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22.2.1894 Zweites Blatt
 
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) W Mtiv Europa? ntt von 9 Uhr Vom i noch nie dagewesene Kuh mit 6 Beinen und ind, geboren in Jn«- »r untere Theil M tteuzthell Etter-Rind, i| der linken vorderen nem fünften Fuß ver- nb eine Awcrgkuh, die der Welt, Etter und n, das 5. ein Rehsuß. 7.Febr.M7. 6. Sin (n. 8. Ein Exemplar, Deutschland existtrendes : Gans mit 3 Beinen, inwn, der gefährlichste eine Slertrldtii jedem vti Frettchen, L-tere, 6. Sin Paar Makio, 17. Zwei Kameruner 18. M Wt Si'gr m drsrnderr sich in dir in lovlogischen Gatten sür Erwachsene 3H * nicht gefallen, so M 507] iVBfichkr.

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Ne. 44 Zweites Blatt. Donnerstag den 22. Februar

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1894

Der >U|e«fT Anzeiger nrfd)eint täglich, mit Ausnahme bt4 Montag«

Die (Siebener 3l*el(t<el(*Utr merken dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt.

Meßmer Anzeiger

Kenerat-Mnzeiger.

Viertetjähriger AA»«nrme»ls,rei», 2 Mark 20 Plg. *h vringerlohu. Durch die Post dezageM 1 Warf ÖO Pfg.

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Amts- und Anzeigeblatt für den Äveis Gietzen.

lene^me Anzeige» jn der RachmiNags für de» salgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Bann. 10 Uh».

Hratisöeikage: Hießener Aamikienbkätter.

Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehme» Anzeigen für denGießener Anzeiger* entgegen.

Feuilleton.

Eine grnusige Ladung.

Von Clark Russell.

(3. Fortsetzung.)

Die Nacht, in der Peter und KaSpar starben, war wunderschön- der Wind wehte leise auS Osten, der Himmel war mit schönen großen Sternen bedeckt, wir hatten alle ein« jachen Segel aufgesetzt und die Brigg glitt sanft durch daS ruhige Wasser. Sie starben beide während der Mittelwache im Zeitraum einer Stunde. William war am Steuer. Der Capitän lies hinten hin und her und ging oft nach unten, um nach dem Steuermann zu sehen. Wir vier vorne standen dicht bei der Schiffsküche und berathschlagten. Keiner von uns würde natürlichen Gefahren auSgewichen sein, aber den Lod so zwischen unS Herumschleichen zu sehen, erst den einen und dann den anderen hinwegraffend, wo Keiner wußte, wer der nächste sein würde, Niemand ahnte, woher daS Fieber kam und wie eS zu heilen war, wenn eS da war, daS brachte uns dahin, daß wir dastanden und flüsterten wie Verurtheilte, daß wir bei jedem Geräusch auffuhren, sogar bei dem Klirren der Gteuerradkette, dem Knarren eines Balkens oben im Dunklen, dem Aechzen deS WafferS unter dem Bug. Ich war dafür, daß wir vier zum Capitän gingen, um ihn zu bitten, nach Java zurückzugehen. Philipp Sfogren sagte, eS wäre besser, wir gingen weiter, wenn wir unS nach Süd­westen hielten, so kämen wir in die Linie der australischen Dampfer und von Schiffen, die auf der Fahrt nach der Bucht Hon Bengal wären.

Ja," sagte Andricn Weidemanu,Java kann unS doch nichts nützen, denn der Wind kommt unS von dort entgegen. Aber wir wollen diese schwimmende Pest bei dem ersten Schiff verlassen, daS unS begegnet, und wenn Capitän Koster da» mit nicht einverstanden ist, so weigern wir unS, die Brigg zu bedienen."

DaS wurde ausgemacht. Als der Morgen kam, sagte unS der Capitän, daß der Steuermann tobt wäre.

Wir begruben die drei Männer, aber kaum hatten wirS gethan, als Weidemann träge und matt das Dorderkastkll entlang schlich. Den Kopf zwischen beide Hände gepreßt, ging er hinunter an meine Schublade, um sich etwas Tabak zu holen. Ich sah ihn auf der Pritsche liegen, auf dem Gesicht die Glutrölhe deS Fiebers. Ich steckte meinen Kopf durch die Luke, um Sfogren zu rufen, den ich auf dem Vordrrkastell verlassen hatte, und erblickte ihn, wie er gerade im Begriff war, daS Steuer zu ergreifen, während der Capi­tän, der William am Arme führte, herankam.

