Ausgabe 
15.2.1891 Erstes Blatt
 
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Briese und Telegramme eröffnet und beantwortet werden, wenn sich der Chef nicht unter Umstände» strafbar machen soll. Es werde fich vielleicht empfehlen, den Antrag Gutfieisch für jetzt zurückzuziehen »nd btS z»r dritten Lesung eine Fassung zu suchen, welche dem noth- wendigm Bedürfniß Rechnung trägt, ohne über dasselbe hinauszu- -ehen.

Abg. Hirsch (dfr.): In dem Kaufmannsstande zeige sich neuer­dings stärkere Hinneigung zur Socialdcmokratie, obgleich doch im socialdemokratischen Staate der Handel aufhören würbe. Diese Er­scheinung sollte uns eine Warnung sein und uns veranlassen, den berechtigten Wünschen aus jenen Kreisen zu entsprechen.

Abg. vr. Gutfleisch (dfr.) zieht seinen Antrag für diese Lesung -»rück, um denselben in anderer Fassung in dritter Lesung wieder einzubringen-

Abg. Dr. Hartmann (cons.): Was die Eommission heute biete, sei mehr, als was s. Z. der soctaldemokrattsche Entwurf ge­boten, und jetzt erkläre dies Singer als unzureichend. Mit diesem Gesetze würde diese ganze Gesetzgebung noch nicht abgeschlossen sein.

Abg. Biehl (Ctr.) hält für nöthtg, dahin zu wirken, daß am Sonntage auch kein Hausirhandel getrieben werden dürfe, weil sonst die Hausirer den Laden-Inhabern die größte Concurrenz machen würden.

Nachdem noch ein bayrisches Bundesrathsmitglied auf die für Bayern in Betracht kommenden Bestimmungen über die Sonntags- r»he hingewiesen, wurde die wettere Debatte bis Samstag 1 Uhr vertagt. Schluß 51/* Uhr.

Neueste Nachrichten.

Wa'.fsL telegraphisches Corrcspondenz-Bureau.

Berlin, 13. Februar. Zu dem heutigen Diner beim Reichskanzler von Caprivi erschien der Kaiser so pünktlich um 6 Uhr, daß ein Th eil der Gäste erst später eintras. Er unterhielt sich mit den Anwesenden, auch mit Windthorst, dessen letzten Unfall er scherzend besprach, saß dann bei der Tafel zwischen dem Reichstagspräsidenten von Levetzow und dem Kriegsminister. Ihm gegenüber saß Reichskanzler v. Caprivi, zwischen den beiden Bicepräsidenten des Reichstags, Grasen Ballestrem und Dr. Baumbach. Die übrigen Gäste hatten ungefähr nach ihrem Alter geord- «et Platz genommen. Während der Tafel fand lebhafte zwanglose Unterhaltung statt. Nach Beendigung des Diners bildeten sich in den Nebenräumen, wo der Kaffee einge- nomrnen wurde, einzelne Gruppen, mit denen der Kaiser sich unterhielt. Er sprach mit dem Abgeordneten Huene, lange mit dem Grasen Konrad Preysing und stand dann bei seinem Weggange in lebhafter Unterhaltung mit dem Abgeordneten Porsch (Centr.) und dem Freisinnigen Schmidt-Eberseld. Der Kaiser berührte dabei mit einer überraschenden Kenntniß der Einzelheiten die Arbeiterschutzgesetzgebung und in Verbindung damit die Haltung der Socialdemokratie, die Zoll- und Steuerfragen, und besonders eingehend die Lage der Kohlen- und Eisen-Industrie. Auch der Waggonmangel wurde be­sprochen. Es schien, daß der Kaiser über die wahren Gründe der Angriffe aus den Eisenbahnminister aus den Kreisen der Großindustrie ganz genau unterrichtet ist, und daß ihm auch die Verhältnisse des Schienenkartells und was damit zusammen­hängt, durchaus nicht fremd sind, so wenig, wie der Wider­stand, der aus denselben Kreisen gegen die Socialpolitik er­wächst. Porsch besprach die^Verhältnisse der Weber im Eulen- birge.

