Ausgabe 
19.7.1894 Zweites Blatt
 
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Nr. 166 Zweites Blatt. Donnersta, den IS. Juli

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folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. | icMMM

Verruischter.

* Mülhausen i. E., 13. Juli. Vor dem hiesigen Schwur­gericht stand Marie Meyer, Ehefrau des Schlossers Meyer, die am 6. Juni d. I. ihre Nebenbuhlerin, Justine Boll

Deutscher Reich.

Berlin, 17.Juli. Fürst Bismarck hat seine Ueb er- siedelung nach Varzin am Montag zu Ende geführt, am Abend des genannten Tages traf er in Begleitung der Fürstin auf seinem hinterpommerschen Landsitze ein, nachdem daS fürstliche Paar zuvor zwei Tage in Schloß Schonhausen geweilt hatte. Den bemerkenswerthesten Moment der Reise des Altreichskanzlers nach Varzin bildete natürlich der Aufent­halt in Berlin, woselbst die Ankunft auf dem Stettiner Bahnhofe am Montag Nachmittag 3 Uhr 50 Minuten erfolgte,- nach einviertelstündigem Aufenthalte setzte dann Fürst Bismarck die Weiterreise von genanntem Bahnhofe aus fort. Die Begrüßung, die ihm von dem auf dem Bahnhofe versammelten .zahlreichen Publikum zu Theil wurde, war eine geradezu be­geisterte ; Alles drängte an den fürstlichen Salonwagen heran, um die Hand deS Fürsten zu erfassen, während ihm zugleich von allen Seiten prächtige Bouquets zugereicht wurden, j schließlich wuchs das Händeschütteln so an, daß die Frau Fürstin ihren Gemahl in liebevoller Besorgntß vom Fenster abdrängte. Auf eine kräftige Begrüßungsansprache Seitens eines Studirenden erwiderte der Altreichskanzler in launiger Rede, in welcher er seiner Zugehörigkeit zu Berlin in humo- I ristischen Wendungen gedachte und die einzelnen Phasen seines I früheren Aufenthaltes in Berlin als Student, als Refe­rendar und als Minister hervorhob. In einer zweiten | kurzen Ansprache ließ sich Fürst Bismarck hauptsächlich in historischen Bemerkungen über die Entstehung der alten kur- | brandenburgischen Farben, der preußischen Farben und der Reichsfarben vernehmen, wozu ihm die farbengeschmückten I Paradeschläger einiger Studenten den Anlaß gaben. Die I Abfahrt des Fürsten und der Fürstin erfolgte unter noch- I maligen brausenden Ovationen der Menge. Allseitig wurde I daS frische Aussehen des Altreichskanzlers bemerkt.

Die freilich recht zeitgemäße Frage des recht- I 'lichen Schutzes der B a u h a n d w e r k e r beschäftigt die öffentliche Meinung noch immer. Es ist darum eine offieiöse Auslassung in denBerl. Pol. Nachr." über die Stellung der preußischen Regierung in dieser Angelegenheit von Interesse. Den betreffenden Ausführungen zufolge hält die preußische Regierung die Einführung eines privilegirten Pfandrechtes der Bauhandwerker, welches allen eingetragenen Hypotheken voranzugehen hätte, als unausführbar, falls nicht die Sicherheit des Hypothekenverkehrs in äußerst bedenklicher Weise gefährdet werden solle. Dafür will die preußische Regierung, wie die erwähnte offieiöse Kundgebung weiter mittheilt, auch fernerhin dahin wirken, daß den Bauhand­werkern im bürgerlichen Gesetzbuche das Recht auf Ein­tragung einer Sicherheitshypothek gewährt werde. Jeden- | falls kann im Interesse der soliden Bauhandwerker nur lebhaft gewünscht werden, daß irgendwelche gesetzgeberische Maßnahmen zu ihrem Schutze gegenüberfaulen" Bauunter­nehmern möglichst baldig ergehen, mit Versprechungen und Verheißungen auf dem geduldigen Papier ist ihnen doch wahr- haftig nicht gedient.