Wo ist Weidemann?" rief der Capitän. Ich ant­wortete ihm, er liege krank in seiner Koje.Hilf William hinunter," sagte er,er ist zu krank."

Ich brachte den Mann die Luke hinunter in seine Koje, setzte eine Kanne mit Wasser so hin, daß beide sie erreichen konnten, und kam dann wieder auf Deck. Der Capitän war fort. Ich ging darauf zu Sfogren und fand ihn zitternd vor Grausen, er hielt sich mehr aufrecht an den Radspeichen, als daß er steuerte.Wer wird zunächst an die Reihe kommen?" ries er aus, indem er mich mit glänzenden Augen ansah.Wo ist der Capitän?" fragte ich.Unten," ant­wortete er.

Ich ging zum Capitän und das Erste, waS ich sah, war, daß der Capitän an dem Tische saß und sein Gesicht in den Armen begraben hatte. Ich sprach leise seinen Namen aus, aber er rührte sich nichts als ich ihn aber wieder rief, erhob er sein, wie ich zuerst meinte, durch Weinen gerötheteS Ge­sicht- als ich aber genau hinsah, nahm ich wahr, daß das Fieber ihn ergriffen hatte.Jetzt bin ich an der Reihe," sagte er mit trüber Stimme.Peter Meinkee, überzeugt Euch sicher, daß ich tobt bin, ehe Ihr mich über Borb werft," und nachdem er daS gesagt hatte, erhob er sich, stolperte nach seiner Cajüte und schloß die Thür hinter sich zu.

Ich stand einige Minuten regungslos, nachdem er ver­schwunden war. ES war wie ein Alp, mein Herr, zu schreck­lich stir die Wirklichkeit, obgleich ebenso erdrückend- dann ergriff mich die Furcht, die Luft in der Cajüte einzuathmen. Ich bildete mir ein, daß ich die Krankheit schmecken könne,

waS immer eS sein mochte, daS zwischen den Decks einen nach dem andern von unS tödtete, und ich eilte die Treppe hinaus in den Wind. Die Brigg hatte in den Wind gedreht und die Segel schlugen breit- Sfogren hatte daS Steuer fahren lassen und lehnte sich, ins Wasser blickend, über die Seite. Ich glaubte, daß auch er ergriffen sei, und versuchte, ihn zu rufen, aber die Stimme blieb mir in der Kehle stecken. Gleich darauf sah er sich um und dann ging ich zu ihm. Weßhalb hast Du daS Steuer verlaffen?" fragte ich ihn. WaS niitzt das Steuer?" antwortete er,wir müffen sterben und werden beide tobt sein, ehe bie Sonne unter­gegangen ist."

Nein, nein," rief ich aus,gieb nicht auf, ehe die Hanb deS Fiebers auf uns ist ein Schiff kann jede Minute in Sicht kommen. Hilf mir die Segel kürzen, denn wenn eine frische Brise aufspringen sollte, sind wir tn diesem Zustande verloren."

Er kam nun heran mit verzweiflungsvollem Blick, der zugleich etwas Mürrisches an sich hatte, und wir beschlugen die Oberbram und Bramsegel und gelten daS Preßsegel auf- Wir ließen diese Segel in der Bucht der Geitaue und Gordingö hängen, aber ich war entschlossen, die Brigg nicht weiter südwärts stehen zu lassen, und daher braßten wir rund und brachten das Schiff, ungefähr mit dem CurS Nord Nord- Ost, vor den Wind. Die Segel waren für diesen CurS nidjt ordentlich gesetzt, aber daS kümmerte unS nicht. Ich erfaßte das Steuer, aber eS zerschnitt mir das Herz, der Gedanke an die Leute, welche vorn, und den Capitän, der hinten im Sterben lag, und da Sfogren nicht zu ihnen gehen wollte, übergab ich ihm daS Steuer und ging selbst. Im Border- kastell lag einer von ihnen im Delirium, gleich einem Wahn­sinnigen sprechend und lachend und mit den Armen suchtelnd, der aber seine Koje nicht verlassen wollte- der andere lag auf dem Röcken, regungslos mit halb offenen Augen und gleich einem Erstickenden athmend. Ich sprach zu letzterem, aber er gab kein Zeichen von sich, daß der andere mich nicht verstehen würde, wußte ich.

(Schluß folgt.)

firfrrnng von Bordsteinen aus Kasaillava.

