Ausgabe 
6.2.1894 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

<894

Dienstag den 6. Februar

Nr. 30 Zweites Blatt

Wenden

Amts- und Anzeigeblatt für den "KvcU Gi-szs".

Hralisßeitage: Gießener Kamikienblätter.

Anrtlichsv Theil

im vergangenen Jahre,

zu entnehmen:

2124,6 2954,1

U

87

RESTE

iol»

Besonders günstige Gelegenheit für Brautleute.

w*4

Annahme von Anzeigen |u btt Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr.

Alle «nnoncen-Bureaux deS In- und AuSlande« nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

18

8

Mst-

$94.

Gundersheimer Sanitätskase.

[34]

Ausfuhr in Millionen Mark (ohne Edelmetalle)

wie sie in der nunmehr veröffentlichten Werthftatistik des auswärtigen Handels im Jahre 1893 erscheint, ist nicht un­günstig gewesen. Es gilt dies insbesondere von den für den deutschen Export wichtigsten Waarengruppen. Den Tabellen der Handelsstatistik find darüber folgende Zahlen

können.

Auf Verlangen werden Auszüge aus den Registern ertheilt.

ES liegt umsomehr im Interesse der Dienstboten suchen- den Herrschaften, vor Eingang eines Vertragsverhältnisses diese vorzugsweise zuverlässige Quelle für eine sichere Nachricht über Eigenschaften und Verhalten eiaes Dienstboten nicht un­benutzt zu lassen; als erfahrungsgemäß die von der Dienst­herrschaft bei der Entlassung in die Dienstbücher eingetrage­nen Atteste in leider allzuhäufigen Fällen der Wirklichkeit nicht entsprechen und sich in einem auffallenden Widerspruch zu den bei eintretenden Bedürfnissen von der Polizeibehörde direct erhobenen, in die Gesinderegister aufgenommenen, wahr­heitsgemäßen Zeugnisse, bezw Erläuterungen ertheilter Zeug­nisse befinden.

Gießen, den 4. Februar 1894.

Großherzogltches Polizeiamt Gießen.

Fresenius.

Großes Lager fertiger Leib- and Bettwäsehe jeder Art.

Worms.

»i. )ltedton Schneider.

H»

0

9'5 368.fr 201# 149.16 112# 109.1° 72#

115.fr>

W591R.;

Leib;

Jeilgebolenes.

Parket Böden buchen und eichen, liefert und legt stets in bekannter Güte [716 Joh. Lenz,

Schreinerei und Holzhandlung.

Dienstzeugniffe, sowie die seit Erlaß der Gefindeordnung gegen Dienstboten ergangenen Strafurtheile enthalten und h dem Polizeibüreau (Melde - Amt) in den Vuu'u,*** Büreaustunden von Dienstherrschaften eingesehen werden

bestes, zum Kreppelbacken, empfiehlt

892 Robert Stahl, Neustadt 23. I

vtertellähnga >Hnatmt*brrd»i 2 Mark 20 Psg. ** vringerlohn.

Durch die Post bczo^a 2 Mark 50 Psg.

Wtbartxon, «t^ebiliw und Drucker«:

Kchutstr-Hc Ar.L.

Fcrnfprecher 6L

Die Entwickelung der deutschen Ausfuhr Entwickelung genommen. -----

im vergangenen Jahre, Literatur und raunst.

V/Act.

Baumwolle und Baumwollwaaren Leinengarn und Leinenwaaren Seide und Seldenwaaren Wolle und Wollenwaaren Kleider und Leibwäsche Steinkohlen, Coaks Eisen und Eisenwaaren Kupfer und Kupferwaaren Zink und Zinkwaaren Instrumente, Maschinen Droguerie- und Farbwaaren Glas und Glaswaaren Kurze Maaren Leder und Lederwaaren Literarische und Kunstgegenstände Materialwaaren, Mehl rc. Papier- und Pappwaren Thonwaaren

Alle übrigen Maaren

Zusammen

Der ♦Weiter Anzeiger erscheint täglich, mir Ausnahme de« Montag«.

