Gießen, den 10. October 1891.
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schein nach hatte er einen über den Durst getrunken und ist vor die Trambahn getaumelt, was um so wahrscheinlicher, als Siebert ein schlechtes Auge hatte. Morgen ist gerichtlicher Augenscheinstermin.
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Drebes & Wallenfels, Marktplatz, E. Dort, Wallthorstraße 45, E. Fischbach, Seltersweg 24, C. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße, P. F. Thomas, Wallthorstraße 6.
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Samstag den 17. Oclober: Cavalleria rusticaua. Die beiden Schützen. Große Preise.
Sonntag den 18. October: Excelsior. Außer Abonnement. Große Preise.
Montag den 19. October: Excelsior. Außer Abonnement. Große Preise.
Tchavshttth<ntO»
Mittwoch den 14. October: Die gemeinschaftliche Hochzeitsreise. Gewöhnliche Preise.
Donnerstag den 16. October: Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Freitag. Der letzte Brief. Hierauf: Vermischte Anzeigen. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 16. October geschlossen.
Samstag den 17. October: Zum ersten Male wiederholt: Schuldig. Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 18. October: Ztgeunerbaron. Gewöhnliche Preise.
Montag den 19. October: Schuldig. Gewöhnliche Preise.
Zwiebeln, prima haltbare Waare, im Centner. sowie bei arößeren Quantitäten zu den denkbar billigsten Preisen.
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Hessen oder Baden überwiesen. So ist es denn erstaunlich | ju hören, daß ein Wohnungswechsel aus einem Hause, welches Baden zugetheilt ist, in ein hessisches, den Wechsel der Staatszugehörigkeit zur Folge hat und den Betreffenden zur Naturalisation zwingt. Nicht minder merkwürdig ist es, daß Virnbach zwei Bürgermeister besitzt, von denen der eine der „dirigirende" ist. Er hat gewisse Aussichtsrechte wahrzunehmen, so die Visitation des „Condominalsrechners". Alle drei Jahre gibt der eine Bürgermeister dem andern den Directions- siab ab. Ebenso wird betreffs der Rechner unter den hessischen und badischen Bürgern abgewechselt.
§ Gedern, 11. October. Im Garten des Herrn Bürgermeisters Nispel hier steht ein junger Apfelbaum, welcher vorigen Herbst erst gesetzt worden ift, in voller Blüthe.
vernmifthtes.
Kastel, 11. October. Ein entsetzlicher Unglücksfall hat sich heute Abend um V29 Uhr in der Wilhelmshöher Allee, zwischen Wehlheiden und Wilhelmshöhe zugetragen. Der um 8 Uhr" Abends oben von der Endstation abfahrende fahrplanmäßige Trambahnzug überfuhr in der Allee auf dem sogenannten „Langen Felde" einen von Kassel kommenden älteren Mann, und wurde derselbe so furchtbar zugerichtet, daß er sofort verstarb. Den Führer der Trambahnlocomotive trifft keine Schuld, da der Ueberfahrene ganz plötzlich hinter einem der dicken Bäume hervorkam und erpchtlich verwirrt oder von dem Lampenschein der Locomotive geblendet, direct auf das Geleise der Trambahn schritt und ehe der Locomotiv- führer halten konnte, unter das Schutzdach der Räder gerieth und in gräulicher Weise zerissen wurde. Für die Passagiere des Zuges war es ein gräßlicher Anblick. Der Getödtete ift ein dem Arbeiterstande angehöriger Mann, früherer Landwirth Namens Siebert aus Wahlershausen,- allem An-
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Dienstag den 13. October: Der Prophet. Große Preise.
Mittwoch den 14. October: Letztes Gastspiel der Frau Marcella Sembrich. Die Regimentstochter. (Marie: Frau Sembrick.) Hierauf: Ballet-Divertissement. Außer Abonnement. Erhöhte Preise.
Donnerstag den 15. October: Mignon. Große Preise.
Freitag den 16. October: Vorstellung bet ermäßigten Preisen.
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Brodpreist vom 11. bis 25. October 1891. Bei den Bäcker«.
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England und Frankreich Seifenfabrikation ganz Hervorragendes geleistet. Deutschland steht soeben diesen Ländern nicht mehr nach, es macht ihnen sogar starke Concurrenz, namentlich durch die ZW iW M
Doerings Seife mit der Eule. Dieselbe hat nämlich nicht allein alle Eigenschaften der englischen und französischen hochfeinen Toiletteseifen in Qualität und Reinheit überflügelt, sondern sie ist auch beinahe um das Zweifache billiger als jene. Man kann dreist behaupten, sie ist die billigste neutrale Seife. Denn zu demselben Preise als hier z. B. die minderwerthigen und laugenscharfen Cocos- und Glycerinseifen ausgeboten werden, erhält man heute auch Doerings Seife, die beste aller Toilettenseifen. Wer wollte anstatt mit Doerings Seife sich noch mit anderen Seifen waschen, die nur schön für das Auge, aber schädlich für Haut und Körper sind? Doerings Seife ist ä 40 Pfg. zu haben in Giessen bei Gebr, Adami, C. F. Conrad, Drebes &, Wallenfels, Eberhard Dort, Fritz Egly, E. Fischbach, A. Geisse, G. Gerhardt, L. Kalkhof, Gg. Kinkel, L. Loth, Eberh. Metzger. P. J. Mobs, C. Möser, H. F. Nassauer, A. Noll II., Carl Petri. Marktplatz, Otto Schaaf, J. M. Schulhof, Frau R. F. Thomas, A. Voigt, Heinrich Wallach. — Engros-Verkauf: Benner & Krumm, Giessen. 7485
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R der ftudireu- *ben Turnen itcre Fügung der der turnerischen re Auiwerksamkeit ^lied des Vereins Erledigung einiger etzung desWmer- die Versammlung an den Verhand- unserer deutschen ihen ein krästiges
Lollar: H. Geissler VI., „zur Germania", Lang-Göns: C. Weil III „zum Schwanen", Leihgestern: J. Hess XX.
