Angelegenheit weniger um eine Frage der Politik, als viel« mehr der Sittlichkeit. Ueber letzteren Punkt gebe es, Gort fei Lob, im deutschen Reiche keine Meinungsverschiedenheiten.
— Die Frage nach dem Schicksale der Militär- Vorlage beherrscht angesichts der in wenigen Wochen zu erwartenden endgültigen parlamentarischen Entscheidung über die Borlage alle ernsten Kreise unserer Nation mehr denn je. Niemand verhehlt sich in Hinblick auf die ergebncßlosen Verhandlungen der Militärcommisfion das Kritische der Situation und wenn nicht die parlamentarische Ofterpause noch eine Verständigung in der schwebenden Krisis bringt, so muß daS Scheitern der Militärreform und hiermit die Auflösung deS Reichstages als unvermeidlich betrachtet werden. Inzwischen sind allerdings Gerüchte über eingeleitete Verhandlungen zur Erzielung eines CornpromisseS in der Militärsrage aufgetaucht, aber diese Gerüchte sind nach dem, was man über die von ihnen behaupteten Einzelheiten vernimmt, kaum ernst zu nehmen. Anderseits jedoch dürften auch jene Mitrheilungen, welche von einer Verschiebung der Lösung der Militärfrage wissen wollen, schwerlich begründet sein. Die Reichsregierung ist offenbar entschlossen, den Reichstag noch in der gegenwärtigen Session sich über die Militärvorlage entscheiden zu lassen, und diese Entscheidung wird zweifellos ablehnend ausfallen. Regierungsseitig wird man daun ebenso zweifellos mit der Auflösung deS Parlaments und mit der Ausschreibung von Neuwahlen antworten; ob die letzteren aber einen gefügigeren Reichstag bringen würden, das steht mindestens noch sehr dahin. — Mit der weiteren Behandlung der Militärfrage soll sich die Sitzung deS Preußischen StaatS- ministeriumS befaßt haben, welche am SamStag unter Theilnahme deS Reichskanzlers Grafen Caprivi und des KriegSministerS v. Kaltenborn-Stachau abgehalten worden ist.
— Die schon einmal verlängerten provisorischen Handelsabkommen Deutschlands mit Spanien und Rumänien sind soeben nochmals verlängert worden, und zwar unter den gleichen Bedingungen, wie bisher. Das deutsch-spanische Abkommen läuft nunmehr bis zum 31. Mai, daS deutsch-rumänische Abkommen bis zum 30. Juni d. I. In der Zwischenzeit dürste eine endgiltige Verständigung Deutschlands mit Spanien wie mit Rumänien bestimmt zu erwarten sein, da die betreffenden Verhandlungen einen guten Fortgang nehmen.
Ausland.
Brüssel, 26. März. Die internationale Conferenz zur Organisation eines Socialistencongresses in Zürich ist heute Vormittag zusammengetreten. Deutschland ist durch Bebel und Liebknecht vertreten. Die heutige Sitzung wurde vollständig durch die Berathung der Bestimmungen für den Congreß in Zürich auSgefüllt.
Paris, 26. März. Die opportunistischen Blätter sprechen sich äußerst befriedigt über den Ausfall der Probewahl für das Senatspräsidium aus. Challemel-Lacour sei ein würdiger Nachfolger Ferrys. Die republikanischen Sena- toren sollten Constans durch zahlreiche Stimmen den Beweis ihrer Sympathie geben, ihn aber durch eine Wahl zum Senatspräsidenten nicht fesseln, seine Energie vielmehr für den Posten eines Ministers reserviren.