Ausland.

In der sranzöfischen Depulirtenkammer find seit Dienstag wieder große Anarchistendebatten im Gange, denn am genannten Tage hat die Kammer die Spezialberathung Les Gesetzentwurfes über die Unterdrückung des Anarchismus begonnen. Wenn man nach dem Verlaufe der Commissions­verhandlungen über die Vorlage urtheilen soll, so müßte ihre Annahme im Sinne der Regierung durchaus als gesichert zu betrachten sein. Denn die Commission hat den Regierungs­vorschlägen fast allenthalben zugestimmt- die auf Beschränkung der Geltungsdauer des neuen Gesetzes zielenden Anträge wurden auf Verlangen des Justizministers in der Schluß­sitzung der Commission am Montag abgelehnt. Trotzdem sind aber im Verlaufe der Plenardebatten unangenehme Ueberraschungen für das Cabinet Dupuy keineswegs aus­geschlossen. Die Anklage gegen Caserio, den Mörder Carnots, ist jetzt vom Lyoner Staatsanwalt Fouchier fertig- gestellt worden. Den Vorsitz im Prozeß Caserio wird der AppellationSgerichtsrath Brauillae führen. Im Hofe eines Hauses der Rue Charenton tu Paris wurde am Montag früh eine Bombe aufgefunden- man schaffte den unheimlichen Fund sofort nach dem städtischen Laboratorium zur Unter­suchung.

aus Tagolsheim, getödtet hatte. Vor der sehr bleich aus- > sehenden 30jährigen Frau Meyer saß ihr Mann, der wegen !

Mißhandlung seiner Frau in Untersuchungshaft weilt. Der ; Mann verweigerte das Zeugniß und wurde daher bald wieder in das Gefängniß zurückgeführt. Den Hergang erzählte die Angeklagte, ohne zu stocken, indem sie zunächst ein Bild ihres anfänglich glücklichen ehelichen Lebens entwarf und dann das spätere schlechtere Verhältniß schilderte, ohne indessen den Mann zu sehr zu belasten. Aus der ganzen Verhandlung ging hervor, daß Frau Meyer die Boll, die im gleichen Hause wohnte, als Freundin betrachtete, und erst in dem Augenblick von der Untreue ihres Mannes überzeugt wurde, als sie kurz vor dem Verbrechen einen Brief und ein Medaillon mit dem Bilde ihres Mannes in der Tasche der Boll fand. Der Entschluß, die Boll aus dem Wege zu schaffen, reifte dann sehr rasch. Frau Meyer weckte nach der Entdeckung ihr elfjähriges Töchterchen aus dem Schlafe, um demselben mitzutheilen, daß der Vater der Liebste der Boll sei- dann ging sie mit raschen Schritten an das Bett der Boll und versetzte ihr den einen tödtlichen Schnitt mit einem Rasir- messer. Nach der Thal floh sie aus dem Hause und zeigte sich selbst der Behörde an. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob sie keine Reue über ihre That fühle, antwortete die Angeklagte mitNein", und als darauf der Vorsitzende ihr vorftellte, wie verkehrt dock diese Ansicht sei, und wie der Mensch nicht daS Recht habe, das Blut seines Nebenmenschen zu vergießen, da sagte sie mit großer Ruhe,sie glaube eben, die Boll habe das, was sie gethan, an ihr verdient." Die Schilderung der als Zeugin vernommenen Nachbarin

I über die letzten Augenblicke der Ermordeten hörte die Ange- klagte mit Jntereffe an, und es schien ihr Befriedigung zu gewähren, daß der Todeskampf der Verhaßten kein leichter gewesen war. Der Spruch der Geschworenen war über* raschend - Jfie beantworteten die vom Gerichtshof gestellte Frage:Ist die Angeklagte schuldig, die Boll vorsätzlich getödtet zu haben?" mit Nein. Die Angeklagte wird darauf freigesprochen. Die Vertheidigung hatte sich auf § 51 des Strafgesetzbuches gestützt, das Nichtschuldig beantragt und dabei die von mittelalterlichen Schriftstellern erörterte

I Frage aufgeworfen, ob Frauen überhaupt bei ihrer Reizbarkeit, Unkenntniß der das öffentliche Leben betreffenden Fragen u. s. w. verantwortlich für ihr Thun gemacht werden

I können.

