An Mr Wit
des ersten hessischen Reichstagswahlkreises'.
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Für die am 28. d. Mts. stattfindende Nachwahl schlagen wir, nachdem Herr S ch l e n k e zurückgetreten ist, den Wählern vor, ihre Stimmen zu vereinigen auf unfern Parteigenossen, Herrn
Als ein Mann, der seine geachtete Stellung im Gewerbsleben, wie auch im Rathe der Stadt Gießen, lediglich der eigenen Thatkrast und Geschäftstüchtigkeit verdankt, wird er der beste Berather sein, den wir in den Reichstag senden können für die Gesetzesvorlagen zuiu Meilen her Aröeiler, welche der hochherzige Entschluß unseres Kaisers in Aussicht gestellt hat. Dies bezeugt insbesondere das gute Einvernehmen, in welchem er mit seinen eigenen zahlreichen Arbeitern steht, und das Vertrauen, das er in weiten Kreisen der Gewerbetreibenden genießt.
In volkswirthschaftlicher Hinsicht ist unser Kandidat ein überzeugter Anhänger der bestehenden Zollgesetzgebung. Bei den nahen Beziehungen, in welchen er zur IßltbßöUtrciBcnbni MevölsierUNg steht, uud bei seiner genauen Kenntniß der Bedürfnisse derselben, würde er insbesondere auch für die Aufrechterhaltung dtt IflHiHDirtlMnftlirimi ZchlltzM eintreten.
Als mitten im Verkehrsleben stehender umsichtiger Geschäftsmann würde er ferner sowohl die Fähigkeit als auch deu festen Willen besitzen, um auf dem Wege der Gesetzgebung denjklttgkN WklltiindeU kUtgkgkllMetkll, welche durch UNkhrllchtS UNd wucherisches Trribru im Groh- und Kleinhandel verursacht werden. Dieses Ziel wird durch die Wahl des Herrn Heyligenstädt ohne Zweifel sicherer erreicht werden, als auf dem Wege der antisemitischen Agitation, welche, luie das Ergebniß der vorigen Wahl beweist, nur unseren Gegnern zum Siege verhalfen hat.
Wähler des ersten hessischen Wahlkreises!
Ihr habt stets bewiesen, daß Ench dNS Mahl NNsekkS IhkNrrN VntkrlNNdkS über Alles geht. Der selbständige Charakter und die liberale Gesinnung unseres Kandidaten sind uns Bürgen dafür, daß er für alles einsteht, was unsere nationale Entwickelung fördern und beitragen wird zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Recht und zum Ausbau und Schutz unserer verfassungsmäßigen Zustände und Freiheiten. Wer diese Bestrebungen unterstützen, wer treu zu Kaiser uud Reich stehen will, der gebe am 28. März feilte Stimme dem Herrn
C fieijfigenlläifi zu Gehen.
Gießen am 14. März 1890.
Die Vertrauensmänner Versammlung
der nationalliberalen Partei.
Druck und Verlag von G. v. Munchow, llmveisitäts-Druckerei, Gießen.