Die ®tebener yeeUteniriUtr werden dem Anzeiger »öcheMNch dreimal beigelegt.

Zahnkalk-Jndustrie

Aug. Gabriel jr. in Gießen

Telephonanschlüsie 84 und 88. Bahnanschluß Abendstern bei Kinzenbach'Gießen.

Sommer- und Winter-Ringofenbetrieb. Grosse Production von Prima Marmor- (Weiss-) und hydraulischem Grauftückkalk. Dampfbetrieb. Fabrikation von la. gemahlenem Sackkalk und Cementkalk (Verputzkalk). [834

Harlgrbrannte Runensteine (Klinker-Ringosensteine).

lische Heil* lureu

Auch Beton* e frei. I36,' (otel zum NPeD'

{Öpfter*.

Die Verwendung der von der Firma Lahnkalk-Industrie Aue. Gabriel jr. in Giessen hergestellt»« Baumaterialien Marmor- (Weiss-, Fett ) Stückkalk, Granstückkalk, ge­mahlener Grankalk und gemahlener Cementkalk (Verputz­kalk) kann zur Bereitung von Mörtel und -ur Herstellung von Ver- pntzmassen, wobei auf die hervorragend gute« Eigenschaften de» Eementkaltes (BerputzkalkeA) besonders hingewirsen fei, unsererseits allen Interessenten warm empfohlen werden.

Großh. chemische Prüsuugs- u. Auskunsts-StaUon iur die Gewerbe.

Gießener Anzeig er

Keneral-Mzeiger.

-Ä Ä igjS

Bekanntmachung,

betreffend Gesetz, die Gesindeordnung vom 28. April 1877.

ES ist in neuerer Zeit wiederholt von uns die Wahr- nebmung gemacht worden, daß sowohl von den Dienstherr- schasteu, als von den Dienstboten- und Gesindeverdingerinnen dahier die Bestimmungen der Gesindeordnung bezüglich der gciehlichen Dauer der Dienstzeit und der gesetzlichen Kündi­gungsfrist entweder immer noch nicht gekannt sind, oder miß­bräuchlich angewandt werden.

Wir sehen uns daher wiederholt veranlaßt, ausdrücklich daraus hinzuweisen, daß in hiesiger Stadt nach Art. 7 und 8 de« rubrlcirten Gesetzes nachfolgende gesetzliche Bestimmungen gelten. * , ,

Ist über die Dauer der Dienstzeit nichts vereinbart, so wird der Vertrag als auf die Dauer eines gesetzlichen Viertel­jahres abgeschlossen angesehen. Ein gesetzliches Vierteljahr beginnt entweder mit dem ersten Werktag nach Weihnachten, oder mit dem ersten Werktag nach Ostern, oder mit dem Johannistage, oder mit dem MichaeliStage und schließt an den Tagen deS Beginnens deS jeweilig nachfolgenden Vierteljahre». Ein im Laufe des gesetzlichen Vierteljahres abgeschlossener Dienstvertrag gilt, wenn nichts anderes vereinbart ist, als bis zu Ende desselben eingegangen.

Der Dienstvertrag, welcher bei den auf die Dauer eines gesetzlichen Vierteljahres gemieteten Dienstboten, nicht vier Wochen, oder bei ausdrücklich monatSweise gemieteten Dienst­boten nicht 14 Tage vor Ablauf der Dienstzeit gekündigt wird, ist für cm weiteres Vierteljahr, bezw. Monat als still­schweigend erneuert zu betrachten.