* Puuitz (Kr. Kröben), 14. Juli. Zwei Straßenarbeiter, die vor einem Gewitter unter einer Pappel Schutz suchten, wurden vom Blitz getödtet.

Verkehr, Lanv« unö volkswirthschaft-

Grotz-Sarbe«, 15. Juli. Am 5. Juli fand die diesjährige Drämttrung von Jungvieh auf dem Selzerbrunnen statt. Obwohl die Be'beiligung eine sehr rege war,- es waren 73 An-

I Meldungen erfolgt konnten doch nur für 12 Thlere, 2 Fasel und 10 Rinder, Preise gewährt werden. Die Preisrichter H. Reitz aus Butzbach, Bürgermeister a. D. Jeckel aus Ober-Mörlen und Burger-

I master Fenchel aus G'ledel, nebst den durch die Pramtirungs- Ordnung feststeh-nden Mitgliedern des Preisgerichtes, konnten, ver- pstichtet durch die Dorschrtsten des Provinzialv».rems und des Landes- ausschusses, nur nach bestem Wissen und Gewissen in dieser gerechten Weise urtheilen, da die von Grotzh. Regierung zur Verfügung ge­stellten Mittel nicht einfach vertheilt, sondern nach Recht und Gebühr zur Prämiirung entsprechender zur Weiterzucht besonders geeigneter

I Thiere verwendet werden sollen. Bei dieser Prämiirung zeigte sich wie auch bei vielen anderen Thterschauen, daß öfters Kreuzungen von reinen Simmenthalern mit hiesigem Lmidvteh, das allerdings schon einen hohen Bruchtheil Simmenthaler Blut enthält, bester aus­fallen. als sog. Neinzuchten von Thieren dtreeter Originalabstammung. Die Haltungsweise der Thlere in der Schweiz und hier ist eben doch

I eine zu verschiedene und geht deshalb die Nachkommenschaft unter hfr veränderten Haltungsweise schnell zuruck. Es konnten daher -xchÄcht .ll-« "S -ng.m-ld-t-nTH.-r- Pr-ts- °rh.u.n, t« di-C-mmMr- ktiotid) n°ch d-n Suß-r-n Fo,urth-.l-n k°nnt-n Ohne Rücksicht auf Abstammung und vor Allem ohne Rücksicht auf den Besitzer den die Preisrichter bei der neuen Einrichtung unserer ThieMuen auch nicht kennen konnten, - darin bestehteben haupt-

I fRrhfid) ber Vorzug der neuen Einrichtung. Wenn der Züchter toegen Liner eoentueUen früheren Verdienste prämiirt werden sollte, könnte man ihm j° d-7 G-ld dir.ct z-Mi-k-n, °hn- di- umständlich-Th.-r- E 'm ist ober nicht beabsichtigt, l-nd-rn das einzelne Thier f?nU'beurlbeUt werden. Prämien erhielten folgende Landwirthe. ^u-rb-ch v in Dtorben für einen 9 Manat alten F-fel M Mk.,

I Steubefand W.. in Klein-Karben für desgleichen 20 Mk., Trabandl, I c\ (a fflh * in Klein-Karben für ein 12 Monate altes Rind SOJDlf., A^merlad H in Nieder-Wöllstadt für ein 12 Monate altes Rind

Ä 'Gruner H. I., in Klein-Karben für ein 15 Monate nlt!? Rwd 25 Mk Seelig, B., in Rieder-Wöllstadt für ein 15 Monate ! 8 Rind 20© öd, H.J, in Klein-Karben für ein 14Monate

R nd 20 Mk Fauerbach, C., in Okarben für ein 24 Monate wind freinl 20 Mk., Fauerbach, I., in Okarben für ein

24 MoÄe alles Rind (rein) 15 Mk., Moscherosch, H. in Burg- »rSf?n?nhi für ein 24 Monate altes Rind (rein) 10 Mk., Eckard, Ä in Klein-Karben für ein 15 Monate altes Rind 10 Mk., ^erllna W in Rendel für ein 24 Monate altes Rind 10 Mk.

