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6. Soll die Zwangsversicherung selbstständig aus eigene Gefahr von Staat resp. Provinz in die Hand genommen oder Anschluß an bestehende Versicherungs-Gesellschaften gesucht werden?

Gießen, am 1. November 1892.

Der Director des landmirthschastlichen Bezirksvereins Gießen. Jost.

Deutsches Reich.

Berlin, 2. November. DerReichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung des Reichscommiffars für die Gesund­heitspflege, worin es heißt: Da die Cholera-Epidemie in Hamburg im Erlöschen begriffen sei und die Gefahr einer Weiterverbreitung der Cholera von dort durch den Schiffs­verkehr im Stromgebiet der Elbe nur in geringem Maße bestehe, da ferner auch in Berlin und Umgebung seit dem 5. October keine Erkrankung an Cholera festgestellt sei, erscheine es nicht mehr erforderlich, die zur gesundheitlichen Ueberwachung des Schiffsverkehrs getroffenen Einrichtungen in dem bisherigen Umsange aufrecht zu erhalten. Sodann werden die angeordneten Erleichterungen aufgeführt.

Berlin, 3. November. Fürst Bismarck hat sich erneut über die M i l i t ä r v o r l a g e und die hiermit zusammen­hängenden Fragen vernehmen lassen. Er hat dies einigen Leipziger Herren gegenüber, die den Altreichskanzler in den letzten Octobertagen in Varzin besuchten, gethan. Unter den­selben befand sich auch der bekannte Rechtsanwalt Dr. Hans Blum, der Sohn von Robert Blum, und ist es genannter Herr, welchem eingehendere Mittheilungen über diese Aeußer- ungen des Altreichskanzlers zu verdanken sind. Fürst Bis­marck bestritt entschieden die Nothwendigkeit der neuen Militär- Vorlage. Er betonte hierbei, daß es auch in Zukunft bei einem Kriege weniger aus die großen Massen der Heere, als vielmehr aus gute Führung und überlegene Taktik ankommen werde. Weiter wies er auch die regierungsseitig erfolgte Begründung der Vorlage durch die angeblich gesteigerte Kriegs­gefahr als nicht stichhaltig zurück. Nach Bismarcks Auf­fassung ist diese Gefahr eben nicht mehr vorhanden, wie 1888, als der Boulangismus in Frankreich in höchster Blüthe stand - auch glaubt Bismarck nicht, daß ein Krieg in den nächsten zwei oder drei Jahren ausbrechen werde. Die heutigen Machthaber in Frankreich erklärte der Fürst als durchaus friedlich gesinnt und bezüglich Rußlands erklärte er, die große Masse des Volkes denke nicht an Krieg, nur die Polen schürten in diesem Sinne,- aber die inneren Verhältnisse Rußlands gestatteten demselben für die nächsten Jahre keine kriegerische Initiative. Hieraus unterzog Fürst Bismarck die Forderungen der neuen Militärvorlage einer scharfen, abfälligen Kritik, wobei er sich namentlich gegen die zweijährige Dienstzeit wandte. Schließlich betonte er, wie es nöthig sei, erst die Quellen der Steuern zur Deckung der Militärlasten nachzu­weisen, ehe die erhöhten Militärbedürsnisse bewilligt werden könnten. Se^n Erscheinen im Reichstage zur Vertretung dieser seiner Ansichten verhieß der Fürst aber nur für den Fall der äußersten Nothwendigkeit. Außer der Militärsrage berührte er auch noch andere Themata. U. A. kam Bismarck auf die Friedens»-:rhandlungen von 1866 und die Gründung des norddeutschen Bundes zu sprechen. Hierbei setzte er seinen Besuchern in theilweise ganz neuen Ausführungen auseinander, weshalb Preußen 1866 das Königreich Sachsen nicht annectirt habe, im Gegensätze zu Kurhessen, Nassau und Hannover. Für diese Schonung Sachsens haben die Rücksicht aus die von König Johann zu erwartende Bundestreue und namentlich das entschlossene Eintreten Oesterreichs, welches andernfalls sogar den Krieg fortsetzen wollte, für die Erhaltung der Selbständigkeit Sachsens bestimmend eingewirkt.

