Ausgabe 
10.10.1894 Erstes Blatt
 
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Europäischen und nordamcrikanischen Staatsangehörigen in China scheint sich von Woche zu Woche zu verschlimmern. Die chinesische Regierung aber ist offenbar nicht mehr im Stande, die Fremden gegen Ausschreitungen feiten» der er­regten Bevölkerungömasfen zu schlitzen, ganz abgesehen davon, daß die chinesischen Behörden selber vielfach eine feindselige Stellung gegen die Fremden einnehmen.

Nerrefte 2Iad?ric^ieit»

Wolff« telegraphische« Lorrespondcnz-Bureau.

Berlin, 8. October. Wie verlautet, tritt der Colo« nialrath am 18. b. Mtd. zusammen. Es werden ihm die Etats der Schutzgebiete vorgelegt werden. Ferner soll über die Ausdehnung der Woermann-Linie bis Deutsch-SUdwest- afrtka, über telegraphische Verbindung des Schutzgebiets mit Deutschland, den Ausbau der Swakop-Müudung und die Herstellung einer Eisenbahnlinie in Deutsch-Ostafrika berathen werden.

Breslau, 8. October. Die Grenzsperre bei MyS- lvwttz ist gestern aufgehoben worden, der Grenzübcr- gang auS Oesterreich wurde gestern für den Verkehr eröffnet.

Rom, 8. October. Baccellt sprach sich in einem Jnterwiev mit dem Redacteur derItalic" rescrvirt über die Bedeutung deS Heilserums zur Bekämpfung der DtphtheritiS aus und widerrtcth einer allgemeinen An­wendung des Mittels, so lange noch die Versuche fortdauern.

Paris, 8. October. Gutem Vernehmen nach erfolgte die Entsendung von vier französischen KriegSschisfen nach China infolge Einvernehmens zwischen den bctheiligten Mächten.

Rive de Gier, 8. October. Bet einem gestern Abend in einem Cafshauie auö unerheblicher Ursache entstandenen Streite zwischen französischen und italienischen Arbeitern wurden fünf Arbeiter verwundet, darunter drei schwer. Fünf Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Staatsanwaltschaft wurde benachrichtigt.

London, 8. October. DaS Bureau Reuter erfährt, die heutige Rückkehr Roseberys nach London sei ohne jrdc politische Bedeutung. Rosebery kam nur aus der Durch- reise nach seinem Landsitze bei Epson hierher.

DeveichUt ve« JÖurean ,X>croIL*.

Berlin, 8. October. Der Ministerpräsident Graf Eulenburg ist heute zum Besuche des Kaisers nach Hubertusstock gefahren. Derselbe trifft morgen wieder in Berlin ein.

Berlin, 8. October. Der Kaiser wird am Samstag den 13. d. Mis. von Friesack, wohin derselbe sich von HubertuSstock bezw. Eberswalde früh begibt, um daselbst der Enthüllung des Denkmals für Kurfürst Friedrich I. beizu- wohnen, in den ersten Nachmittagsstvnden in Berlin wieder eintreffen, bis Abends im Königlichen Schlosse Hierselbst ver­weilen, später das Opernhaus mit der Kaiserin besuchen und um 9 Uhr 40 Mtn. Abends von hier nach Frtedrtchshos zum Besuche der Kaiserin Friedrich abretsen.

Berlin, 8. October. Zur Erinnerung an den Besuch de« Fürsten BiSmarck beim Kaiser in Berlin erhielten die Soldaten der ersten Compagnie deS zweiten Garde-RegimentS je ein Bild Bismarcks mit der Unterschrift:Zur Er­innerung an die Ehrenwache des 26. 1. 1894."

Berlin. 8. October. Wie wir auS bester Quelle erfahren, har drr Reichskanzler in der Audienz beim Kaiser in HubertuSstock sich bereit erklärt, dem Reichstage eine Novelle zum Strafgesetzbuch vorzulegen, welche einzelne Be­stimmungen deS gemeinen Rechts in der Richtung amendtrt, daß der Umsturzbewegung schärfer entgegengetreten werden kann. Als Einzelheit wurde uns angeführt, daß eine Be­stimmung der Novelle dahin zielt, unmündigen jungen Leuten den Besuch von politischen Versammlungen zu verbieten. ES wurde unS versichert, daß der Reichstag, falls er die Re­gierungsvorlage verwirft und gleichzeitig cS ablehnt, auS feiner Mitte einen Ersatz zu bieten, aufgelöst werden soll.

