Ausenthalt von wenigen Minuten.
Darmstadt, 16. November. Der Zustand unseres schwer kranken Oberbürgermeisters Ohly verschlimmerte sich gestern Nacht derart, daß sein Ende erwartet wurde. Im Laufe des Morgens kehrten Bewußtsein und Kräfte zurück, er konnte wieder Nahrung zu sich nehmen. Die Nacht verlies leidlich, dennoch bleibt der Zustand im höchsten Grade besorgniß-
Landgemeinden wegen der für Handel, Industrie und Gewerbe daraus entstehenden Geschäftsstörungen zu den lebhaftesten Klagen Seitens der Handwerksmeister und Fabrikanten geführt und von allen Seiten laufen dieserhalb Beschwerden ein. Mit Rücksicht hieraus haben die maßgebenden Factoren hier beschlossen, die Unterrichtszeit wieder aus die Stunden von 7 bis 9 Uhr Abends zu legen.
Lingesavdt.
Siebe«, 17. November.
Unter äußerst zahlreicher Betheiltgung ihrer Mitglieder feierte die Bürger Gesellschaft am vergangenen Samstag ihr 27iahriges Stiftungsfest. Wenn es genanntem Verein bisher gelungen war, sowohl in gesanglicher Hinsicht, als auch in geselliger Unterhaltung seine Mitglieder an sich zu fesseln, so durften wir gewiß bet Gelegenheit des Stiftungsfestes einem ausgewahllen Programm entgeaensehen, worin wir uns keineswegs getauscht fanden. Je mehr die Mrtglieder
erregend.
Darmstadt, 16. November. Im südlichen stadtthetl (Bessuugen) ereignete sich am verfloffenen Freitag folgender tragikomische Vorfall: Der Besitzer eines beinahe fetten Scyweines wollte seinem Borstenthiere Abends ein bequemes Nachtlager bereiten, als zum großen Schrecken des Mannes das sonst so gutmüthige Thier zur Thüre hinausrannte und im Uebermuthe seiner Freiheit über die mit Fenstern bedeckten Mistbeete hinwegsprang. In einem derselben blieb das Thier in den eingetretenen Scheiben, welche tief in das Fleisch eindrangen, hängen. Es gelang dem Besitzer mit großer Anstrengung, das arme Thier aus seiner schmerzlichen Lage zu befreien; dasselbe wurde aber noch am selben Abend wegen seines colossalen Blutverlustes und weil es seinem Herrn ca. 14 Ouadratmeter Fensterscheiben zertrümmert Haire, zum Tode verurtheilt und sogleich geschlachtet. (N. H. V.)
/X Mainz, 16. November. Mit dem heutigen Tage hat der au Stelle des in Ruhestand getretenen Geheimrath Küchler zum Provinzialdirector von Rheinhessen ernannte Ministerialrath Rothe sein Amr angetreten. Ministerialrath Roihe lenkte als Kreisrath von Offenbach die Aufmerksamkeit der Negierung auf sich und kam so als Ministerialrath in das Ministerium des Innern und der Justiz. Nebenbei wurde derselbe zum Vorstand des Civilcabinets des Großherzogs ernannt, welche Stelle Ministerialrath Rothe ungeachtet seiner Berufung hierher noch weiter bekleidet. — Die mit Beginn
Verkehr, Land- meb volkswsrthfchaft,
«ietzen, 17. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochemnarkt kostete: Butter pr. Md. X 1,03—1,15, Hühnereier 1 St. 7—8, 2 Et. H, Enteneier 1 St. A, 2 St. — A. Käse pr. St.5—10 A, Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 25 A, Linsen pr. Liter 29 A. Tauben pr Paar X 0,40—6,60, Hühner pr. Stück X 0,90-100, Hahnen pr. St- X 0,60-0,75, Enten pr- Stück X 1,70—2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—76 A. Kuh- und Rindfleisch 62—66 A, Schweinefleisch 60-70 A, HammelstÄsch 56—74^ch, Kalbfleisch 60—64 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 7,00—8,00, Weißkraut pr. St- 4—10 A. Zwiebeln per Centner X 4,50—5,50, Milch per Liter 12-18 A, Gänse 46-56 A.
Herborn (an der Köln-Gteßmer Eisenbahn), 16. November. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 872 Ochsen, Kühe und Rinder, und 676 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 30. November I. I.
ioaleicö bemerkt und entstand durch das Wegschaffen nur ein.j dieses Monats stattgehabtc Verlegung der Unterrichtszeit an 0- — | der obligatorischen Fortbildungsschule aus dte Stunden
von 5 bis 7 Uhr Nachmittags hat sowohl hier wie in den
mit ihrem derzeitigen Dirigenten der Gesangsabtheilung vertraut werden, umsomehr drängt sich jedem Einzelnen die Ueberzeugung auf, daß Dirigent und Sänger mit vereintem Streben daö möglichst beste zu erreichen suchen. Kann es auch nicht unsere Aufgabe sein, die einzelnen mit größter Präcision vorgettagmen Nummern des inln- effantcn Programms zu besprechen, so wollen wir eS uns doch nicht versagen, Nr. 6 des Programms, „Sonnenuntergang", für gemischten Ehor, als ganz hervorragende Leistung besonders hervorzuheben. Dieser mit größter Sorgfalt ausgearbeitete Vortrag mit seinen vom zartesten Pianisfimo bis zum vollsten Forte anschwellenden abwechslungsreichen Figuren ließ deutlich ertennen, wie der gesammte Chor selbst dem leisesten Wink seines Dirigenten, Herrn Trautmann, zu beachten und zu folgen verstand. In gleicher Weise können wir nur mit größter Anerkennung der für Tenor-Solo bestimmten Nr. 5, „Wach auf, du schöne Träumerei", gedenken, welche ebenso wie das weitere Solo für Tenor „O sag es noch einmal" den rauschendsten Beifall der gelammten Mitglieder fand. Außer dem vortrefflich ausgeführten Theaterstück bildete den Schluß des Concert-Programms das nach schwungvoll vorgetragenem Prolog ebenfalls von Mitgliedern der Gesellschaft dargestellte lebende Bild „Bürgergesellschaft alt und jung", das beste Symbol, welches von den Mitgliedern beherzigt, den Verein nur zur größten Blüthe bringen kann. Das Gesammtmtheil aber können wir dahin zusammenfassen, daß Dirigent sowohl wie Vorstand redlich bemüht sind, die Gesellschaftsabende immer schöner zu gestalten, sodaß ihnen Schreiber dieses auch an dieser Stelle nur Glück zu wüteren Erfolgen wünschen kann.
Eingesandt.
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Garbenteich, am 16. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeistern Garbenteich.
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Der Voranschlag der Gemeinde Albach pro E2/93 liegt vom 18. bis 25. November, beide Tage einschließlich, zur Einsicht eines jeden Betheiligten und Entgegennahme etwaiger Einwendungen auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier offen.
Albach, am 16. November 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Albach.
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