Berlin, 13. Februar. Die Budgetcommission des Reichstages hat heute den Etat der Reichseisenbahnverwal­tung erledigt, aber die Berathung über den Bau einer Eisen- , bahn von Mommenheim über Obermodern nach Saargemünd, welche im Ganzen einen Kostenauswand von 23,2 Millionen Mark verursachen würde, ausgesetzt, weil die Reichseisenbahn­verwaltung keinerlei Material zur Beurtheilung der Forderung vorgelegt hatte. Dann wurde der Marineetat berathen, und die Mehrforderungen für Osfizierstellen bewilligt.

Berlin, 13. Februar. Nach einer Mittheilung desReichs­anzeigers" sind bei den Vorständen sämmtlicher Alters- renten-Versicherungs-Anstaltenlm Januar 27,897 Ansprüche aus Gewährung der Altersrente erhoben worden. Hiervon wurden im Lause des Januars 5331 anerkannt, 238 zurückgewiesen.

Danzig, 13. Februar. Der Provinziallandtag bewilligte 310,000 Mk. zum Ankauf und zur Einrichtung des Ritter­guts Eigel bei Könitz zur Begründung einer westpreußischen Arbeitercolonie behuss Bekämpfung der Wanderbettelei. Außerdem wurden 10,000 Mk. jährliche Subvention be­willigt.

Liverpool, 13. Februar. Die Dockarbeiter nahmen die Arbeit wieder auf. Der Strike gilt für beendigt.

Genua, 13. Februar. Das neue Personal der chine­sischen Gesandtschaft für Berlin, aus 35 Personen bestehend, ist hier angekommen.

Bologna, 13. Februar. Heute Nachmittag versammelten sich 2000 Arbeitslose außerhalb der Stadt und entsandten eine Deputation zum Präsecien, welcher baldige Arbeit ver­sprach. Nach erregten Debatten gingen die Arbeiter bis aus 500 auseinander, welche die Polizei in die Stadt zu ziehen hinderte, wobei fünf Verhaftungen vorgcnommen wurden. Später versammelten sich die Demonstranten am Victor- Emanuel-Platze. Das Militär zerstreute dieselben, wobei neun weitere Verhaftungen vorgenommen wurden.

Athen, 14. Februar. Bei den Ausgrabungen in Eretria wurde ein altes Theater entdeckt.

Petersburg, 13. Februar. Heute Vormittag wohnte der Erzherzog Franz Ferdinand der Parade bei, ritt mit dem Kaiser die Fronten ab und nahm alsdann an dem nach­folgenden Dejeuner im Anitschow-Palais Theil. In letzterem findet heute noch ein Diner statt und Abends reist der Erz­herzog nach Moskau. Aus dem gestrigen Hosballe, wozu circa 900 Einladungen ergangen waren, tanzte der Erzher­zog die erste Quadrille mit der Kaiserin.

Paris, 14. Februar. Bischof Freppel, der gester» vom Papste empfangen wurde, erklärte, seine Reise entbehre jedes politischen Zweckes, der Papst wolle bei den französischen Bischösen die conciliante Haltung gegenüber der Republik durchsetzen. Nach Meldungen aus Chile schossen die In­surgenten Pisaqua Jquique in Brand.

OmIm meö protHnjUUe».

Gieße», 14. Februar.

w. Theater. Als Dora in Sardous gleichnamigem Stück eröffnete Frl. Thessa Klinkhammer gestern Abend ihr Gastspiel imNeuen Theater." Wir wollen es gleich hier aussprechen, daß der Direction der volle Dank aller Theaterfreunde dafür gebührt, daß sie die Gelegenheit geschaffen hat, eine so außerordentliche Künstlerin kennen zu lernen. Ueber die Sardou'sche Dora haben wir wesentlich dasselbe Urtheil, wie über dieFernande" desselben Autors und sind deshalb sicher, daß Thessa Klinkhammer in ihren weiteren Rollen, z. B. als Lorle inDorf und Stadt", Fanchon in derGrille" u. s. w. einen noch tieferen Eindruck hinterlassen wird. Aber schon nach ihrem ersten Auftreten halten wir uns zu dem Urtheil (dessen nähere Präcisirung wir uns freilich Vorbehalten müssen) berechtigt, daß Thessa Klinkhammer über alle äußeren und inneren Eigenschaften, die wir bei einer Meisterin auf dem Gebiete schauspielerischer Darstellungskunst erwarten, in ganz seltenem Maße verfügt. Mit einer überaus anmuthigen Bühnenerscheinung, einem Organe von bestrickendem Wohllaute und einer souveränen Beherrschung aller technischen Ausdrucksmittel vereinigt sie eine hervorragende schauspielerische Verstandesschärfe, vermöge deren sie ihre Dora bis ins Einzelste erfaßt und ausgeprägt hat. Mit nahezu verblüffender Virtuosität wußte sie für jede der rasch wechselnden Gemüthswallungen der heißblütigen Frau den treffendsten und wahrsten Ausdruck zu finden. Der Beifall, den die Künstlerin sand, ging denn auch über das hier übliche Maß weit hinaus. Von unseren einheimischen Darstellern verdienen Herr Rudols Biebrach und Frl. Elisabeth Bischofs für ihre gut durchdachten und characteristischen Darstellungen alles Lob.

