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1893
ftr. 12 Zweites Glatt. Samstag den 14. Januar
Meßmer Anzeiger
Führung
Kenerat-Wnzeiger
Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren.
Kratisöeikage: Gießener Aamitienölätter.
Feuilleton
fluthete wie ein goldener
wie seine eigene
hchversteigerung Steinlieferung.
Dienstag den 17. Januar, !
,, 4 bis 10 m
Scheith. ttnüppelh. Etockh
Rmtr- N 534
1. Mr die Rechnungsjahre
20
Strecke
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*3 S3L . TH1 Ä C AU
17a
Gnauth.
20
lzversteigerung
42 b
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Gießen, am 5. Januar 1893.
fm.
sollte die
Mreppel
täglich bei
441]
seiner Liebe der- was fragen Sie
herrschte sie, und als ein dem Thier dort aus der
»o« »n,eigen zu der NachmiU-gZ für den senden log erscheinenden Wummer bi» vorn». 10 Uhr.
Ille InnoRtm-iBurranr M In» und lulUmWß nehm« Anzeigen für den »Gießener Anzriger^ entgegen.
je circa 43 cbm, Leihgestern-Dießen bezw. 80 cbm.
Rmtr.
141,5
2
Reish. Wellen
6570
r
In Wieseck ca. 200 cbm, Wiefeck-Alten-Buseck ca. 160 cbm,
Alten - Bnseck - Großen- Buscck ca. 300 cbm.
Und sie beugte sich tief über den Hals des Pferdes, daS in dumpfem Schmerze aufwieherte, ihr blondes Haar löste sich
Heuchelheim-Atzbach je circa 27 cbm, Albach - Burkhardsfelden
t* Gießrner
indro dem Anzeiger ie*mt(U$ dreimal detgelegt.
Der
W*t Znzot^r scheint täglich, eH Ausnahme bei
Montag».
Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen.
B u t t r o n.
Bauholz:
3 Eichen-Stämme von 33—52 cm Durchm., 5,4 bis 8,1 rn Länge, 2,76 fm
Der Kreisingenieur: Stahl.
Louis Rothenberger,
Neuenweg 22.
! dritten Tag im District Langsdorfer Grenzwald beim Nordstern. Hungen, am 9. Januar 1893.
Knüppel 24 rm Eichen, 45,4 rm Nadeln, Reisig 616 rm Buchen, 45 rm Eichen, 229 rm Nadeln,
9630 91.50 2160 56.40
£868- en e Musik-Zeitung“ "QS [
e ne^dauerude Heimstätte finden. Jede Probe-Nummer genügt als Beweismittel
Vie seufzte leicht.
„Ja, Onkel Waldftein erzog mich ichter."
,Unb dann?"
„Dann kamen Neider, die mich aus Logen wollten — und ich ging. Aber,
I: Zusammenkunft ist an der ltergerstraße zunächst den Alten- Iren.
|ifcn, om 10. Januar 1893. ; lirZogl. Bürgermeisterei Gießen, i
391)00 19600 i 53.20 10260 11016 5190
Mahnung an Kindespflicht Glück und Frieden auf immer stören!"
„Ach ja — auch Sie mußten.sich opfern! Uebrigens kenne ich Herrn von Waldstein, Ihren Vormund; er ist einer der vortrefflichsten Männer, die je gelebt haben."
„Ja, das ist er!" rief Bella strahlend und reichte Arloff die Hand, „Durchlaucht, ich danke Ihnen für dies Wort; es verpflichtet mich Ihnen aufs Lebhafteste. O, wie lieb habe ich Onkel Alsred und wie freue ich mich, ihn wiederzusehen. Mit ihm zusammen zu leben, für ihn, wie einen Vater, zu sorgen, war mein größter Wunsch — aber er ging nicht in Erfüllung! Das Leben ist ja nur eine schwere Pflicht, aber kein Vergnügen."
„So jung noch und schon so pessimistisch," bemerkte Arloff halblaut, doch im selben Moment trat Volkert herbei.
„Bella, es ist die höchste Zeit. Ich weiß nicht, weßhalb der Schimmel heute so widerspenstig ist."
„Auf Wiedersehen," sagte der Prinz, sich ehrerbietig verneigend, „ich meine, unser Gespräch muß ein andermal beendet werden."
In der That war das Schulpfcrd, auf dem Donna Bella in die Manege ritt, höchst ungeberdig- es wieherte, schlug mit dem Schweif und versuchte alles Mögliche, seine Reiterin abzuwerfen, doch wie aus Stahl und Eisen saß sie regungslos im Sattel.
„Zieh den rechten Zügel fester, Bella," befahl der Director, „Neumann, gieb die lange Peitsche und nun die Barrieren."
Bella that, wie ihr geheißen, sie setzte zum Sprunge an, umsonst, das Thier versagte; kein Zureden, kein Liebkosen half, da sauste die Peitsche des Directors auf daffelbe, es stieg kerzengerade empor — aber es sprang nicht."
„Sitz ab, Bella, ich werde das Pferd selbst reiten." Dunk-lroth vor Zorn eilte Volkert selbst herbei, aber das junge Mädchen schüttelte energisch den Kopf.
