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Aufgabe stelle Ich: Die Restauration des in Meinen hiesigen Museen aufgestellten pergamcnischen Frauenkopses. Ueber Ausschreibung und Einrichtung der Concurrenz erwarte Ich baldigst Ihre näheren Vorschläge."

Ordensverleihungen. DerReichsanz. ver­öffentlicht eine größere Anzahl von Ordensverleihungen, darunter die des Großkreuzes des Rothen Adler-Ordens mit Eichenlaub: an den Staatsminister und Minister für Handel und Gewerbe Freiherrn von Berlepsch, und den Staatssecretär des Reichs-Postamts, Wirklichen Geheimen Rath Dr. v. Stephan - des Rothen Adler-Orden erster Klaffe: an den Fürsten Karl Egon zu Fürstenberg zu Donaueschingen- der Königlichen Krone und des Sterns zum Rothen Adler- Orden zweiter Klaffe mit Eichenlaub: an den preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich bayerischen Hofe Dr. Grafen zu Eulenburg.

Berlin, 28. Januar. Die früheren Cartellparteien und Las Centrum haben im preußischen Abgeordnetenhaus einen Antrag auf Aufhebung der Staffeltarife etngebracht.

Karlsruhe, 27. Januar. Das Befinden der Groß­herzogin ist heute insofern bester, als sich das Fieber ver­mindert hat und die Temperatur im Abnehmen begriffen ist. Der Bronchialkatarrh ist mäßig, der Krästezuftand befriedigend.

Ausland.

Wien, 27. Januar. In den hiesigen Blättern wird der Besuch Bismarcks am deutschen Kaiserhofe als ein bedeutsames und befriedigendes Ereigniß bezeichnet und Kaiser Wilhelm die wärmste Anerkennung gezollt. DieNeue Freie Preste" betont, die Aussöhnung zwischen dem Kaiser und dem Fürsten Bismarck werde jedenfalls dem europäischen Frieden zu statten kommen. Das deutsche Volk hätte einen großen nationalen Festtag gehabt und das friedliebende Europa brauche chn nicht zu beklagen. DasFremdenblatt" sagt, der gestrige Festtag werde eine wohlthätige Bedeutung für Deutschland behalten, deren erfreulicher Werth auch uns mit Befriedigung erfüllt. DasNeue Wiener Tagblatt" bezeichnet die Bismarck erwiesenen Ehren als eine Huldigung vor dem Genie, besten Größe auch der Kaiser nicht mit dem alltäglichen Maßstab der Etikette mesten wollte.

Budapest, 27. Januar. DieBudapester Correspondenz" erfährt, daß von jetzt ab zu sämmtlichen Hoffe st lichkeiten, welche in Budapest stattstnden, die Einladungskarten nur in ungarischer Sprache ausgestellt werden sollen. Die Karten, welche zu dem heute stattfindenden Hofdiner anläßlich des Geburtstages des deutschen Kaisers ausgegeben wurden, sind bereits in ungarischer Sprache abgefaßt.

Paris, 27. Januar. Gestern Abend fand imHotel Continental" ein Festbanket zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Deutschen Kaisers statt, an welchem gegen zweihundert Herren und Damen der deutschen Colonie theilnahmen. Der bayrische Geschäftsträger, Baron Tücher, hielt die Festrede, in der es hieß:Heute schlägt jedem Deutschen das Herz höher. Wir blicken freudig nach der Hauptstadt Deutschlands, wo sich unter vielen edlen Gästen der Besten einer befindet, dem der Kaiser die versöhnende Hand entgegenstreckt. (Jubelnder Beifall.) Wir trinken auf den großherzigen Kaiser Wilhelm, den Hort des Friedens, den jeder Deutsche sehnlichst wünscht. Se. Majestät Kaiser Wilhelm und das ganze Kaiserliche Haus, sie leben hoch, hoch, hoch!" Die Festversammlung stimmte begeistert in die Hoch­rufe ein. Der Botschafter Graf Münster war in Folge eines Familientrauerfalls verhindert, dem Banket betzuwohnen. Der für heute angesetzte Empfang auf der Botschaft ist Leßhalb abgesagt.

