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Nr. 196 Erstes Blatt. Dienstag den 22. August
1893
Drr Anzeiger rdd>nnt täglich, ml lulnabmt de» Montags.
t)u Girhener »eeUlCMifältrt rcre-n 6rm Anzeiger 5-- tfltd' dreimal ip.q- l»jt.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger.
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Hratisbeilage: chießener Aamitienktatter
jede
13.
673
490
1
1
6. Ettingshausen
7. Grüningen .
8. Hattenrod .
9. Hungen . -
10. Inheiden
11. Langd . -
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4
192 zugetheilt.)
1. Mendorf an der Lahn . .
2. Alten-Buseck
3. Annerod
Daubringen. . Garbenteich - - Großen-Buseck . Großen-Linden . Hausen . . • Heuchelheim. -
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den olgenden Tag erlchrinenden Nummer bi« Norm. 10 llbt.
599 1245
537 655
676 1689 1426
379 1844 1108 1423 1106 1436
428 312
810
397 619
1471 2461
Im IV. Wahlbezirk
Bellersheim
Bettenhausen
Birklar
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
unv Mühlsachsen. . Münster Muschenheim mit Hof-Güll Rieder-Bessingen . . - Nonnenroth Obbornhofen .... Ober-Bessingen....
später slattgefundenen Cercle zeichnete der Kaiser den österreichisch - ungarischen Botschafter durch eine längere Unter-
Ober-Hörgern . . - - • Rodheim mit Hof Graß . . Röthges.......
Steinheim .....
Trais-Horloff Utphe .......
Billingen
Im V. Wahlbezirk:
Mr Annoncen-Burraux de- In- und Au«landeS nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen.
21. •!
22. ‘
23. ।
24.
25. :
26.
10. Klein-Linden
11. Lang-Göns
12. Leihgestern
13. Lollar........
14. Mainzlar
15. Oppenrod
t Rödgen 647 16 s Trohe 163 17. Ruttershausen mit Kirchberg .
Staufenberg mit Friedelhaufen.
Watzenborn mit Steinberg . .
Wieseck
Im VII. Wahlbezirk:
Rüddingshausen
Weitershain
I« XII. Wahlbezirk:
Rabertshausen mit Ringelhausen
(Ist der Gemeinde Borsdorf
1.
2.
3.
4.
1.
2.
Dorf-Gill
5. Eberftadt mit Arnsburg . .
an die «rohherzoglichen Bürgermeistereien Bellersheim. Betten- Hansen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Nonnenroth, Obbornhofen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Billingen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshansen, Grüningen, Hattenrod, Lich mit Hof Albach, Eolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Muschenheim, Rieder- Besstugen, Ober-Besfingen, Ober-Hörgern, Alleudorf a. d. Lahn, Garbeuteich, Grohen-Linden, Hausen, Heuchelheim, Klein-Liudeu, Laug - Gons, Leihgestern, Watzenborn mit Steinberg, Trohe, «Ileu-Buseck, Annerod, Daubringen, Großen - Buseck, Lollar, Mainzlar, Oppenrod, Rabertshausen mit Ringelhausen, Rodgen, Ruttershausen, Stausenberg mit Friedelhauseu, Wieseck, Rüddings- Hausen, WeiterShaiu.
Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 8. v. M. bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir auf Grund des Gesetzes vom 8. November 1872 und der An- letlung zur Vornahme der Wahlen der Wahlmänner für biß Ernennung der Landtagsabgeordneten vom 8. November 1872 die nachverzeichneten Wahlgemeinden gebildet haben, deren die beiaefüate ^ahl von Wahlmännern zu wählen hat.
Zahl der zu wählenden
12. Langsdorf.......
Lich mit Hof Albach, Colnhausen
Sie wollen nun, gemäß §. 44 der Anleitung die unverzügliche Wahl der Wahl-Commission durch den Ge- meinderath veranlaßen und darüber das vorgeschriebene Protokoll (Formular B) aufnehmen. Die Liste der Urwähler (Formular C), zu deren Aufstellung und Absendung an _bie betr. Großh. Steuer-Commissariaten wir Sie durch unsere Verfügung vom 8. Juli d. I. angewiesen hatten, haben Sre inzwischen zurückerhalten. Sie wollen dieselben mit den gewählten Commissionsmitgliedern nochmals prüfen, soweit nöthig richtig stellen und sodann nach Vorschrift des §.19 der Anleitung abschließen.
Gleichzeitig hat die Wahl-Commission nach Vorschrift der §§. 5, 7 und 15 der Anleitung eine besondere Liste der Wählbaren (Formular D) aufzustellen. Eine gleiche Liste der Wählbaren (Formular C) wird Ihnen auch durch das Großh. Steuer-Commissariat mitgetheilt worden sem. Die Wahl-Commission hat eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst aufgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese soweit nöthig, zu berichtigen uno dann auf dieselbe Art abzuschließen, wie dies bezüglich der Urwählerliste oben bemerkt ist (§. 19 der Anleitung).
Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wahlbaren festgestellt sind, sind dieselben von
Montag den 11. September l. I an drei Tage lang offen zu legen und ist die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) in ortsüblicher Weise zu ver- [ öffentlichen. x
Die stattgefundene Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungsfrist von der Wahl-Commission unter den Listen zu bescheinigen. (§§. 20 und 21 der Anleitung.)
Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des §. 22 der Anleitung aufmerksam, wonach die Liste der Stimmberechtigten nach stattgehabter Offenlegung der betr. Großh. Diftricts-Einnehmerei und dem Gemeinde-Einnehmer mit Dem Ersuchen mitzutheilen ist, die Namen derjenigen darin aus- geführten Personen, welche mit der Entrichtung ihrer LtaatS- steuer, oder falls sie zu einer solchen nicht herangezogen Und, ihrer Communalsteuer, länger als zwei Monate sich un Rückstände befinden, in der Spalte „Bemerkungen" mit „L-t. R. beim. „C. R." (Restant) mit rother Tinte zu bezeichnen und I Ihnen die Liste sodann niöglichst beschleunigt zurückzugeben. I Seitens des Gemeinde-Einnehmers dürfen mit solche communalsteuerpflichtige Personen als Restanten bezeichnet werden, welche eine Staatssteuer überhaupt nicht entrichten.
Die Wahlen der Wahlmänner, zu deryn Vornahme eine I weitere Weisung von uns nicht mehr ertheilt wird, haben
Montag den 25. September l. I.
I stattzufinden. Damit dieser Termin eingehalten werden kann, I sind alle Vorarbeiten der Wahl Commission thunlichst zu be- I schleunigen. r, , t „ ,r.
Die Formularien zum Wahlgeschäft (Wahlprotokoll nebst Anlagen A, B, D, F, G, H und J) haben wir Hentern Sie abgehen lassen. Tas Formular C und B haben eie bereits früher erhalten. Das Formular A ist bereits von I uns ausgefüllt. , .. ~
Schließlich empfehlen wir Ihnen noch die genaue Be- I achtung der Anleitung zur Wahl der Wahlmänner und der hienu im Jahre 1887 ergangenen abändernden Bestimmungen, I welche wir Ihnen mit Amtsblatt Nr. 6 vom 23. Mai 1887 I mitgetheilt haben.
y I. V.: vr. Melior.
redung aus. .
Berlin, 19. August, lieber die Reise des Kaisers nach Oesterreich ist nach übereinstimmenden Meldungen auswärtiger Blätter in Ergänzung früherer Mittheilungen Folgendes bestimmt: Sonntag den 17. September trifft der Kaiser mit Gefolge und Begleitung des österreichischen Bot- schafters in Kösseg ein, wo der österreichische Kaiser schon am 16. September und der König von Sachsen am 17. September kurz vorher angelangt sein werden, um an den Manöoern theilzunehmen. Die Armeemanöver im Eifenburger Comitat werden, da dies eine sehr gesunde Gegend ist, ieden- falls stattfinden. Am 18. September Abends begeben sich die beiden Kaiser nach Belye, der König von Sachsen aber za mehrtägigem Aufenthalt nach Gödöllö. Von Belye bv gibt sich der österreichische Kaiser am 23. September nach Wien und Kaiser Wilhelm reift um einen Tag später, am 24. September, ohne Wien zu berühren, nach Schönbrunn, wo am 25. September ein Frühstück slattfindet, worauf der Kaiser noch an demselben Tage um 1 Uhr Nachmittags von Schönbrunn nach Deutschland reist. ...
— Der deutsch-russischeZollkrieg hat in I einem Weitergange die Beseitigung des bisherigen Ausnahmezustandes für das Großfürftenthum Finnland zur Folge gehabt. Nachdem Rußland mit Erhöhung des finnischen Zolltarifs gegen Deutschland vorangegangen war, ist jetzt diese Maßnahme deutscherseits durch die Einführung eines Zollzuschlages für aus Finnland kommende Maaren beantwortet worden. Der Bundesrath stimmte der betreffenden Verordnung in einer zu diesem Zwecke am 17. d. M. abgehaltenen Sondersitzung zu und ist die Verordnung dann laut Bekanntmachung tm „Reichsanzeiger" sofort in Kraft getreten. Mit diesen gegenseitigen Maßnahmen in Betreff Finnlands ist also die zollpolitische Absperrung Rußlands und Deutschlands gegeneinander eine vollständige geworden und diese Sachlage muß die noch immer hie und da auftauchenden Hoffnungen auf eine baldige Wendung zum Besseren in dem deutsch russischen Zollconflict auf ein Minimum herabdrücken. Wenigstens scheint man in d7n maßgebenden Petersburger Kreisen noch immer nicht zu der Erkenntniß gelangt zu sein, daß Deutschland auch für fernerhin die Getreidezufuhr aus Rußland ganz gut entbehren könne- unter der Voraussetzung aber, daß Deutschland btt seiner Brodvettorgung das russische Getreide schließlich doch beziehen muffe, ist ja russischerseits der Zollkrieg gegen Deutschland hauptsächlich begonnen worden.