Theater. Ueber die Darstellungen desLorle" durch Frl. Thessa Klinkhammer inDorf und Stadt", das für Sonntag zur Aufführung vorgesehen ist, schrieben KönigsbergerZeitungen:Ein paar leuchtende, sprechende Augen schauen aus dem hübschen von dichtem Haar umrahmten Kopf belebend in die Welt und üben einen eigenen Reiz aus, sie fesseln bei der ersten Begegnung und bannen den Zuschauer in das angenehme Gefühl eines wundersamen Zaubers. Dies Lorle, wie es gebadet im frischen Thau des Schwarzwaldes mit dem zierlichen Bach­stelzenschrittall in seiner Munterkeit" daher kam, wie es mit dem Vater schmeichelte, dem Bärbel schelmisch und sinnig schwätzte und erbebend vor dem Maler stand, das war ein Bild, aus dem es uns von der Bühne her wie Lindeublüthen- duft am warmen Sommerabend entgegenwehte. . . . Sie ist einfach, schlicht und ungesucht und sie rührt uns das Herz, ebenso wie das silberhelle Lachen uns mit dem ganzen Zauber der heiteren Dorfgeschichte umspinnt.

Der Besuch des Kaiser-Panoramas bleibt nach wie vor ein anhaltender. Diese Woche kommt London mit seinen großen öffentlichen Gebäuden und Monumenten rc. zur Aus­stellung, und wird diese Serie die Besucher des Panoramas um viele vermehren.

Vom kgl. preuß. Ministerium des Innern ist der Gr. Regierung die Erlaubniß zur Vornahme allgemeiner Vorarbeiten für eine Eisenbahn untergeordneter Bedeutung von Salzschlirf nach Schlitz bezüglich des preußischen Staats­gebiets ertheilt worden.

x Hungen, 12. Februar. Der längere Zeit am hiesigen Amtsgerichte thütige Hilfsgerichtsschreiber Schmidt von hier wurde in dieser Eigenschaft nach Mainz versetzt.

x Langsdorf, 13. Februar. Während ein hiesiger Wirth einige Augenblicke außerhalb seines Wirthslocals beschäftigt war, benutzte ein in der Wirthsstube allein anwesender Bursche von N. diese Gelegenheit und entwendete aus der daselbst befindlichen Kasse des Wirths etwa 14 Mk. Durch dabei entstandenes Geräusch wurde der Wirth aufmerksam und revidirte seine Kasse, wodurch er den Diebstahl sofort gewahr wurde. Die gerichtliche Bestrafung dieses Langfingers wird nicht ausbleiben.

f Aus Oberheffeu, 13. Februar. Nachdem in letzter Zeit die Gehaltsbezüge der Landlehrer erhöht worden sind, hat der Abgeordnete Graf Oriola zu Büdesheim bei der zweiten Kammer den Antrag eingebracht, daß die bereits pen- sionirten Lehrer ebenfalls nach Maßgabe der jüngst erlassenen Gesetzesbestimmungen eine Erhöhung ihrer Pension erlangen sollen.

Nidda, 11. Februar. Gestern Abend wurde im Hause des Herrn Kaufmann Moll vom Hinterhause aus ein Ein­bruchsversuch gemacht. Herr Moll kehrte unvermuthet in das leerstehende Haus zurück und verscheuchte den Ver­brecher, dem es gelang, unerkannt zu entkommen. Es muß ein mit der Oertlichkeit wohlbekanntes Individuum ge­wesen sein.