Paris, 27. Januar. Alle Morgenblätter schildern in langen Arükeln den gestrigen Besuch Bismarcks beim deutschen Kaiser- die meisten enthalten sich jedoch eines Commentars dazu. Ein boulangisttsches Blatt behauptet, der Bismarcktag sei die Entgegnung auf die Russenfeste in Frankreich.

Paris, 27. Januar. Wie verlautet, hat die Gnaden­commission sich gegen die Begnadigung Vaillants erklärt. Die Hinrichtung findet wahrscheinlich in den nächsten Tagen statt.

Zürich, 27. Januar. Der heute Abend im Hotel Bellevue stattfindenden Feier des Geburtages Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm, welche vom deutschen Reichsverein veranstaltet wird, werden der deutsche Gesandte in Bern, so­wie der hiesige deutsche, österreichische und italienische Consul beiwohnen.

London, 27. Januar. Die Tageszeitungen bringen lange Leitartikel über die Aussöhnung zwischen dem Kaiser unddemFürstenBismarckund sprechen übereinstimmend dem Ereigniß jede wichtige Bedeutung ab. DieTimes" schreiben, man dürfe allerdings die Folgerung ziehen, daß der Kaiser von nun an zuweilen den Rath des früheren Reichs­kanzlers einholen und letzterer deßhalb aus seiner Zurück­gezogenheit heraustreten werde.Daily Chronicle" hält es für einen Jrrthum, anzunehmen, daß Bismarck wieder seinen politischen Einfluß geltend machen könne und seine frühere Bedeutung zurückerlange.Daily News" meint, daß die stattgefundene Begegnung auf ganz neutrale Ursachen zurück­zuführen sei und deßhalb keine Folgen für den Staat ent­stehen könnten. Ganz Europa aber sehe der Entwickelung dieses Verhältnisses mit Spannung entgegen.Standard" schreibt:Aus dem begeisterten Empfange, den das Volk Bismarck bereitete, ist der Schluß zu ziehen, daß er gegen­wärtig der Liebling aller Deutschen und neben dem Kaiser der populärste Mann des Reiches ist.

Loudon, 28. Januar. Anläßlich des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm war gestern auf dem deutschen Botschaftspalais die Flagge gehifft. Im Ver­laufe des Tages liefen zahlreiche Glückwünsche auf der Bot­schaft ein. Die Mitglieder der königlichen Familie sandten Abends Glückwunschtelegramme nach Berlin. Abends fand rin Festbanket statt, bei welchem an Stelle des wegen eines

leichten Unwohlseins in Brighton befindlichen deutschen Bot« i schafters Graf von Hatzseld-Wildenburg der Botschaftssecretär Graf Wolff-Metternich den Vorsitz führte. An dem Banket nahmen etwa dreißig Personen Theil- in das Hoch auf Se. Majestät den Kaiser stimmten die Anwesenden enthusiastisch ein. Auch in allen deutschen Clubs wurde der Geburtstag des Kaisers festlich begangen.

Petersburg, 27. Januar. Dem deutschen Botschafter, General von Werder, wurde der Schwarze Alexander- orden verliehen.

Belgrad, 27. Januar. ExkönigMilan stattete gestern allen Vertretern der fremden Mächte mit Ausnahme des russischen und französischen Gesandten Besuche ab. DieFrkf. Ztg." meldet, daß die beiden Gesandten im Gegensatz zu den Vertretern der anderen Staaten ihre Karten bei Milan ab­zugeben unterlassen hatten. Man glaubt, daß die Stellung der erwähnten Gesandten durch .das Vorgehen des Exkönigs erschüttert worden ist.

