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Drogenhandlung

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Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

Die Kinderkirche nächsten Sonntag, und daher auch die Vor­bereitung am Donnerstag fällt aus.

Mehr als bei allen Anderen finden wir bet dem Haus-und Küchenpersonal, in Folge seiner Beschäftigung in Haus und Küche, die Erscheinung hochgerötheter Hände. Die Ursache liegt in dem grellen Wechsel von Wärme und Kälte, von Wasser und Luft. Kommt hierzu noch die Benutzung einer scharfen mtnderwerthigm Seife, so ist es nicht zu verwundern, wenn die gerötheten Hände aufspringen und schließlich zu Hautkrankheiten Veranlassung geben.

Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 20. Mat, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 9V2, Lust 10 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsamen Wwe.

§ Elpenrod, 19. Mai. Gestern Nachmittag ertönten plötzlich die Sturmglocken und der Rus Feuer. Es brannte bei einem hiesigen Maurer L. Das Feuer war im Holz-

hinter Schloß und Riegel, hoffentlich bekommt er, zum ab­schreckenden Beispiel für unsere sonst friedliche Gegend, lange Zeit Gelegenheit, über diese Kohlenrevierthat nachzudenken.

t Arnsburg, 19. Mai. Das diesjährige Stiftungsfest des hiesigen Rettungshauses, verbunden mit einem Missions- sefte, wurde heute unter großer Betheiligung von Nah und Fern wieder abgehalten. Die Festredner waren Herr Pfarrer Nebel aus Höchst i. O. und Herr Reiseprediger Wagner auS Darmstadt. _______________________

gemacht. Nachdem gestern schon ziemlich rauhe Witterung herrschte, ist über Nacht vollständiges Winterwetter eingetreten. Ausflügler fanden heute früh den Wiesengrund und Wald stark bereist, so daß das Mairöschensuchen in letzterem keine angenehme Beschäftigung war. Gegen 10 Uhr stellte sich Regen ein, der gleich daraus in Schneegestöber ausartete, das uns Frau Holle um Weihnachten nicht heftiger hätte zu Theil werden lassen können. Aus dem Gebirge kommende Personen berichten, sie hätten tüchtig im Schnee waten müssen, den Beweis hiersür lieferten ebenfalls von dort kommende Chaisen, deren Bedeckung mit einer hohen Schneeschichte über­zogen war.

ß Hungen, 19. Mai. Die Vortheile der Viehwa agen sieht man in landwirthschastlichen Kreisen allgemein ein und werden auch überall solche, theils auf Kosten der Gemeinden wie auch von Privaten errichtet. Wo sich noch nicht eine

ein Feuerchen angemacht.

A Lauterbach, 19. Mai. In Angersbach kam es in der Nacht vom 17. auf 18. d. Mts. zwischen zwei jungen Burschen zu Streitigkeiten, wobei leider das Messer | wieder eine traurige Rolle spielte. Der eine derselben erhielt I fünf Stiche, davon einen lebensgefährlichen in den Unterleib. Der Verletzte mußte noch in derselben Nacht in das hiesige Krankenhaus verbracht werden. Der Thäter ist verhaftet. Heber den Vorfall wird demL. A." wie folgt geschrieben: Einem Act entsetzlicher Rohheit ist in der Nacht vom 1. auf den 2. Pfingsttag hier fast ein Menschenleben zum | Opfer gefallen. Es herrscht hier noch die alte Sitte, daß in der Pfingstnacht den Mädchen Maibäume gesetzt werden. Ein junger Bursche, geboren im Regierungsbezirk Königsberg, welcher hier dient, wurde bei dieser Gelegenheit von einem unreifen Jungen > m 18 Jahren, der meistens in Westfalen in Arbeit steht, üi lallen und nieder gestochen. Als der Unglückliche von mehreren Stichen getroffen unter einem Wagen Schutz suchen wollte, warf sich der Unmensch nochmals über ihn und versetzte ihm noch einige Stiche. Der Ver­wundete, dessen Wunden tödtlich sind, wurde nach Lauterbach ins Krankenhaus gebracht. Der Mordgeselle sitzt bereits |

Verkehr, taub» unb Volkswirthsehaft.

