et^T9ch-
[2480
selljchast.
6en.)
"berg.
*” B'ch und
' Detbunben
- 12418
Wgrmrisin.
027,473 Marl, re Wirksamkeit ist hast bekannt. Eie iMchtung Boden nd leistet zwetfel» !ah.
den verschiedenen 8tt> vähruna von »Mm lirungder^ch'chLdm ts-Mt Äorbi und
u erfahren, welche m M ilopprabrim.
ßaubad) ßautertad).
n Ach.
ILtaW.
>t in Niedewöllstadt.
i Lckstadt.
in Reichelsheim i. W i U. in Schliß eidt 1. in Schott n. 5/ornborf.
»in Wohnbach.
aMiiiig il
ititrtiiPt.s
i Gießen!
pN°!chel8K |VV .
’ 23.
) , 23 -
Haue. >**
KtztsüM-
1893.
entt ti® , e»f
Ict.
Sfr* $> urtib^0.
»750 9280 21.« 61701
10^
93.« 402 37 / 207.« löö.JJ 107.76 111.«
65«
0«**
HiSc-vt^.
1893
Nr. 64. Zweites Blatt. Donnerstag den 16 März
»a Mn« Ml*« Acetat tigli*, WM MaZnahm« bH •töntegl.
M< ettfroet
MWn Hm
Iweieel Higdtft
Mchener Anzeiger
Kemrat-Wnzeiger.
BierHHÄlrrtga
2 «ad 20 Piß. *6 Bringrrl6|n.
Durch dir Post btHt* 2 Wad 60 Ps,.
Rtbodie*. tpd*tw trab Drucktet:
»m*Tc*«T U
Aints- und Anzeigeblutt fflr den ICrds Gieren.
Illk etratetrn-Buttani Hs J>- «ck b*b*
Hratisbeikage: Hießmer Kamitienökätter
2lmtlid?er Theil
am
leeelmi ■*•«<!<■ P N« «achmMaß» fftr Ho fMemHe Laß neschNnrnHn Wwmwcr bil Barm. 13 llha.
Gießen, am 13. März 1893. Betr: Frühjahrs - Controlversammlungen im Kreise Gießen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gietzen em die Grstzh. vürgermeifterete« de» Seeise». Nachstehende Bekanntmachung wollen Sie auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen lassen.
v, Gagern.
Bekanntmachung.
Bei den diesjährigen Frühjahrs-Eontrolverfammlnngen im Kreise Gietzen haben zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gietzen gehörigen:
1) Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots.
2) Reservisten, sowie die zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden Entlassenen.
3) Wehrleute I. Aufgebots, die vom 1. October 1880 ab emgestellt worden.
4) Die Ersatz-Reservisten, geübte und nicht geübte.
Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Eontrolpflichtigen anzutreten haben:
A. Zu Lollar
am 7. April 1893 neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen- Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe, Wieseck.
1. Appell Vormittags 8 Uhr 30 Minuten: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.
2. Appell Vormittags 9 Uhr 15 Min.; Wehrleute I. Auf- gebots aller Waffen.
3. Appell Vormittags 10 Uhr: Ersatzreseroisten.
B. Zu Grünberg
am 7. April 1893 am Bahnhof für die Bewohner von Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsrnühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegclhütte, Latzmühle, Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermühle, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Strelles-Mühle und Walk-Mühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmühle,
totales und protfinsicöcs#
Gießen, 15. März 1893.
— Schuldienst-Nachrichten. Am 12. Februar wurde der von dem Herrn Grafen zu Stolberg - Roßla - Ortenberg auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Seemen präsentirte Schulamtsaspirant Johannes Keller aus Griesheim für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Peter Franz Eller aus Fürth, Kr. Heppenheim, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Auheim übertragen- an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grasen zu Erbach Erbach auf die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Günterfürst präsentirte Schulamtsaspirant August Hartmann aus Harreshausen für diese Stelle bestätigt- — am 16. Februar wurde der Schulamtsaspirantin Margaretha Windecker aus Mainz eine Lehrerinnenstelle an der katholischen Schule zu Dieburg,
der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.
2. Appell Vormittags 10 Uhr 30 Minuten: Wehrleute I. Auf- gebots aller Waffen, sowie Ersatz-Reservisten.
E. Zu Lich
am 11. April 1893 am Bahnhof für die Bewohner von Albach, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettings- hausen, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit Albacher- Hof, Kolnhausen und Mühlsachsen, Münster, Meder.Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach.