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Unter Bezugnahme auf § 10 der Bedingungen für den Bezug von Wasser aus der städtischen Wasserleitung werden hiermit dies betr. Hausbesitzer bezw. deren Stellvertreter dringend ersucht, dafür Sorge tragen zu wollen, dast die Waffermeffer für unsere mit deren Untersuchung und Aufnahme betrauten Beamten jederzeit leicht und ohne Zeitverlust zugänglich sind. — Unsere Leute sind nicht verpflichtet, sich den Zutritt erst durch Wegschaffung von Kohlen, Holz u. dgl. möglich zu machen.
Gießen, 5. October 1891.
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.
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Mit den „flüssigen Broncen" aus der Adler-Drogerie zu Halle a/S-, welche in allen Farben hergestellt werden, kann man alle nur denkbaren Gegenstände, als: Gypsfiguren, Körbchen, Kinderwagen, Bilderrahmen u- s. w., schön und dauerhaft bronciren. Zu haben in Gießen nur allein bei Drebes & ^V»Ilen fels in Fl. ä 25 und 50 H. [7028
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Dienstag den 13. October, S'/r Uhr anfangend, lasse ich im Saale der Restauration Kaufmann (Lenz'schcr Felsenkcller) wegen Aufgabe einer hiesigen Hotel- und Gastwirth- schaft das dazu gehörige Hans- und Wirthschafts-Mobiliar öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern:
1. 10 vollständige Zimmer-Einrichtungen, hierunter das vollständige Weiß- und Bettzeng von 10 Betten;
2. 2 große Salonspiegel, 2 m hoch, 90 cm br., mit Goldrahmen;
3. 10 Spiegel mit Gold- und Holzrahmen, 30 Stück Bilder, darunter werthvolle Stahlstiche und Oelgemälde (Kaiser Wilhelm I. u. II. nebst Kaiserinnen, Bismarck, Moltke re.), 1 Pianino, 1 Guitarre uud sonstige Musikalien;
4. die vollständige Kücheneinrichtung in kupfernen und email- lirten Geschirren:
5 100 Betttücher, 100 Ueberzüge, 200 Servietten, 200 Handtücher, 50 farbige Tischdecken, 2 große Gummidecken, 12 Teppiche u. s. w.;
6. 200 Teller, 20 Suppenterrinen, 60 Fleischplatten, 5 Dtzd. Löffel, 5 Dtzd. Gabeln, 12 Dtzd. Messer, 3 Dtzd. Dessert- Messer und Gabeln, 2 Dtzd. große Suppenlöffel, 4 Messerkörbe, Leuchter, Huilliers, eine große Anzahl Wein-, Bier- und Liqueurgläser, Ablaufbretter, Serviettenringe, 2 Regulateure, 3 Waagen mit Gewichten, 1 Küchenwaage, 1 Eisschrank, Schirmständer u. s. w.;
7 2—300 Flaschen ff. Cognae, Weine, Liqneure u. dgl., sowie eine größere Partie sonstiger Hans- und Wirthschaftsgeräthe.
Sämmtliche Sachen sind zum Theil neu, sonst sehr gut erhalten und enchfiehlt sich für Hotels, Wirthschaften n. dgl., die Möbel eignen sich sirr jede Haushaltung.
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Gießen, den 9. Oetober 1891.
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Die Bahnhosüwirthschaft soll zum 1. Januar 1892 anderweit verpachtet werden und ist dazu Termin auf Mittwoch, 4. November 1891,
Vormittags II Uhr, im diesseitigen Verwaltungsgebäude hier anberaumt. Die Bedingungen können ' üf Station Bad - Nauheim eingese! . auch gegen Erstattung der Schreibgobühren von 50 Pfg. von uns bezogen werden.
Caffel, den 10. October 1891. Königliches Eisenbahn-Vetriebs-Amt.
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werden mir dein Ba. platze der zweiten evana. Kirche — Südanlage dabier — ca. 30 Stück Obstbäume, zur Hälfte zum Wiederoerpflanzen geeignet, gegen Baarzahlung versteigert-
Gießen, am 12. Oktober 1891.
Der Kirchenrechner:


