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Patentes für die Holzverkleinerungsmaschine ihn geschädigt habe. BiSmarck machte gestern Abend 10 Uhr, unerkannt, von Dr. Schweninger begleitet, eine Fahrt durch den Prater.

Paris, 22. Juni. Der Proceß Ravachol in Mont- brison hat begonnen. Ravachol ist geständig.

Petersburg, 23. Juni. DerWestnik Finanffow" schreibt: Die Ernteaussichten in vielen Gouvernements sind schlecht. Die anfänglich guten Hoffnungen in Kasan, Samara und Wiatka sind stark gesunken. Der Frühjahrsanbau ist in einzelnen Gouvernements wegen Mangel an Zugvieh erst jetzt beendet. _____________

Montbrison, 23. Juni. Der Anarchist Ravachol wurde zum Tode verurtheilt, Beala und Soubern freu gesprochen.

Dar-es-Salaam, 23.Juni. Unterossizier Bartel, selbst verwundet, undLazarethgehilse Wiest melden unterm 10.Juni: Bei Moschi Gefecht mit Mali, wobei Chef Bülow und Lieutenant Wolf rum, sowie 20 Sudanesen gefallen. Die Unteroffiziere Wutzer und Wittstock halten mit 64 Mann die Kilimandjarostation. Von hier abgesandte 180 Mann Ver­stärkung sind heute in Tanga eingetroffen und sofort ins Innere dirigirt worden.

Cocains nnd provinzielles.

Gießen, 23. Juni 1892.

Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Oberheffen am 22. Juni 1892. Zur Verhandlung kommt die Strafsache gegen Marie Jekel von Rohrbach wegen Kindesmords. Die Anklage wurde von Großh. Staatsanwalt Schilling- Trygophorus vertreten, die Verteidigung führte Rechts­anwalt Weidig, als Geschworene wurden ausgeloost die Herren: Heinrich Ganß IX., Anton Brückel II., Ludwig Reidel II., Johann Peter Wagner, Georg Ohly V., Philipp Lenz V., Heinrich Schadeck III., Caspar Schmidt, Johann Georg Görlach, Wilhelm Reichert I., Karl Müller, Johannes Jung. Die Nähterin Marie Jekel, geb. Koch, von Rohrbach, Ehefrau des schon seit 7 Jahren in Amerika abwesenden August Jekel, ist angeklagt, daß sie kurz nach Ostern 1892 zu Rohrbach als Mutter ihr uneheliches Kind in oder gleich nach der Geburt vorsätzlich gelobtet habe. Die Angeklagte, das Opfer eines gewissenlosen Händlers, der ihre pecuniäre Nothlage mißbrauchte, ist vollständig geständig. Die That will sie in der Verzweiflung darüber, daß sie als verheirathete Frau und Mutter von drei Kindern noch ein Kind hätte haben müssen, begangen haben. Nachdem die Geschworenen (Obmann: Gutsbesitzer Karl Müller) das Schuldig unter Annahme mildernder Umstände ausgesprochen, wurde sie in eine Gefängnißstrase von zwei Jahren das gesetzliche Mindest­maß der Strafe nebst Kosten verurtheilt.

Wie wir hören, begeht der A k a d. N a t u r w. V e r e i n Hierselbst am 25. Juni sein Stiftungsfest, an welchem Tage er auf ein 20jähriges Bestehen und Wirken mit Stolz zurück­blicken kann. Das in Aussicht genommene Programm, soweit wir dasselbe in Erfahrung gebracht haben, besteht in einem, in Steins Garten am Samstag stattfindenden Commers, einem für Sonntag angefetzten Festessen im Kneiplocal: Restaurationzum Löwen". Hieran schließt sich eine Fahrt durch die Stadt nach dem Gleiberg. Abends Rückkehr mit Lampions und gemiithliches Zusammensein auf der Kneipe. Wir wünschen nur, daß das Wetter an diesen Tagen ein günstiges sein und so zum Gelingen des Festes beitragen möchte.

