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Phosphorsäure, Kali,

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* Wetzlar, 19. Februar. DieKölnische Zeitung" schreibt: An Stelle des nach Aurich als Regierungspräsident versetzten Oberpräsidialraths v. Hartmann ist der Oberregierungsrath v. Tie sch owitz, Stellvertreter des Präsidenten, von der hiesigen Regierung zum Oberpräsidialrath bei dem Ober­präsidium der Provinz Hannover in Aussicht genommen. Seine Ernennung dürste schon in den nächsten Tagen bevor­stehen. Herr v. Tieschowitz, früher langjähriger Landrath des Kreises Wetzlar, ist erst vor zwei Jahren zur Regierung nach Köln versetzt worden- er hat es verstanden, sich hier rasch große Beliebtheit und volles Vertrauen in weitesten Schichten zu erwerben. Sein baldiger Weggang von hier wird von den Beamten wie von der Bevölkerung unseres

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;n Freunden, ins' igsten Dani.

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10 Kalk.

Außer dem vorher angeführten Sens ackere ich auch zweite oder dritte Schur Rothklee unter. Dieser ist ein 'Stickstoffsammler, der also nur Phosphorsäure und Kali bedars, um seinen Stickstoffbedars aus der Atmosphäre zu ziehen und der daher indirect auch den Boden noch bereichert. Es würde also vorzuziehen sein, beim Anbau von Gründungungspflanzen solche stickstoffsammelnde Pflanzen zu wählen, wenn nicht hierdurch eine Ernte aussallen würde. Dieser letztere Grund bewog mich deshalb auch theilweise Sens anzuwenden, den ich aus die umgeackerten Kornstoppeln säe. Im kommenden Jahre bekommt dieser Acker Hafer mit Klee-Einsaat, von letzterem verlause ich im nächsten Jahre ein oder zwei Schnitte und den Rest ackere ick unter.

Mithin fallen innerhalb drei Jahren stets zwei Grün­düngungen, deren Werth ich ebenso hoch schätze, wie eine Stalldüngung. Außerdem hat die Gründüngung noch Vor­theile, die die Stalldüngung nicht bietet, hierzu gehören:

1. Die Vortheile der Bodenbeschattung.

2. Unterdrückung resp. Vertilgung der Quecken .durch den dichtstehenden und schnellwachsenden Sens.

Es ist nun nicht gerade Jedermanns Sache, viehlos zu wirthschaften. Der Eine hat seine Freude an Zucht, der Andere an Mast, der Dritte an Molkerei u. s. w. Diesen Liebhabereien kann aber bis zu einem gewissen Grade auch bei der viehlosen Wirthschast Rechnung getragen werden. Es können für den Haushalt schöne Kühe gehalten werden. Dieselben können gleichzeitig auch für den Zugdienst Ver­wendung finden. Wo dieselben nicht ausreichen, sind außerdem Pferde zu verwenden.

Wünscht ein Landwirth zu berechnen, ob es für chn, unter Berücksichtigung seines Bodens und der sonstigen Ver­hältnisse, vortheilhaft ist, ganz oder theilweise zur viehlosen Wirthschast überzugehen, so bieten ihm nun diese in der Praxis bewährten Thatsachen eine geeignete Grundlage- dabei dars die Einnahme aus dem entbehrlich gewordenen Stroh nicht übersehen werden. Der Einwand, daß alsdann außer den Körnern auch noch Stroh verkauft und damit noch weniger der dem Boden entnommenen Mineralbestandtheile wieder zurückgegeben werden und somit ein verstärkter Raubbau betrieben werde, ist nicht stichhaltig, wenn durch genügenden Anbau von Zwischenfrüchten dem Boden ebensoviel Humus bildende Stoffe zugesührt werden und durch Ankaus von künstlichen Düngemitteln (Phosphorsäure, Kall und Kalk) Ersatz für die entzogenen Mineralien geboten wird.

D. Allg. Ztg. s. Landw.

Neber viehlosen Wirthschastsbetrieb

Von Konrad Fuhr-Altenburg.

Taxirt man seine Ernte und zieht von dieser Summe | ba5 ab, was man vereinnahmt für Getreide, Vieh u. V w., t0 fehlt noch eine bedeutende Summe, für welche kein anderer Ersatz vorhanden ist als der Mist - derselbe ist daher nicht billig. Ich habe stets den äußerst größten Viehstand, der nur zu halten war, gehalten, um möglichst viel Mist zu rrzielen und dazu noch buchen Asche, Kalk und Seiseuäsche m Hülle und Fülle angewandt, bin aber nie zu dem Resultat qekommen, welches ich jetzt erziele. Viele kleine Oeconomen sind mir bekannt, welche alle mehr Vieh halten als sie ernähren können, nur um viel Mist zu erzeugen. Dadurch wollen sie ihre Aecker verbessern, verschlechtern aber hierbei ihre Finanzen. Bekanntlich frißt die Kuh eine Kuh, wenn man Alles kaufen muß.

Der Vogelsberger Bauer war gescheidter- als ihm me Fourage knapp wurde, sagte er: Es ist besser, ich effe da^> Kähche, als daß das Kühche mich frißt.