— Die seitens der frauzöfischeu Regierung gegen den Pariser Correspondenten des „ Berliner Tageblattes", Brandes, verfügte Landesverweisung macht von sich reden. Diese Maßregelung des genannten Journalisten ist erfolgt, weil er seinem Blatte die Meldung übermittelt haben soll, daß der Empfänger deS vielgenannten, mit „X." unterzeichneten Panamachecks, der Sohn deS Präsidenten Carnot sei; dagegen versichert die Redaction des „B. T.", sie habe die betreffende Mittheilung der „Allgem. ReichScorresp." entnommen. Da übrigens Herrn Brandes am Sonntag eine 24stündige Verlängerung seines Aufenthaltes in Frankreich bewilligt wurde, sv scheint sich die französische Regierung noch nicht ganz klar zu sein, ob sie die AuSweisungSmaßregel aufrecht erhalten soll. Herr Brandes protestirte in einem an den Ministerpräsidenten Ribot gerichteten Schreiben gegen den wider ihn erhobenen Vorwurf der Pariser Chauvinistenblätter, er habe in Paris Spionagedienste verrichtet; es sei dies eine böswillige Verläumdung. — Der bis jetzt von der Pariser Polizei vergeblich gesuchte Urheber des furchtbaren Dynamit - Attentats im Restaurant Dery zu Paris, der Anarchist Matthieu, soll nach einer Mittheilung des Pariser Polizeipräfecten verhaftet worden sein. Hoffentlich ist es endlich der richtige Matthieu, den man diesmal erwischt hat.
— Das Attentat, welches ein geistig nicht normal veranlagter Mensch gegen den König von Italien durch Schleudern einer mit Unrath gefüllten Papierhülse gegen den Wagen des Monarchen begangen hat, entbehrt offenbar einer besonderen politischen Bedeutung. Wie eine officiöse römische Meldung vom 26. d. M. besagt, wurde der „Attentäter", Berardi mit Namen, einer nochmaligen ärztlichen Untersuchung unterzogen. Dieselbe ergab, daß Berardi an Der- folgungSwahnsinn leibet; er verweigert die Nahrungsaufnahme.
Neueste Hadertdrteet«
DotffS telegraphisches Y orrespondeni-Bureau.
Berlin, 27. März. Die Conferenz der Vertreter der LandeSversicherungSämter, der Invalidität-- und Altersversicherungs-Anstalten wurde unter dem Vorsitze deS Präsidenten Boedtker eröffnet. 60 Theilnehmer sind erschienen. Die Tagesordnung umfaßt elf Gegenstände, darunter die Beschaffung ärztlicher Atteste, die Anrechnung deö Wochenbetts als KrankheitSzeit, die Uebemahme des Heilverfahrens, die Entwerthung der mit Marken versehenen Quittungskarten, den Bau von Arbeiterwohnungen auS den Mitteln der Anstalten, daS Beitragseinziehungsverfahren.
Hamburg, 27. März. Die Polizeibehörde verbot eine
von Socialisten und Freidenkern beabsichtigte Entlassung-- Feierltchkeit für Kinder, die ohne kirchliche Einsegnung die Schulen verlassen. Begründet wird das Verbot mit angeblich früher bei ähnlicher Gelegenheit vorgekommenen Blasphemien über kirchliche Einrichtungen. Der erhobene RecurS ist bisher noch nicht beschieden worden.s
Dresden, 27. März. Die Mitglieder der Internationalen SanitätSconferenz besichtigten heute auf Einladung deS SriegSmmlsterS die Milttärctabliffementö. Prmz Friedrich August empfing die Delegieren an der Schützen- kaferne und gab Erklärungen. In der Jäger-, Artillerie- und der Grenadierkaserne führten die betreffenden Commandeure.
letzterer gab daS OffissercorpS cm Frühstück. Der türkische Bevollmächtigte von Bonikowski Pascha brachte einen Trinkspruch auf daS OffiziercorpS, der schwedisch-norwegische Gesandte Lagerheim auf den KriegSmintfter auS. Letzterer und der RegimentScommandeur Oberst von Hingst erwidenen.
Paris, 27. März. Der Graf von Paris richtete an die Präsidenten der departementalen monarchistischen ComitöS ein Schreiben: Angesichts der gegenwänigen Lage empfänden Männer ehrenhafter Gesinnung das Bedürfniß, stch zur höchsten Kraftanstrengung zu vereinigen; die Monarchisten müßten mit dem Beispiel vorangehen, jede nützliche Allianz annehmen und Frankreich begreiflich machen, daß die Monarchie allein eine starke dauernde und geachtete Regierung gewähre. Er werde, von seinem Sohne unterstützt, vor keiner Anstrengung zurück- scheuen, um daS Vaterland wieder zu erheben.