Belgrad, 27. Januar. In verflossener Nacht wurden die meisten Kre i spräfecten des Landes durch höhere Militärs ersetzt. Exkönig Milan hatte sich in Begleitung seines Adjutanten auf einen Studentenball begeben. Die Führer der Radicalen hielten eine Conferenz ab, in der be­schlossen wurde, den Protest gegen die Anwesenheit Milans in Belgrad aufrecht zu erhallen und alle Mittel ins Werk zu setzen, um den Exkönig aus dem Lande zu entfernen. Um etwaige Demonstrationen seitens des Volkes zu verhüten, werde man dasielbe so gut als möglich zu beschwichtigen suchen, sobald Milan Belgrad verlassen habe.

Belgrad, 27. Januar. Der Polizeimintster Baske, der s. Z. die Königin Natalie mit Gewalt aus Belgrad fort­gebracht hatte, wurde heute seines Amtes enthoben.

Sofia, 26. Januar. Heute wurde mit den Verhand­lungen des Prozesses gegen die Gebrüder Jwakow be­gonnen, die beschuldigt sind, einen Anschlag auf das Leben des Fürsten geplant zu haben.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Petersburg, 29. Januar. Der Kaiser leidet an einem starken Jnfluenzaanfall mit Bronchitis und Entzündung des unteren Theiles des rechten Lungenflügels. Temperatur Samstag Nacht 39,6 Grad.

ikoealer ttttfe provinzieller.

Gieße«, 29. Januar 1894.

** Kaisers Geburtstagsfeier. Am Samstag, den 27. ds. Mts. Abends feierten die kameradschaftlich verkehrenden Vereine Veteranenverein und Marineverein in dem festlich decorirten Jaskowsky'schen Saale den Geburtstag Sr. , Majestät des Kaisers, wobei es selbstverständlich an patriotischen Reden nicht fehlte. Der Präsident des Veteranenvereins, Herr Petri, hob den jetzigen Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers als einen der schönsten seines Lebens hervor, indem gerade dieser Tag dem deutschen Volke die Wiederannäherung zwischen Sr. Majestät und dem Fürsten Bismarck gebracht habe. Das auf Se. Majestät ausgebrachte Hoch wurde mit Begeisterung ausgenommen. Hierauf feierte der Präsident des Marinevereins, Herr Kaiser, durch eine kernige Rede das deutsche Vaterland und seine bedeutenden Ehrenmänner in der Armee und Marine. Herr Kasper toastete auf Se. König!. Hoheit den Großherzog durch ein dreimaliges Hurrah, in welches die Versammlung enthusiastisch einstimmte. Einen zweiten Toast brachte derselbe auf Se. König!. Hoheit den Prinzen Heinrich von Preußen aus. Die Feier beider Ver­eine, welche durch Musik und Gesang sowie declamatorische Vorträge verherrlicht wurde, verlief in schönster Weise.

* Concert-Vereiu. Von gut unterrichteter Seite geht uns die Nachrlcht zu, daß der Vorstand des Concertvereins mit dem jugendlichen Claviervirtuosen Raoul Koczalski in Unterhandlung steht. Sollten diese Bemühungen zu einem Engagement führen, so läge darin für die Concertleitung ein Erfolg, zu dem ihr in erster Linie, aber auch allen Kunst­freunden zu gratuliren wäre. Raoul Koczalski ist im Moment der Angelpunkt aller Vereinigungen, die sich mit der Pflege guter Musik befassen. In den Großstädten ist der jugendliche Künstler wiederholt>mit größtem Erfolge bereits aufgetreten, alle Kunstkritiker, auch die, welche keine Freunde von exotischen Kunstgenüssen sind, stimmen darin überein, daß Raoul Koczalski kein Wunderkind in des Wortes landläufiger Bedeutung, wohl aber ein Kind, welches unbe­greiflicher Weise mit dem Empfinden eines gereiften Künstlers ausgestattet ist. Sobald wir Definitives erfahren, werden wir sofort davon berichten.

