieseS JadreS wirb Hierselbst der Ber- baudstag der Metzger Jannngeu für das Gtoßherzogthum Hesse, abgehalten. Die hiesige Metzger-Jnnung wird tn Folge des jüngst gehaltenen Vortrages beß Herrn Prof. Dr. Pflug tm landwirthschaftllchen Bezirksverein Gießen, betreffend bte Impfung beß Rindviehs art Tuberculin, den Antrag stelle,, diesen Gegenstand beim VerbandStag auf die Tagesordnung zu fetzen. In hiesigen Metzgerkreifen geht man aber weiter als ter landwirthfchaftliche Bezirks - Verein gegangen ist. Man beabsichtigt, von ber Großh. Regierung nicht nur die Jnjection der Bullen, sondern auch ber Mutterthiere mit Tuberculin zu forbern, um thunlichft ber Perlsucht burch die Nachzucht den Boden zu entziehen.
Zum Vollzug beß Gesetzes über bie Sonntagsruhe im Gewerbebetrieb hat baß Ministerium mit Genehmigung beß Großherzogß soeben eine Verorbnung erlassen, durch welche bie lange vermißten Bestimmungen über bie Feiertage gegeben weiten. Als allgemeine F-sttage tm Sinne der btu Arbeiterschutz bezweck-nben Vorschriften ber Gewerdordnung werden danach NeujahrStag, Ostermontag, Christi Himmel- fahrtßtag, Pfingstmontag wwie ber erste unb zweite Weth» nachtßtag aneitam t; ferner ber Charfreitag und ber Fron» lelchnamßtag für Orte, an welchen diese Tage, den con- sessionellen Verhältniffen unb der Umgebung entsprechend^ bisher schon alß allgemeine Feiertage anerkannt waren. Ob an einem Orte der Charfreitag ober der Fronleichnams» tag oder beide Tage als allgemeine Festtage anzusehen find, entscheidet im Zweifelsfalle bie höhere Verwaltungsbehörde (Krelßomt) nach Anhörung der OrtSpolizeibehvrde und der Gemeindevertretung. Als Festtage tm Sinne deß § 105a Absatz 1 ber Gewerbeordnung, an welchen die Arbeiter nicht zu« Arbeiten verpflichtet werden können, sollen gelten: für Evangelische ber Charfreitag, Jür Katholiken ber Fronleich» namßtag, Maria Himmelfahrtstag unb Allerheiligentag. Für einzelne Orte ober größere Bezirke können einzelne Tage, die bisher schon den confesfionellen Verhältniffen oder der Uebung entsprechend von der Gesammtbevölkerung oder einem überwiegenden Theil als Feiertage anerkannt wurden, im Wege der Polizeiverordnung zu allgemeine« Festtagen bestimmt werden.
** Postsendungen an Soldaten im Manoverfeld. Anläßlich ber jetzt ftattfindenben militärischen Herbstübungen fei barauf aufmerksam gemacht, baß eß sich empfiehlt, Postsendungen für bie an den Uebungen theilnehmenden Offiziere und Mannschaften nicht nach den, in kurzen Zeiträumen wechselnden Marschquartieren, sondern nur nach dem Garnisonort e zu richten. Für die richtige und schleunige Wettersendung dieser Briefe u. s. w. wird dann postfeitig gesorgt. Ferner ist eß dringend nothwendlg, in den Aufschriften der Sendungen an Unteroffiziere und Mannschaften außer dem Familiennamen, dem nach Umständen auch Bor» namen unb Otbnungßnummer zuzusetzen sind, den Dienst- grab unb Truppentheil (Regiment, Bataillon, Corn» pagnte, Schwadron, Batterie, Colonne u. s. w.) genau anzugeben. Ebenso bedarf eß auch bei Sendungen an Offiziere unb Einjährig-Freiwillige ber genauen Angabe des Truppemheils, da bie Regimenter, Bataillone u. s. w. oft auseinander gezogen werden. Mangelhafte Aufschriften der Manöver-Postsendungen können leicht eine Verzögerung In der Beförderung unb Bestellung berfelben zur Folge Haden. Für bie Nach ober Rücksendung der Briefe und Postanweisungen, sowie der gegen ermäßigte» Porto beförderten Soldatenpackete ohne Werthangabe biß zom Gewichte von 3 Kilogramm einschl-eß ich wird kein Porto erhoben.
** Haltet die Taschen zu! Eine Berliner Bankfirma versendet Circulare, tn denen sie die Kundschaft auffordert, durch ihre Vermittelung Actien auf südafrikanische und australische Goldfelder zu erwerben, wobei man schon verhältnlßrnäßig kleine Beträge anlegen könne. — Die Verhältnisse in den Goldfeldern und den Werth solcher Actien vermögen in Deutschland nur einzelne Personen, jedenfalls aber nicht kleinere Capitallsten zu übersehen. Die Einführung solcher Papiere würde ohue jeden wirlhschafl- lichen Nutzen nur ein Börsenspiel im schlimmen Sinne beß Wortes einbürgern.
** Zn Amerika verstorbene Heffen. NewAork City. Catharina Fritz geb. Etting, 53 Jahre alt, auß Alsfeld. Barton Co., Kaß. Peter Schmitt, 73 Jahre all, auß Gernsheim. Neustadt, Provinz Ontario, Can. I. A. Schaefer, 74 Jahre alt, auß Jllerßhausen. Troy, N. U Elisabeth Seewald geb. BooS, 60 Jahre alt, auß Heffen - Darmstadt.
•* Der Getreidemarkt. (Bcrichtßwoche vom 31. August bis 6. September.) Da nun die amerikanische Weizenernte doch noch recht reichlich ausgefallen sein soll, so waren die amerikanischen Märkte matt. In England, Holland und Frankreich waren aber die Getreidezusuhren in letzter Zeil nicht sehr bedeutend, weshalb dort die Preise etwas anzogen. Auf den deutschen Märkten waren die inländischen Zufuhren auch nicht bedeutend, sodaß sich die Prelle wenigstens gegen die Vorwoche behaupten konnten. In Berlin und Leipzi- wurden gekauft: Weizen zu 20 Centner für 132 biß 145 Mk, Roggen für 113 biß 118 Mk., Gerste für 108 biß 156 Ak- und Hafer für 118 biß 150 Mk.
W. Alsfeld, 8. September Mil unserer Gewerbe» außfteUung ist eine Verloosung verbunden, deren Ziehung am 17. September planmäßig zu erfolgen hat. Eß rnd 30,000 Loose zu vergeben, von denen nur noch ein kleiner Theil nicht verkauft ist. Der Preiß deß Loose» beträgt Mk. 1.— Don den 1500 Gewinnen im Gelammt» wende von Mk. 18,000 ist berxitß der erste Hauptgewinn tm Werthe von 2000 Mark heute angekauft und bestehl der-


