UNg
hrgiuig
tvpJRSS
t Januar, 1. April, oer ein neues Quartal deS Humors zum urses höchst originelle »farbig iüttfMrtt B nur jt, 3.- pro ^r. 8915 des btutföor unen Bestellungen an. -
e Vraniben 'S» n b. Stuttgart.
e Theilnahme bei dem r imb Schwiegermutter [988 gel, LöwenWe.
Ämhme bei dem M- 1 »Mchrn THlerch/lS |
nb die trostreiche Grab- r sagen wir hierdurch
totz und Frau.
[997
9« St
Ä1
5!
8?
38'
1»
’ MkgeliM xeb««r 1*
.Stfft*1*
SsS»*
ttjS/ji ,«ct
ige.
mit die we gefallen hat, unteren
er, den
ftehner
ire , I „fei« i« I» i" *•’
,93.
, Smtt-bli-b---"'
■n 4. F-bn>"
alt.
#tt. 28 AweiteS Blatt. Donnerstag dm 2. Februar
1893
Der t*4t*ct JlHjdg« erscheint täglich, 3>tt Ausnahme deS MontagL.
Die Gießener
v«kn dem LnzeiW-r sechmtlich dreimal LtiyltgL
Gießener Anzeiger
Kenerat-Unzeiger.
kterrellährrger jl6o*a<mnrt»»rd» i 2 Marl 20 Psg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Marl 50 Ps^
«edaction, tjpeMtt«« und Drucker«:
-ch.tßr«tze JU.l Kernlprecher 51
Amts- unb Anzcigebl«tt für den Kreis Giefzen.
Verkehr, Land- nnd Volkswirthschaft.
— Der Nutzen und »achthell de» Schnee» für die Laad- Wirthschaft. ES besteht im 'Allgemeinen die Anschauung, daß der Schnee der Landwtrthschast großen Nutzen bringe, daß er die Saaten vor dem Erfrieren schütze und daß er außerdem vermöge seines Gehaltes an Salzen und Stickstoff, welche er aus der Luft in sich aufnehme, als eine Art Dünger wirke. In letzterer Hinsicht darf man aber bezüglich der Wirkung des Schnees große Zweifel hegen, denn die nachweisbaren Mengen des Schnees an Salzen und Stickstoff sind außerordentlich gering geraden, und andere Forscher, wie Haffen- fratz, Monge und Morreau schreiben die günstige Wirkung deS Scbnees auf die Vegetation sogar dem im Schnee ongehäuften Sauerstoff zu. Dieser Behauptung tritt aber Earradort scharf entgegen, indem er durch verschiedene Experimente gefunden zu haben glaubt, daß gerade dem Schnee, resp. dem Thauwasser des Schnees der Sauerstoff fehle, und daß der freie Sauerstoff erst nach dem Thauen des Schnees aus der Luft zu dem Schneewasser trete. Solchen Widerfprüchen gegenüber wird der Landwtrth wohl klug handeln, wenn er dem Schnee eine eigentliche positive Düngewirkung nicht beimißt, sondern einfach damit rechnet, daß der Schnee als Schutz gegen Frost wirkt, indem er einerseits die strenge Winterluft von der Saat fernhält, und andererseits die Bodenwärme festhält. Ferner wirkt der Schnee aber im Frühjahr oder auch bereits Ende Winter dadurch günstig, daß er für eine langsame und in die Tiefe des Erdreiches dringende Befeuchtung das Thauwasser liefert. Nun ist es aber für die Land- wirthschaft durchaus nicht gleichgtlttg, wie der Schnee liegt und wie er wegthaut. Liegt der Schnee nur wenige Zentimeter hoch, fo kann er weder gegen Frost großen Schutz gewähren, noch viel Thauwaffer spenden. Liegt der Schnee aber sehr hoch und selbst nur 25 Zentimeter hoch, so hält er die Saaten und den jungen Klee wohl warm, entzieht aber, wenn er sehr lange liegt, den Pflänzchen Luft und Licht und läßt viele von ihnen verfaulen und ersticken. Da ist es eben wünschenswerth, daß der Landwtrth hohe Schneewehen von seinen Saatfeldern beseitigt oder doch durchsticht und gegen das Frühjahr hin, wenn der Schnee hoch liegt oder mit einer festen Eiskruste überzogm ist, die Saatfelder einmal überwalzt oder Pferde und Ochsen mehrere Male darüber laufen läßt, wodurch der Schnee zusammengetreten und viele luftige und leichter zum Schmelzen kommende Stellen gebildet werden. Liegt der Schnee nur 10 bis 20 Zentimeter hoch, so ist ein Abwalzen oder Zertreten des Schnees nur dann nöthig, wenn er von einer festen Eiskruste bedeckt ist. Bei ganz plötzlich und hastig auftretendem Thauwetter muß der Landwtrth noch darauf achten, daß sich das Schneewasser nicht aus seinen Feldern förmlich staut.
