1893
Donnerstag ven 16. Februar
Scrafrrc*« 61.
Amts- und Anzeigeblcrtt für den Ürcis Oieszen.
chratisöeikage: Hießener AamitienökLtttt
Fettilleton
ich ihr sicher
mit
Holzversteigerung Holzversteigerung
3.
47
fm,
Knüppelh. Stockh
Jeirgeöotenes
n
an der
Zusammenkunft
Gute Bezuqsquelle für roben und ge-
Straße, 2. Schneise.
Nadel
68
Gießen, am 13. Februar
1893.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
Alicestraße 31
1322
[1419
Gnauth.
Gretchen, die befolgen und
wird es mir Ada besuchen
10
19
57
52
Bemerkt wird, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweiten Tage
74
2 5
14
68,92
1,32
1,35
6,83
den und
Inieigt" |n der ««chmlltnK» für bot faßenden tag erscheinenden Nummer bi» vor». 10 Uhr.
bei Abnahme von 12 Flaschen ohne Glas
Brennholz:
Knüppelt). Stockh.
Nvk Rvnoncen-Vurkaux de» In- und luitaeb«! nehm« für de« .»ießener «»zeiget mlytm.
ductionsfuttcr, alle Geräthe, die zum Oeconomie- betrieb gehören.
im Gießener StadtwaLde.
Montag den 20. Februar 1893, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in den Districten Brauhof u. Waldshut nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
Eichenstämme Buchenstämme Birkenstämme Nadelstämme
Eichen Nadel Die Licher
Neish- Wellen 1530 1920 3310
rm
35
73
106
rm 20 37,5 73
ist
rm 29 74 451,6
mit
H
rm
28
34
13
Be- , 2C.
Gießoner fPeetdeeiradii »«den dem Nvzeig« »Lchenllich dreimal
unnöthige Kränkung ersparen, und Du, liebes Du sie ja auch so lieb hast, wirst meinen Rath schweigen, nicht wahr?"
„Gewiß, liebe Mutter, freilich sehr schwer werden, wenn nun aber der Rittmeister doch und vielleicht gar ihr gefallen sollte?"
„Das Letztere bezweifle ich, indeß werde
dingungen eingesehen, sowie die zur Submission auf Colonialwaaren zu verwendenden Formularien bezogen werden können, einzureichen.
Gießen, den 13. Februar 1893.
Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.
Gnauth.
Vierlrltähriger
2 Mark 20 Pfg. mfl Vringcrlohn.
Durch die Post bezog«
2 Mark 60 W
«edartion, und Druckerei:
die Wette mittheilen, wenn ich es für paffend erachte, darüber kannst Du ruhig sein, liebes Kind!"
Inzwischen hatten sie Ada Waldhofs Wohnung erreicht.
Ein älterer Diener öffnete auf 'ihr Klingeln die Thür der prächtigen Villa und rief, als er die Damen erblickte:
„Ach, die Frau Baronin von Richthofen und das gnädige Fräulein! Wie wird sich die Frau Gräfin freuen; ich werde gleich melden. Bitte einzutreten."
In diesem Augenblicke eilte aber Gretchen schon an ihm
in dem
Wslde der Gemeinde Wieseck.
Freitag den 17. und Samstag den 18. Februar 1893, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, soll in dem Wiesecker Gemeindewald, District Vadenburgerwäldchen, das nachverzeichnete Holz versteigert werden:
A. Bau>, Werk- und Nutzholz:
Die Versteigerung beginnt nach Bekanntmachung der Bedingungen 91/2 Uhr Vormittags. Die Versteigerungsobjecte können von heute ab eingesehen werden. [1411
„Aber nicht wahr, Du wirst heute Abend nicht wieder ihm tanzen, versprich es mir," bat Gretchen.
„Kleines Närrchen," lachte Ada, „was hast Du nur gegen armen Rittmeister? Du kennst ihn ja gar nicht näher, es ist doch eine schöne, elegante Erscheinung. UebrigenS
Rr. 40. Zweites Statt
schloffen, da übte denn die Freundschaft des lebhaften Gretchens einen wohlthuenden, erheiternden Einfluß auf sie. Ada war sehr glücklich über deren Besuch und beschloß, daß es Gretchen nicht an Zerstreuungen fehlen sollte. Sie ließ darum auch sofort Einladungen zu einem Balle ergehen, als die angenehmste Art, die junge Freundin in die Gesellschaft ein- zusühren. —
Rittmeister von Lemberg, der schon am Tage nach der bewußten Wette durch Herrn von Berg bei Gräfin Waldhof sich hatte einführen lasten, gehörte auch zu den Geladenen. Er hatte seinen Besuch schon einmal wiederholt. Gretchen war stets zugegen gewesen, ihn scharf beobachtend, und daS Resultat ihrer Beobachtung war die dringende Bitte an ihre Mutter, Ada von der Wette erzählen zu dürfen.
