glieder, betreffend die Einführung einer einheitlichen Bezeichnung für 100 Kilogramm und betreffend die Veranstaltung einer Weltausstellung in Antwerpen, verhandeln, ferner sich mit Schreiben des Ministers der öffentlichen Arbeiten, betreffend die Ausdehnung der für Stückgüter zur überseeischen Ausfuhr gewährten Ermäßigungen auf dergleichen Eilgüter, und des StaatSfecretärS des Reichs-Postamts, betreffend die Ausdehnung der Portotaxe für Drucksachen auf Geschäftspapiere beschäftigen.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Corr espondenz - Bureau.
Berlin, 13. November. DaS Ergebniß der heutigen Stadtverordneten - Ergänzungswahlen in der dritten Abtheitung ist folgendes: Gewählt sind 7 Freisinnige und 5 Arbeiterparteiler- drei Stichwahlen find erforderlich und zwar 3 Freisinnige mit 2 Landidaten der Arbeiterpartei und einem der Bürgerpartei. Ein fehlender Wahlbezirk ergibt voraussichtlich ein Mandat für die Arbeiterpartei.
Berlin, 13. November. Gegenüber der Bemerkung der „Frankfurter Zeitung", bei den Beamten der Post- verwaltung würde es eine größere Genugthuung hervorgerufen haben, wenn die Erklärung von der Nichteinführung der Dienstaltersstufen von der Ankündigung einer baldigen Gehaltsaufbesserung begleitet wäre, führt die „Nordd. Allg. Ztg." aus, daß die Besoldungen der mittleren und unteren Postbeamten erst vor Kurzem eine nachhaltige Verbefferung im Gesammlbetrage von 101/« Millionen Mark jährlich erfahren hätten.
Paris, 13. November. Wie aus Perpignan gemeldet wird, verhaftete die Polizei den Italiener Antonio Ri- naldi, der aus Barcelona daselbst eingetroffen war. In feinem Verhör erklärte er, er wäre Anarchist. Man glaubt, Rinaldi fei der Urheber des Attentats im Theatro Liceo in Barcelona, doch leugnet er jede Thetlnahme an demselben.
London, 13. November. Unterhalts. Charles Ruffel erklärt: Der Herzog von Coburg befinde sich jetzt in einer Stellung, die es unmöglich mache, im activen Dienste der britischen Marine zu bleiben, er behalte daher nicht seine jetzige Stellung in der britischen Flotte, auch habe er keinen Anspruch auf Sold, ein Anspruch, den der Herzog übrigens nicht erhoben habe. Was feine Stellung als Geheimer Rath betrifft, so ist dies ein delicater Punkt, aber ohne practische Wichtigkeit, da unter dem jetzigen System die Executiv- geschäfte des Geheimraths unter dem Cabinet stehen. Gladstone fügte auf weitere Fragen hinzu: Der Herzog behält feinen Platz in der Marineltste ohne Sold und ohne Befähigung zum activen Dienst, er behält den Platz in der Marineliste als Ehrenzeichen für lange, hervorragende Dienste. Bezüglich der Geheimraths-Stellung fei unter den obwaltenden Umständen nicht die Absicht einer Veränderung zu empfehlen. (Beifall.) _____________
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 13. November. Es tritt neuerdings wieder daS Gerücht auf, daß die bisher unparteiischen, etwas zu den Confervativen hinneigenden Berliner Neuesten Nachrichten vom 1. Januar 1894 ab in ein Bismarckorgan verwandelt werden sollen. Als Leiter wird der bisherige Cor- respondent der Münchener Allgemeinen Zeitung, Jacobi, genannt. Eigenthümer sollen die Grafen Henkel von Donners- mark und Fürst von Fürstenberg werden.
Berlin, 13. November. In der Bundesraths- fitzung vom Samstag ist der Gesetzentwurf betreffend die Gewährung einer Unterstützung an die Invaliden aus dem Kriege von 1870 einem Sonderausschüsse überwiesen worden. Zum RetchshauShalt 1894/95 wurden genehmigt die Etats der Marineverwaltung, der Eisenbahnverwaltung und der Verwaltungen des Auswärtigen Amtes, des ReichsamtS des Innern, des Reichseifenbahnamts und des Rechnungshofes; ferner wurden genehmigt der Besoldungs- und der Pensionsetat der Reichsbankbeamten für 1894 und der Etat der Schutzgebiete für 1894/95.