2Ic«cftc Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 3. November. Dem Vernehmen nach begibt sich der Kaiser am 7. November zur Truppenvereidigung und zweitägigem Aufenthalt nach Stettin und von dort nach Kiel.

Berlin, 3. November. DerReichsanzeiger" meldet:

Schicksals über sich rauschen hört- sie hätten sonst dem schönen Anatole vielleicht doch nicht so viel Schmeichelhaftes gesagt! Vielleicht die Vorstellung verläuft auch wirklich brillant, alle Darstellerinnen leiften ihr Bestes, alle geben sich mit dem größten Eifer dem neuen Vergnügen hin. Und nun erst Theo! Das ist kein künstlich einstudirtes Spiel mehr, das ist warm pulsirendes Leben, das ist die Natur selber.

Der Schumerich, so blasirt und so eingebildet, so bornirt und doch so aufgeblasen, wie er dem Dichter rorgeschwebt haben muß, so getreulich abconterseit, als wäre die Rolle eigens für die Darstellerin geschrieben. Nicht enden wollender Beifall, zu dem Referendar Hans Berkow (der sich noch im letzten Moment bei der Tante Fournier eingeschmuggelt) jedes­mal das Signal gibt, lohnt die jungen Schauspielerinnen nach jedem Act- und doch ist es eigentlich nur Anarole, dem dieser Applaus gilt. Und Theo fühlt das, sie fühlt auch den Blick von zwei dunkelblauen Männeraugen mit seltsamem In­teresse auf sich ruhen- ganz inspirirt davon und getragen auf den Wogen des Triumphes, blitzen ihre Augen immer feuriger, ihr Spiel wird kecker und kühner.

Der Vorhang ist zum letzten Male gefallen- man um­drängt sie von allen Seiten, die vielen Worte der Schmeichelei dringen wie süßes Gist in die junge Seele und dennoch schwelgen ihre trunkenen Sinne in diesem Genuß. So ver­läßt sie hocherglühend den Saal, in der Thür aber zuckt sie plötzlich zusammen, es ist nur leise gesprochen worden, es war wohl nicht für chr Ohr berechnet, aber das hats doch gierig aufgefangen, dieses schöne süße Wort, sie wirds in ihrem Herzen bewahren und zeitlebens daran denken.

(Schluß folgt)

Die Börsen-Enquete-Commission vertagte sich gestern bis Anfang Januar 1893.

Berlin, 3. November. Der Bundesrath beschloß heute, den Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Strasgesetzbuches dem Reichstage wieder vorzulegen.

Wildpark, 3. November. Der Kaiser ist heute früh 73/< Uhr nach Stuttgart abgereist.

Köln, 3. November. Der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Gesellschast unterzeichneten mit den belgisch-niederländisch-amerikanischen Dampferlinien hier eine Vereinbarung, wonach nun auch Personen- tranSp orte von Newyork nach Europa von den Gesell­schaften für gemeinsame Rechnung nach vorher fest verein­barten Antheilen erfolgen.

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 3. November. In einem LeitartikelUnter- thanen und Staatsbürger" bemängelt dieVoss. Ztg." die in der Wittenberger Urkunde gebrauchten Wendungen alle Stände" undUnterthanentreue", weil die Verfassung nur Staatsbürger kenne. Es erscheine der Wunsch berechtigt, die Absaffung einer solchen Urkunde nicht Männern anzuver­trauen, die in vergangenen romantischen Zuständen leben.

Berlin, 3. November. Die Anordnung, betreffend die Geheimhaltung sämmtlicher Vorlagen desBundes- rathes, ist denBerl. Pol. Nachr." zufolge zurückgezogen worden.