Berlin, 27. März. Der „Reichsanzeiger" erklärt den Artikel der „Boisischen Zeitung" über die wiederholte Freilassung und Wiederverhastung deS Kaufmanns Paasch als auf irrigen thatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen beruhend. Der „Reichsanzeiger" führt auS, die wiederholten Verhaftungen und Freilassungen Paaschs erklärten sich aus dem Gesetz und der Thatsache, daß nicht alle Instanzen bei derartigen Fragen stets derselben Ansicht seien.
Devtfchen des Bureau ,£croU)e.
Berlin, 28. März. Von angeblich betheiligter Seite erfährt die „Voss. Ztg.", daß der Erfinder des kugelfesten Panzers, Dowe, seine Erfindung bisher weder dem Reichskanzler, noch der preußischen, noch einer anderen Regierung angeboten habe.
Berlin,28. März. Zu dem Strike der Schneider erfährt der „Vorwärts", daß die Schneider der dem Ring angehörenden Geschäftsinhaber in einer gestrigen Versammlung eine Resolution annahmen, zusammenzuhalten, bis der Sieg errungen sei und sich von der AgitationScommision nicht loS- zusagen.
Rom, 28. März. Der Papst hielt die Entscheidung aufrecht, keine auswärtigen Fürsten zu empfangen, welche der silbernen HochzeitSfeier des italienischen Königs beiwohnen.
Madrid, 27. März. Die Republikaner feierten gestern den bei den Wahlen errungenen Sieg auf den Anhöhen von Sanftbor. Eine ungeheuere Menschenmenge wohnte der Manifestation bei, während deren die Marseillaise gesungen und lebhafte Hochs auf die Republik auSgebracht wurden.
Rewyork, 28. März. Ein hiesiges Blatt will wissen, eS fei ein anarchistisches Attentat gegen den Prinzen von Wales beabsichtigt, wenn dieser die Chicagoer Ausstellung besuchen werde. |
totales und provinzielles.
Gießen, 28. März 1893.
— Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 30. März 1893, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Gesuch des Carl Steinberger um pachtweise Ueberlassung eines Holzlagerplatzes. 2. Gesuch des Turnvereins um Erlaubniß zur Errichtung eines Gerätheschuppens. 3. Baugesuch des L. Hellmold für die Weferstraße. 4. 93au» gesuch des Enni Pistor für die Sandgasse; hier: Feststellung der Baufluchtlinie. 5. Decretur von Kostenrechnungen. 6. Durchführung des ReichSgesetzes über die Gewerbegerichte. 7. Errichtung der Gemeindekrankenversicherung. 8. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. 9. Gesuch des Heinrich Arnold II. um Concession zum Ausschank von Branntwein über die Straße.
* ♦ Au« der Garnison. Secondlieutenant Krause vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm wurde zum Premierlieutenant besördert, Premierlieutenant Großmann, unter Stellung ä la suite de- Regiments, als Erzieher zur Haupt- Cadettenanstalt in Groß Lichterfelde, Sec.-Lieut. v. CollaS, unter Stellung ä la suite des Regiments, als Militärlehrer zum Cadettenhause in Wahlstatt commandirt.
Herr Dr. Honigmann, der feit einer Reihe von Jahren die Afsistentenstelle an der hiesigen medicinifchen Poliklinik innegehabt hat, hat diese Stelle aufgegeben, um sich in Wiesbaden als Specialarzt für innere Krankheiten niederzulassen. Zu feinem Nachfolger in der Poliklinik ist Herr Dr. Müller aus Wertheim gewählt worden.