Berlin, 13. November. Zur bevorstehenden Berathung der Steuergesetzentwürfe im Reichstage schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." : „Wer die zur .Finanz- und Steuerpolitik gemachten Vorschläge ablehnen oder zu Fall bringen will, ist verpflichtet, sie durch bessere zu ersetzen; denn darüber kann kein Zweifel herrschen, daß der Beschluß des Reichstags nicht in ein Vacuum der Steuerfrage auslaufen kann, soviel man auch bisher gegen die gemachten Vorschläge protestirt hat, Niemand hat sie durch beffere zu ersetzen gewußt.
Berlin, 13. November. Die vom Generalrath der deutschen Gewerkvereine gestern einberufene Versammlung aller Tabakinteresfenten Berlins protestirte nach dem Referate deS RedacteurS Goldschmidt gegen die geplante Tabakfabrikatsteuer und nahm eine Refolution an, in welcher der Reichstag ersucht wird, die Tabakfabrikatsteuer abzulehnen, da dieselbe eine schwere Schädigung der Tabakindustrte bedeute und 60000 Menschen arbeitslos machen werde.
Berlin, 13. November. Auf einer Versammlung der revolutionären Metallarbeiter Berlins wurde die Gründung einer freien Vereinigung aller revolutionären Arbeiter be- fchloffen. Die Wörter Anarchist, anarchistisch ufw. werden ihres üblen Rufes wegen nach Möglichkeit vermieden.
Wien, 13. November. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Handschreiben deS Kaisers, wodurch daS Ent la ssun zöge such deS CabinetS Taaffe angenommen und ein neues Ministerium unter Leitung des Fürsten Windischgrätz ernannt wird. DaS neue Ministerium Windischgrätz legte gestern Mittag den Eid vor dem Kaiser in der Hofburg ab. Darauf fand der erste Ministerrath der neuen Regierung statt, auf welchem die Einberufung deS Parlament- beschloffen wurde. Die ParlawentSeröffnung findet demnach zwischen dem 20. bis 23. November statt.
Paris, 13. November. Der Autoritv zufolge wird eine
internationale Commission zusammentreien, um über Maßregeln gegen die Anarchisten zu berathen. Spanien soll die Initiative zu der Conferenz ergriffen haben.
Paris, 13. November. Der „Figaro" erfährt, die Regierung sandte an die Beamten der spanischen Grenze den Befehl, die Anarchisten bis zur Ankunft der Specialbeamten auS Paris zu überwachen und alle verdächtigen Personen zu verhaften.
Paris, 13. November. Großfürst und Großfürstin Wladimir reisen heute Abend nach Rußland ab. In Potsdam werden sie ihre Reife unterbrechen, um dem deutschen Kaiserpaar einen Besuch abzustatten.
Paris, 14. November. Auf den früheren serbischen Gesandten Georgiewitsch wurde, als er in einem Restaurant dinirte, ein Arten tat Sv ersuch gemacht. Ein Schuhmacher brachte dem Gesandten mit einem Schuhmacher- meffer einen Stich in die rechte Seite 6ei; die Verwundung ist leicht, der Attentäter wurde verhaftet.
London, '14. November. Nach einer Reutermeldung aus Iokohama vom 27. October kamen bei der letzten Ueber- schwemmung 532 Menschen um, 477 werden vermißt; 3772 Häuser sind zerstört, 34 Brücken weggeschwemmt, 144 Schiffe und 194 kleinere Boote gingen verloren.
London, 14. November. Im Unterhaufe erklärte Gladstone, er halte den Zeitpunkt für gekommen, zwischen den Grubenbesitzern und den Bergleuten in den Kohlendtstricten zu vermitteln. Rosebery forderte die Vertreter beider Parteien zu sofortiger Conferenz auf, er werde gute Dienste zur Lösung der Streitfragen offeriren.
