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gewechselt zu haben. ,
Nur in den fremden Renten erreichte der Verkehr zeitweise auf auswärtige Anregung bei steigenden Coursen einige Bedeutung. Von Wien aus wurde ungarische Goldrente poussirt, weil sich die Rothschildsgruppe ihres im Vorjahr übernommenen Bestandes nunmehr durch freihändigen Verkauf entäußert hat und deß- halb wahrscheinlich in Bälde das ihr noch zustehende Optionerecht auf weitere 12 Millionen Goldgulden ousüben dürfte. Die französische Speculation war durch den die kühnsten Erwartungen übersteigenden Subscrtpttonserfolg der neuen Pariser Loosanleihe vorlheilhast beeinflußt, wodurch auch von dort höhere Course gemeldet wurden. Insbesondere verdient erwähnt zu werden, daß man an der L>eine von der skeptischen Auffassung zugleich der weiteren Entwicklung der italienischen . . _ „ . . Finanzverhältnisse abgekommen ist und den Werthen jenes Landes nicht mehr so
Papier, «upfer, Messt«-, Zi«n,, feindselig gegenübersteht. Außerdem wurden Gerückte laut, daß die Regierung den ~*_r± "“***• ! Forderungen der Volksvertretung und den Beschlüssen der parlamentarischen Com-
Ebenso werden Lampen und Knochen Mission entsprechend ihren Plan, die Einkommenneuer auf 20 P^oc. zu erhöhen, auf Verlangen jederzeit abgeholt durch aufgegeben habe und dem vorgeschlagenen Steuersätze von 14 Proc. rustimme. Als
1257 Louis Rothenberger Wwe. anderweitige Einnahmequelle sei dasür das Spiritusmonopol in Aussicht genommen.
Ansagen over als Marschall bei Beerdigungen bestens.
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Saplaneigaffe 11.
^Drfe*»o*e*beric^t
jo« E. WaNMerwehlebeiä, Bankgeschäft.
Die unmuthige Stimmung, welche in der Vorwoche den Verkehr beherrscht hatte, hielt auch während der laufenden Bericktsperiode an. Zu den an die Börsensteuer-Erhöhung geknüpften Befürchtungen gesellten sich diesmal die zwischen den Mäklern und den Bankiers ausgebrockenen Meinungsverschiedenheiten hinsicktlich der Vertheilung der neuen Lasten. Trotzdem die ganze Woche über fortgesetzte Berathungen stattfanden, ist zwischen den Frankfurter Firmen und Mäklern nur eine provisorische Einigung erzielt worden. Mit Recht sträuben sich die Banken dagegen, die ganze Steuerlast auf ihre Kundschaft abzuwälzen, da hierdurch unbedingt eine sehr weitreichende Einschränkung der Umsätze zu befürchten ist, unter welcher die Händler und Vermittler gleich stark zu leiden hätten. Erschwert wird die Verständigung dadurch, daß erst jetzt die osficiellen Ausführungsbestimmungen des Gesetzes durch den Bundesrath veröffentlicht worden sind, und die darin für den Arbitragehandel vorgesehenen Erleichterungen einen starken Eingriff der Regierungsorgane in die geschäftliche Thätigkeit der Bankfirmen in sich schließen, so daß wohl in vielen Fällen auf die Steuerrückvergütung Verzicht geleistet werden wird. In Berlin haben sich die Mitglieder der Fondsbörse gleichfalls noch nicht einigen können, obgleich uns nur noch wenige Tage von dem Termin trennen, an welchem das neue Gesetz in Kraft treten soll. — Infolge aller dieser Verhandlungen wurde die Aufmerksamkeit der Betheiligten von ihrem eigentlichen Wirkungskreis abgelenkt. Selbst die Ulttmo-Regulirung brachte nur eine ganz geringfügige Zunahme der Umsätze mit sich. Zwar schien es anfänglich, als ob in Berlin noch große Hausseengagements in Montanpapierenvorhanden waren, und die Speculation zeigte ausgesprochene Neigung, diese vor Beginn der Herrschaft des neuen Gesetzes glatt zu stellen aus Furcht, daß nach dem 1. Mai der Verkehr noch schwerfälliger sein werde, als heute. Im Verlauf ließ jedoch das Angebot nach, so daß einzelne Werthe vorübergehend leichte Courserhöhungen erzielten, ohne daß indessen dadurch das Aussehen der Börse freundlicher geworden wäre. Auch das in Anbetracht des hohen Emtsstonscourses befriedigende Zeichnungsresultat auf die neue Reichsanleihe verlieh dem Markt keinen festeren Character, da bei der herrschenden Geldflüssigkett eine Ueberzeichnung vorauszusehen war. Der Hauptsache nach dürste die Anleihe sehr rasch in die festen Sparkanäle fließen, ohne zuvor ihren Besitzer vielfach