Berlin, 8. October. Zwischen der deutschen und der dänischen Telegraphenverwaltung werden augenblicklich Ver­handlungen geführt über die Errichtung einer Telephon­verbindung zwischen Kopenhagen-Berlin über Odense,

zeichnen ?c. gründlich erlernt worden sind, muß unverzüglich zum Entwerfen und Scizziren von Constructionen und Formen, wie solche durch das bezügliche Fach geboten erscheinen, ver- geschritten werden, hm die nöthtge Uebung zu erlangen, einen Gedanken rasch auf Papier zu reproduciren.

Alles Copiren von Vorlagen in verjüngtem oder ber- größertem Maßstabe ist nutzlose Zeitverschwendung- eS schläfert den Geist ein, anstatt denselben frei zu machen.

Wenn zwar Zeichnungen von selbstschöpferischer Hand gefertigt nicht als Glanzstücke einer Ausstellung angesehen werden können, so ist aber damit nicht viel verloren, wohl aber gewonnen ist damit viel, wenn aus der Zeichnung zu erkennen ist, daß der Verfertiger daS richtige Verständntß zur Lösung der ihm gestellten Aufgabe besessen hat.

Auch hier gilt der Grundsatz: Zett ist Geld. Es muß deßhalb vorerst mehr Gewicht auf den practischen Werth der Zeichnung, als auf da« Aussehen derselben gelegt werden.

Bekanntlich macht in allen Dingen nur die Uebung den Meister, und so wird die Staffage einer Zeichnung die geschmackvolle Ausstattung sich nebenbei ganz allein heraus- bilden.

Daß natürlich der fortwährende Hinweis auf das Wohl­gefällige einer Zeichnung, welche Sauberkeit, Correctheit und Proportion zeigt, nicht außer Auge gelassen werden darf, ist selbstverständlich. Eine Unterlassung in dieser Richtung würde die ethische, die erzieherische Seite lahm legen.

Der erste und wichtigste Zweck gewerblicher Lehranstalten ist aber ohne Zweifel derjenige: den Schüler zum selbständigen Denken und Handeln zu erziehen, denn jede Halbbildung ist ein Nachtheil für den Einzelnen wie für die Gesammtheit.

Nur allein durch Ausbildung deS jungen Mannes zur

Kolding und Hamburg. Ein Gespräch zwischen Kopenhagen und Berlin soll 4 Kronen (4.50 Mk.) kosten. Im dänischen Budget für das nächste Jahr werden zur Anlage der Telephon- leitung 217 000 Kronen verlangt.

Wiesbaden. 8. October. DerWiesbadener General- Anzeiger" bringt folgende Meldung: Gestern tagte im Neuen Nathhause" der Ausschuß derFreien Vereinigung von Krankenkassen im Regierungsbezirk Wiesbaden." Es wurde beschlossen, eine Einladung zur Gründung einer Ver­einigung sämmtlicher deutschen Kcankenkassenvcrbände ergehen zu lassen und zwar soll die constituirende Versammlung in Frankfurt a. M. stattfinden. Krankenkaffenverbände bestehen bis jetzt in Sachsen, Hessen, Baden, Bayern, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Thüringen, Schleswig-Holstein und im Re­gierungsbezirk Wiesbaden. Die Tagesordnung ist vorläufig wie folgt festgesetzt: 1) Antrag des Ausschusses der Freien Vereinigung von Krankenkassen im Regierungsbezirk Wies­baden zwecks Gründung eines Verbandes von Krankenkassen im Deutschen Reiche- 2) Antrag desselben Ausschusses, die Versammlung wolle beschließen, bei der Reichsregierung vor­stellig zu werden, daß die Fürsorge sür durch Unfall er­krankte Kassenmitglieder vom Beginn der 7. Woche nach dem Unfall auf die Berussgenosseuschaft übergehe. 3) Antrag desselben Ausschusses betreffend Eingabe an die Reichsregie­rung um Herabsetzung der Rücklagen in den Reservefonds der Krankenkassen von 10 pCt. auf 5 pCt. der Beiträge. 4) Antrag desselben Ausschusses, die Versammlung wolle beschließen, bei der Reichsregierung dahin vorstellig zu werden, daß Verträge, welche von Krankenkassen und Krankenkassen- Verbänden abgeschlossen werden, stempelfrei sind.