Cocoie* tinfc provinzielle-.
Hießen, den 14. November 1893.
* * Auszeichnung. Se. König!. Hoheit der Grotzherzog hat dem Polizeidiener Johann Michael Kraus zu Homberg a. d. Ohm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" verliehen.
* • Ernennungen. Ernannt wurden: der GerichtSvollizeher mit dem Amtssitze in Altenstadt Johannes Zacheis zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Friedberg, der GerichtSvollzieher-Aspirant Adam Kayser in Mainz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Altenstadt.
* * Pr'ämiirungen an der Weltansstellung in Chicago. Der Reichs-Commiffar für die Weltausstellung in Chicago, Herr Wermuth, veröffentlicht im Reichsanzeiger das Ver- zeichniß derjenigen Firmen, welche bisher mit Preisen bedacht wurden. Die Verhandlungen bezüglich der Prämiirung einer Anzahl weiterer Firmen befinden sich zur Zeit noch in der Schwebe. Die auf Grund der Preise auszugebenden Medaillen und Certificate sind dem Herrn Reichscommissar noch nicht zugegangen, doch wird auf Beschleunigung dieser Angelegenheit mit allem Nachdruck hingewirkt. Ferner ist in Betracht genommen worden, thunlichst bald Abdrücke der Medaillen zu beschaffen, welche demnächst den Ausstellern zur Verfügung gestellt werden. Bemerkt wird noch, daß nur ein einziger Preis zur Vertheilung gelangt, welcher auS einer Bronze-Medaille nebst einem die Vorzüge des prämiirten Gegenstandes hervorhebenden Certificat besteht. — Wir lassen nachstehend ein Verzeichniß der prämiirten Aussteller aus dem Großherzogthum Hessen folgen. 1) Sammel- Ausstellung des deutschen Buch-Gewerbes: Brühl'sche Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen; Frommann u. Morian, Darmstadt. 2) Nahrungsmittel rc.: Pfeiffer u. Diller, Horchheim bet Worms. 3) Sammel-Ausstellung der deutschen Bäder und Brunnen: Theodorshalle, Großherzoglich Hessische Saline und Bad. 4) Sammel - Ausstellung des Weinbaues und Weinhandels: Louis Guntrum,Bensheim; Josef Augstein, Bingen; I. P. Dern, Bingen; Feist & Reinach, Bingen und Mainz; Feyen L Schmitt, Bingen; Goebel, Ad. Söhne, Bingen; Heinrich Levi, Bingen; L. Mayer, Bingen; S. Rösch, Bingen; Josef Dolles, Bodenheim; Jean Müller, Flonheim; A. Werner, Flonheim; Gebrüder AvenariuS, Gaualgesheim; Friedrich Deister, Gaualgesheim; Heinrich Anton Feser, Gaualgesheim; M. Heymann Söhne, Gaualgesheim; Phil. Keßler, GaualgeSheim; V. Becker, Hahnheim und Zornheim; L. Marx-Schenk, Kempten bei Bingen; Heinrich Schäfer Ww., Laubenheim; Carl Heinrich Diehl & Co., Mainz; Josef Falk, Mainz; Finck-Haffner, Mainz und Laubenheim; Henckell & (So., Mainz; L. Lebrecht Sohn & Co., Mainz; Jacob Michel & Co., Mainz; G. Niederwiefen, Mainz; G. M. Pabstmann Sohn, Mainz; H. Sichel Söhne, Mainz; Anton Busch, Mainz - Kastel; Sebastian Balbach, jun., Nierstein; Philipp Gärtner, Nierstein; Wilhelm Panizza, Nierstein; Ph. Lederhos Söhne, Oberingelheim; Aug. Frowein'sche Gutsverwaltung, Oppenheim; Philipp Herzog, Oppenheim; Conrad Jungkcnn, Oppenheim; Leopold Levy, Oppenheim; W. Wallot & Söhne Nachfolger, Oppenheim; Ludw. Bretz, Welgesheim; I. Langenbach & Söhne, WormS; Wilh. Mahler, Worms; Peter Josef Valckenberg, Worms. 