Berlin, 3. November. Die Sperre und Nachver­steuerung des Tabaks wird erwartet- es soll dies durch ein Sperrgesetz geschehen, welches mit der Tabaksteuervorlage eingebracht wird.

Berlin, 3. November. DieNat.-Ztg," meldet, der Ministerpräses und der Finanzminister hielten gestern dem Kaiser über die Landtagsvorlagen Vortrag. Der Kaiser hat den Steuergesetzentwürfen zugestimmt, welche dem Landtage gleich nach dem Zusammentritt zugehen.

Berlin, 4. November. Die Reichscommission für Arbeiter st ati st ik arbeitete zunächst die Gutachten über die Arbeitszeit in Bäckereien, Conditoreien und dem Müller­gewerbe aus.

Berlin, 4. November. DerVorwärts" veröffentlicht eine Bekanntmachung des Vorstandes der social- demokratischen Partei über die eingereichten Anträge, sowie den Bericht desselben seit dem Erfurter Parteitage, reserirt ferner über allgemeine Angelegenheiten, namentlich über die bekannte Meineidsaffaire, über die Maifeier, Agita­tionen, den Kassenbericht die Parteikasse mit 233915.55 Mk. balancirend über die Presse und die Zusammenstellung der Strafen für die Agitation unter dem neuen Curs, die höher sind, als unter dem Socialistengesetz.

Berlin, 4. November. DieBerl. Pol. Nachr." erklären wiederholt, daß eine Anordnung zur Geheimhaltung sämmtlicher Drucksachen im Bundesrathe nie bestanden ' habe, deshalb auch nicht aufgehoben werden könne.

Hamburg, 3. November. Ein neuer Cholerafall mit tödtlichem Ausgange wurde heute gemeldet.

Stolp (Pommern), 3. November. Die Schloßkirche steht seit gestern Nachmittag 6 Uhr in Flammen.

Wien, 3. November. Nach derReichswehr" schob Rußland die neueste Infanterie - Division um 300 Kilometer näher an die Westgrenze vor. Die Ver­schiebung der 31. Infanterie-Division in der gleichen Richtung steht bevor.

Madrid, 3. November. Es sind Unruhen in Gra- nada ausgebrochen- eine 10000 Personen zählende Volks­menge, welche über das Nichterscheinen der Königssamilie zur Columbusseier wüthend war, zerstörte alle Triumphbogen und Fahnenmasten, sowie die Königstribüne. Die Behörden und die Gendarmerie wurden vom Hauptplatze verjagt und die Statue des Columbus selbständig enthüllt. Dieser Aufruhr ruft große Besorgniß in politischen Kreisen hervor. Die ge­summte oppositionelle und selbst die conservative Presse tadelt heftig die schwankende, unzuverlässige Politik Canovas. Eine Ministerkrisis gilt bevorstehend, zumal das Ministerium uneinig darüber ist, ob die Entlassung des Bürgermeisters von Madrid anzunehmen sei. Der Bürgermeister von Granada demissionirte gleichfalls. Die Minister geben osficiell die angezeigte Reise nach Granada auf, aus Furcht vor Volksdemonstrationen.

Localer unfc provinzieller.

Gießen, 4. November 1892.

Die Recitation zum Besten der Hamburger Nothleidenden ist ans Wunsch Vieler aus Samstag den 5. November, Abends 8 Uhr, verlegt worden. (S. Inserat.)

Ein blinder Veteran vom großen Krieg. In den nächsten Tagen beabsichtigt Herr Best, ein blinder Veteran quö den Kriegsjahren 1870/71, in den hiesigen Schulen Vorträge über seine Erlebnisse in dem Feldzug dieser Jahre zu halten. Herr Best, dessen Brust mehrere Medaillen als Zeichen bewiesener Tapferkeit zieren, hat in Cassel, Wiesbaden, und anderen großen Städten bereits Vorträge gehalten und sind ihm hierüber von den betreffenden Schuldirectoren die besten Zeugnisse ausgestellt worden. Es ist wohl nicht aran zu zweifeln, daß auch in hiesiger Stadt der bedauerns« werthe Mann, der erst längere Zeit nach dem Feldzug blind geworden und deßhalb keinen Anspruch auf Jnvaliden-Unter- slutzung hat, von Seiten wohlthätiger Menschen die verdiente Unterstützung finden wird.

