Tme vorliegende Denkschrift als Grundlage für eine seitens der Handelskammer an die Reichs« und StaatSregierung zu richtende Eingabe gegen den Gesetzentwurf. Der Beschickung einer allgemeinen in Wiesbaden ftattfindenden Versammlung wurde unter der Voraussetzung zugestimmt, daß die Berufung derselben recht bald geschehe und wurde ferner die Zweckmäßigkeit betont, daß dazu auch die ReichstagSabgeordneten der Weinbezirke eingeladen werden.
Neueste
Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau.
Bremen. 19. October. Wie BoeSmannS telegraphisches Bureau zuverlässig erfährt, berichten die neuesten aus Rio de Janeiro eingegangenen Mittheilungen, daß mit dem Eintreffen der deutschen Kriegsschiffe „Arcona" und „Alexandrine" für die in Rio anlaufenden Dampfer eine Aenderung zum Besseren eingetreten sei. Insbesondere werde dem Com- mandanten der „Arcona", Corvettencapitän Hoffmeyer, für seine thatkräftige Unterstützung Anerkennung gezollt. Unter Mitwirkung der Kriegsschiffe fei den Dampfern des Norddeutschen Lloyd, „Ohio" und „Berlin", die Ladung und Löschung in Ohio ermöglicht worden. Denselben sei auch auf das Entgegenkommenste frisches Waffer geliefert worden, nachdem alle Hafenfahrzeuge, aus Furcht, von den Aufständischen weggenommen zu werden, ihre Fahrten eingestellt und die Behörden sogar die Wafferhähne im Hasen ver- schloffen hatten.
Paris, 19. October. Die Abendblätter berichten, daß im Strikegebiete in vergangener Nacht wiederum verschiedene Zusammenstöße zwischen Strikenden und GenSdarmen und Soldaten stattfanden. Auf der Bergwerksbahn bei Lens erfolgte Nachts eine Explosion, durch die ein Theil des Bahnkörpers zerstört wurde. Die socialistischen Depu- tirten protestirten energisch gegen das Vorgehen einzelner Offiziere.
Moutcreffon, 19. October. Die vorläufige Beisetzung der Leiche Mac Mahons findet Samstag statt. Indem Sterbezimmer, das in eine Capelle umgewandelt ist, defilirt fortwährend eine große Menschenmenge. Avellan tele- graphirte an die Wittwe Mac Mahons: Wie ganz Frankreich schließt sich auch das russische Geschwader Ihrem Schmerze an. Ich bitte Sie, mir zu gestatten, im Namen des Geschwaders den Ausdruck unserer tiefen und achtungsvollen Sympathie auSfprcchen zu dürfen. — Erzherzog Albrecht von Oesterreich telegraphirte: Empfangen Sie den Ausdruck des aufrichtigsten Beileids und der lebhaftesten Sympathie mit Ihrem großen Schmerze. Die Armee verliert einen berühmten Führer. Alle, die ihn kannten, besonders seine Freunde, zu denen ich mich zähle, werden eine dauernde Erinnerung an diesen edlen Character bewahren. — Die Königin von England sowie der Prinz von Wales übermittelten den Wunsch, sich bei den Beisetzungsfeierlichkeiten vertreten zu lasten. Außerdem trafen noch viele andere Depeschen ein.
Tarent, 19. Oktober. Dem gestrigen, von Admiral Seymour an Bord des englischen Panzerschiffes „Sans Pareil" veranstalteten Diner wohnten bei die Admiräle Corsi und Turi, der Unterpräfect, die Bürgermeister von Tarent, die Commandanten der italienischen und englischen Kriegsschiffe und der englische Viceconsul. Admiral Seymour brachte einen Trinkspruch auS, in dem er für den warmen und herzlichen Empfang dankte und seiner Genugthuung Ausdruck gab, daß ihm die Ehre zu Theil geworden fei, einen der größten Häfen Italiens besuchen zu können. Der Admiral schloß seine Rede mit einem Hoch auf den König und die Italiener. Admiral Corsi erwiderte hierauf, der herzliche Empfang deS englischen Geschwaders sei die Pflicht der Gastfreundschaft zwischen befreundeten Seemächten. Er trinke auf daß Wohl der Königin Victoria und deS Königs Humbert. — Heute Vormittag begaben sich die Deputationen der Arbeit erv er er ne an Bord der „Sans Pareil" und überreichten dem Admiral Seymour das Diplom als Ehrenmitglied. Der Admiral sprach der Deputation feinen herzlichsten Dank hierfür auS.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 19. October. Der „Reichsanzeiger" publicirt die Entlastung des preußischen KriegSministerS Kaltenborn- Stach au, sowie die Ernennung des Generals Bro ns art von Schellendorf zum KricgSminister.
Berlin, 19. October. Nach dem „Reichsanzeiger" kamen am letzen Tage in Hamburg zwei Cholerafälle (einer davon tödtlich) vor, in Stettin wurde bei zwei Todesfällen Cholera asiatica festgestellt. In Warsow waren sieben Erkrankungen an Cholera, einer davon tödtlich, in Stepenitz drei Erkrankungen, davon zwei Todesfälle.
Berlin, 19. October. Nach dem „Berliner Tageblatt" tritt ab 1. Januar 1894 für viele Maaren, welche nach Brasilien eingeführr werden, eine Erhöhung des EingangSzolleS um 30 pCt. ein. Namentlich werden davon betroffen Wollenwaaren, Confection, Eifenwaaren, GlaS, Porzellan, Seide. Eine Zollerhöhung von 300 pCt. erfahren Zündkörper - 200 pCt.: Tabak, grobes Salz,- ganz frei eingehen: Baumwollwaaren, alles Material zur Errichtung von Zuckerfabriken, Eisenröhren für GaS- und Wasserleitungen, alle Arten clectrische Maschinen, DestillationS- apparaten, Treibriemen, sowie Material zur Errichtung von Feldbahnen.
Karlsruhe, 19. October. Von der heute stattgefundenen Wahlmännerwahl zum badischen Landtage liegen folgende Resultate vor: In Karlsruhe siegren die Nationalliberalen, ebenso in Pforzheim-Stadt und Land, in Offenburg- Stadt siegten die Demokraten, in Offenburg - Land daS Centrum. In Freiburg, Bühl, Ettenheim wurden CcntrumS- wahlmanner gewählt. Die Wahl v. Wittum-KarlSruhe (not(.) unb Muser-Offenburg (Dem.) ist gesichert.
Chemnitz, 19. October. Bei der heutigen Landtag--
wähl wurde im ersten Wahlkreise Theuerkorn (Amis.), im zweiten Seifert (Soc.) gewählt.
Dresden, 19. October. Bei der heutigen Landtags'- wähl wurde Socialdemokrar Gruner mit unerheblicher Mehrheit gewählt.
Paris, 19. October. Gestern Abend hatte sich vor dem Marineministerium eine zahlreiche Menge versammelt, welche nach der Melodie des BoulangistenliedeS fang: „C’eet Avellan qu’il nous faut* Beim AuSfteigeu auS dem Wagen glitt ein russischer Offizier vor dem Marineministerium auS und erlitt einen Beinbruch. Er wurde sofort nach dem Militärcasino zurückgebracht.
Toulon, 19. October. Täglich finden an Bord der französischen Schiffe Festessen für die russischen Seeleute statt. Gestern gaben die Offizier« deS Schiffes „Colbert" ihren russischen Kameraden Festesten.
Madrid, 19. October. Ein spanstcheS Kriegsschiff ist nach Hamburg abgegangen zur Uebernahme von zehntausend Mausergewehren. 20 Kanonen wurden bereits von Barcelona nach Melilla geschickt. — Nach einem hierher gelangten Telegramm soll der Sultan von Berberstämmen zwischen Tafilelt und dem AtlaSgebirge umzingelt sein.