* -en. Vorträge im Ortsgewerbverein. Nach längerer, durch die Ungunst der Verhältnisse veranlaßter Pause werden die für das Winter-Halbjahr in Aussicht genommenen Bor­träge des Ortsgewerbvereins durch einen zweiten Vortrag morgen (Dienstag) Abend (f. Anzeige) ihre Fortsetzung finden. Ein Besucher der Columbusausstellung in Chicago wird eine Reihe für die Mitglieder des Gewerb- vereins besonders geeigneter Mittheilungen machen und durch Wort und Bild einen ausgewählten Theil seiner gemachten Beobachtungen und gewonnenen Eindrücke schildern. Da der Herr Redner hervorragender Industrieller ist und im Studium solcher Ausstellungen eine besondere Uebung besitzt, so sei der Besuch seines Vortrags, der als das Wort eines forschenden Beobachters in vieler Beziehung anschaulicher zu wirken ver­mag, als das Lesen dies möglich macht, allen Interessenten warm empfohlen. Auch Nichtmitglieder sind als Gäste willkommen.

** Z. Neues Theater. Kinder-Vorstellung. Wer sich freuen kann an fröhlichen Kindergesichtchen, der hätte der gestrigen Aufführung der alten und doch ewig zugkräftigen Geschichte vomStruwwelpeter" beiwohnen müssen. Wir können der Direction nur wünschen, stets vor so zahlreichem und so dankbarem Publikum zu spielen. Denn in Schaaren

waren sie herbeigeeilt, zum Theile allerdings auf dem Arme ihrer Wärterin, um denbösen Friedrich", dengroßen Nikolas", denSuppenkaspar" und wie sie alle heißen, ein­mal inWirklichkeit" zu sehen. Und mit welcher Auf­merksamkeit folgten die Blicke den Vorgängen da droben aus der Bühne und mit welcher Begeisterung klatschten die Kleinen bei jedem Sinken des Vorhanges in die Händchen! Ja, von diesen Kleinen kann man lernen, sich zu amüsiren: sie grübeln nicht lange, wie manches besser sein könnte, sondern sie nehmen das Gebotene dankbar hin. Auch wir wollen es daher nicht übel nehmen, daß derbitterböse Friedrich" (Fräulein Gr oh mann) ein unnatürlich helles Stimmchen hören ließ und daß die Salondecoration, die Struwwelpeters Stübchen vorstellen sollte, in allzu scharfem Contraste zu dem primitiven Tischchen und dem Strohlager stand. Im Uebrigen hatten sowohl Regisseur als Schauspieler ihre Sache recht gut gemacht.

** Maskenball. Der vomBauer'scheu Gesang­verein" gestern Abend im Saale desCafe Leib" veranstaltete Maskenball erfreute sich eines überaus zahlreichen Be­suches. Genannter Verein hatte durch Ueberraschungen der mannigfaltigsten Art dafür gesorgt, die Anwesenden in stets heiterer Stimmung zu erhalten. Da sah man Schießbude, Panorama u. m. A., von Mitgliedern des Vereins recht ge­schmackvoll arrangirt. Das farbenprächtige Bild, welches sich dem Beschauer der Masken bot, erfuhr durch die mit großer Exactheit zur Darstellung gelangten Gruppen eine angenehme Abwechselung. Den Reigen eröffnete eine närrische Musik- capelle, die unter Leitung ihres bewährten Dirigenten ganz hübsche Sachen zu Gehör brachte. Dieser folgte eine Gruppe alter Weiber, welche sich urplötzlich in blühende Jungfrauen verwandelten. Den Glanzpunkt des Abends aber bildete un­streitig die aus 16 Personen bestehende Gruppe von Zigeunern tn ihren malerischen Costümen, die uns mancherlei ©eenen aus dem Leben derselben vor Augen führte. Die Gruppen standen unter der trefflichen Leitung des Herrn Tanzlehrer Möhl. Der Ball verlief auf das Schönste und vereinte die Theilnehmer bis zur frühen Morgenstunde.