I L M bttru^en die Kosten für Herstellung des Platzes, Lieferung

der Kränze und Aufrechterhaltung der Ordnung. Die 126 Mk., welche von den den für die Prämiirung zur Verfügung gestellten Mitteln diesmal nicht verwendet werden konnten, bleiben zur Förderung ber Viehzucht in der Seetlon Vilbel erhalten. An die Prämiirung schloß sich ein gemeinsames Mahl an, das gerade aus der Section Vilbel sehr schwach besucht war, das aber Gelegenheit zu vielseitiger Aussprache gab. Namentlich fanden die Ausführungen deS KretS- vetertnm arztes Dr. May über den Stand unserer Viehzucht lebhafte Zustimmung. Man beschaffe Laufplätze für« Jungvieh! Thiere, die infolge fchlechter Klauenbildung kaum stehen, viel weniger gehen können, sind nickt prämtirungsfähig. Thiere, die nie an die Luft kommen und ihre Glieder nicht gebrauchen lernen, können nicht ebenmäßige Formen erlangen. Das Fest wurde ausgezeichnet durch die Gegenwart von Oeconomierath SDiüüer von Darmstadt, der im Auftrage Großh. Oberer landwirthschastlicher Behörde erschienen war. Der Director des Vereins Geh. Reg.-Rath Dr. Braden und der Vorsitzende der Section Graf Oriola nahmen die Prämiirmg vor.

Kmdwirihschaftliche Winke und Kathschtüge.

«ns Oberhesfe«, Mitte Juli, lieber Behandlung der ObstbLume tm e°mmet 1894 MS über richtige Berwerthung des Obstes im Herbst 1894.

(Schluß.)

Es ist noch in unser Aller Gedächtniß, daß der 1893er Dbfb segen nicht so verwerthet wurde, wie er es verdiente. Vieles Obst erzielte schlechte Preise, ohne daß es in den Stabten wesentlich billiger wurde. Anderes ging fast ganz zu Grunde, was sehr zu bedauern war. Solche Massen wie anno 1893 wird es nicht geben, aber immerhin genug, daß sich dessen vorthetlhafte und rechtzeitige Verwerthung empfiehlt. Wir bemerken Folgendes dazu:

Wer Obst verkaufe« will, fetze sich rechtzeitig mit der Frankfurter Eentralgenossenschaft für Obstverwerthung in Verbindung und gebe diesem segensreichen Institute genau an, was für Obst­sorten, welche Quantitäten er besitzt, wann er liefern kann u. a. m. Die Circulare jener Genossenschaft bezeichnen alles daS, was zu wissen nöthtg ist. Bis sich mancher Bauer dazu aufrafft, einen Brief zu schreiben, gehen leicht einige Gentner Aepfel in die Scherben. Man sollte es nicht für möglich halten, es ist aber so, wie viele Beispiele beweisen: dem Bauer ist das Schreiben ein Grauet.

Mit dem Kelter« von Obstwein haben mehrere Bekannte des Einsenders im vorigen Jahre recht gute Geschäfte gemacht. Hierzu sind aber rechtzeitige Vorbereitungen nothig. Keller, Butten, Fässer und Kelter müssen in die Reihe gemacht werden und zwar so zeitig als möglich, roeil eS später, wenn es alle Hände voll zu thun albt, nicht die Zett bleibt und dadurch die nöthige Sorgsa.t außer Acht bleibt. Der Oberhessische Aepfelwein erfreut sich eines guten Rufes durch ganz Deutschland, besonders in den preußischen Ostsee- provlnzen, sowie in Bremen und Hamburg. Der 1893er Aepfelwein ist augnehmend gut und wird gut bezahlt. DaS Geschäft ist seit einiger Zeit lebhaft geworden, denn die Preise ziehen an, weil man sieht, daß die Aepfelernte diesmal eine mäßige sein wird.