Eisenach, 8. Oclober. Auf dem antisemitischen Parteitage kam nach achtstündigen stürmischen Verhand­lungen, aus denen 150 Delegirte aus ganz Deutschland theilnahmen, eine Einigung zu Stande unter dem Namen Deutschsociale Reformpartei". Ahlwardt wurde als Hospitant zugelaffen.

Augsburg. 8. October. Heute Nachmittag starb hier der Bischof Dinke l.

Rom. 8. October. Wegen eines auf dem Fenster des Polizeipalastes Vorgefundenen Explosivkörpers mit brennender Lunte wurden von der Polizei mehrere ver­dächtige Personen in Hast genommen.

Mailand, 8. October. Bei einer heute Nacht hier gehaltenen Anarchistenrazzia wurden gegen 30 Personen verhaftet.

Paris, 8. October. Im Tivolisaale fand gestern Abend ein großes Meeting der Eisenbahnbeamten statt- an demselben nahmen sämmtliche Delegirte des Congresses Theil. Delegirter van Cools, Führer der holländischen Socialisten, hielt eine revolutionäre Rede, in der er behauptete, daß die Elscnbahngesellschaftcn die Syndicate zerstören wollen, weil sie dieselben fürchten- die Gesellschaften haben daS Geld, die Syndicate verfüge« über die Arbeiter. Die Zeit ist aber nicht mehr fern, wo die vereinigten Arbeiter der ganzen Welt revolttren werde«, um die Capiralisten auszurotten. Die Rede wurde mit Beifallsrufen aufgenommen. Sodann nahm das Meeting die Tagesordnung an. Die Theilnehmer der fremden Nationen werden wegen ihrer muthigen Haltung beglückwünscht.

Loudon. 8. October. Die hiesigen Blätter veröffent­lichen Telegramme aus Shangai, wonach drei leichte Geschütze und 4000 Gewehre in Tokau von aus Hamburg kommende« Schiffen ausgeladen worden sind. Prinz Kung, Mitleiter der Kriegsoperationen, beschäftigt sich gegenwärtig mit VertheidigungSwerken in der Nähe von Peking. Derselbe steht in beständigem telegraphischem Ver­kehr mit Li'Hung-Tschang, welcher in Tientsin weilt und an Kung 8000 Soldaten abgesandt hat. Unter den chinesischen Generälen sind bedenkliche Streitigkeiten ausge­brochen. Die japanische Armee ist noch immer unter bester Disciplin und gewinnt tagtäglich mehr Sympathie bei der koreanische« Bevölkerung. Ein französisches Admiralschiff ist in den chinesischen Gewässern eingetroffen.

London, 8. October.Standard" bringt ein Telegramm, nach welchem der Oberbefehlshaber der japanischen Armee, Prinz Uamagata, im Namen seiner Regierung dem

Selbständigkeit wird die Freude im Berufe geweckt und die Brücke für eine vortheilhaftc Zukunft geschlagen.

Ganz auffällig läßt sich beobachten, wie derartig aus­gebildete Schüler allen jugendlichen Unarten abgeneigt sind und immer nur das Bestreben zeigen, daS Lernen gründlich zu pflegen. ES ist eine Freude, die ethische Entwickelung des Schülers so recht auS der den Geist befriedigenden Lehr­methode entfalten zu sehe«.