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Als aber die Riforma, daS Organ Crispi's, jene Meldungen kategorisch bementMe, ging ein Theil der Coursbesserung wieder verloren. Immerhin wurde dem Rückgang Widerstand entgegengesetzt, weil auch das weichende Goldagio befestigend wnkte. Serbische Werthe schließen nach mehrfachen Schwankungen eine Kleinigkeit höher auf die osficielle Bekanntmachung, daß der Mai-Coupon der Tabakrente prompt eingelöst wird. Nach den Veröffentlichungen reichen die den einzelnen Anleihe» verpfändeten Einkünfte vollständig für deren Dienst aus, so daß, wenn die Selbstverwaltung der Specialkasien sichergestellt werden kann, die fernere Zinszahlung nicht gefährdet erscheint. Eine ansehnliche Courssteigerung erfuhren Spanier aut Pariser Anregung, ohne daß hierfür besondere Gründe angeführr wurden. Auch Türken und Rumänier sind gut behauptet. Auf die wenig glaubwürdige Mittheilung der Times, daß die Wiedereröffnung der indischen Münzstätten für freie Silbn- prägung in Erwägung gezogen werde, schlug der Silberpreis steigende Richtung ein und Hand in Hand damit wurden Mexikaner besser bezahlt. In Portugiesen überwog das Angebot, weil in der Hauptstadt eine Anzahl Cholera-Erkrankungen vorgekommen sind. Lissaboner Stadtanleihe verlor dadurch 4 Procent. Unter de« russischen Werthen lagen Orientanleihen wegen der angekündigten Eonoersion in 4procentige Titel recht matt. Für eine so niedrig verzinsliche russische Valutaanleihe können sich die fremden Kapitalisten noch nicht erwärmen. Argentinier waren trotz des hohen GoldcourseS behauptet, weil die mit der Provinz Buenos- Ayres wegen eines Arrangements geführten Verhandlungen in ein Erfolg versprechende» Stadium getreten sein sollen. Unsere dreiprocenttgen deutschen Titel haben ihre vorwöchentliche Einbuße nicht wieder einzuholen vermocht.
Der Verkehr in Bankactien war viel zu gering, um eine einheitliche Tendenz erkennen zu lassen. Die Coursverändcrungen halten sich deßhalb auch m den allerengsten Grenzen. Anfangs der Wocke neigten die beiden tonangebende« Actien nach unten; als später höhere Wiener Notizen eintrafen, wurden Creditactie« wieder besser bezahlt. _
Am flauesten war die Haltung auf dem Montanmarkt. Durch die Auflösung älterer Hausseposttonen wurden die Course empfindlich gedrückt, und bei jedem neuen Ruck tauchten ungünstigere Schilderungen über die Lage des Eisen- marktes auf. Wollte man doch wissen, daß bereits wieder eine Ermäßigung der Eisenpreise in Aussicht stehe, nachdem sie erst vor wenigen Tagen in die Höhe gesetzt worden waren. Seitdem der Einfluß des deutsch-russischen Handelsvertrages reservirter beurtheilt wird, schenkt die Speculation allen pessimistischen Einflüsterungen williger Gehör. Neuerdings wird namentlich darauf hingewiesen, daß ein großer Theil bet den Werken vorliegenden Aufträge noch zu dm früheren niedrigen Preisen abgeschlossen sei, so daß für das lausende Jahr kaum ein höheres Erträgniß zu erwarten sein dürfte. Durch diese Hinweise büßten Laura 3 Procent und Bochumer 4 Pcocmt ein. Kohlenpapiere litten durch den schlechten Märzausweis der Gelsen- kirchener Bergwerksgesellschaft. Auch wirkte verstimmend, daß die Syndicatsleitung zu einer Erhöhung der Umlagekosten von 2 auf 5 Procent gezwungen ist, wodurch der infolge der höheren Verkaufspreise erhoffte Mehrgewinn wieder verloren geht, nachdem er vorher schon durch die höheren Selbstkosten, welche die ProductionS- Einschränkung bedingt, reducirt worden war. Kaliwerthe stellten sich gleichfalls niedriger, obgleich deren Rentabilität durch die seitens des Abgeordnetmhauses erfolgte Ablehnung des bekannten Monopol-Gesetzentwurfes kaum beeinträchtigt werden dürfte. , ,
Unter ben Transportwerthen nehmen schweizerische Eisenbahnen eine bevorzugte Stelle ein, da deren Betriebsentwickelung fortgesetzt zu Meinungskäufe» anregt. Gotthardt sind 2 Procent höher und die Nebenbahnen gewannen annähern» ebensoviel. Das Interesse an den österreichischen Linien hat etwas nachgelassen^ nachdem die Dtscusston über die Verstaatltchungs- und Converstonsplane in de» Hintergrund getreten ist; immerhin hielten sich aber die meisten aus dem vorwochent- lichen Eoursnioeau. Jtalimiscke Bahnen profitirten von der Steigerung des Renten- courses. Veloce haben ihren jüngsten Preisrückgang von 5 Procent wieder vollständig zurückgewonnen. » , , . . „,
Die Ultimo-Liquidation war auf den Geldstand ohne Einfluß, so daß fich auch der Privatdtscont unverändert erhalten konnte.