* • Ständchen. Gestern Abend brachte der Kranbauer sche QuartettVerein seinem scheidenden Dirigenten und Begründer, Herrn Zahlmeister M. Kronbauer, ein AdschiedSständchen dar. ES war diese letzte Ovation gleichsam der Schluß von verschiedenen vorangegangenen Feierlichkeiten, die beredten Ausdruck gaben von der Liebe und Hochachtung, die dieser selten befähigte Mann hier genossen hat. Einen solennen Abschied gab daS Quartett seinem Dirigenten in Form eine» Herrenabends am SamStag vorher, bei welcher Gelegenheit ihm künstlerisch werthvolle Andenken überreicht wurden. Am Sonntag fand ein Familienausflug nach Schiffenberg statt, wo das Quartett zum letzten Male unter der alten, bewährten Leitung seine Weisen ertönen ließ. Auch das Regi- ment ehrte feinen Kameraden durch Darbringen erncS Ständchens der gejammten Capelle. Wir können dem Scheibenden wohl nichts Schöneres wünschen, als daß er in feiner neuen
Heimath ebensoviel Freunde finden möge, wie er in der alten verläßt.
• • Verhaftet wurden gestern drei Frauenzimmer wegen Umhertreibens und ein- wegen Bettelns.
’• WaS jede Hau-frau wissen fei. Gegen rauhe Hände gebrauche man ditroncnfaft. — Mit warmer Milch und Wasser kann man Oeltuch ohne Seife reinigen. — Eme hetße Schaufel über Möbel gehalten, nimmt weiße Flecken davon weg. — Streue Saffran-rinde unter getrocknete Früchte, um die Würmer davon fern zu hakten. — Eine Handvcll Heu mit Wasser in einen neuen Eimer gethan, nimmt den Geruch der Farbe mit fort. — Tintenflecke auf Seiden-, Woll- und Baumwollwebstoffen lassen sich mit Terpentin entfernen. — Mache Gurken nie in einen Topf ein, in welchem Schmalz gewesen ist. — Eine Mischung von Bienenwachs und Salz macht alte Bügeleisen so glatt wie Glas. — Fische lassen sich viel besser abschuppen, wenn man sie einen Augenblick in heißes Wasser hält. — Zähe- Fleisch kocht eben so weich wie andere-, wenn man dem Wasser ein wenig Essig hinzu» fügt. — Um da- Weiße von den Eiern schnell zu schlagen, setze man eine Messerspitze Salz zu; je kühler die Eier sind, desto schneller geben sie Schaum.
* * Zur Berufswahl. Die wichtige Frage, welcher Berus erwählt werden soll, tritt mit dem kommenden Ostertermin wieder an Tausende von jungen Leuten heran. Wir bringen daher an dieser Stelle gern folgende Mittheilung des „Land- wirthschastlichen Beamten-LereinS" Stettin zu allgemeiner Kenntniß: Fast alle Berufszweige leiden an UcbcrfüQung, infolge dessen daS Angebot von ArbeitSkcäften die Nachfrage bedeutend übersteigt. Unter die wenigen Stellungen, wo gerade daS Umgekehrte der Fall ist und feit längerer Zett ein erheblicher Mangel an geeignetem Personal vorhanden ist. dürfte die des landwirthfchaftlichen Rechnungsführers und Amts- SecretärS zu zählen sein. Derartige Personen find stets gesucht und finden schnell Placement, da der Oeconom nur ungern sich mit Bureau-Arbeiten befaßt, infolge deS neuen Einkommensteuergesetz:- in Preußen jedoch verpflichtet ist. Buch zu führen. Wir können jungen Leuten mit guter Schulbildung und schöner Handschrift, die wenig vermögend sind, nur rathen, diese Karriere einzuschlagen. Nach einer Vorbereitung von etwa 10 Wochen ist ein einigermaßen befähigter junger Mann im Stande, sofort eine Anstellung zu erhalten, die ihn in die Lage setzt, bei bescheidenen Ansprüchen nicht den geringsten Zuschuß mehr zu bedürfen. Vorkenntnisse sind durchaus nicht erforderlich. Der Vorstand deS Landivtrlhschaft- lichen Beamten-VereinS Stettin, Bugenstraße 14, II, ist gern geneigt, dem sich hierfür inltreifircuben Thcile des Publikum» jede gewünschte Auskunft zu geben.
