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822] Zum 15. März oder 1. April wird ein reinliches und gesundes MLdche« gesucht Wo? sagt die Exped. d. Bl.

726] Für ein Tuchgeschäft wird ein Lehrling aus achtbarer Familie gesucht. Anerbietungen schriftlich unter A. Z. 5 an die Exped. d Bl.__________________

824J Ein jüngeres Mädchen tagsüber zu Kindern gesucht.

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J. Januar. Gar häusig hört ändler, daß sie so mit vor- , daß an einen Absatz beinahe s Anhausen von Maaren ist i, daß säst alle One von erden. So sollen kürzlich in , 500 Seelen) in einer Äachl

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oder minder großen Blechbüchsen ins Wasser gesenkt. In rascher Aufeinanderfolge krachte nun Schuß aus Schuß, bald kleinere, bald größere Löcher und Sprünge in der starken Eisdecke verursachend. Als eine besonders starke Ladung entzündet wurde, flog ein Regen schwerer Eisschollen weit über haushoch in die Luft. Diese Explosion gewährte einen prächtigen Anblick. Gegen Mittag waren die Sprengarbeiten soweit gediehen, daß die Brücke größtenteils frei war und die nach und nach abschwemmenden, theils mächtig breiten und dicken Eisschollen ungehemmt durchpassiren konnten. Wie es heißt, sollen die Sprengungen morgen früh bei der oberen Eisenbahnbrücke fortgesetzt werden.

E. Wetzlar, 26. Januar. Hier hat sich ein aus Beamten, Arbeitgebern und Arbeitern bestehender Verein gegen das Umsichgreifen der Socialdemokratie gebildet. Der Verein nennt sichDeutscher Volksverein Wetzlar" und soll bezwecken: Die Pflege der Liebe zum deutschen Vaterlande und der Treue zu Kaiser und Reich, Hebung der allgemeinen Bildung und des religiösen und sittlichen Gefühls, Bekämpfung der auf Umsturz der seitherigen Gesellschaftsordnung gerichteten und den Klassenhaß nährenden Bestrebungen der Social­demokratie, Unterstützung der Mitglieder in ihren wirthschast- lichen Verhältnisien, Pflege einer guten Geselligkeit.

*ff Kastel, 27. Januar. Licbesdrama Mord­versuch. Ein gefährlicher Verbrecher wurde gestern hier sestgenommen. Es ist ein arbeitsscheuer Schlossergeselle aus Naumburg a. d. Saale, welcher nicht nur den Versuch ge­macht, seine Braut zu erschießen, sondern auch in mehreren Fällen Einwohner in Kassel und Wehlheiden mit Ermordung bedroht hat. Er unterhielt in Wehlheiden mit der 18jährigcn Tochter einer Wittwe ein LiebeSverhältniß, cs kam jedoch vor einigen Tagen zum Bruche, weil der arbeitsscheue Mensch sich längere Zeit von seiner zukünftigen Schwiegermutter er­nähren ließ und obendrein diese, sowie seine Braut anpumpre. Als er sich vor die Thür gesetzt sah, verschaffte sich der Wülhende einen Revolver und gab am Samstag Abend aus seine vor der Thür stehende Braut zwei Schüsse ab, die je­doch glücklicherweise beide sehl gingen. Ferner hat der ge- waltthätige Mensch mehreren Bürgern Drohbriefe geschickt und in ihnen mit Ermordung gedroht, falls sie nicht bis zu einem festgesetzten Termin eine größere Summe Geldes ein­senden würden. Unter Anderm schrieb er an einen Herrn, er würde ihn erschießen, wenn er ihm nicht 6000 Mk. post­lagernd schicke, die er nothwendig brauche, um nach Amerika zu reisen. Dieser schickte jedoch den Brief nach der Polizei, welche den Bricfschrciber, bevor Unheil geschah, ermittelte und hinter Schloß und Riegel brachte.

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Gieße«, 27. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80-0,85, Hühnereier 1 St. 78, 2 St. Enteneier 1 St.--2 St. A.