1. Appell Nachmittags 3 Uhr: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassene Mannschaften aller Waffen.
2. Appell Nachmittags 4 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen, sowie Ersatz-Reservisten.
Befteiungsgesuche sind längstens acht Tage vor'm Appell auf dem Dienstwege durch das Hauptmeldeamt emzu- reichen und müssen durch die Bürgermeisterei beglaubigt fein — werden aber nur im dringendsten Rothsalle genehmigt.
Die Leute treten in bürgerlicher Kleidung an: Stöcke, Schirme, Pfeifen und Cigarren sind vorher abzulegen.
Die Militärpapiere (Paß und Führungrzeugniß) müssen zur Stelle sein. .
Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Controllages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz.
Gießen, den 10. März 1893.
Caspary,
Oberftlieutenant z. D. und Commandeur des Landwehrbezirks Gießen.
Schmidtmühle, Reitzenrnühle und Ziegelhütte, Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, RüddingShausen, Saasen mit Bollenbach, Veitsberg und Wirberg, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit dem Hainerhof, Winnerod.
1. Appell Nachmittags 12 Uhr 30 Minuten: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen.
2. Appell Nachmittags 1 Uhr 30 Minuten . Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und Ersatz-Reservisten.
C. Zu Gießen
am 8. April 1893 im Oswald'schen Garten für He Be- wohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit ^chiffen- berg und Herrnwald, Heuchelheim, Klein-Linden, Oppenrod.
1. Appell Vormittags 9 Uhr: Reservisten, sowie die zur Dispositton der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften der Infanterie.
2. Appell Vormittags 10 Uhr 30 Min.: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr I. Aufgebots, sowie Wehrleute I. Aufgebots der Infanterie.
3. Appell Nachmittags 2 Uhr: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatzbehörden entlassene Mannschaften und sämmtliche Wehrleute I. Aufgebots der Garde, Jäger, Cavallerie, Artillerie, Pioniere, Eisenbahn- und Luftschiffer- truppen, des Trains (einschl. Krankenträger), Sanitäts- und Beterinärpersonals, Büchsenmacher- gehülfen, Oeconomie-Handwerker, Marine-Mannschaften, sowie alle übrigen, der Reserve- und Landwehr 1. Aufgebots angehörigen Mannschaften.
4. Appell Nachmittags 3 Uhr : Sämmtliche Ersatzreservisten.
5. Appell Nachmittags 4 Uhr für die Bewohner von Mendorf a. d. Lahn, Großen-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Watzenborn und Steinberg, Hausen: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und der Ersatz-Behörden entlassene Mannschaften aller Waffen, Wehrleute I. Aufgebots aller Waffen und Ersatzreserviften.
D. Zu Hungen
11. April 1893 am Friedhof für die Bewohner von Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horfoff, Utphe, Billingen.
1. Appell Vormittags 9 Uhr 30 Minuten: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppentheile und
Feuilleton.
Wie man durch kleine Erfindungen reich werden kann.
Ein amerikanisches Blatt brachte unlängst das Derzeichniß von unbedeutenden Gegenständen, die ihre Erfinder reich gemacht haben. Es beginnt mit einer Feder, mittels deren man in verschiedenen Farben zugleich schreiben oder zeichnen kann und dem Erfinder 200000 Dollar jährliches Einkommen verschafft hat.
Die Gummielastik-Spitze am Ende eines Bleistiftes hat bereits 100 000 Dollar eingetragen. Ein großes Vermögen hat ein Bergmann eingeheimst, der eine Metallklammer erfand, die an die Kittelenden und Hosentaschen angelegt wird, um der Spannung Widerstand zu leisten, welche durch das Tragen von Erzblöcken oder schweren Werkzeugen verursacht wird. Sodann stellte es sich in einer Gerichtsverhandlung heraus, daß der Erfinder von Metallplättchen zum Schutze der Sohlen und Absätze von Schuhen gegen Abnutzung im Jahre 1879 über 12000000 unb 1887 gegen 143 000 000 Metallplätrchen verkaufte, die ihm einen Nettogewinn von 1 250000 Dollar eintrugen.
Eine noch profitablere Erfindung ist der „Stopfweber", eine Vorrichtung zum Stopfen und Ausbessern von Strümpfen und Unterkleidern re., deren Absatz sehr groß und fortwährend wachsend ist. Aber eine größere Summe ward nie aus irgend einer Erfindung geschlagen, als die, welche der Erfinder der umgcftülpten Glasglocken zum Schutz der Stubcndecken gegen Gasflammen einheimste, und ein kaum weniger lukratives Patent war jenes, um einfach Schmirgelpulver auf Tuch zu streuen. Ost braucht es Zeit und Gunst der Umstände, bis eine Erfindung gewürdigt wird, wer aber Geduld und Ausdauer hat,
wird zuweilen reichlich dafür belohnt. So z. B. brachte | dem Erfinder der Rollschlittschuhe seine Specialität über 1000000 Dollar ein, trotz der Thatsache, daß sein Patent beinahe erloschen war, bevor dessen Werth anerkannt ward.