„Ich will es retten und ich bleibe im Sattel," erklärte sie energisch, und nun begann eine strenge Lection.
Die lange Peitsche des Directors sauste erbarmungslos hernieder, bald rechts, bald links, sie traf nicht das Pferd allein, sondern zu wiederholten Malen der Reiterin Hals und Schultern.
„Halt ein, Vater!" schrie da plötzlich Bella, „Du quälst daS'arme Thier) hier liegt ein Bubenstreich vor."
hl. Uni
h 2 3bnnmtrn (mit It[b
tl pro Quartal 1X leeeri /rttlt eii triiH. zig- .
A. Kttb» VeriBfr
2 Zum Einwalzen:
! Strecke 42a
bei der heftigen Bewegung und Schleier um sie her.
„Wo ist ein Stallmeister?" solcher zusprang: „Nehmen Sie
D-^Vorftand.
verein.
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rechten Nüster das qualmende Stück. Ein elender Schurke hat ihm heißen Schwamm hineingesteckt, — um mir zu schaden."
Alles drängte entsetzt, verwundert zu dem nun plötzlich lammfrommen Thiere,- man sprach, man rief, und nur zwei Menschen waren vor Erregung stumm, dort der stattliche Eürassier, der an der Säule lehnte, und das blonde, bleiche Mädchen im Sattel, welches er nicht aus den Augen ließ.
Der Abend kam. Eine dichte Menschenmenge drängte sich zum Circus, die noch immer wuchs, je näher der Anfang der Vorstellung rückte. Wagen rollten heran, Zettelträger schrieen gellend, eintönig: „Benefiz für Donna Bella! Große Paradevorstellung — meine Herrschaften — noch Billets zu haben !"
Drin im Innern der Manege war alles glänzend deco- rirt, zum Schluß sollte eine Amazonenquadrille im Feuerregeu geritten werden, das Glanzstück der ganzen Vorstellung, unb die prächtig livrierten Stallmeister liefen noch geschäftig hin und her, um allerlei Vorbereitungen zu treffen.
Nur die Hauptperson des Abends, Donna Bella, saß still und bleich in ihrer Garderobe; sie trug bereits das schwarzsammtne Reitkleid, in dem sie das jeu de rose reiten sollte, aber ihr Auge schweifte sinnend in die Ferne, um den rothen Mund spielte eine Wehmuth, die man bei der gefeierten Reiterin kaum erwartet hätte.
„Was soll das bedeuten," murmelte sie vor sich hin, „weßhalb kreuzt ein Mann meinen einsamen Lebensweg, den ich nicht wie die anderen vergessen kann, sobald er au§ meinem Gesichtskreise ist. Auf Wiedersehen, sagte er, und doch — uns wäre bester, wir würden für immer auseinander gehalten. Und er gerade ist Hertas Verlobter! Dies kalte, hochmüthige Mädchen mit dem beißenden Sarkasmus auf den Lippen soll neben einem ernsten, edlen Eharacter wie Prinz Arloff durchs Leben gehen. Er wird elend an ihrer Seite — aus Kindespflicht, wie ich in der Manege!"
i Fortsetzung folgt.)
heilen.
5)1 ^er Vorstands
Rmtr. 93
3 8
M von Vormittags 9 Uhr an, im Gießener Stadtwalde in dem tlin Buchenkopf nachverzeichnetes $ ^ersteigert werden:
l- Bau-, Werk und Nutzholz. äHnstärnme mit 1,57 Festmeter.
B. Brennholz.
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iterseft
eins Saal,
r wollen geff. ihre Ver- ’n.
keinen Zutritt.
Der Vorstand.
Leichenfrau
h AchtunMll [202 lrndt, KochntzyG lv.
). b. neun. WoUüW Ml Nmicht. W-i-d. Exp. d- Bl r ein hiesiges EngrckGeM ch ober zu Ostern ein Lehr« it.
bei der
Irrwege
Novelle von F. von Pückler.
(10. Fortsetzung.)
Unsere Bekanntschaft ist noch sehr kurz, Fräulein Volkert," zlc soeben der Prinz, als er mit Bella bei dem Schulpferde :nb, welches sie vorzugsweise gern ritt, „und es könnte in- Stret anssehen — sei es drum! Weßhalb sind Sie denn Ufneiterin geworden?"
„Ja, weßhalb," nickte sie bitter, „es ist eine kurze und 4 auch lange Geschichte, die Sie vielleicht langweilen würde, «chlaucht. Fasten wir ein kurzes Resumc zusammen — so :t es meine Kindespflicht, den Vater zu retten, welcher am :nbt des Abgrundes schwebte."
„Aber Sie haben eine ganz andere Erziehung genoffen."
Aeilgeöotenes.
Hausverkauf.
10809] Das an der Ecke der Sonnenstraße und Neuen Baue gelegene
Ricker'sche Haus,
viertagä beiger IlmraratotHM 2 Mark 20 Pfg. a* Bringerlohn.
Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Plg.