Die Gießener Ruder-Gesellschaft hat für ihre am 31. Juli d. I. stattfindende Regatta folgende Aus­schreibungen an sämmtliche deutsche Ruder-Vereine ergehen taffen: 1. Begrüßungspreis: Einser. Für Ruderer, welche noch kein offenes Rennen im Einser gewonnen haben. Einsatz Mk. 10. 2. Wanderpreis: Vierer. Dem siegenden Verein ein Nebenpreis. Einsatz Mk. 40. 3. Universitätspreis: Dollenzweier für Juniors. Einsatz Mk. 20. 4. Preis von Gießen: Vierer. Für Ruderer, welche nicht im Rennen Nr. 2 (Vierer) rudern. Einsatz Mk. 30. 5. Gleibergpreis:

Doppelzweier ohne Steuermann. Für Ruderer, welche bis zum Meldeschluß noch kein offenes Rennen im Doppelzweier ohne Steuermann gewonnen haben. Einsatz Mk. 20. 6. Ermunterungspreis: Vierer. Für Ruderer, welche noch in keinem offenen Rennen gestartet haben. Einiatz Mk. 25. 7. Preis von der Lahn: Einser. Einsatz Mk. 10. 8. Damenpreis: Vierer für Juniors. Einsatz Mk. 25. 9. Zukunstspreis: Vierer. Für Ruderer, welche bis zum 16. Juli noch kein offenes Rennen im mehrruderigen Boot gewonnen haben. Einsatz Mk. 25. 10. Preis von Wetzlar: Dollenvierer für Juniors. Einsatz Mk. 25. 11. Preis vom Woog: Einsatz für Juniors. Einsatz Mk. 10. 12. Preis von Hessen: Achter. Für Ruderer, welche bis zum 16. Juli noch kein offenes Rennen um einen Heraus- sorderungs- oder Wanderpreis im Achter gewonnen haben. Einsatz Mk. 40.

Verhaftet wurden gestern ein Bettler, und heute ein junger Bursche wegen eines außerhalb begangenen Diebstahls.

Untersuchung. Wie man uns mittheilt, ist heute das Divisionsgericht von Frankfurt a. M. hier anwesend, um über die Todesursache betreffs des unlängst ertrunkenen Soldaten vom 80. Infanterie-Regiment Ermittelungen anzu­stellen.

Entscheidung des Reichsgerichts. Das Spielen mit einer Flinte in einem öffentlichen Schanklocal und das An­legen derselben auf das daselbst befindliche Publikum ist, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, I. Strafsenats, vom 24. März 1892, als grober Unfug zu bestrafen, wenn auch der Thäter die ernstliche Absicht zu schießen gar nicht ge­habt hat.

Das neueBetriebsreglement" für die Eisenbahnen von Deutschland und Oesterreich-Ungarn ist jetzt eineVer­kehrsordnung" geworden und hat auch in seinem Inhalt eine

durchgreifende Verdeutschung erfahren. So heißt es nunmehr statt Uniform Dienstkleidung, statt Frequenz Verkehr, statt Billetexpedition Fahrkartenschalter- Expedition ist in Ab­fertigung umgewandelt- declarirt wird mit versichert, Decla­ration mit Werthangabe übersetzt, Quittung mit Empfangs­schein- Revers mit Bescheinigung- die Gardinen haben Vorhängen und die Tornister Ranzen weichen müssen.

lieber die Verhandlungen des Delegirtentages der Krieger KameradschaftHaffia", welche am Sonntag in Alsfeld stattfanden, theilen wir Folgendes mit: Die Verhandlungen begannen unter dem Vorsitz des Herrn Oberst z. D. Gerlach aus Darmstadt im GasthausZum deutschen Kaiser". Herr Bürgermeister Arnold begrüßte im Namen der Stadt in warmen Worten die Versammelten, die Theilnehwer herzlich willkommen heißend. Der Vorsitzende brachte ein Hoch auf den hohen Protector des Verbands, Se. Köuigl. Hoheit den Großherzog, aus. Die satzungsgemäß aus dem Präsidium aus- scheidenden Mitglieder, die Herren Rechtsanwalt Dr. Neuling (Darmstadt), Hauptmann d. L. Gernsheim (Worms), Amtmann Dr. Göttelmann (Büdingen) wurden wieder­und an Stelle des freiwillig zurücktretenden Herrn Ober­amtsrichter Hellwig Herr Apothekenbesitzer Scriba zu Schotten neugewählt wurden. Weiter gelangten zwei Erlasse Sr. Köuigl. Hoheit des Großherzogs zur Verlesung, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Dem Verbandspräsidium wird, im Einverständniß mit dem Großh. Ministerium, das Reckt eingeräumt, für die Zukunft solchen Vereinen, die dem Verbände drei Jahre angehören, das Führen von Fahnen zu gestatten. Hessische Wappen dürfen auch nur diejenigen Vereine führen, die derHaffia" angehören. Ebenso ist das Schießen über das Grab bei der Beerdigung verstorbener Kameraden nur dem Landesverbände angehörigen Vereinen erlaubt.