Vertreter in Kietzen r Heinrich Wallach.
746
/"£' £ erzielt man nur, wenn die Annoncen zweck.
■ (V p T gl I g| mäßig abgefaßt und typographisch ange- । V ▼ DR messen ausgestattet sind, ferner die richtige ~ Wahl der geeigneten Zeitungen ge-
mit*Il1 Atinnnmt troffen wird. Um dies zu erreichen, wende UUIUJ man sich an die Annoncen-Expedition
Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., von dieser Firma werden die zur Erzielung eines Erfolges erforderlichen Auskünfte kostenfrei ertheilt, sowie JnseratemEntwürfe zur Ansicht geliefert. Berechnet werden lediglich die Original-Zeilenpreise der Zeitungen unter Bewilligung höchster Rabatte bei größeren Aufträgen, so daß durch Benutzung dieses Institutes neben den sonstigen großen Vortheilen eine Ersparniß an Jn- ferationskosten erreicht wird.
■PLirr RiröAlirn Kais.Kgi.Iio». Baden- Niederlagen
InEE-MESSMER WS"" kenntlich
empfiehlt vorzügl. Theemlschungen i M. 2.80 u. M. 3.50 pr. Pfd. Probe-
packete 80 PL u. M. X.- fco. (Doppelbrief) sehr beliebt u. verbreitet. [239].
Ille InnonccB-eureaur M In- tm> Auslandes nehme»
Gratisbeilage: Hießener Kamilienötätter.
In,eigen für den
entgegen.
Amtlicher Tbeil
muß daraus ein bedeutendes Mißverhältniß zwischen in- l
wurden im Monat Januar 18 Mann.
«»»»hm, »OB Anzeigen zu der Nachmittag» für den f-lgmden leg erscheinenden Nummer bis vor». 10 ttyt.
dustrieller Production und industrieller Consumtion hervorgehen, auch wenn man berücksichtigt, daß auch heutzutage in den meisten Familien der Verbrauch an Jndustrieartikeln größer ist als vor 25 Jahren. Sehr nachtheilig für die europäische Industrie ist auch der Umstand, daß die beiden größten Länder der Erde, die Vereinigten Staaten von Nordamerika und Rußland, durch enorme Zölle die Einführung fremder Jndustrieartikel erschweren. Neben einer Aenderung der Handelspolitik dieser beiden Länder kann daher nur eine Beschränkung der industriellen Ueberproduction, die vielfach schon nothgedrungen eingetreten ist, eine Beseitigung der vorhandenen Calamitäten bringen.
ganzen Waare arbeitende Großindustrie gegenwärtig an industriellen Erzeugniffen der verschiedensten Art mindestens 50 pCt. (in vielen Branchen aber wohl 100 pCt.) mehr fab- rizirt als dies vor 25 Jahren der Fall war. In diesem Verhältniffe ist aber in keinem Lande der Erde die Bevölkerung gewachsen, denn da kann man nur sagen, daß die Einwohnerzahl der meisten Staaten nicht mehr als höchstens 25 pCt. in den letzten 25 Jahren sich vermehrt hat, also
Die Calamitäten in der Industrie als die natürliche Folge der gesteigerten Production.
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Januar. Der Besuch des russischen Thronfolgers am Berliner Hofe wird jetzt in seiner politischen Bedeutung vielfach ebenso sehr überschätzt, als das Ereigniß vorher in dieser Beziehung unterschätzt worden ist. Unzweifelhaft hat der mehrtägige Aufenthalt des Czarewitsch in der deutschen Hauptstadt durch seinen gesammten Verlauf eine politische Umrahmung erhalten, an welche ursprünglich wohl auf keiner Seite gedacht worden war. Wenn nunmehr aber dieser Besuch als ein Ereigniß allerersten Ranges ausposaunt wird, dem man die weittragendsten Wandlungen in dem Verhältniß zwischen Rußland und Deutschland als voraussichtliche Folgen zuschreibt, so heißt das offenbar bedeutend über das Ziel hinausgeschossen. Gewiß darf man erwarten, daß die Berliner Reise des russischen Thronerben zu einer freundlicheren Gestaltung der zwischen dem Deutschen Reiche und dem Czarenreiche bislang bestandenen kühlen Beziehungen führen werde. Indessen sind die Grundlinien der auswärtigen Politik der beiden großen Nachbarstaaten schon seit Jahren derartig festgelegt, daß sie durch eine äußerliche Wiederannäherung zwischen Deutschland und Rußland schwerlich berührt werden können, diese Linien scheiden sich aber an bestimmten Punkten.