K. Neues Theater. Nach einigen Abenden, die der ernsten Muse geweiht waren, zollte man gestern aus unseren Brettern wwder der hetteren ihren Tribut. Zur Aufführung kam xcrlrr ftC $1 ' eine fünfactige Posse von Mannstädt und Weller. Der Inhalt des Stückes ist kurz folgender- Burmann, der Vater zweier heirathssähiger Töchter, sucht diese aus ;ede Weise unter die Haube zu bringen. Schon bat sich em Verehrer gesunden, allein da von Mitgift keine Spur ist, zieht dieser es vor, sich aus den Rath des Allewelt-

beglückers PÜpke mit der alten aber reichen Erbtante seiner Verehrten, Burmanns einziger Hoffnung, zu verloben. Aberverlobt ist noch nicht verheirathet" sagt Burmann. Während dieser Vorgänge nämlich war Grethe von der Alm angekommen, der Burm ann Pathe gestanden hatte, als er sich vor 20 Jahren aus seiner Brautreise besand. Gestützt ans die Rechte eines Pathenkindes, glaubte Grethe die Unter­stützung Burmanns beanspruchen zu können. Doch in unzweideutigen Worten wird ihr bedeutet, daß es damit nichts ist. Trostlos hierüber findet sie Püpke und bringt fie gerührt bei Burmanns Erbtante als Kammerkätzchen unter. Sie weiß natürlich mit der jener Klasse von Bedienten­seelen angeborenen Schläue, sich in das Herz des Bräutigams ihrer Herrin einzuschleichen, der sie daraus zu seiner Frau macht. Jetzt sieht Püpke, welches Unheil er angerichtet, die Reue packt ihn und er thut Buße, indem er für Bur - wanys Töchter, nachdem die Erbschaft mit Tante Dollfuß vereinbart ist, Freier besorgt und jene, da er keinen anderen für sie weiß, selbst heirathet. Das Ganze ist ohne tieferen Gedanken, einzig und allein auf den Lacherfolg berechnet, den es auch vollkommen hatte. Herr Director Reiners war als Püpke unübertrefflich. Auch die anderen Mitwirkenden, besonders Frl. und Frau Copps (Grethe und Tante Dollsuß), Frl. Grigo (Hannchen) und die Herren Martiensen (Burmann), Rupp (Schwendler) und Weiser (Franzois) leisteten Vorzügliches, sodaß das leidlich zahlreich erschienene Publikum sich köstlich amüsirte.

Infolge des Ausrufs für die durch die Cholera« epidemie stark heimgesuchte Stadt Hamburg wurden in den nachgenannten Gemeinden 169 Centner Kartoffeln ge­sammelt und am 1. November aus der Station Lang-Göns nach Hamburg verladen. Hierzu steuerten die Gemeinden: Holzheim 90 Ctr., Ober - Hörgern 43 Ctr. und Grüningen 36 Centner.