Summe der ordentlichen Einnahme
Summe der außerordentl. Einnahme
63133.02
356513
66931.44
1068.56
Summe aller Einnahmen
66698.15
68000.—
B. Ausgabe.
(Selbunttr ft Übungen und sonstige Gaben
25241.21
26000.—
Anschaffung von Schulbedürsnissen
764.16
800.-
Aerztliche Behandlung und Arzneien
13921.89
13300.—
Begräbnißkosten
743.78
700.-
itoften deS BürgerhoSpitalS
6862.52
6778—
Kosten für Verpflegung armer Geisteskranken
656.91
1000.—
DeSgl. von Epileptischen urtb Idioten
—
1250.-
Unterbringung armer Kinder in Familien
6222.72
8300.—
Fürsorge für verwahrloste, blinde und taubstumme Kinder
3072.76
2570 —
Lehrgelder
310.-
300 —
Summirung ber Rubriken:
Verwaltungskosten, Abgänge unb Nachlässe
5073 37
4660.60
Unterstützungen
48190.47
49828 —
AuS Stiftungen
2015 90
2004 38
Pflege und Erjiehung armer Kinder
9605.48
11170.-
Reservefonds
—
322 59
Summe der ordentlichen Ausgabe
64885.22
67985.57
Summe ber außerorbentlichen Ausgabe
744.37
14.43
Gesammstumme aller Ausgaben
65629.59
68000.—
Sitzung der Stadtverordneten
am 19. October 1893.
Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmelius, Faber, Flett, Dr. Gutfleisch, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Heß, Jughardt, Keller, Löber, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Schmoll, Simon, Dr. Thaer, Bogt und Wallenfels.
lieber bie Rechnung ber Armenkasse für 1892/93 und über den Voranschlag derselben für 1894/95 reserirt Herr Oberbürgermeister Gnauth. Im Allgemeinen ist hier hervorzuheben, daß die Rechnung einen um 10866 Mk. niedrigeren Zuschuß aus der Stadtkasse (veranschlagt war derselbe, ausschließlich der Zuflüste aus anderen Kassen auf 44 177.87 Mk.) ergab. Demgegenüber weist die Rubrik „Ersatz von Verpflegungsgelbern usw." eine gegen den Voranschlag um 4150.63 Mk. erhöhte Einnahme auf; es sind im Rechnungsjahre erhebliche Auslagen theilS von den Angehörigen der Unterstützten, theils von den dazu verpflichteten Gemeinden und Kaffen zurückerstattet worden. Die Zahl der in Armenpflege zu nehmenden Personen ist seit Inkrafttreten der neuen Satzungen der offenen Armenpflege erheblich zurückgegangen; sie betrug im Rechnungsjahre 1890/91 202, 1891/92 189, 1892/93 174; erhöht hat sich dagegen in den gleichen Zeiträumen die Zahl der auf ber Armenliste stehenden Personen, welche Anrecht auf ärztliche Behandlung und Aufnahme in die Kliniken haben und für die die Stadt ein jährliches Aversum von 10000 Mk. entrichtet. Diese Zahl hob sich von 228 auf 296 bezw. 352. In den Kliniken wurden verpflegt 153 ortsarme Personen. Bezüglich 277 zu verpflegenden Personen mußte mit auswärtigen Armenverbänden verhandelt werden. — Der Voranschlag für 1894/95 weicht unwesentlich von dem früheren ab. Eine Erhöhung deS städtischen ZuschusteS um 2000 Mk. ist vorgesehen für die Unterbringung armer elternloser Kinder; es soll zwar das monatliche Pflege- geld nicht erhöht, dafür aber die Einrichtung getroffen werden, daß den betr. Armenpflegern für jedes Kind pro Jahr 40 Mk. zur Verfügung stehen, um da, wo es nöthig, die Pflegekinder mit Kleidern, an denen erfahrungsgemäß von Seiten der Pflegeeltern gespart wird, versehen, außerdem ein Weihnachtsgeschenk beschaffen zu können. An Geldunterstützungen und sonstigen Gaben sind 26 000 Mk. vorgesehen; hiervon sollen nur ca. 6000 Mk. in Baar an einzelne Personen, die Übrigen 20 000 Mk. in Naturalien gegeben werden. Die Gesammt- Einnahmen und Ausgaben gleichen sich nach dem Voranschlag aus mit rb. 68 000 Mk. Inwieweit Aenderungen in ber nun seit drei Jahren bestehenden Neuordnung der Armenpflege sich erforderlich machen, soll erörtert werden in einer demnächst einzuberufcnden Versammlung sämmtlicher Armenpfleger, an welcher auch die Stadtverordneten theilnehmen. Als hauptsächlichste Rubriken von Rechnung und Voranschlag der Armenkaste theilen wir die nachstehenden mit:
Betrag Voranschlag nach der Rechnung für
1892 93 1894 95
A. Einnahme.
Von Gebäuden und Grundstücken
1553 30
1711.16
Capitalzinsen
10951 32
11089.42
Zuschuß auS anderen Kassen
Ersatz von LerpflegunaSgeldern, Be-
33291.08
41177.87
gräbnitzkostm und Unterstützungen
16981.56
12852.98
Außer diesen Summen sind als DiSpositionSfond in Einnahme und Ausgabe 400 Mark vorgesehen. Aus diesem Fond werden Unterstützungen ^an Personen gewahrt, denen aus irgend einem Grunde auS öffentlichen Mitteln Unter, stützuogen nicht bewilligt werden können; die Einnahmen breite Dispositionsfonds setzen sich zusammen auS Sühnegeldern il f.
Nach der hierauf vorgelegten Uebcrsicht über die wirk, lichen Einnahmen unb Ausgaben ber Vorschule beS Gym. nasiumS für 1892/93 war an städtische« Zuschuß n, forderlich der Betrag von 517 Mk. 33 Psg.; an Schulcr-.d wurden erhoben 4330 Mk., bie Besoldungen erforderte.-, 4647 Mk. 33 Psg., die Geschäftsführung 50 Mk., Heizung unb Beleuchtung 150 Mk. Die Rechnung gleicht sich azi mit 4847 Mk.
Für bie Waldculturlöhne imGießener Statt, walde werden dieselben Sätze wie m dem Vorjahr« nommen: Mk. 2.— für eine Mannsperson im Mk. 1.60 im Winter; Mk. 1.60 für eine Frau im Soran wie im Winter; an Fuhrlohn 6 Mk. für einen Wagen r.t einem Pferd oder zwei Kühen, 10 Mk. für einen Wagen ar zwei Pferden oder zwei Ochsen.
Zur Anschaffung von Mobilien behufs AuSstatrr-z eines Lehrerinnen ConferenzzimmerS: Stühle, Spiegel, Vamtrc quinö :c. werden die Kosten bewilligt, dagegen bie beantrcc:t Gasbeleuchtung für daS betreffende Zimmer abgelebt«. — Eine Rechnung im Betrage von Mk. 110.20 über Rippe» unb Füllungsböden für Oesen im Mädchenfchulgebäude »trt gutgeheißen.
Die Anschaffung zweier Lehrerpulte für da» Real gymnasium zum Angebot von 85 Mk. wird genehmigt.
Der Schulvorstand hatte f. Z. der KreiSfchulcommiiüon gegenüber den Wunsch auSgedrückr, daß der Handfertig: keitsunterricht für Knaben der städtischen und der höbere. Schulen auf Holzarbeitcn ausgedehnt werden möge. Tircr Wun che wurde entsprochen unb Herr Lehrer Schmidt, der den feit einem Jahre bestehenden Unterricht bereit- leitet, zur Theilnahrne an einem entsprechenden CursuS nach Leivug entsandt. Die Kosten hierfür im Betrage von 313 ’M werden auf die Stadtkaste übernommen unb weiter werden 130 Mk. bewilligt zur Beschaffung von Werkzeug für kerb schnitzarbeilen. (Die von Herrn Schmidt wahrend der Dauer deS Cursus ange fertigten Kerbschnitz- unb Holzarbeiten wate» während der Stadtverordnetensitzung ausgestellt). Der Untetr* in diesem neuen Zweige soll am 1. November beginnen, an demselben können frlche Schüler theilnehmen, welche bereu# den ersten CursuS tn Papparbeiten durchgemacht haben. Für Schüler der Stadtschule ist der Unterricht kostenfrei, tititlbci haben nur 2 Mk. für Material zu entrichten, Sifcultr m höheren Lehranstalten zahlen neben der Vergütung für Mater.. 4 Mk. Schulgeld. Der Unterricht findet Wittwo.t- unt SamstagS von 3—6 Uhr statt.