Die „Schraube mit Bohrerspitze" hat ihrem Erfinder mehr Reichthum eingetragen, als die meisten Silberminen hierzu im Stande sind, und so hat auch jener Amerikaner, der zuerst aus den Gedanken kam, Messingspitzen an Kinderschuhe zu machen, ein großes Vermögen erworben, lieber 10 000 Dollar im Jahr brachte der simple „Nadeleinfädler" seinem Erfinder ein. Zu den vorgenannten könnten noch Tausende unbedeutender, aber nützlicher Artikel hinzugefügt werden, welche hübsche Einkommen erzielten, ober für welche große Summen bezahlt wurden. Aber wenige Erfindungen rentiren besser als patentirte Spielsachen. Jenes beliebte Spielzeug „Der Retourball", ein hölzerner Ball, woran ein elastischer Faden befestigt ist, trug dem Patentinhaber jährlich -50000 Dollar ein, und die „tanzende Krähe" dem ihrigen sogar 75000 Dollar.
Die Erfindung der „Pharao-Schlangen", ein Spielzeug, das vor einigen Jahren sehr gesucht, war lediglich das Product einiger chemischen Experimente und trug dem Erfinder über 50000 Dollar ein, und ein sehr sinnreiches Spielzeug unter dem Namen „das Lebensrad" soll seinem Erfinder über 100 000 Dollar eingebracht haben.
Unsere deutsche Sprache.
Im Berliner Zweigvereine des „Allgemeinen Deutschen Sprachvereins" hielt Herr Pfarrer Dr. Hermann Schrader einen Vortrag über „Deutsche Freude an drolligen Spitznamen von Menschen und Dingen und an ungeheuerlichen Gleichniß- reden." Herr Pfarrer Dr. Hermann Schrader führte
u. A. aus: Man hat die Deutschen oft ein Volk der Träumer genannt und auch ein Volk der Denker. Wir fassen das in dem Sinne auf, daß sie eine blühende, dichterische Gestaltungskraft haben, und einen scharfen, schlagfertigen Geist. Dies wollen wir einmal auf einem ganz absonderlichen Gebiete zeigen. Wir haben eine herrliche Ursprache, im deutschen Urwalde zu mächtigen Bäumen erwachsen, ober auf deutschen Fluren zu süßen Blumen. Den Franzosen dagegen zwängte der römische Eroberer seine Sprache auf (Klopstock: An dem Rhodom klirrt sie noch laut, die Kette des Eroberers). D'rum ist's beschämend, wenn der reiche Deutsche bei ärmeren Völkern sprachlich betteln geht. Der Deutsche empfindet lebhaft; d'rum liebt er nicht die einfache Gipfelstufe oder das Wort „sehr", sondern Wendungen wie: das ist furchtbar nett, er ist rasend verliebt, das ist ein „riesig kleiner Kerl", kohlpechbrandrabenschwarz. Der Deutsche schmückt die Rede des täglichen Lebens fortwährend mit Bildern, Gleichnissen und wunderbaren Redensarten und tummelt sich harmlos in diesem heiteren Gebiete umher, unbekümmert, ob etwa der Verstand zu solch' übermütigem Gebühren selbst in handgreiflichen Widersprächen den Kops schüttelt. Bis zur Abgeschmacktheit aber geht diese Vorliebe, wenn z. B. eine Berliner Zeitung berichtete: Die Sängerin Alexandrine Martens hat der Lieder sähen Mund an den Nagel gehängt und ist Schulreiterin geworden. An Witz- und Spitznamen sind (wunderbar) die Deutschen und Briten viel reicher als die Franzosen. Nur ein Beispiel. Die Barbiere heißen sckerz- weise Bartputzer, Schnutenseger, Verschöneruugsrath, Harzer Schaumschläger, Chirurgus vom höheern Schabeisen, Doctor Kratzbart, Rässeischaber. In ähnlicher Weise haben die Kau - leute, Landwirthe, Rechtsgelehrte, Aerzte, Apotheker, Schulmeister, Scharfrichter, (Hauptkaisirer), Brauer, Backer, Wucherer, Packträger (Tragiker), Sonetten-Dtchter (Vterzehn-