X Sich» 19. Mai. Der heute hier abgehaltene Schweine - markt war mit ungefähr 800Springern" befahren. Der Handel ging recht flott, es blieben nur wenige Exemplare unverkauft. Das Pärchen erhielt einen Durchschnittspreis von 40 X

Grünberg, 16. Mai. Fruchtpreise. Weizen X Korn X, Gerste X 22., Hafer X 17.20, Erbsen X 22.80, Linsen X, Wicken X , Lein X, Kartoffeln X 8.20.

Waage befindet, plant man die Anschaffung einer solchen, so daß bald in jedem Orte eine Waage vorhanden sein wird.

SÜitAXÄÄ I SW 9'8« Mifatk » MchrmM Mr bereits seither offen gelegen hat.

langen und strengen Winter mit solcher Sehnsucht und großen Erwartungen in Bezug auf schönes Wetter entgegengesehen worden, als in diesem Jahre, aber noch nie ist die erholungs­bedürftige Menschheit in diesen Erwartungen so bitter ge­täuscht worden. Pfingstausflügler ziehen wohl einige Regen­schauer mit in den Gesichtskreis ihrer Unternehmungen, aber Kälte und Schnee hat, auch hier werden die bekannten ältesten Leute dies bestätigen, noch nie auf einem Pfingstl Programm gestanden. Die denkbar frostigsten Pfingstfeiertage blieben dem Jahre 1891 Vorbehalten. Am ersten Feiertage wirbelten die Schneeflocken so, daß es fast keiner Phantasie bedurfte, um sich in die Weihnachtsfeiertage zu versetzen, der zweite Tag war kalt und der dritte nicht warm. Um bei der gänzlichen Unmöglichkeit des Aufenthalts im Freien wenigstens den Aufenthalt daheim erträglich zu machen, mußte nachdrücklichst zu Kohlenschaufel und Stocheisen ge­griffen werden. Die mit viel Sorgfalt und unter Aufwand aller Kräfte für die Feiertage fertiggestellte Toilette konnte nicht zur Entfaltung gebracht werden, denn als beste Fest­kleidungsstücke erwiesen sich Ueberzieher, Pelzmäntel,warme" Handschuhe u. s. w. Daß unter diesem winterlichem Wetter die Pflanzenwelt geradeso gelitten, wie die Sommer- wirthschasten, ist bedauerlich, daß manche hübsch ausgedachte Pfingsttour unausgeführt bleiben mußte, war für die Be­treffenden einfach ärgerlich. Nach von auswärts vorliegenden Meldungen war das Wetter fast überall das gleiche, im Vogelsberg, im Taunus, in der Rhön, im Thüringerwald, im Odenwald u. s. w. hat es geschneit. Die Redensart: Grüne Weihnachten, weiße Ostern!" hat ihren Schrecken verloren, seit der Welt das Schauspiel von weißen Pfingsten geboten wurde. Hoffentlich bleiben wir in nächster Zeit von allem verschont, was geeignet ist,Froststimmung" zu erregen.

+ Wenings, 15. Mai. Großes Aussehen erregt hier folgender Vorfall: Der hiesige Lehrer Müller ging gestern Nachmittag in den Wald nach Gedern zu. Als der Lehrer Abends 8 Uhr noch nicht zurückgekehrt war, wurde Seitens der hiesigen Bevölkerung nach demselben gesucht und fand man ihn Abends 11 Uhr an einem Baume erhängt vor. Dem Vernehmen nach ist Geistesstörung der Grund der That.

§, Vom höchsten Vogelsberg, 17. Mai. Die verflossene Nacht hatten wir hier eine Temperatur von3° N., heute Morgen war hier dichter Schneefall, so daß der Schnee um 12 Uhr Mittags einen halben Fuß hoch lag. Eine pracht­volle Ansicht gewährte jedoch die Gegend, das weiße Schnee- seld, dazwischen die hellgrünen Bäume und die schon empor­geschoßten Kornfelder. Im Oberwald sind in der ver­flossenen Nacht in verschiedenen Districten sämmtliche Pflanzen erfroren.