Es wird hierbei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Dauer der gesetzlichen Dienstzeit ganz unabhängig vom Kalen- dervierteljahr festgesetzt ist- das gesetzliche Vierteljahr z. B. nicht von Weihnachten bis zum 25. März, sondern vom 3. Weihuachttzfeiertag bis zum 3. Osterfeiertag, von Ostern bis Zohauui :c. :c. läuft, daß also ein längerer oder kürzerer Zwischenraum zwischen den beiden gesetzlich bestimmten Dienst- wechselperiodeu sowohl bei der Dauer der gesetzlichen Dienst­zeit, als auch bei der Zahlung des Lohnes in keiner Werse in Betracht kommt. Weiter wird, wie schon früher, wiederholt bemerkr, daß die dahier so häufig beliebte Aufkündigung von 14 Tagen bei den ohne weitere Vereinbarung abgeschloffenen Dienstverträgen jeder gesetzlichen Berechtigung entbehrt.

Wir vermuthcn, daß die Verdingerinnen die irrige Auf­fassung der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen entweder veranlassen, oder unterhalten und können nicht umhin, die dringende Aufforderung ergehen zu lassen, wegen etwaiger Auskunft über die Bestimmungen der Dienstbotenordnung sich direct an die unterzeichnete Behörde zu wenden.

Wetter erinnern wir daran, daß die nach § 38 der Gesindeordnung von unS geführten Gesinderegister sämmt- liche der zur Zeit ober früher hier Bediensteten ausgestellten

Re«! Reinlich! f *!

Eiscnalanjwichie fir Lcscn -

-» SftiÄ. lf

von Tuchen, Buckskins, Ueberzieherstoffen, Damenkleiderstoffen, Beltzeugen, Barchenten, Damasten, Kattunen, Hemden-Flanellen, Chiffons, Piques, Leinen, Vorhängen, Parthien in Tischtüchern, Handtüchern, Taschentüchern, Bettcoltern, Bieberbetttüchern u. s. w.

UmtGUfdl Anfertigung von uii Wäsche gestattet. ! nach Maaß und Angabe.^

Maare verschenkt

Niemand

aber billiger als jede Concurrenz verkauft das Special-Reste-Geschäft von

Hl. Kann, Kirchenplatz 8.

Bekanntmachung.

Aus den Waldungen der Gemeinde Hattenrod sollen auf dem SubmissionS- weg vergeben werden:

60 fm KieserwStammholz,

90 Kiefern.Derstangcn (Grubenholz).

Schriftliche Offerten sind getrennt für Stammholz und Stangenholz bis zum 9. Februar 1894, Mittags 1 Uhr auf der Großh. Bürger­meisterei Hattenrod einzureichen, woselbst die Eröffnung erfolgt. .

Hattenrod, den 1. Februar 1894. Großh. Bürgermeisterei Hattenrod.

I. V.: 943

Rock, Beigeordneter.

allerie 20 Pf. las.

Mg MM Kränzchen, innig nochmals vor, c Borst««-.

leit ist es mir r beizutreibe»; ch eine andere iben za lassen, gkteidchkr.

1 htt Wit

i-brmmm.

tttti, Mi> Mrn» Md

idrn, hömonchvidrn,

ib Brlllinenversanbt - in eolildiM ingtn and Apolhr'm- ealzs-lirfer Ml

- Die Nr. 2640 der ,Jll«strirte« Zeit««-^ Verlag von I. Weber, Leipzig, enthält u. A. ein Porträt des Fürsten Bismarck nach dem neuesten Gemälde von Franz v. Lenbach> und ein patriotisches Lied: Deutschlands Dank an Bismarck, Dichtung von Paul Heyse, einstimmiger Dolkschor von Norbert Host, sowie solgende auf den Besuch Bismarcks in Berlin bezügliche Illustrationen: 1. Ankunft des Fürsten auf dem Lehrter Bahnhof. Originalzeichnung von William Pape. 2. Fahrt nach dem Kaiserlichen Schlosse. Originalzeichnung von C. Becker. 3. Abschreiten der Ehrencompagnie durch Fürst Bismarck und den Prinzen Henrich. Ociginaljeichnung v. H. Lüders. 4. Begrüßung deS Fürsten durch den Kaiser im Schlafe. Nach einer authentischen Skizze gezeichnet von R. Knote!, d. Ab­schied auf dem Lehrter Bahnhof. Originalzeichnung von H. Binde. Außerdem befinden sich in dieser Nummer noch eine Anzahl anderer Illustrationen. Preis dieser Numer 1 Mk.