Die Lieferung der zur Anlage er­höhter Bürgersteige im laufenden Jahre erforderlichen Bordsteine aus Basaltlava (Dolerit) soll

Mittwoch, 28. Februar d. I., Bormittags 11 Uhr

auf unserem Stadtbauamte im öffent­lichen Angebotverfahren verdungen werden:

Loos 1. (Marktlauben, Moltke- und Sonnenstraße):

574,20 lfd. m gerade Bordsteine, 64,80 geschweifte

16,00 Bandsteine.

Loos II. (Asterweg, Schott- und Steinstraße):

630,00 lfd. m gerade Bordsteine, 53,40 geschweifte

25,00 Bandsteine.

Bedingungen liegen auf dem Stadt- bauamtc offen, wohin auch Angebote auf dem vorgeschriebenen Formular bis zum genannten Termin einzu­reichen sind.

Gießen, 20. Februar 1894.

Gr»ßh. Bürgermeisterei Gießen.

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J. H. Fuhr,

Sormeustraße 25.

Holzversteigerung

iv den Maldongk« btt Stabt sch.

In der Forstwartei Borderwald Diftricten Fichtenkopf, Riedköpfe und Krona« werden versteigert.

Donnerstag den 1. März,

Vormittags 10 Uhr,

15 Fichten-Stämme 3,50 fm,

218 Derbstangen11,41 fm,

5418 Reisslängen 52,88 km,

Freitag den 2. März, Vormittags 10 Uhr, 1,5 rm Eichen-Nutzscheiter,

11 rm Eichen-, Nadel-und Weich­holz-Knüppel,

12400 Wellen Buchen-Reisig,

1550 Eichen-Reifig,

2110 Nadel-

1580 Weichholz Reisig,

88 rm Fichte Aststreu,

80 Eichen- u. Nadel-Stöcke.

Zusammenkunft jedesmal Vormit­tags 10 Uhr am Hattenröder Vicinal­weg am Pflanzgarten.

Lich, 20. Februar 1894.

Großh. Bürgermeisterei Lich.

Walz. 1509

Donnerstag d. 5. April,

Nachmittag« 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Heinrich Michael Mer» in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur I Nr. 99»/i* 368 qm Hofraithe auf dem Reichensand,

Flur I Nr. 99«/tco 493 qm Hofraithe auf dem Reichensand und tn den Wallgärten,

Flur I Nr- 994Vi» 195 qm Grab­garten daselbst

öffentlich meistbietend versteige« werden. Gießen, 21. Februar 1894.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I. A: vegt. 1500

Buchenbrennholz Verkäufe

in brr Mtrsörstern Merscheid bei Dillenburg.

Mittwoch de« 28. Aetzrnar, 10 Uhr Vormittags in Oberscheld bei Dillenburg im Gasthaus zur Stadt Dillenburg aus den Difticten EichenheS 124a und 125a 624 rm Buchenscheit, 312 rm Buchenknüppel.

DounerStag de« 1. März, ebendaselbst auS den Districten Zeilwald und Ettrnheek 93 und 94, 6b7 rm Buchenscheit und 137 rm Buchenknuppel. Distrikt PaulSgrube 102a, 123 rm Buchenscheit, 430 rm Buchenknüpp.l (DurchforstungSholz)

Die 4 Schläge liegen an der Scheldelahnstraße, Entfernung von der Station Nikolausstollen der Scheldebahn/<3 Km. Fiskalischer Lagerplatz und Eisenbahn­verladestelle ist vorhanden Förster Grätz zu PaulSgrube (Station Nikolausstollen) zeigt das Holz aus Verlangen vor- 1508 Der König!. Forstmeister: Blau.

Holzversteigerung.

Montag de« 26. und Diens­tag den 27. d. M. kommen in dem hiesigen Gemeindewald, District Hohenrod, Münstererberg und HöllerS- wart zur Versteigerung:

20 Eichenstämme mit 5,84 fm Inh.,

72 Fichtenstämme 36,48 226 Kiefernstämme 77,45

40 Fichten-Derb- stangen 2,44

88 rm Buchen-Scheüer,

90 Knüppel,

218 Reisig,

30 blocke,

105 Nadel-Scheiter, 107 Knüppel,

317 Reiser,

57 Stöcke.

Am ersten Tage kommt das Stamm­holz, am zweiten Tage das Brenn­holz zur Versteigerung.

Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung jedesmal Vormittags 9 Uhr im District Hohenrod.

Queckborn, 20. Februar 1894.

Großh. Bürgermeisterei Queckborn.

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