„Warten wir erst den Ball ab, den Ada geben will, zwei Tage wirst Du wohl noch mit Deiner Warnung warten können, denn ich erspare Ada so gern die Unannehmlichkeit", sagte ihre Mutter.
Seufzend fügte sich Gretchen.
Am Abend des Balles füllten sich Adas Salons mit der eleganten ersten Gesellschaft L.s.
Die Räume der prachtvollen Villa waren glänzend erleuchtet und mit Blumen geschmückt, die schönste Blume aber war die junge Wirthin selbst, in ihrem kostbaren weißen Spitzenkleide über blauem Atlas, im Haar frische, nut einer Diamnatagraffe befestigte Gloire de Dijon-Rosen, sah sie entzückend aus, das schien auch Graf Lemberg zu finden, nut dem sie zu Gretchens Verdruß den Ball eröffnete.
„Wie kannst Du nur mit dem unausstehlichen Menschen tanzen?" sagte sie vorwurfsvoll zu Ada.
„Unausstehlich finde ich ihn nicht," meinte diese ruhig, „zudem tanzt er gut."
Die unter königlich italienischer entrolle stehenden We Deutsch -Italienischen ein-Import-Gesellschaft Daube, Donner, Klnen & Co.
Central-Verwaltung: Frankfurt a. M. deren Consum in Deutschland sich schon jetzt auf 4 Millionen Flaschen beläuft, bieten den Consumenten absolute Garantie für Reinheit und Ursprung. Nachstehende, als vorzüglich anerkannte Tischweine wie:
ligsten Preisen abgegeben.
Georg Koch
Vino da Pasto 4 )....... 1.50 /
als auch die feineren Tafel- und Dessertweine, sowie ausführliche Preislisten. sind durch die untenstehenden Firmen zu beziehen.
Stt
«(4eint täglich, ■ft Ausnahme bei Montags.
kommst Du mit Deiner Bitte zu spät, denn ich habe ihm schon den Cotillon zugesagt."
(Fortsetzung folgt.)
vorüber in die Arme der Gräfin, welche ihr auf der Treppe entgegenkam und beide Damen mit großer Herzlichkeit begrüßte.
„Walter," sagte sie zum Diener, „lasten Sie das Gepäck der Herrschaften nur gleich in die Logirzimmer schaffen."
„Es ist noch im Hotel, wo wir uns etwas erfrischt und von der Fahrt erholt haben."
Ein Schatten flog bei diesen Worten der Frau v. Richthofen über die Züge der Gräfin.
„Wie konnten Sie das thun, liebe Baronin," sagte sie vorwurfsvoll, „es ist doch selbstverständlich, daß Sie bei mir wohnen, ich werde gleich Ihr Gepäck holen lasten."
„Das habe ich auch gedacht," meinte Gretchen, „aber Mama fürchtet, Du würdest über unsere riesigen Koffer erschrecken und denken, wir wollten Gott weiß wie lange Deine Gastfreundschaft mißbrauchen."
„O, je länger desto lieber," sagte Ada herzlich. „Ich habe mich ja so sehr auf Euren Besuch gefreut und laste Euch nun so bald nicht wieder fort."
Damit führte sie die Damen in die für dieselben bestimmten Gemächer, wo sich eine Zofe ihnen zur Verfügung stellte. Deren Dienste ablehnend, fragte Gretchen: „Wo ist denn Deine frühere Zofe Jeanette, doch nicht entlasten? Sie war ja so intelligent und Dir so ergeben?"
„Leider konnte ich sie nicht behalten," erwiderte die Gräfin, „sie hat sich mit einem ältlichen Wittwer verheirathet, eine sogenannte gute Partie gemacht. Ihr Mann ist Schuhmacher, hat ein eigenes Haus und einen Laden, in welchem Jeanette der Magnet ist, der die Käufer anzieht; auch führt sie das Regiment im Hause und ihr Mann ist wohl sehr gut- müthig und läßt ihr volle Freiheit. Die benutzt sie denn auch und kommt noch oft zu mir, um bei meiner Toilette zu Helsen. Neulich fand ich sie sogar noch meiner wartend, als ich nach Mitternacht von einem Balle heimkehrte; sie fürchtet immer, ihre Nachfolgerin bediene mich nicht gut genug, und darin hat sie nicht so unrecht."
Gräfin Waldhof war eine mehr liebliche als imponirende Erscheinung. Von mittlerer Größe, zierlichem Wuchs, mit regelmäßigen, edlen Zügen, großen, dunklen Augen, dazu lockigem, goldblondem Haar, was ihrer Schönheit einen besonderen Reiz verlieh. Ihr Character war ernst und durch ihre frühe Selbstständigkeit und Vereinsamung fast etwas zu der-
Bekanntmachung.