(:) Aus dem Huttenberg, 22. Juni. Mittwoch den 29. Juni findet eine Familienzusammenkunft der Lehrer des BezirksGroßen-Linden" auf der Haltestelle im Gasthofzur Linde" statt.

Darmstadt, 22. Juni. Die Zweite Kammer ge­nehmigte mit 31 Stimmen die Erhöhung der Civilliste des Großherzogs auf 1 200 000 Mk., 65 000 Mk. weniger als die Regierung gefordert hatte.

A Mainz, 22. Juni. Der Postdefraudant Wind ecker von dem hiesigen Postamte, dessen Verhaftung wir gestern mitgetheilt haben, hat das Geständnib abgelegt, daß er außer den zwei bereits ermittelten Unterschlagungen, die eine Gesarnrntsurnrne von 14900 Mk. repräsentiren, noch eine ganze Reihe anderer Postsendungen, darunter auch gewöhnliche Briese und Postkarten foi Seite geschafft habe. Die Unter­schlagungen der Werthsendungen hat Windecker in der Art bethätigt, daß erEinschreibebriefe" einer hiesigen Ver­sicherungsgesellschaft, in denen sich nach der äußeren Form Geld vermuthen ließ, hinwegnahm und dieselben mit Goutierten mit gleicher Adresse ersetzte, weicherer nur mit gewöhnlichen Papierstücken ausfüllte. Auf diese Art sorgte Windecker dafür, daß die Zahl der abgehenden Einschreibebriefe mit den Buch­einträgen übereinstimmte und die Defraudationen nicht sofort entdeckt wurden. Nur das verschwenderische Leben, das der erst 22jährige, monatlich mit nur 75 Mk. besoldete Defraudant führte, hat mit dem Erken.ien der Handschrift auf den ein­geschobenen Briefen aus die Spur Windeckers geführt.

Worms, 22. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadt- verordneten-Versammlung wurde u. A. beschlossen, eine Statistik über die Wohnungsverhältnisse der Fabrik-und bezw. gewerblichen Arbeiter aufzustellen- es soll festgestellt werden, wie viel Flächenraum und Cubikmeter auf jedes Zimmer, auf jede Wohnung, wie viel auf den Kops der Bevölkerung nach dem Alter von 10 bis 14, von 14 und mehr Jahren komme u. s. w.

vermochte».

* Karlsruhe, 20. Juni. Wie dieBadische Schulzeitung" mittheilt, wird auch in den badischen Schulen eine Ver­besserung der bisher üblichen schiefen Schreibschrift erstrebt. Es sind bereits Versuche angestellt worden, welche ergeben haben, daß die vollständige Steilschrift sehr mühsam und im praktischen Leben kaum verwendbar ist. Auch nimmt sich die deutsche Currentschrift, steil geschrieben, weniger schön aus als die lateinische Schrift. Deshalb soll ein llebergaug zur Steilschrift eingeführt werden, nämlich eine Schrift mit 7 pCt. Steigung. Dabei können Tafel oder Schreibheft ganz wagrecht gelegt werden, und die Schrift selbst hat ein ge­fälliges Aussehen. Kreisschulrath Keller in Bruchsal ist mit den Vorarbeiten zur Einführung dieser Schrift beauftragt worden.

* Elbing, 22. Juni. Das finanzielle Ergebniß der Ausstellung der deutschen Landwirthschaftsgesellschast in Königsberg ist nicht günstig. Es bleibt ein Fehlbetrag von etwa 40,000 Mk. zu decken.