-d. Schotten, 17. Mai. Pfingsten im Schnee! Eine rasche Aenderung der Temperatur hat sich fühlbar

schuppen entstanden. Es gelang bald, des Feuers Herr zu

werden- doch waren bereirs Stallung und Holzschuppen, sowie , - .

eine Swllung der Nachbarliche den Flammen zum Opfer ;«enTÄ

gefallen. Die Ursache des Brandes war das Spielen der 1 - - - --- --- - -

Kinder mit Feuer. Sie hatten sich nämlich im Holzschuppen

losen Doerings Seife wäscht. Diese Seife macht mehr wie jede andere die Haut weich und geschmeidig und wirkt durch ihren Fettgehalt schützend auf die oberen Hautlagen, verhindert also das Aufspringen. Die Wöhlthat intacter Hände wiegt die kleine Ausgabe von 40 Pfennig, für welche man Doerings unübertroffene Seife erhält, tausend Mal auf. Zu Haven in Giessen bei Gebrüder Adami, F. C. Conrad, Eberh. Dort, Drebes & Walleniels, Fritz Egly, Emil Fischbach, Ad. Geisse, Gustav Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, Dndwig Loth, Eber­hardt Metzger. P. J. Möbs, Paul Möser, H. F. Nassauer, Aug. Noll II., Otto Schaaf, .1 .M.Schulhof, P. F. Thomas, Ang. Voigt, Hch. Wallach, tn Wieseck bei Heinr. Volzel II in Lieh bei J. Häuser, C. VogtII., zur Rose", in Lollar bei H. Geissler VI., in Schotten bei Gg. Böhm. Engros - Verkauf: Doering & Co., Frank­furt a. M. und Benner & Krumm, Droguen-, Material- u. Farbenwaaren-Grotzhandlung, Giessen. 13309

Mittwoch den 27. Mai l. I.,

Nachmittags 2V-2 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht die zum Nachlaß der Emil JurNer Eheleuten in Gießen gehörige Hofraithe:

Flur 1 Nr. 977 194 Meter auf dem Afterweg

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. Mai 1891.

Großh. Ortsgericht Gießen.

___________I. A.: Vogt. 4751

Königliche Eisenbahn-Direktion

Hannover.

Verdingung

der Lieferung von 1310000 Stück Reiser- Wellen in 13 Loosen für die Zeit vom 1. Juli 1891 bis Ende Juni 1892, liefer­bar in monatlichen gleichmäßigen Mengen, am Dienstag den 2. Juni 1891, Vormittags 11 Uhr. ZufchlagSfrist bis 25. Juni 1891.

Bedingungen nebst Angebotbogen werden gegen poftfreie Einsendung von 60 H ent­weder baar oder in Reichspost-Briefmarken abgegeben.

Dre abzuschließenden Verträge bleiben ffempelfrei.

Hannover, den 15. Mai 1891.

4737______Materialien. Bureau.

Betarmtmachimg.

Die Holzversteigerungen vom

12. und 14. lsd. Mts. in der Frei- herrlichen Oberförsterei Rabenau sind genehmigt.

Die Abfuhrscheine können vom 29. Mai ab auf Freih. Rentei zu Londorf in Empfang genommen wer­den. Überweisung

SamStag den 30. Mai.

Keffelbach, den 19 Mai 1891.

Freih. Oberförsterei Rabenau- 4763 Schlotterer.________

Mittwoch den 1. Juli l. I.,

Nachmittags 2Va Uhr,

sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Johann Adam Hermann Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur H Nr. 64*/10 862 Meter Acker Laggärten am Wismarer Weg, Flur II Nr- 645/in 250 Meter Hof­raithe daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 19. Ma: 1891.

Großh. Ortsgericht Gießen.

I A: Bogt. 4752

Jeilgeöotenes.

4757] Gute Speise« und Galat- Kartoffeln verk. K. Enler, Hammstr. 5.

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