*♦ Evangelische Kirchensteuer. In AuSsührung eines za dem Voranschlag über Einnahme und Ausgabe deS evangelischen Central-KirchenfondS für die Periode vom 1. April 1890 bis zum 1. April 1895 von dem evangelischen Kirchenregi- ment mit Zustimmung der LaudeSsynode gefaßten und von dem Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz gc nehmigten Beschlusses soll zur Bestreitung der Bedürfnisse der Gesammtheit der evangelischen Kirche des GroßherzogthumS im Etcusjahr 1893/94 nach den Bestimmungen deS Art. 5 deS Gesetzes vom 23. April 1875, daS Besteuerungsrecht der Kirchen- und Religionsgemeinschaften betreffend, auf daS Communalsteiiercapital der Angehörigen der evangelischen Kirche ein Beitrag von Einem und sechs Zehntel Pfennig aus die Mark Steuerkapital aufl- geschlagen und mit den öommunalfteuern der politischen Gemeinden erhoben werden.
♦ ♦ Die Umlage der land- und farstwirthschaftlichen Beruf!- genosfenschaft für 1892 beträgt 222,456 Mk. 1 Ps. 10t» 464 Mk. 90 Pf. für Unfaöcntfdiäbigungen, 75,348 Mk. 67 Pf. all Ausleihung zum Reservefonds und 46,642 Mk. 53 Ps. Ber- waltungSkosten). Da sich die Gesammtsumme der beittags pflichtigen Steuercapitalicn auf 18,751,911 Mk. 7 P'. (8,021,948 fl. 5 Kr.) beläuft, ergibt sich ein Ausschlag von 1,618 Pf. auf die Mark Steuercapiial (oder 2,773 Pf. auf den Gulden.) Die Erhebung dieser Umlage wird zunächst m einem Ziele unter Zusendung besonderer Ansorderung-zettel gemeindeweise stattfinden.
* * Kirchliche Dienstnachrichteu. Seme Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarr- Verwalter Gustav Koch zu Berstadt die ev. Pfarrstelle daselbst, dem Pfarrer Georg Schönewolf zu Erfurt die ev. Pfarrstelle zu Geinsheim, dem PfarramiScandidaten Hermann Sack aus Hungen die ev. Pfarrstelle zu Bosenhcim, dem von dem Herrn Fürsten zu Ulenburg und Büdingen in Badingen präsentirten Pfarrverwalter Otto Köhler zu Rohrbach dir ev. Pfarrstelle daselbst, dem Seminarlehrer Franz Joseph Kempf zu Alzey die kathol. Pfarrstelle zu Planig zu. übertragen.
Schuldienst-Nachrichten. Am 24. Februar wurde dem SchulamtSaspiranten Wilhelm Vonalt auS Gedern die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bönstadt, am 25. Februar wurde dem SchulamtSaspiranten Jakob Beifer aul Wöllstein eine Lehrerstelle an der Gemcindeschule zu Obernheim, am 17. März wurde dem Schullehrer Karl Bingel zu Burkhards die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hochstädten, an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Peter Wißmüller zu Wallkorf die Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Betzenrod, am 18. März wurde dem Schulamt-- aspirantcn Karl Neidlinger au» Erbes Büdesheim die Lehrerstelle an der ev. Schule zu Weinheim Übertragen.
* * Warnung. DaS Großh. Polizeiamt Darmstadt warnt, gestützt auf Bekanntmachungen deS OnSgesundhettSrath» in Karlsruhe, vor dem Bezug einer vom Buchdruckereibefitzer E. Pachberg in Dortmund empfohlenen Schrift: «Die Flechten" resp. dem in dieser Schrift angegebenen Mittel zur Heilung von Flechten und Hautauöschlägen, ferner vor dem „GesundheitSkräuterhonig" von L. Lück in Kolberg, (Hauptdepot: Engelapotheke von G. Baumann in Heilbronn).