5) Sammel-Aus st ellung beS Obstbaues: Wilh. Laaf, Mainz. 6) Sammel-AuSstellung deS In- genieurwesens: Actien - Maschinenbauanstalt, vorm. Venuleth & Ellenberger in Darmstadt; Bürgermeisterei Darmstadt; Bürgermeisterei WormS; Großh. heff. Staats- Ministerium, beziehungSw. Finanz-Ministerium, Darmstadt. 7) Fuhrwerke und Transportmethoden auf gewöhnlichen Straßen: Dick & Kirschten, Offenbach a. M. 8) Ausstellung von Ehrengeschenken: Adressen- schrein auS Ebenholz und Silber. Ehrengabe Deutscher Industrieller an Se. Excellenz den Staatsminister v. Stosch, Holzarbeit dazu von A. Bemb6 In Mainz. — St. Georg, Silber auf Holzsockel, Eigenthümer Rittmeister v. CzarcynSki, Darmstadt. — Tischuhr in Bronze, versilbert und vergoldet, Besitzer M. v. Heyl in Darmstadt. — Duftgefäß, CocoSnuß in Silberfassung. Besitzer M. v. Heyl in Darmstadt. —
Becher in Distelform, Silber. Besitzer I. C. Sck.ön* , WormS. — Weinkrug, GlaS in Fassung von vergoldn, Silber. Besitzer I. C. Schön in WormS. 9) Samm». Ausstellung chemischer und verwandter Erzen. nisse: E. Merck, Darmstadt. 10) Jngenieurwese öffentliche Arbeiten, constructive 9 rdjitectu • Director Kübel in Mainz. 11) Sammel-Ausstellung der deutschen Gesellschaft für Mech anik uri Optik: C. Slaudinger & Cie. Nachfolger v Gießen. 12) Merck Pavillon: E. Merck, Chem-z Fabrik in Darmstadt. 13) Garne und Gewebe: C->tct Langheinrich in Schlitz. 14) Juwelierwaaren ua Schmuckfachen: Martin Mayer in Mainz. 15) Fei, Lederwaaren: C. & 2D. Dillenberger in Offenbach und Carl Wagner jun. in Offenbach a. M.
* * Gestohlen. In der Nacht von Sonntag aus 00?::, wurden aus einer SelterSwafferbude eine Partie Lebkochtr entwendet.
* * Von hessischen Behörden werden steckbrieflich leihet Die Dienstmagd Elisabeths Heil von Gadernheim Amtsgericht Zwingenberg wegen BetrugS; die Magdalk:, Knell von Einselrhurm in Bayern, jetzt angeblich Johann Reinhard V. von Rhein-Dürkheim verheirch, von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen schweren stahlS; Bandagist Iwan Surofz, geboren zu NW» Nowgorod, zuletzt in Münster i. W., vom Amtsgericht Den. stadt I. wegen Strafverbüßung.
* * Nachdem schon mehrere »Uitärische Hebungen j, Schneeschuhlausen abgehalten wurden, werden in diesem Ä:r.:tr größere Hebungen als bisher im S chneef chu hl anker, für das der Kaiser ein lebhaftes Interesse hat, stattsiadei. Mau ist an maßgebender Stelle mit den zur Zeit oorliegend Erfahrungen recht zufrieden, und cS sollen bereit- die tu gchendsten Erwägungen startgefunden Haden, ob nicht h- jeder Compagnie eine bestimmte Anzahl Schneeschuhläu'tr auszubilden wären. Zwar ist man in dieser Hinsicht n:r» zu keinem bestimmten Entschluß gekommen; allein die Äeiuhcte dieses Winters dürften denselben zeitigen. Man gebe-'t den Schneeschuh besonders im Vorposten- und Aufklärung», dienst, sowie für den Nachrichtendienst verwendbar zu irala Ebenso könnte der^Schneeschuh die Arbeiten der Telegraph» Abtheilungen beim Legen der Leitungen erleichtern. Er im Sanitätsdienst zu verwenden und er könnte das Velojipe.' ersetzen, wenn gute Communicationen fehlen.