Der Berliner Localanzeiger schreibt: »Trinkt AtlaS-Lh«< - Trinkt AtlaS-Eacao-. Wer kennt sie nicht, diese Intelligent ausgedachten Schlagworte, die ebenso einen Befehl wie eine Bitte und Ermahnung in sich schließen. Kann man sich auf die Dauer diesem stereotypen Ersuchen verschließen, das unermüdlich vor Vie Augen tritt, gleichviel, ob man eine Zeitung in die Hand nimmt, oder an einem Schaufenster vorbeigeht, kurz dos man allerwaitS und überall stehl. Nein, auch der Widerspänftigste wird da fuccesstve breitgelreten und zwar, wie man beobachten kann, nicht -u seinem Nachtheile. Gestern Abend war ich mit meiner besseren Hälfte in einer distinguirten Familie des Thiergartenvleitels zu Gast geladen. | Mit vollendeter Grazie sagte die Dame des Hauses, als wir mu zu Tische setzten:Trinkt Atlas-Thee". Es mundet uns Allen solcher ganz vortrefflich. Heute morgen beim Frühstück fragte mich meine Frau, ob mir nicht das gute Aussehen unseres hoffnungsvollen Sprößlings auffällt, der seit einigen Wochen trinktAtlaS-Eacao . Das sind Beweise dafür, daß dieser Nus seitens der Eommanbit- gesellschaft Atlas, welche Eigenthümerin der Marke Atlas-Thee und Atlas- Eacao ist, nicht umsonst erschallt und daß Diejenigen, welche I ihm Folge leisten, dies nicht zu bereuen haben.

BemerkenSwerth ist in dieser Tabelle vor Allem, daß Vll bei allen aufgesührten Waarengruppen, mit alleiniger AuS- üblichen nähme der beiden ersten Gruppen, eine Zunahme deS Exports verzeichnet ist, die in den meisten Fällen zwar nur klein, bei einigen Gruppen aber, wie bei den Erzeugnissen der Eisen- industrie, der chemischen Industrie, der Lederindustrie und der Wolleninduftrie, nicht unbedeutend ist. Ebenso ist hervor­zuheben, daß diesem günstigen Ergebniß der deutschen Handels- statistik sowohl in der englischen wie in der französtschen AuS fuhrstatistik ungünstige Resultate gegenüberstehen, denn für beide Länder ist ein nicht unbeträchtlicher Rückgang des Exportes dem Werthe nach constatirt worden. Allerdings beruhen die Be­rechnungen der vorläufigen deutschen Handeisstatistik noch auf den Durchschnittspreisen des Jahres 1892 und da das Jahr 1893 für viele Waaren Preisrückgänge gebracht hat, ist cS wohl möglich, daß die Berechnungen der definitiven Werth­statistik auf Grund der 1893er Durchschnittspreise nicht die gleichen günstigen Ergebnisse für den deutschen Export liefern. Indessen beruht auf definitiven Durchschnittspreisen nur bic englische Statistik- die französische Werthstatistik wird zunächst auch mit den Durchschnittspreisen des Vorjahres aufgemacht, und im Vergleich zum Export Frankreichs hat demnach im Jahre 1893 die deutsche Ausfuhr unzweifelhaft eine gUnsttge

1893

1892

197,7

201,4

31,3

32,4

182,0

180,4

333,4

318,0

9,95

98,2

142,7

131,2

263,2

234,4

64,3

56,2

37,8

32,9

121,9

119,7

277,6

262,0

43,6

37,8

78,3

75,9

147,8

140,0

99,5

92,2

345,0

297,9

95,8

94,6

37,8

35,2

525,4

513,8