Kleise Mittheilungen aus dem Großherzogthum Hessen. Im Mainzer RochusHospital liegt ein Mann fast hoff­nungslos darnieder,- der in der Nacht von Montag zum Dienstag auf dem Markt von einigen ihm unbekannten Per­sonen überfallen und durch Messerstiche am Kopfe schwer ver­letzt wurde. Das Opfer des Ueberfalles hat feines Zustandes wegen noch nicht vernommen werden können. Wahrscheinlich liegt hier ein Raubversuch vor. In Darmstadt fiel am 11. d. M. der Zimmermann Karl Müller aus Arheilgen, ein langjähriger, braver und fleißiger Arbeiter, so unglücklich von einem Neubau bei der Dampfmühle im Blumenthalviertel, daß er beide Beine brach und einen Schädelbruch erlitt. Doppeltes Pech hatte in Offenbach ein junger Mann am Fastnachts-Dienstag. Derselbe wollte imgroßen Biergrund" einem erwachsenen Mädchen einen Kuß geben. Dieses faßte jedoch die Sache falsch auf und versetzte ihm eine krästige Ohrfeige. Der junge Mann glitt auf dem Eise aus, fiel zu Boden und brach ein Bein. Zwischen einem Lehrer und I einem Arzte entstand am 12. dss. Mts. aus dem Wege bei

Bretzenheim Streit, der iu solche Schläge ausartete, daß jetzt beide Herren das Bett hüten müssen. Ein vor circa 30 Jahren flüchtig gegangener Bierbrauer in EberSheim hat an seine damals unbefriedigt gebliebenen Gläubiger von Chicago aus die Mittheilung ergehen lassen, daß er ein deutsches Bankhaus angewiesen habe, ihr Guthaben sammt Zinsen auszubezahlen. Am 12. d. M. fanden Fischer im Rheine bei Worms einen 40 Pfund schweren Mamuth- knochen. Derselbe wird dem dortigen Pcmlusrnuseum über- wiesen werden.___________________________

Wer starken und quälenden Hustenreiz, Kratzen im Hals oder Trockenheit im Hund verspürt, beugt am besten einer drohenden Erkältung vor, wenn er die ausschliesslich aus den Natron-Lithion-Salzen der Kaiser-Friedrich- Suelle hergestellten Pastillen als Schutzmittel gebraucht.

ieselben lindern sofort. Zu haben in allen Apotheken, Mineralwasserhandlungen etc. 628

Verkehr, Land- tmö VolksrvirLhdchaft.

Gießen, 14. Februar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete.- Butter pr. Pfd. X 0,800,90, Hühnereier 1 St. 6-8, 2 St. H, Enteneier t St.--H, 2 St.

Käse pr. St. 58 Käsematte pr. St. 3 Erbsen vr. Liter 30

Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar X 0,600,70, Hühner pr. Stück X 1,201.50, Hahnen pr. Sb X 1,401,70, Enten pr. Stück X 2,002,20, Ochsenfleisch pr. Vfd 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 60-64 H, Schweinefleisch 60-70 H, Hammelfleisch 62-68 H, Kalb­fleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 6,00-6,50, Weißkraut pr St- 37 Zwiebeln per Centner X 6,507,50, Milch per Liter 1218 L. Gänse pr. Pfd. 60 H._______________________

Arrszrrg au* veir Stan&esamtorcgMtern

der Stadt Gießen.

Ausgedote.

Februar: 7. Johannes Weitz, Bahnarbeiter dahier, mit Marie Bierau hierselbst. 7. Adam Held, Fußgendarm dahier, mit Marie Katharina Straßburger zu Darmstadt. 9. Joh. Georg Bausch, Tag-- löhner dahier, mit Maria Katharina Koch zu Gießen. 9. DauiÄ Sonin, Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Mainz, mit Antonie Luise Mathilde Therese Minna Bindewald dahier.

Eheschlietzrmgerr.

Februar: 11. Georg Dönges von Oberweimar, HilfSbremser bei der Main-Weser-Bahn dahier, mit Eltsabethe Pfeiffer vonGroßen- Buseck.

Gevoreae.