Die Lieferung des Armenbrotes und des Bedarfs des Bürgerhospitols für das Rechnungsjahr 1893/94 an Brot, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmelzfett, Colonialwaaren, Hülsenfrüchten, Seife, Petroleum 2c., sowie die Fertigung der Schuhe und Särge für Arme soll im Wege der Submission vergeben werden und sind Offerten hierauf verschlosten, unter
Thonsteinen, bestehend aus Verblendsteinen verschiedener Farben und Grossen, Vollsteinen, Brunnensteinen etc. wird, um damit zu räumen, zu bil-
Eine Wette.
Fastnachts-Erzählung von S. tom Have.
(1. Fortsetzung.)
„Aber Gretchen, wie kannst Du nur gleich solche Pläne machen! Wahre nur Dein stets voreiliges Züngelchen, wenn Du mit Ada Über den Legationsraih sprichst, damit es nicht etwas zerstört, was vielleicht Adas Glück werden könnte."
„Du glaubst also auch — Du denkst," unterbrach die Tochter sie lebhaft.
„Ich glaube, denke und weiß nichts gewisser, als daß ich ein Töchterchen habe, welches wahrscheinlich meine Warnung vergesten wird, und das sich auch Herrn von Saldern, wie mir scheint, viel aufmerksamer angesehen hat, als erforderlich war."
„Nur wegen Ada," versicherte Gretchen erröthend.
„Nun muß ich Dich auch noch bitten," fuhr die Mutter sehr ernst fort, „Ada nichts von der Wette zu sagen."
„Aber Mama," rief Gretchen ganz erschrocken, „Ada muß doch gewarnt werden."
„Ueberlaß das mir; wenn ich es erforderlich finde, werde ich es selbst thun, es ist ja aber möglich, daß die Herren ihre in Champagnerlaune eingegangene Wette vergesten oder sich ihrer schämen, und daher möchte ich Ada eine
HIarca Italia (roth und weiss)». . Mk. —.85
Vino da Pasto No. 11....... 1.—
Vino da Pawto „ 8 > roth . . . „ 1.25
B.
Scheith. rm
Buchen 202
Eichen 156
Beifügung von Mustern bis zum 25. dieses Monats auf dem Armenamte — Zimmer Nr. 3 der Bürgermeisterei — woselbst auch die ~
A. Bau-, Werk- und Nutzholz. Fichten- und Kiefernstämme mit 16,87 fm,
। Eichenstämme mit 6,12 fm, > rm Eichen-Nutzscheitholz.
B. Brennholz.
Wchener Anzeiger
Henerat-Wnzeiger.
Scheith. rm Buchen 37,5
das Bau-, Werk- und Nutzholz zur Versteigerung kommt.
Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde in dem genannten District an der Straße von Gießen nach Lollar.
Wieseck, am 13. Februar 1893.
Großh. Bürgermeisterei Wieseck.
_______Sommerlad. 1418
~~ Versteigerung
Wegen Aufgabe der Oeconomie läßt Johannes Diehl I. Wwe. in Münzenberg Montag den 20. d. M. öffentlich meistbietend versteigern:
1. 15 Stück Rindvieh (7 Kühe, davon
4 frischmelkend), Ackerpferde, 1 Mutterschwein und 3 Ferkel, 6 Springer und Schafe,
2. größere Mengen Rau-, und Pro-
XIT« rnun CT • Die Weine Obiger Gesellschaft sind für den deutschen •’ dl 11U 11g . Geschmack sorgfältigst ausgewählte und behandelte
fertige Tischweine und nicht mit Mischungen sogenannter italienischer Verschnittweine mit geringen deutschen Weiss- oder Rothweinen, welche häufig ebenfalls als italienische Weine angeboten werden, xu verwechseln. Um das Publikum vor Täuschung xu bewahren, beachte man beim Ankauf, dass die Flaschen-Etiquetten die Firma der Gesellschaft und obenstehende Schutzmarke tragen müssen, da auch von anderer Seite Weine unter gleichen oder ähnlichen Namen wie die Marken der Gesellschaft In den
Verkehr gelangen.
In Glessen: Carl Schwaab, Delicatesaen- u. Weiahandlg., Wilhelm Sohomber, Neuen Baue 10, Wilhelm Fritsch, Seitenweg 83, Eberhard Dort, Wallthorstrasse, L Kalkhof. — In Hungen i. d. Wetterau:
Gustav Kohlheyer, „zur Traube“. [240
Der auf dem Lagerplatz des Thonwerks im Schiffenberger Wald bei Gießen befindliche Vorrath an
Ueisb W Special- 'M
Wellen Cassee- u. Theehandlung ^73° | Bahnhofftratze 6.
2480 , Gute Bezugsquelle für rohen und ge-
1600 brannten Caftee, ferner Thee, Caeao und Chocolade. (916
Reelle Bedienung! Billige Preise!
M. H. Rothschild.