Wenn schließlich die Handwerksmeister durch öfteren Be­such des Unterrichts ihr lebhaftes Interesse bekunden und in speciell practischen Fragen belehrend mitthätig sein wollten, so kann an einer Besserung im Handwerk nicht mehr gezweifelt werden- wird sich daS Handwerk wieder auf diejenige Höhe schwinge«, auf welcher es unter anderen Formen in früheren Zeiten gestanden hat- cs wird sich mit der Gegenwart auS- söhnen, sich dieser wie der Zukunft entsprechend auschließen lernen und endlich stolz darauf werden, sich zum Theil selbst geholfen zu haben.

ES wetteifern Staat, Gemeinden und Vereine, in ethischer und finanzieller Hinsicht dem Handwerk die nöthige Beihilfe zu leisten. Ist doch vornehmlich Großherzogliche Central­stelle für die Gewerbe, welche sich des Handwerks in jeder Beziehung bereitwilligst annimmt und belehrend eingreift, wenn sich um die theoretische Ausbildung oder um Fortschritte auf dem Gebiete der Technik handelt.

Wird all daß Dargebotene richtig benutzt und vortheil- haft verwendet, so kann es nicht außbleiben, daß das Hand- werk wieder erblühen und erstarken muß zur eigenen Freude, wie zum Wohle und Segen des Staats- und Gemeinwesen«.

Darum ein Glückauf der Zukunft des Handwerks I

diplomatischen Corps mitgetheilt hat, daß er im Falle der Einnahme Peking« seinen Truppen nicht die Erlaubniß zur Plünderung der Stadt geben werde.

Athen, 9. October. Die Offiziere, welche wegen der Ausschreitungen gegen die ZeitungAkropolis" unter Anklage standen, sind sämmtlich freigesprochen worden.

Petersburg, 8. October. I« allen orthodoxen Kirchen werden Gebete für die Wiedergen esung des Czaren abgehalten.

Petersburg, 8. October. Da Seitens der Aerzte ein längerer Aufenthalt des Czaren im Süden durchaus für nothwendig betrachtet wird und dem Kaiser vorläufig alle geistigen Arbeiten ferngehalten werden müssen, sieht man einer baldigen kaiserlichen Verfügung entgegen, worin der Groß­fürst- Thronfolger mit der Regentschaft betraut wird.

CocäU* und pvovinztevles

Gießen, den 9. October 1894.

** Ordens Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigstgeruht, am 29. September dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins zu Bingen Jakob Weyl von da und dem Vorsitzenden des Aufsichtsraths der erweiterten Handwerkerschule zu Bingen Joseph Choquet daselbst daS silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, am 3. October dem GesangvereinMelo- manen" zu Darmstadt die silberne Medaille für Kunst, Wissenschaft, Industrie und Landwirthschaft zu verleihen.

* * Provinzialansschuß-Sitzung. Samstag den 13. October d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungs­gebäude dahier eine Öffentliche Sitzung des ProvinzialausschusseS der Provinz Oberhessen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhaildlung gelangen: 1. Antrag des Grobherzoglichen Kreisamts Schotten auf Entziehung der Berechtigung der frühere« Gemeindehebamme Fiedler zu Breungeshain zur Ausübung deS Hebammengewerbes. 2. Reclamation gegen die Wahl eineß Bürgermeisters zu Ulfa.

