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Ein Genosse
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• StTlin, 21. 3 Uhr hat sich in Gardr-Grenadier-3 3. Compagnie gena i. d. Hardt ers 'oll in „verletztem Offizier- wurde a zu Tempelhos geb, e Berlin. 21.
Re»*cti<>Hi Ä. Scheyd«. — Dreck en» Berit« der 8rü»r<<6en Druckerei (Fr. 6»r. Bietsch) bi Gietzen.
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Kann Euch diese Entscheidung schwer satten? Wir glauben es nicht! Wir haben vielmehr zu Eurem ehrlichen und gewissenhaften Sinne die feste Zuversicht, daß Ihr unter Hintenansetzung mancher Meinungsnnterschiede in ihrer großen Mehrzahl für unseren Candidaten
Herrn C. Meinert in Conradsdorf
stimmen werdet.
Insbesondere fordern wir alle Diejenigen auf, welche im ersten Wahlgange Ntlhl ab- gestimmt haben, nun bei dieser Wahl ihre Pflicht treu zu erfüllen und dessen'eingedenk zu sein, daß, wer nicht wählt, indirect daran, Schuld trägt, wenn unser Wahlkreis in gleich unwürdiger Weise durch einen Genoffen Pickenbachs und Ahlwardts vertreten wird, wie es im verflossenen Reichstage war.
SdtUttl HWgCtt ’jlllc, die sich in gemeinsamer Liebe zu unserem Vaterlande zusammenfinden, ihre Stimme vereinigen auf
Herrn C. Meinert in Conradsdorf.
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3nr Stichwahl!
Wähler! Jetzt gilt es, sich entscheiden! Wvüt Ihr Eure Stimme einem Candidaten geben, der sowohl in seiner Persönlichkeit, als auch seiner Zugehörigkeit zu einer hochangesehenen Partei jede Garantie bietet, daß unser Kreis eine würdige Vertretung finde?
Oder wollt Ihr Eure Stimme einem Candidaten geben, der in keiner Richtung diese Garantie bietet, vielmehr einer Partei angehört, die schon im verflossenen Reichstag durch ihre Ohnmacht, Zerfahrenheit und Charakterlosigkeit sich kennzeichnete und den ganzen Parlamentarismus in Mißcredit brachte.
Partei-Genossen!
Es dürfte sich empfehlen, den Parteigenossen folgenden Vorfall in Erinnerung zurückzurufen. Als vor circa drei Jahren die antifemitifche Ver- fammlung auf dem „Lahnstein" aufgelöst worden war, fuhr Dr. Böckel mit dem Abend-Schnellzug nach Marburg und erzählte im Coup« öffentlich: „Die Socialdemokraten haben die Versammlung gestört, man muss die rothen Schufte zusammenschiessen wie die tollen Hunde.“
Genossen! Wenn uns auch Vieles von den Aationalliberalen trennt, so wählet Mann für Mann
C. Meinert
denn diefer giebt feine Erlaubnis? zum Zufammenfchiesten noch lange nicht.