** Der Männer-Turnverein hielt am letzten Mittwoch im großen Saale von Steins Garten einen carnevalistischen Familienabend ab, welche Festlichkeit in allen Theilen als wohlgelungen bezeichnet werden darf. Daß der Character des Festes ein carnevalistischer war, konnte man schon vor­dem Betreten des Saales erkennen- es wurden nämlich alle Ankommenden mittelst eines Wagens derGießener Tram- bahn-Gesellschast" bis zur Mitte des Saales befördert. Bald war denn auch der Saal bis zum letzten Platze gefüllt, und es entwickelte sich ein buntes, lustiges Treiben, besonders des jungen Volkes, das im Verein mit einigen wohlgelungenen Liedervorträgen bald alle Anwesenden in die heiterste Stimmung versetzte. Den Glanzpunkt der Aufführungen bildete die vor­zügliche Wiedergabe der Gießener LocalposseSpengler- meister Bimbächer". Die Darstellung dieser lustigen und originellen Posse war, Dank den gründlichen Vorberei­tungen und der durchweg sehr guten Besetzung der Rollen, eine derartige, daß trotz der schon etwas vorgerückten Zeit die Zuschauer mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten und wiederum durch lebhaften Beifall und stürmische Heiterkeit kundgaben, wie sehr ihnen das Stück sowohl als auch die Darstellung gefiel. Ein gemüthliches Tänzchen hielt die Theilnehmer bis in die frühen Morgenstunden zusammen.

* Neues Restaurant. Wie wir hören, sind die unteren Räumlichkeiten des. Neubaues Ecke der Schul- und Sonnen­straße an einen Frankfurter Restaurateur zu dem Preise von 3600 Mk. pro Jahr vermiethet worden.

* Der allgemeine Verband der deutschen landwirthschaft- lichen Genoffenschasten (Sitz der Anwaltschaft in Offenbach a. M.) umfaßt nunmehr zwanzig selbstständige Landes-und Provin­zialverbände mit siebzehn Centralgenossenschaften und sechszehn Einzelgenossenschaften. Der Allgemeine Verband ist, was die Zahl der Genossenschaften anbelangt, hiernach weitaus der stärkste Genossenschaftsverband in Deutschland.

A Mainz, 28. Januar. In der den kommenden Mittwoch stattfindenden Sitzung haben sich die hiesigen Stadtverordneten mit der Frage der Niederlegung der südöstlichen Umwallung der Festung Mainz zu beschäftigen. Die oberste Militärbehörde in Berlin hat zur Niederlegung dieser Umwallung bezw. zum Abbruch des Neuthors und der Poterne Nikolaus bereits die Genehmigung ertheilt, doch hat die Stadt die auf 80 000 Mk. berechneten Kosten der Ntederlegung, um solche sofort bethätigen zu können, einstweilen vorzulegen, bis dem Bundesrath gegenüber der Nachweis geliefert ist, daß die gegenwärtige Umwallung den heutigen Verkehrsinteressen sehr hindernd im Wege steht. Da die Stad^ein großes Interesse daran hat, die Umwallung bis zum diesjährigen Bundesfest­schießen schon niedergelegt zu sehen, so wird man sich auch unzweifelhaft dazu entschließen, die Vorlage für die Ab­bruchsarbeiten zu machen. In der letzten Sitzung der hiesigen Strafkammer wurde eine aus fünf Köpfen bestehende Wechselfälfcherbande abgeurtheilt. Die Fälscher sind ein Schuhmacher, ein Kutscher, ein Grundarbeiter, ein Gärtner und ein Händler, meistens aus Wiesbaden gebürtig. Im Ganzen haben sie neun Wechsel in Beträgen von 400 bis 500 Mk. gefälscht, wovon sie hier mehrere in Circulation gesetzt. Es wurden Strafen gegen die Fälscher von 37 Monat Zuchthaus bis 8 Monat Gefängniß je nach der Betheiligung erkannt.

Nirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.

Bibelstunde am Montag den 29. Januar, Abends 8 Uhr, im Confirmandensaal der Johanneskirche. Marcus, Cap. 10, von VerS 32 an: Des Herrn Leiden und der Jünger Ehrgeiz. Pfarrer Dr. Nau mann.

Mtffionsstunde im Confirmandensaale der Johanneskirche Donnerstag, 1. Februar, Abends 8 Uhr. Der Apostel Paulus und feine Mission. Pfarrer Dingeldey.