* * Tagesordnung sür die Sitzung der Stadtverordneten-Ver- i sammlung Donnersta g de« 11. October 1894, Nach- < mittag« 4 U h r. 1. Abhör der Löber'schen StistSrechnung für 1893/94. 2. Voranschlag der Löber'schen (Stiftung für 1894/95. 3. die Abhör der Rechnung der Plvck'schen Stiftung für 1893/94. 4. die Festsetzung des Voranschlags der ' Plock'sche« Stiftung für 1894/95. 5. RechnungSergebniß des Gas- und Wasserwerks für 1893/94. 6. Herstellungen an der Licherstraße. 7. Herstellungen an der Krofdorferstraße. 8. Chaussirung des Aulwegs zwischen verlängerter Liebigstraße und Leihgesternerweg. 9. Ausbau der Schützenstraße. 10. Geradelegung der Wieseck- hier: Plan und Voranschlag. 11. Gesuch des Eisvereins Giebcn wegen Benutzung der städtischen Wiesen hinter den Eichen. 12. Verbindung zwischen der Franksurterstraße und den Bahnhöfen- hier: Aufstellung von Placatftöcken. 13. Gesuch von Bewohnern der Nord- anlage wegen Wafferabführung. 14. das Local der staat­lichen Metalleiche- hier: Vertrag. 15. die Löhne sür Wald- Cultur- und Wcgbau-Arbeiten. 16. Wanderausstellung der deutschen Lalchwirthschasts-Gesellschaft zu Köln irn Jahre 1895. 17. Anschaffungen für das Schlachthaus und die Fleischbeschau. 18. Gesuch des Gerhard Bötz um Concession zum Branntwein- Verkauf über die Straße im Hause Neuenbäue 17. 19. desgl. des Georg Hebstreit um Concessionsertheilung zum Branntweinaußschank irn Hause Wahlthorstraße 46.

* * Ernannt wurde am 29. September der Gerichts­schreiber-Aspirant Karl Plock in Gießen zum Hilfsgerichts- schreiber bei dem Amtsgericht Gießen mit Wirkung vom 1. October 1894.

* * Kirchliche Dienstnachricht. Dem Pfarrer Friedrich Möller zu Lmdyeim wurde die erledigte Pfarrstelle zu Messel im Dccauat Darmstadt übertragen.

* * Baurath Wallot wurde, wie dieFrkf. Ztg." aus Berlin meldet, nach Besichtigung des ReichStagsbaues durch den Architecte« - Verein feierlich zum einzigen Ehrenmitgliede genannten Vereins proclamirt.

** Die böse Angewohnheit mancher Marktbesucher, sich

j mit Körben auf dem Kopf auf das Trottoir zu stellen und sich mit Ander« zu unterhalten, ganz ungenirt, ob die Pas- santen vorbei können oder nicht, mußte heute eine Bauersfrau ! büßen. Dieselbe stand in schöner Unterhaltung begriffen auf dem Trottoir in der Neuen-Bäue mit dem Korbe auf dem Kopf. Ein Paffant hatte sich durchgedrückt und sie unab­sichtlicher Weise angestoßen, was zur Folge hatte, daß der Korb mit seinem werthvollen Inhalt an Butter und Eiern auf die Straße flog.

* Auszeichnungen. Auf der Weltausstellüng in Ant­werpen erhielten aus dem Großherzogthum Heffe«: From- mann & Moria« in Darmstadt die Broncene Medaille, Karl Traiser daselbst die Silberne Medaille, Bittel & Co. in WormS desgleichen, Martin Mayer in Mainz die Broncene Medaille, Gebrüder Seck in Darmstadt Ehrendiplom, Heiligen- staedt & Co. in Gießen die Goldene Medaille, Georg Göbel in Darmstadt Goldene Medaille und Ehren­diplom, Carl & Co. in WormS Erwähnung, Karl Rexroth Lynen in Michelstadt Erwähnung, A. Geßner in Bingen die Goldene Medaille, Louis Preß in Mainz Goldene Medaille, M. D. Mayer Sohne daselbst Silberne Medaille.

* * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Korbmacher Adam Klein von der Kröge wegen Diebstahls, und Erdarbeiter Joseph Pesarir auS Italien wegen Unter­schlagung und Diebstahls, von der Staatsanwaltschaft Gießen- Zimmermann Wilhelm Pretsch auö Erzhausen wegen Be­trugs, von der Staatsanwaltschaft Darmstadt- Schafhandler Heinrich K lös auß Langd wegen Betrugs, von der Staats- auwaltschaft Gießen, Joh. Fried. Gustav Schmidt aus Cunow wegen Diebstahls, vom Untersuchungsrichter I. zu Gießen.

* * Soldatenbriefe. Da wieder die Zeit da ist, in welcher | die Rekruteneinstellungen stattfiuden, so seien die Einberufenen ! und deren Angehörigen auf folgende Vergünstigungen auf­merksam gemacht: Die bei der Linie stehenden Soldaten,