Äebartioit, (tftxbttiMi und Druckerei:
Fernsprecher 51.
t solche Kleinigkeiten, Prinz? Sie hören, daß die Menge t zujauchzt, daß der Circus ausverkauft ist — da muß ich ch glücklich fein."
„Nein, mein Fräulein, Sie nicht —"
„Und weßhalb ich nicht? Sind Sie Psychologe?"
„Ein wenig. Ich habe Sie schon öfters reiten sehen d beobachtet, wie wenig Sie sich aus dem Beifall der -wgc machen. Ihr Auge ist gleichsam nach innen gerichtet »ich möchte sagen, man sieht Ihnen an, daß Ihr Geist M mit dem Körper reitet."
»Ein scharfer Beobachter! Sonst blickt das Publikum ineber nach den Pferden oder der Toilette der Kunst- trm —"
„Auch ich bin eine ernste Natur —"
,Sie sind schon längst mit der Gräfin verlobt?"
„Ja. Unsere Eltern trafen ein Abkommen, die Kinder ifen nicht daran rütteln."
„0, wenn die Eltern wüßten, wie oft sie durch die
Fr. Hennings |
StlterSweg 14. Carl Grünlnger, Stuttgart. “Abonnements d. jede Buchhandlg.
in dem mehrere Jahrzehnte eine rentable Buchhandlung betrüben wurde, das auch für jeden anderen Geschäftsbetrieb sich eignet, soll unter günstig.n Bedingungen verkauft werden. Taxation JL öO.ÖUu.—.
Nähere Auskunft ertheilt
.„ngwlw, 3)$orjtanb5< I Metzener Stadtwalde.
Montag den 16. Januar
ob WO.
hm. '/-« Ubr:
Holzversteigerung
I Die zur Unterhaltung der nach-! Es soll versteigert werden: stehenden Kreiöstraßen erforderlichen 1 Montag den 16. Januar d. I.
Decksteine werden am 111 dem District Herborn:
'SIH-
r.s’5**-
die Reichhaltigkeit und Billigkeit des Blattes (nur Mk. 1.— pro Quart, für 8 Nummern > emvstehlt U l/fntz MlriitähitrA 17 mit vielen Musikbeilagen ggST" Probe-Nummern gratis urd franco vom Verleger i R 2/lUUVVurg 4/
’ ....... " w. od. Postanstalt. 1 ________
RS Frisch geschoffenc Halkn s
»imstag, 17. Januar, Vor-1
19.60 U 9 ü()r/ versteigere ich im | bei der Ganseburg:
sichten.Derbstaiigen, 10,14 fm,
die edle Musika gepflegt wird, Interesse für alle Vor- gänge auf musikalischem Gebiet vorhanden ist, neben Unterhaltung auch auf Belehrung Werth gelegt wird,
_ _ . , Stöcke 177,4 rm Buchen, 16 rm Eiche, 65 rm Nadeln.
: , i Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags um 10 Uhr;
Gießen-Gleiberg je circaam ersten und zweiten Tag im District Herborn am Bahnübergang, am 40 cbm, ! dritten Taa im District Lanasdorfer Grenrwald beim Nordstern.
O sehr beliebt, unübertroffen, eigenes Fabrikat. 8
Fa E. Winter Nachfolger (A. Welz), 8*
ü 34] Wallthorstraße 16. Sf
/- -Reisslängen, 37,81
Brennholz:
900 BucheN'Wellen,
50 Eichen- „
-350 Fichten- „ in, 12. Januar 1893.
H. Adami
Dienstag, 17. Januar 1893,
Nachmittags 2*/-e Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Heinrich Kinkel Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 1. Nr. 1148 — 150 Meter Hofraithe in der Kühgasse.
Flur I. Nr. 1155Vio — 29 Meter Hofrasthe. an der Stadtpforte neben der. Bach
öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 9. Januar 1893.
Großh. Ortsgericht Gießen.
__________I- A.: Bogt.________398
Freiwilliger Verkauf.
Die Wirthschaft „zum Gam- brinus", Wetzsteingasie 39, soll aus freier Hand zwecks Vermögensaus- einanderfetzung verkauft werden.
Nähere Auskunft ertheilt [311 Dr. Fuhr, Rechtsanwalt.
MWschäst.
3.nu«r Mu in«.
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Vormittags IO Uhr ~ ^rcyen-^ramme von öj—oz cm ^urcym., 5,4 bis 8,1 r
im Amtszimmer des Unterzetchneten, Nadel'Schmttholz-Stämme von 35—51 cm Durchm. an welchen diesbezügliche Angebote. m r' unter Angabe der Brüche, aus denen ^^0Nad^-Stamme von 19—32 cm Durchm., 8 bis 21 m Länge, 150 fm. die Steine geliefert werden wollen, . Dleustag den iV. und Mittwoch den IS. Januar d. I. bis zu diesem Zeitpunkt einzureichen!'" ben Sl^lcUn Herborn und Langsdorfer Grenzwald: sind, und bei welchem die Lieferungs- „Qr „ ,
bedingungen zur Einsicht offen liegen, ! Schert 79a rm Buchen, 19,6 rm Eichen, vergeben.