— General v. Coe, commandirender General des 8. (rheinischen) Armeecorps, begibt sich bekanntlich als Special- gesandter seines kaiserlichen Herrn nach Rom, um dem Papste zu dessen Bischofsjubiläum die Glückwünsche des Deutschen Kaisers zu überbringen. Wie jetzt bekannt wird, ist General v. Loe zugleich beauftragt, dem Papste ein Handschreiben, sowie kostbare Geschenke des Kaisers zu überreichen. Jedenfalls bildet diese Mission des genannten hohen Militärs einen neuen Beweis für den erfreulichen Stand der gegenwärtigen Beziehungen zwischen Berlin und dem Batican.
— Dem Bundesrathe ist der Entwurf einer Kaiserlichen Verordnung zugegangen, wonach die ergangenen Reichs- gesetze über gesundheitspolizeiliche Angelegenheiten vom 1. April dss. Js. ab auch auf der Insel Helgoland in Kraft treten sollen.
Vermischtes.
' Der geprellte Dieb. Kellner: „Ach, Herr X., es ist etwas Schreckliches passirt, ein Dieb hat Ihren Ueberzieher vom Kleiderhaken gestohlen." — Student X.: „Schad't nichts, den krieg' ich schon wieder, der Dieb wird ihn jedenfalls versetzen wollen und jeder Pfandleiher in der Stadt weiß, daß es der meinige ist!"
* Aus der Znstructionsstuude. Wachtmeister: „Warum muß der Kavallerist sein Pferd lieb haben?" Rekrut: „Das g'fällt 'm Gaul und dem Staat kost's nix?"
Gießen, am 1. Februar 1893.
Betr.: Das Ersatzgeschäft für 1893.
Der Civil-Vorfitzende der Großherzogl.
Ersatz-Commission Gietzen
an die Grofth. Bürgermeistereien des Kreises.
Sie wollen nunmehr mit Aufstellung der Stammrollen sofort beginnen und dieselben mit denjenigen für 1891 und 1892 bis längstens den 10. l. Mts. bei Meidung der Abholung durch Wartboten einseuden.
Hierbei wollen Sie die dem Formulare vorgedruckte Anmerkung genau beachten, insbesondere alle Bestrafungen rc. unter Rubrik „Bemerkungen" eintragen.
Falls ein Bruder eines Militärpflichtigen bei der Musterung mit zur Vorstellung kommen, oder bereits im Heere dienen sollte, wollen Sie dies in der Stammrolle bemerken. Z. B. Ein Bruder geb. am . . ten.....187 .
kommt pro 1893 mit zur Vorstellung, oder ein Bruder dient seit . . ten 18 . . im Regiment Nr.....te Compagnie.
Außerdem wollen Sie ein genaues Augenmerk auf die Rechtschreibung der Namen der Militärpflichtigen richten, sowie auch darauf, daß der Geburtsort richtig bezeichnet und der in Betracht kommende Verwaltungsbezirk (Kreis, Amtshauptmannschaft, Oberamt, Bezirksamt rc.) zutreffend angegeben wird und bei allen sich anmeldenden Militärpflichtigen sich genau darüber verlässigen, welches Gewerbe dieselben betreiben, bezw. ob die diesbezüglichen An- Haben zutreffend sind. Es kommt dies namentlich in Betracht bei Sattlern, Schneidern, Schuhmachern, Schlossern, Schmieden, Wagnern und Zimmerleuten, bei welchen erforderlichen Falls festzustellen wäre, ob dieselben dieses Gewerbe thatsächlich gelernt haben, sowie jetzt noch betreiben. Bei den in der Landwirthschaft thätigen Militärpflichtigen ist durch Eintragung des Vermerks „m. Pf." (mit Pferden) oder „o. Pf." (ohne Pferde) in Spalte 8 anzugeben, ob dieselben mit Pferden umzugehen verstehen oder nicht.
Sodann wollen Sie am Schluffe der Stammrolle aus- .drücklich bescheinigen:
1) daß und bezw. wann die Aufforderung zur Anmeldung zur Stammrolle erfolgt ist;
2) daß die in derselben eingetragenen und nicht im Orte geborenen Militärpflichtigen in Ihrer Gemeinde zur Zeit der Anmeldung ihren dauernden Aufenthalt haben;
3) daß die in Ihren Gemeinden zuständigen, sich daselbst jedoch nicht aushaltenden Militärpflichtigen angewiesen worden sind, sich bei der Bürgermeisterei ihres Aufenthaltsortes zur Stammrolle anzumelden.