DaS Gesuch deS Pfarramts der evang. Matth uu 4- gemeinde um Ueberlasfung eines Saales im Siabtlnabtn« schulgebände für den Confirmandenunterricht und der Turn- halle daselbst für Gemeindeversammlungen wird unter dent von dem Herrn Oberlehrer dieser Schule gemachten Dorbedalr genehmigt. Das für gleiche Zwecke bisher verwendete Schulhaus in der Neustadt ist bekanntlich mit einer Compagnie des hiesigen Regiments belegt worden.
Infolge der nöthig gewordenen Nettnumerirung der Häuser im Zuge der durch Steinö Garten führenden Gartenstraße war darüber zu entscheiden, ob die neben Stein» Garten hinführende bisherige Gartenstraße ihren Namen tu- halten sollte, oder die neue durch Steins Garten geheute danach zu benennen sei. Die Baudeputation hat sich dafür ausgesprochen, daß die nunmehr in gerader Linie durch rtrni Garten führende Straßenstrecke als natürliche Fortsetzung ter unteren Gartenstraße anzuschen und danach zu btntunc’ für die bisherige obere Gartenstraße dagegen eine ntue nennung emzuführen fei. Diesem Anträge stimmt« die Versammlung zu und beschloß, ebenfalls auf Antrag der deputation, diese letztere Straße, vom Hause der Hrrnri Keßler und Stein bis zum Hause deS Herrn Univ Rem- amlmann Schmitt, ihrer Richtung nach dem Nahrung-dna halber „Bergstraße" zu benennen. Von Herrn Dr. Schäfer waren die Namen „Hoffmannstraßc" (als Ehrung für oen vor zwei Jahren verstorbenen Ehrenbürger Prof. Dr. Hoffmann in Berlin) und „Ebelstraße" (nach dem Stifter der Ehelstiftung) vorgeschlagen worden, wogegen Herr Wallenfei- sich für den Namen „Hügelstraße" auSiprach.
Herr G. Wagner hat fein untenn 13. Juli in der Stadtverordneten-Versammlung bereits behandelte-, aber wegen Verstoßes gegen den § 7 des Ortsbaustatuts und den § 16 der Localpolizeiverordnung beanstandete- Gesuch um Erlaubnis zum Bauen in der Weserstraße erneuert. Die Versammlung beschließt Beharren auf dem betreffenden Beschluß. Nach § 1 deS Ortsbaustatut- dürfen an noch nicht eröffneten Strasw Gebäude nur im Anschluß an bestehende Häuser «triefet« werden, und nach § 16 der Localpolizeiverordnung muß «f jedem Grundstücke mindestens ein Fünftel der Gefammtgrant- flMt unbebaut bleiben und zwar derart, daß hinter dem Dorderhause ein Hofraum von 8—10 Meter Länge unb 4—5 Meter Breite frei bleibt. Diesen Anforderungen t-* spricht baß in Frage stehende Bauproject nicht.
Zwei Gesuche um Ertheilung der Concession zum Wirch- schaftSbetrieb, nämlich dasjenige deS Herrn Phil. Bob für daS HauS Bahnhofstraße 11 und dasjenige des Herrn Aug> Helfenbein für das Hau- Ecke der Weser- und Stein- straße, werden, nachdem die Commission die Dedürfnißfrage betr. AuSschank von Branntwein bejaht, nicht beanstandet.
Cocains und provinzielles.
Gießen, den 20. Oktober 1893.
•• Preisgekrönt auf ber Welt-Au-stellung in Chicago wurden für die ausgestellten wissenschaftlichen JvstrumerUe die hiesigen Firmen E. LiebrichS Nachfolger (Gebrüder Schmidt) und E. Staudinger & Co. (D. Spärhase).