Der Bauer muß fick aber auch einen Hanstrnnk einlegen. Der Obstwein ist viel gesünder als Bier oder Schnaps und daneben ist er auch billiger ; er löscht auch mehr den Durst als die beiden anderen landesüblichen Getränke. . , f. .

Viele Odstproducenten, welche nicht mit Fässern vorgesehen sind und weit von den Verkehrsstraßen wohnen, verlegen sich aus das Dörren und Trocknen des Obstes, besonders der Zwttschen. Mit unseren Trockenanstalten auf dem Lande sieht es aber noch sehr primitiv aus. Die Zwetfchendörren nach dem alten Systeme taugen saft ausnahmslos nichts. Die Früchte verlieren den Saft, verhutzeln und verbrennen, je nach ihrer Lage, büßen gutes Aussehen.und Wohlgeschmack ein und werden unverkäuflich. Die landwirthschaft- Uchen Consumvereine und sonstigen Genossenschaften, wie die Spar- und Creditkassen, womöglich auch die Gemeindekassen sollten neue Trockenapparate anschaffen und den Mitgliedern gegen billige Mtethe zum Gebrauch überlassen. Der kleine Mann wird rasch die großen Vorthelle erkennen, welche diese Apparate bieten und es au Eifer nicht fehlen lassen. Für eigenes Geld solche Einrichtungen zu fetten, dazu fehlen auf dem Lande die Mittel. Die Mieihge der werden das Geschäft bald in Schwung bringen, wie c8 auch mit den Brückm- wagen geschah, die sich überall rentlren, wo sie ein geführt worden sind. Bei den Trockenapparatcn ergibt sich der weiter eVortheil, daß sie auch zum Trocknen von allerlei Gemüsen benutzt werden können, deren Verbrauch den Landleuten ebenso angerathen werden kann, wie die Verzehrung von frischem und getrocknetem Obste.

Recht beliebt In Oberhessen ist das Verkochen von »tetutt und Awetsche« z« sogen, Ovsthonig (Latwerge oder M«^. Wenn man in obstreichen Herbsten zur Zetr der Obstretsi September und October, durch die Dörfer gebt, riecht es in allen Straßen nach kochendem Obste. Dieser Obsthonig dient als Ersatz für Bu er unb Käse, er erfreut sich bei Jung und Alt einer großen ^61^6^1, wird aber vorzugsweise zum Hausgebräuche, weniger des Verkaufs roe9Cn2ßtr ratben dringend, dieses Jahr besonders sorgfältig bei Herstellung des Obsthonigs verfahren zu wollen, damrt er sich recht lange hält. Mit ziemlicher Gewißheit ist anzunebmen, daß wir im nächsten Jahre 1895 ein Fehljahr in Bezug auf Obstertrag haben werden, weil wir zwei Jahre hintereinander gute Ertrage hatten, drei aber nicht vorzukommen pflegen. Es wäre auch nicht gut für die Bäume. Der diesjährige Obsthonig muß alsofür zwei Jahre aushalten, was bei sorgfältiger Zubereitung eine Kleinigkeit ist, denn man hat wiederholt Vroden gemacht, die beweisen, daß sich das Product bei sorgfältiger Zubereitung 6 bis 10 Jahre und noch langer^aufbewahr.Nalaßt. die Herstellung von Beere«,

weinen, besonders von Stachelbeeren 2ohannisdeer«m aufmerksam. Diese Sträucher bangen gcgenwallig zum -brechen voll unb verdienen die größte Ausmerksamkett. Es ist ollgemein^bekannt , daß vortreffliches Gelee aus diesen Beeren bergestellt wird Der , Wein daraus ist gleichfalls febr gut Wer ihn nicht ^bst ttinkm : will, der kann ein schönes Stuck Geld daraus losen was man bei ' den tiefgesunkenen Kornerpreisen nicht außer Acht lassen soll.