Februar: 3. Dem Feldwebel Heinrich Grub eine Locht«. 5. Dem Schneider Karl Dechert eine Tochter. 5. Dem Bremser Reinhard Kling eine Tochter. 6. Dem Korbmachermeister Ferdinand Parthier eine Tochter, Friederike Henriette Meta Anna. 6.« Schlosser Karl Schäfer eine Tochter. 7. Dem Taglöhner Philipp Weiß ein Sohn, Wilhelm Philipp Karl. 8. Dem Wirth Johanne« Hartmann Schmitt ein Sohn, Karl Georg Hartmann. 8. De« Schneider Reinhardt Greb eine Tochter, Anna. 8. Dem Schuhmacher Wilhelm Kuhr ein Sohn, Emil. 8. Dem Schuhmacher Jacob Gilbert ein Sohn, Adam Wilhelm. 9. Dem Schneider Heinrich Freihöfer eine Tochter, Anna Eltsabethe. 9. Dem Locomotioheizer Jacob Ra« eine Tochter, Elisabetbe Margarethe Frieda. 10. Dem Hilfsbremser bei der Main-Weser-Bahn Emil Günther ein Sohn, Emil Martin Konrad. 11. Dem Schaffner bei der Köln-rechtsrheinischen Bahn Peter Josef Walterschetd ein Sohn, Franz Johann.

Gestorbene.

Februar: 5. Margarethe Lind, geb. Schröder, 38 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Georg Lind dahier. 6. Wilhelm Dunkel, li/4 Jahre alt, Sohn von Schuhmacher Johs. Dunkel dahier. 9. Wilhelm Gustav August Möhl, 23 Tage alt, Sohn von Kaufmann Wilhelm Mohl. 9. Katharine Hut, 71 Jahre alt, ledig, dahier.

au» de« Kirchenbücher« de» Stadt eufrä.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 8. Februar. Johann Heinrich Pseuster, Schlosser in Gieß«, und Marie Margarethe Hohmeyer, Tochter des verstorbene» Lein­webers Christian Hohmeyer in Gießen.

Den 11. Februar. Georg Dönges, Hilfsbremser, und Elisabeth Pfeiffer, Tochter des Ackersmanns Johannes Pfeiffer von Großen- Buseck.

Getaufte.

Den 7. Februar. Dem Mctzger Karl Krauskopf eine Tochter, Lina Luise Wilhelmine, geboren den 11. Januar.

Den 8. Februar. Dem Schweizer Johannes Franz ein Sohn, Heinrich Christian Adolf Emil Balthasar, geboren Den 3. Januar.

Denselben. Dem Schuhmacher Peter Hofmann ein Sohn Georg, geboren den 29. November.

Denselben. Dem Schutzmann Johannes Schmidt eine Tochter, Marie Katharine Emilie, geboren den 23. December.

Denselben. Dem Güterarbeiter Karl Weber ein Sohn, Wilhel«, geboren den 16. December.

Denselben. Dem Schneider Heinrich Heinze eine Tochter, Martha Lina Katharine Gertrud Elisabeth, geboren den 26. December.

Denselben. Dem Schreinermeifter Louis Emil Beil ein Sohn, Louis Heinrich, geboren den 5. December.

Den 9. Februar. Dem Professor der Rechte Dr. Reinhard Frank ein Sohn, Wilhelm Ferdinand Friedrich Georg, geboren den 12. Januar.

Denselben. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Jakob, geboren den 16. Januar.

Beerdigte.

Den 8. Februar. Jakob Dörr, Privatmann, alt 80 Jahre, gestorben den 6. Februar.

Den 11. Februar. Katharina Hut, alt 71 Jahre, starb den 9. Februar.

Der PostdampferWesternlond" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 12. Februar wohlbehalten in New- york angekommen.

Brodpreise

vom 15. Februar bis 1. März 1891.

Bei de« Bäcker«. 4

1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod..............W

2 , (4 ) Weißbrod....... 58

1 (2 ) Schwarzbrod 1. Sorte.........27

2 (4 ) Schwarzbrod 1. Sorte.........54

1 (2 ) Schwarzbrod 2. Sorte.........25

2 (4 ) Schwarzbrod 2. Sorte .........50

3 , (6 ) Schwarzbrod 2. Sorte

bei 8. Keil, I. Lein, «. Haas 75

1

2

1

2

3

1

2

3

Bei de« BrodverkLirferrr. A

Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod......... 29

* (2 * ) Schwarzbrod 1. Sorte.........27

: (4 Z ) 1. Sorte.........64

w (6 , ) 1. S^rte....... "

, (2 . ) 2. Sorte...... - -A

, (4 , } 2. Sorte....... . 50

, (6 w . 2. Sorte.......

Gießen, den 14. Februar 1891. Grsßh. Polizeramt Gießen»

Fresenius.