* Adamsweiler i. E., 20. Juni. Ein humorvoller Vorfall hat sich unlängst hier zugetragen. Hat da ein Landmann ein altes Wohnhaus abgerissen, um an dessen Stelle ein neues zu bauen. Die Arbeiter kommen und in einigen Tagen ist die Arbeit so weit vorgeschritten, daß die Fenstersteine hätten eingesetzt werden können. Da man war eben daran, dies zu thun gebietet den Arbeitern die Haussrau ein energisches Halt! Und warum? Der Mann hatte nicht in Betracht gezogen, daß zu den neuen Fenstern, die bedeutend länger als die alten waren, die alten Fenster­vorhänge nicht passen. FlugS mußten nun die Steine durch einen Handwerker so weit abgenommen werden, daß das alte Maß erreicht war.

* Ein Kieler Restaurateur hat die dortige Polizei auf Zahlung von mehreren Tausend Mark verklagt, weil bei den strengen Absperrungsmahregeln am Tage des Czarrenbesuches Niemand sein Local betreten konnte und er dadurch nach­weislich einen großen Einnahmeausfall gehabt hat. (Hoffentlich hat diesem Einnahmeausfall gegenüber die Polizei den Aus­nahmeeinfall und entschädigt den Mann.)

* Kaiser Wilhelm als Zmpfgegner. DieFranks. Zig." bringt folgende Mittheilung, für die wir dem genannten Blatt die Verantwortlichkeit überlassen müssen:In einer Ver­sammlung der Jmpsgegner in Eisleben, in der Dr. Hübner einen Vortrag gehalten hatte, fragte in der Debatte Jemand, ob es wahr sei, daß die Kinder des Kaisers nicht geimpft worden seien und aus welchem Grunde die Impfung unter­blieben fei. Dr. Hübner antwortete, daß er bald nach der Geburt des jetzigen Kronprinzen im Jahre 1882 an den Vater, den damaligen Prinzen Wilhelm, eine von ihm über die Schädlichkeit der Impfung abgefaßte Broschüre eingesandt habe mit dem Bemerken, daß er es für seine patriotische Pflicht halte, dringend von der Impfung des jüngsten Hohen- zollern-Sprößlings abzurathen. Bald darnach habe er vom Hofmarschallamte den Bescheid erhalten, daß der Prinz Wilhelm mit Interesse von dem Inhalte der Broschüre Kenntniß ge­nommen habe. Das Ergebniß dieser Eingabe sei gewesen, daß sämmtliche Prinzen unseres jetzigen Kaiserhauses un- geimpst find."

* Ein neuer Schwerkraft-Motor. Nach vielen Versuchen ist es dem Schlossermeister H. Horstmann in Leipzig- Volkmarsdors gelungen, eine recht interessante Schwerkraft­maschine zu conftruiren, welche etwa nach dem Principe der großen Thurmuhren die Schwungkraft eines großen und schweren Pendels zur Erzeugung von Kraft aus einer gleich- mäßig rotirenben Welle benutzt. Eine Unterstützung durch menschliche Kraft braucht die Maschine nur beim Anlauf, dann geht sie aber in Folge Anwendung eines sinnreichen Mechanismus gleichmäßig fort und entwickelt dabei eine Wirkung von zwei bis fünf Pferdekräften, so daß sie zum Betriebe kleiner Hilfsmaschinen im Hausgewerbe von hoher Wichtigkeit zu sein scheint. Auf weitere Erfahrung mit dieser Kraftmaschine muß man gespannt sein, da diese für den Kleinbetrieb von allergrößter Bedeutung werden kann.

* Seit 6 Jahren hat der Abfiuth-Consum in Paris in gewaltigem Maße zugenommen- er hat sich beinahe verdrei­facht. Die Absinth'Zufuhr betrug im Jahre 1885 (in reinem Alkohol ausgedrückt) 10,755 Hectoliter. Es ist zu bemerken, daß auch die Frauen eine immer wachsende Neigung für dieses gefährliche Getränk verrathen. Früher war es eine Selten­heit, sie im Wirthshaus an einerGrünen" sitzen zu sehen, jetzt ist das durchaus nichts Auffallendes mehr.

* Akademische Bildung. 1. Kellnerin:Sag' 'mal, Selma, weißt Du vielleicht, wer der nette Herr ist dort unten am Fenster?" 2. Kellnerin:Hab' keine Ahnung aber akademisch gebildet ist er sicher!" 1. Kellnerin: So, woher weißt Du das?" 2. Kellnerin:Oh, er läßt stets den Deckel seines Schoppens auf, wenn er aus- getrunfen hat!"