— Die Meldungen aus den letzten Tagen über das Befinden des Herzogs Ernst von Coburg klingen leider abermals sehr bedenklich. Sie besagen, daß der Herzog an- dauernd bewußtlos sei und daß seine Schwäche zunehme. Es scheint demnach, als ob der hohe Kranke nur noch durch fünft«, liche Mittel am Leben erhalten würde. *
— Die wichtige Frage einer Organisation des Handwerks, in Verbindung mit einer Regelung des Lehr, lingswesens scheint endlich in Fluß zu kommen. Vom preutz- Handelsminister v. Berlepsch ist ein Erlaß an die Ober Präsidenten gerichtet worden, in welchem die letzteren zur gut- achtlichen Aeufterung über die bisherigen Vorschläge in dieser Angelegenheit aufgefordert werden. Welche weitere Schritte nach Eingang der betreffenden Gutachten unternommen werden sollen, steht noch dahin, jedenfalls darf aber wohl erwartet werden, daß man maßgebenderseits auch die Wünsche und Anschauungen der Handwerkerkreise selbst hinsichtlich der geplanten Reformen gebührend berücksichtigt.
Berlin, 19. August. lieber angebliche Cholera- Todesfälle in Berlin hat die „Kölnische Volkszeitung" in den letzten Tagen fast täglich telegraphische Nachrichten verbreitet. In Bezug hierauf schreibt die „Nordd. Allgem. Ztg.": Wir haben über diese Telegramme im Bureau der Sanitätscommission des königlichen Polizeipräsidiums, bei der von den Aerzten die Meldung über alle in Berlin vor- . kommenden Fälle von JnfectionSkrankheiten Meldung zu erstatten ist, Nachfrage gehalten und ist uns die Erklärung gegeben worden, daß bei der genannten Commission überhaupt bis heute Mittag IP/2 Uhr keine Meldung über andere Erkrankungen und Todesfälle an Cholera eingelaufen war, das speziell aus dem Hause Pallisadenstraße 26, wo nach dem Correspondenten der „K. V.-Z." gestern ein Todesfall vorgekommen sein soll, keine Jnfectionskrankheit zur Anzeige gelangt ist. Angesichts der Beunruhigung, welche durch derartig unbegründete Alarmnachrichten in die weitesten Kreise genügen wird, würde eS sich für auswärtige Blätter em- pfehlen, wenn sie bei Aufnahme von Depeschen Über Cholera- fälle in Berlin mit der größten Vorsicht unb Zurückhaltung iU Werke gingen. Die Berliner Preffe hat im vergangenen
Berlin 19 August. Am kaiserlichen Hose in Potsdam fand am Freitag die Feier des Geburtstages des Kaisers Franz J°!-s °°° O-st-rr-i» ,n der her- kiimmlichen Weise durch -in grüb-r-S D-1-un-r statt. An der Tafel faßen der österreichifch - ungarische Botichafter v. Szögyenyi zur Rechten, der Reichskanzler Graf Caprivi zur Linken des Monarchen- die Kanerin hatte g^enüber Ihrem kaiserlichen Gemahl Platz '
der Tasel brachte der Kaiser emen Trmklprnch aus d n Rotier von Oesterreich auS, welchen der erlauchte Redner als semen nächsten Vetter und treuen Allurten bezeichnete. De: dem
L-eelenzahl
558
393
452
431
508
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395
1327
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Wahlrnänner 1
1
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1
1
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1
1
1
Amtlicher Theil.
Gießen, den 18. August 1893.
Betr.: Die Wahlen zum XXIV. Landtag.
DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gießen
Wir bringen hiermit in Erinnerung, daß Erkrankungen beziehungsweise Todesfälle an Cholera oder choleraverdächtigen Krankheiten sofort dem Kreis - Gesundheitsamt anzu- zeigen sind.
Gießen, den 20. August 1893.
Das Kreis-Gesunikheitsamt Gießen.
I. V.:
Dr. Wengler, Kreis Assistenzarzt.
Deutscher Reich.