Course der Frankfurter Börse.
fJoayB vom
27./IV.
20./IV.
Coiu*« vom 27./IV.
20./IV.
4 /.j Hessische Obligation.
106 05
105.85
4l/,o/oPortug^A. 88 u.89
31.40
32.3®
„ Bauern ....
107.50
107.40
5% ernort Serb. Go.-d-
„ Baden.....
104 80
104.85
Rente .... 5% SerbischeEisenbahn-
63.50
63.3®
3v/o Sächsische Rente. .
3V,% BremerStaatsanl.
87.60
87.45
66.2®
98.80
98.50
Hyp.-Obl. L. A.
67.45
„ Hamb.Staatsrente 4o/i)Oestr. Goldrente .
„ GriechischeMonopol-
99.40
99.45
4°/oSchwed.Oblig.1880r
103.50
103.9®
97.95
97.70
1% Türken conv. Lit. D. 50/0 Argent. Gold - An!.
23.80
49.05
23.76
49.—
Anleihe . . .
34.30
35.50
v. 1887 . . .
4yn Rumänische Rente .
85.75
84.45
3t/,0/0 Egypt. priv. Anl.
102.35
102.36
50/0 Ruff. ConsolS S. HI
—.—
—.—
4v/3 Bsälz. Ludwigsbahn
6% Südbahn Lombarden
103 80
103.46
(Bexbach) . . .
103.25
104.15
4% do. do.
99.—
98.96
. Hessische LudwigSb.
3o/g do. do.
62.75
62.2®
68/69 garant. .
103 —
103,15
4% Prag-Duxer Gold .
101.15
101.—
, EUsabethb. steuerfrei
, Rudolf Gold (Salz?.)
101.75
102.—
Gold ....
102.70
102.40
„ Fftanz-Josef Silber
80.65
79.6®
50/0 Oestr. Staatsbahn.
109.85
109.70
3% staatl. garant. Jtal.
48.6®
40/0 do. do.
102.15
102.05
Eismbabn . .
48 55
30/0 do. do.
30/0 Livorneser . . .
52 15
51.7®
L—VUL Emiff.
87.50
87.45
4o/o Ruff.Südw -Eisend.
99.70
99.8h
3<Vo do. Ergänzungsnetz 5% Nordweftbabn Gold
84.90
108.50
84.90
108.15
4o/g Wladikawkas garnt. 40/0 gar. Sardin.Sec.Mr.
99 50
6455
99.7®
64.6®
Mss»»ad«-Mette«.
Ludwigshafen-Bexbach. Hessische Ludwigsbahn. Pfälzische Nor'obahn .
227.60
227.50
Oest. Nordw.-Bahn LiLL.
219.—
218.—
114.95
11595
Gotthardt ....
164.—
161.75
115.80
115.95
Jtal. Mittelmeer . .
78.50
78.45
Lübeck-Bückner . .
143 50
144 10
Deutsche Reichsbank .
156.30
156 60
Dresdener Barck. . .
142.05
142.65
Berlin. HandelSgesellsch.
135 80
135.40
Mitteldeutsche Creditb. .
96.85
97.9®
Deutsche Bank . . .
161.70
162.10
Wiener Bank-Verein ■
103.—
1131/s
DeutscheGenoffenschftSb.
Württemd. Versinsbank
128.40
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