* * Sammelt die hangengebliebenen Blätter an Cbftbiietn Es ist wichtig, die noch an den Bäumen hängenden, Mntn eingewickelten Blätter zu sammeln und zu verbrennen, dieselben viele Eier und Puppen schädlicher Insekten, > namentlich die Eier deS dem Obstbau sehr gefährlichen _So > öfters" rc. enthalten.
* ♦ DaS 20jährige Stiftung-fest deo Seebanbel btr hessischen landw. Genossenschaften wird kommenden Donnerdicj den 16. November d. I. zu Darmstadt im ftädtischei S a a l b a u unter überaus zahlreicher Betheiligung v-i Verbandsgenossen und Freunden der genossenschaftlichen seit gefeiert werden.
*• Der Geschäftsführer der Deutschen Turuerschslt. Dr. med. Götze- Leipzig.Lindenau, richtet an alle Zürn» vereinS-Vorstände die Bitte, ihm die Anzahl derjenigen Tuxr« genossen, welche länger als 25 Jahre einem und demselben Turnverein ununterbrochen angehört und der Turnsache treu gedient haben, mit Namen, Stand und Dauer der Mitgliedschaft mittelst Postkarte baldigst mstzutheilen. Gleichzeitig bittet derselbe alle diejenigen Turnvereine, die in den letzten 10 Jahren Turnhallen erbaut haben, ihm die P.aue derselben für daS Archiv der Deutschen Turnerschaft emzusenden.
Grünberg, 11. November. Bekanntlich bildet in unserer Gegend die Tuchweberei einen Haupterwerbszweig der fleißigen und genügsamen Bewohner. Besonders währe»' des Winters sind die ärmeren Leute fast nur auf die mW- volle Arbeit hinter dem Webstuhl angewiesen. Dicserikt denn auch in manchen Orten fast in jedem Hause anzutressin. und vom frühen Morgen bis zum späten Abend kann man das eintönige Geräusch deS ununterbrochen arbeitenden Web stuhlS vernehmen. In neuerer Zeit ist vornehmlich btt Wollindustrie in hoher Blüthe. Die verschiedenen Fabn kanten unsere- Städtchens versenden ihre verhältoißmaßiz sehr billigen Stoffe nach allen Gegenden unsere- Baier- landes, sogar noch west über dessen Grenzen hinaus. X- dieselben abgelegte wollene Kleider, wollene Lumpen u. s. w. zur Umarbeitung in Kauf nehmen, werden sie mit zahlreichrn Aufträgen bedacht und sind dadurch im Stande, eine Mengt Arbeiter zu beschäftigen. Diese — meisten- Bewohner der umliegenden Orte — haben auf diese Weise einen schönen und dauernden Verdienst, der um so größer ist, da "e meistens zu Hause arbeiten, also in der Familie essen tonnen. Gewöhnlich einmal in der Woche kommen sie dann hierher, um die gefertigten Stoffe abzuliefern und sich wieder nut dem nöthigen Garn für die kommende Woche zu oerftten. Während der Wintermonate kommen sogar wöchentlich zweimal Fuhren aus verschiedenen Orten, welche die Daarto hierher bringen und die Weber wieder mit neuem Matena! versorgen. — So ist für unsere Gegend die Wollindustrie ein großer Segen. D. Ztg.
Büdingen, 13. November. Gestern Abend wurde von dem letzten Zuge der Nebenbahn Stockheim—Gedern ein Mann überfahren. Derselbe ist leben-geiährlich verletzt der Klinik in Gießen zugeführt worden, öl ist btel in diesem Jahre schon frer dritte derartige Fall auf dieser Strecke.
Darmstadt, 10. November. Gestern waren aus dem Großh. Polizeiamte hier die hiesigen Armenärzte sowie der Kreisarzt erschienen, um über die Ausführung de- Gesetze-, betreffend „Die polizeiliche Beausichtigung btt Mi ethwohnungen und Schlafstellen", zu beratben. Auf Vorschlag de- Polizeirath- Fey erklärten sich die »v®tv ärzte in dankenSwerther Weife bereit, die Untersuchung und