Käse pr. St. 57 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 A, Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. Paar X 0,400 50, Hühner pr. Stück X 0,80-100, Hahnen pr. St X 0,75-1,00, Enten pr-Stück X 1,401,80, Ochsenfleisch pr. Pfd 7074 3, Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 6070 A, Hammelfleisch 6268 A. Kalb­fleisch 60-64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,50-6,00, Weißkraut nr. St. 3-7 A, Zwiebeln per Centner X 6,000,00, Milch per Liter 12-18 A- Gänse pr. Pfd. 60- A-

Herborn (an der Köln-Gießen er Eisenbahn), 26. Januar. Aui den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 180 Ochsen, Kühe und Rinder, und 152 Schweine. Der nächste Markt ist am 19. Februar l. I.

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Holz-Versteigerung

im Gießener Stadtwalde.

Montag den 2. Februar 1891, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Weidmannslust nachverzeich­nete- Holz versteigert werden:

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Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Lich an der 7. Schneise.

Gießen, den 27. Januar 1891.

Großh. Bürgermeisterei Gießen-

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V ersteigerung.

Mittwoch den 28. Jan« ar 1891, von Nachmittags 1 Uhr an, versteigere ich imAdler" dahier Marktplatz

56 Paar Herrenzugftiefel, 162 Paar Darncn- Zug- und Knopfstiefel, 20 Paar Mädchenknopf- und Hatkenstiefel und 50 Paar Plüsch- und Leder­pantoffel.

Die Versteigerung findet bestimmt statt- Geißler, ____________________Großh. Gerichtsvollzieher.______________807

Versteigerung.

Mittwoch de« 28. Januar l. I., Bormittags 10 Ahr, versteigere ich im Gasthause z. Adler, Marktplatz 20 dahier, gegen Baarzahlung:

1) eine große Parthie Dawenfchuhe, als: Winter-, Zeug-, Schnür- und Leder-Schuhe, sowie Tuchstiefel und Pantoffeln,

2) Plüsch-, Filz- und Leder-Pantoffeln,

3) Kinderschuhe und diverse Kinderpautoffeln,

4) 12 Dutzend halbfertige Kinderschuhe, 5 Dutzend halbfertige <bi- auf die Absätze) Herreu-Iugstiefel und 43 Dutzend Schäften für Kinderschuhe.

Bersteigerung ficher.

Born, 808 Gerichtsvollzieher.

Brennholzversteigerung

in den Waldungen der Stadt Lich.

Mittwoch de» 28. Januar, Vormittags 91/2 Uhr, in der Forst­wartei Großhäuserberg, Districte Dachsbau und Wartberg:

4 Raummeter Buchen-Scheüer,

167,4 -Knüppel,

1068 Stück -Wellen,

19,1 Raummeter -Stöcke.

Zusammenkunft am Heuweg vorm Wald.

Lich, am 19. Januar 1891.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

Walz.789

t

Wegen Geschäfts-

Verlegung t

T in das von mir erkaufte HausMäusburg 5" J wird mein großes Waarenlager t gänzlich ausverkauft. ;

t Hermann Katz <

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3Vlo Giessener Stadt-Anleihe vom Jahre 1890.

Der Umtausch der Interim - Scheine in definitive Stücke erfolgt von heute ah au meiner Gasse. °2-

Giessen, den 19. Januar 1891.

E. Wasserschieben.

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3MT Neingehaltene Exemplare von Nr. 6 deS Lietzener Anzeiger" werden auf der Expedition straße Nr. 7) zurückgekauft. "832] Suche auf sofort einen ordent- lichen Bretzelj«ngen.

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Alle Diejenigen welche noch eine Forderung an die Geschwister E. u. M. Schmandt, Restauration am Bahnhöfe, haben, werden ersucht, dieselbe bi» zum

8. Februar 1891 an Unterzeichnete» einzureichen. Chr. Schiestel

Dtctoriastraße Nr. 9 776

in Kalk bei Köln.