Reclamationen aus früheren Jahren, welche pro 1893 erneuert werden sollen, sind alsbald mittelst Bericht ein# zufordern.
Neue Reclamationen sind mit den Stammrollen vorzulegen. Dr. Melior, Negierungsrath.
land: Schweiz 1, Oesterreich 2, Frankreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 51, Anstreicher 2, Bäcker 3, Barbier 1, Bergleute 1, Brauer 1, Buchbinder 1, Buchdrucker 1, Cartonagearbeiler 1, Conditor 2, Drechsler 1, Färber 3, Former 1, Gärtner 2, Glaser 1, Goldarbetter 1, Hausbursche 1, Heizer 1, Kaufleute 6, Kellner 1, Knecht 1, Landwirthe 1, Masseur 1, Maurer 3, Mechaniker 1, Messerschmied 1, Müller 2, Meialldreher 1, Polsterer 1, Sattler 1, Schloffer 2, : Schmiede 3, Schneider 4, Schreiber 2, Schreiner 1, Schriftsetzer 1, Schuhmacher 7, Seiler 1, Tüncher 1, Weber 2, Zimmerleute 1, Zmngießer 1. Im Monat Januar wurden entlassen 16 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 11, durch Arbeitsbesorgung durch die Colonie 2, wegen schlechten Betragens 2, auf Requisition der Behörden 1. Verpflegungstage im Januar 1892: 3658. Gearbeitet wurde an
2905 Tagen, hierunter 163 Tage für fremde Rechnung. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2161 Mann, dagegen abgegangen im Ganzen 2040, bleibt Bestand am 1. Februar 1893 121 Mann. Abgewiesen
Man hört jetzt vielfach in industriellen Kreisen über schlechten Geschäftsgang klagen, und ohne in übertriebene Beschwerden und Nothstandsrufe einstimmen zu wollen, muß auch anerkannt werden, daß in vielen Geschäftszweigen zur Zeit ein ganz ungenügender Absatz stattfindet und zum Theil mit Schaden die Fabriken deßhalb in Betrieb gehalten werden. Da die Dauer dieser Calamitäten nicht von gestern herrührt, io wäre es wahrscheinlich falsch, wenn man sie als Einzelerscheinungen betrachten wollte, sondern man wird vielmehr auf allgemeine Ursachen seinen Blick lenken müffen. Zunächst könnte man sich über den geringeren Bedarf an Jndustrie- producten, wenigstens seit dem 1. October v. I. wundern, denn die im Großen und Ganzen vorzügliche Getreideernte und Kartoffelernte des letzten Jahres hat zwei der wichtigsten Nahrungsmittel so billig gemacht, daß daraus für die Mehr» fielt der Familien in den europäischen Culturländern eine wirthschaftliche Erleichterung erblickt und eine Veranlaffung zu einer größeren Ausgabe für Kleider und sonstiger Industrie» artikel erwartet werden mußte. Warum ist nun aber trotzdem der seit vorigem Herbste erhoffte Aufschwung in der Industrie nicht eingetreten? Der Grund dafür liegt ohne Zweifel in der Hauptsache darin, daß die nach dem Grund- f-atze: Kleiner Nutzen im Einzelnen, aber großer Umsatz der
Locales rrnd j)ror>inzrelles,
Grüuberg, 30. Januar. Auf den vier Grünberger Fruchtmärkten im Monat Januar 1893 sind verkauft worden: 127,25 Doppelcentner Weizen zu 2091 Mark, 27,25 Doppelcentner Korn zu 382,10 Mk., 24 Doppelcentner Gerste zu 345 Mk., 22,25 Doppelcentner Hafer zu 310,20 Mk., 5,25 Doppelcentner Erbsen zu 84 M*., zus. 306 Doppelcentner zu 3212,30 Mk.
-e. Neu - Ulrichstein, 1. Februar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Januar 189 3. Ende Januar 1893 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 121 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 33, Regierungsbezirk Kassel 17, Regierungsbezirk Wiesbaden 11. Königreich Preußen: Provinz Rheinlande 5, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 1, Provinz Brandenburg und Berlin 3, Provinz Schlesien 3, Provinz Posen 1, Provinz Pommern 4, Provinz Ost- und Westpreußen 5, Provinz Schleswig-Holstein 1. Königreich Bayern 11, Königreich Sachsen 7, Königreich Württemberg 3. Großherzogthum Baden 3; thüringische Staaten 4. Fürstenthum Lippe-Detmold 1, Fürstenthum Waldeck 1. Aus-