Universität- Nachrichten.

UniversitätS - Statistik. Die Universität Heidel­berg weist eine Besuchsziffer von 1292 Personen auf. Es sind 86 Theologen, 384 Juristen, 278 Mediciner, 212 Angehörige der philosophischen, 196 der naturwissenschaftlichen Facultät und 136 zum Besuche der Vorlesungen Berechtigte reiferen Alters. Die Universität Berlin wird von 4356 immatricultrten Studtrenden besucht, zu welchen noch die zahlreichen Personen kommen, die die Erlaubntß haben, Vorlesungen zu hören, ohne ordnungsmäßig eingeschrieben zu sein. Von den Studtrenden gehören der Theologie 557, der Rechts­wissenschaft 1150, der Heilkunde 1185, der philosophischen Facultät 1464 an. Ihrer Herkunft nach sind 3181 Preußen, 3788 Reichs­deutsche. Aus Oesterreich-Ungarn stammen 89, aus der Schweiz 44, auS Rußland 145, aus Frankreich 6, England 24, Italien 15, Türkei 12, Griechenland 9, Niederlande 16, Rumänien 11, Schweden und Norwegen 14, Amerika 138, Asien 19, Afrika 2. Die Uni­versität Breslau wird von 1251 Studirenden und 38 Hörern besucht. 143 Studirende gehören der evangelisch-theologischen Facultät, 211 der katholisch-theologischen Facultät, 274 der juristischen, 292 der medicinischen und 331 der philosophischen an.

Professor en besold ungen aus alter Zeit. Der riesigen Besoldung gegenüber, welche heutzutage ein berühmter Ordi­narius an einer deutschen Hochschule einstreicht, stehen die früheren recht erbärmlich da. Am 15. Juli 1558 wurde der 30 Jahre alte Christoph Lurkäs (lateinisch Caesianus) mit einem Gehalt von 40 Gulden (70 Mark) jährlich angestellt, unter der Bedingung, sich 6 Jahre lang an der Freiburger Hochschule jedem Lehrauftrag zu unterziehen, den die hochwürdigen Patres seinen Fähigkeiten zutrauen würden. Sein Vetter Jodocus Lurkas (lateinisch Lorichius) wurde 1568 zum Supplenten der Lehrkanzel der Poesie in Freiburg i. B. ernannt und bezog einen Gulden (1.71 Mark) Gehalt wöchentlich, nebstdem aber das Bapstsche Stipendium. Freilich waren diese genügsamen Profifforen Ordensleute und hatten für keine Familie zu sorgen.

Schiffsnachrichtei«.

Der PostdampferFriesland" 'derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 21. Juni wohlbehalten in Newyork angekommen.

verkehr, Land» unt volkswirthfchaft.

Friedberg, 21. Juni. Fruchtpretse. Weizen X 19.00 bis 00.00, Korn X 19.00-00.00, Gerste X 15.0000.00, Hafer X 13.00- 00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo, gleich 200 Zollpfund.

Friedberg, 22. Juni. Buttermarkt. Butter kostete per Pfd. X 0.90-1.00, Eier 1 St. 6 H, 2 St. - H.

Limburg, 22. Juni. Frachtmarkt. Ryther Weizm X 17.50, weißer Weizen X 00., Korn X 14.90, Gerste X 10.00, Hafer X 6.50, Erbsen X

«ottesdienst der israelitischen KeligionsgeseUschaN.

Freitag Abend 730 Uhr, Samstag Vormittag 8oo Uhr, Samstag Nachmittag 4°o Uhr, Samstag Abend 9°° Uhr.

Leiden-Damaste schwarze, weiße u. farbige v. Mk. 2.35

bis Mk. 12.40 p. Mtr (ca. 35 Qual.) versendet roden- und stückweise porto- und zollfrei das Fabrik-Depot G. Henne- berg (K- u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Dop­peltes Briefporto nach der Schweiz. 620 |

Pfarrer, Lehrer, Beamte rc. emps. allerorten den vorzügl- Holl. Tabak bei B. Becker in Seesen a. Harz 10 Pfd- lose i Beutel. 8 X sr. [3648

Temperatur der Lahn und Luft

gemessen nach Reaumur am 23. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14 Grad, Luft 14 Grad im Sckatten.

Rübsamen'sche Badeanstalt.