Zur Sonntagsruhe. Eine Verordnung betr. die Er­leichterung des Milch Handels an Sonn- und Fest­tagen ist an die preußischen Regierungspräsidenten ergangen. Sie bestimmt, daß der stehende Milchhandel während zweier Nachmittagsstunden unter Berücksichtigung des örtlichen Be­dürfnisses zu gestatten sei. Ferner werden die unteren Ver­waltungsbehörden ermächtigt, das Feilbieten von Milch auf öffentlichen Wegen u. s. w. und von Haus zu Haus während der für den Milchhandel freigegebenen Nachmittagsstunden zuzulaffen. Der Vorstand einer Bäckerinnung hatte sich an den zuständigen preuß. Minister mit dem Anträge gewendet, den Verkauf von Backwaaren für die Nachmittage der Sonn­tage freizugeben. Hieraus ist, derSchles. Ztg." zufolge, ein Ministerialbescheid ergangen, wonach die Regierungspräsi­denten ermächtigt worden sind, für den Handel mit Back- und Conditorwaaren außer den im Allgemeinen für den Verkauf zugelassenen 8 Stunden gemäß § 105a der Gewerbe­ordnung ferner noch freizugeben: 1) die frühen Morgenstunden von 5 Uhr ab - 2) eine weitere, nach den örtlichen Verhält­nissen festzusetzende Nachmittagsstunde.

+ Lich, 2. November. Dem hiesigen Schulverwalter Ludwig wurde die zweite Schulstelle in Nieder-Eschbach definitiv übertragen. Seine hiesigen Collegen veranstalteten dem all­gemein beliebten Scheidenden im Gasthaus zum Löwen gestern Abend eine solenne Abschiedsfeier.

+ Lich, 2. November. Sicherem Vernehmen nach wird Herr Bürgermeister Walz dahier in den nächsten Tagen eine Sammlung für die Nothleidenden in Hamburg veranstalten.

+ Hungen, 2. November. Vieh- und Krämermarkt. Der gestern dahier abgehalteneAllerheiligen-Markt" war, wie immer, recht gut besucht. Auf dem Schweine-Markt war lebhafter Handel. Die Preise waren im Vergleich zum vorigen Markte in die Höhe gegangen, namentlich Ferkel waren sehr begehrt und wurden gut bezahlt. Die billigen Kartoffelpreise (hier wird gegenwärtig für das Malter 2,80 Mark geboten) veranlassen die Landleute, durch Schweine­zucht ihre Kartoffeln besser zu verwerthen zu suchen. Es wurde bezahlt für das Paar Ferkel 40 bis 55 Mark. Läufer stellten sich entsprechend höher. Auch der Krämermarkt war gut besucht und wurden vorzugsweise Einkäufe in Winter- waaren gemacht.

Klein-Eichen, ,31. October. Herr Bürgermeister Müller ist einstimmig wiedergewählt worden.

+ Illnhausen, 3. November. Die unverehelichte Tochter eines hiesigen Einwohners ist von einem Kinde entbunden worden, das einige Stunden nach der Geburt in dem Bette neben seiner Mutter als Leiche aufgefunden wurde. Da der Körper des Kindes verdächtige Spnren zeigte, so wurde dem Gericht die Anzeige gemacht und dasselbe wird heute die Section der Leiche vornehmen lassen. Es wird dann wohl festgestellt werden, ob das Kind durch fahrlässige oder gewalt­same Weise ums Leben gekommen ist.

-r. Alsfeld, 2. November. Am vergangenen Montag Vormittags 10 Uhr hat die hiesige landw. Winterschule ihren diesjährigen Wintercursus begonnen. Zu der einfachen Eröffnungsfeier hatten sich die Schüler, deren Eltern, die Lehrer der Schule und vom Aufsichtsrath Herr Kreisrath von Grolman eingesunden. In einer kurzen Ansprache wies Herr Landwirthschastslehrer Leithiger auf die Zwecke und Ziele der Sckule hin, von den Schülern forderte er, um in der kurzen Zeit die gestellte Aufgabe erfüllen zu können, Fleiß, Strebsamkeit und gutes Betragen in und außer der Schule. Ausgenommen wurden 37 Schüler, von welchen 19 dem oberen und 18 dem unteren Cursus angehören. Die Schülerzahl, die höchste, welche bisher die Schule erreichte, ist gegen das Vorjahr um 5 gewachsen. Der Heimath nach stammen 28 Schüler aus dem Kreise Alsseld, je 2 aus dem Kreise Gießen und Lauterbach, 1 aus dem Kreise Schotten, 4 aus Preußen.