Das ist nun Alles gut genug, aber ohne Stalldung war nichts zu machen. Als ich im Herbst 1885 von Schwarz weg ging, wandte ich zur Winter-Aussaat das letzte Mal Stalldung an und dachte besorgt: Wie wird es nun werter achen? Verpachten wollte ich aus verschiedenen Gründen nicht. Im Frühjahr 1886 lernte ich zum ersten Male m Altenburg die Wirkungen des Chilisalpeters kennen. Rasch entschlossen streute ich auch in Schwarz 60 Psund von diesem Salz, wie es die Bauern dort nannten, aus den Morgen und | erzielte die glänzendsten Erfolge damit. Als in 1886 die Zeit der Winter-Aussaat herankam, da war es mir doch nicht ganz wohl zu Muth - es waren 35 Morgen Korn 0118^611 und Mist war nicht vorhanden. Da erhielt ich Dr. Paul Wagners Broschüre über Thomasphosphatmehl. Dieselbe sollte mir über viele Fragen Klarheit bringen, ich war ganz erstaunt, wie genau Wagner Alles behandelte, als wenn er diese Sache schon jahrelang practisch betrieben hätte. Statt 84 Ctr. streute ich nun gleich 8 Ctr. Thomasphosphatmehl per Morgen. Das Resultat war, daß mein Korn viel üppiger ausging, als dasjenige meiner Nachbarn, die stark mit Mist, gerade ausnahmsweise, mir zum Trotz, gedüngt hatten. Mein Korn war im Herbst vor und blieb es auch im Frühjahr, zu welcher Zeit ich ihm noch etwas Chilisalpeter gab, pro Morgen x/2 Ctr.- wenn es ein Acker vertragen konnte, gab ich noch V4V2 Ctr. mehr. Er war dann curirt und jeder Fremde, der in die Gemarkung kam, kannte meine Aecker von

Händen und wird auch bei Düngung mit Thomasphosphat­mehl m den Boden emgeführt. Die anderen noch nöthigen mineralischen Bestandthcile enthält säst jeder Boden und sie werden auch durch tieferes Ackern immer von Neuem löslich. Aus diesen Betrachtungen geht also hervor, daß wir haupt­sächlich mit Phosphorsäure, Stickstoff und Kali zu düngen haben. Hierbei braucht man in der Zumessung der Phosphor­säuregabe nicht ängstlich zu sein, da die Phosphorsäure im Boden gebunden wird. Es soll und muß sogar ein lieber- schuß vorhanden sein, damit der theure Stickstoff, den man gibt, vollständig zur Wirkung gelangen kann. Das richtige Maß in der Anwendung des Stickstoffs ist schwer, hierzu gehört unausgesetzte Beobachtung und öftere Darreichung des Stickstoffs, wenn er im Chilisalpeter gegeben wird, in kleinen Portionen.

Es wäre nun die dritte Voraussetzung des vtehlofen Betriebes zu betrachten, dem Boden den nöthigen Humus zuzusühren, wodurch dem Lande die nöthige Lockerung und Gahre beschafft wird. Das erzielt man durch Anbauen von Gründüngungspflanzen. Hierbei habe ich Aecker gehabt, die durch diese Behandlung die guten Eigenschasten der Gahre m

I erhöhtem Maße zeigten, als wie eine Brache, die mit Stall­mist stark gedüngt war. , ,

Aus dem Gebiete der Gründüngung habe ich einiges Lehrgeld zahlen müssen. Lupinen brachten mir drei Nieder­lagen, Spörgel ergab zu wenig Masse und Seradella stand sehr dicht, blieb aber klein und unscheinbar, dagegen hat mir

I Sens große Dienste erwiesen. Er wächst bis spät in den Herbst hinein, erfriert erst bei 4 Grad Kälte, ergibt eine große Masse und zeigt sich sehr dankbar für eine Stickstoff­düngung in Form von Chilisalpeter. Ein Centner solcher Gründüngung ist mehr (?) werth, als ein Centner Stallmist und bedeutend leichter aus den Acker zu bringen, als letzterer. Der Werth des Stallmistes wird vielfach bedeutend über­schätzt - nach Stutzer enthält ein Wagen Stallmist von 20 Ctr. ungesähr:

15 Ctr. Feuchtigkeit,

4^4 humusbildende und stickstoffhaltige Stoffe, 3/4 Mineralbestandtheile und Salze.

Die stickstoffhaltigen und mineralischen Bestandtheile ent­halten an wichtigen Düngstoffen ungesähr:

8 Psund Stickstoff,

Augenblick des ganzen, bisher verflossenen Daseins, den Ein­tritt ins Jünglingsalter und den Moment, in welchem in die Seele des Jünglings das Samenkorn zu dem gelegt werden muß, was der Mann dereinst werden und bedeuten soll, und dieses Samenkorn recht zu wählen, ist die schwere Ausgabe, welche die gegenwärtigen Tage vor der Confirmation sür so viele Eltern mit sich bringen. Und in der Thal ist )ic schwer, denn ein jetzt falsch getroffener Schritt kann die ganze Zukunst unserer Kinder in Frage stellen. Deßhalb möchten wir an dieser Stelle recht dringend vor voreiligen und nicht hinreichend geprüften Beschlüssen warnen, vor Allem aber und in vorderster Linie auf die Klippen der subjectiven Beur- theilung der schwerwiegenden Frage ausmerksam machen. Nur allzu häufig kommt es vor, daß, weil der Vater fein Hand­werk mit Glück betrieben hat, der Junge nun bestimmt wird, daffelbe zu ergreifen. Es gibt freilich Familien, in denen sich der gleiche Berufszweig feit mehreren Menschenaltern -um Glück der einzelnen Angehörigen in derselben Familie fortgeerbt hat, und namentlich in der kleineren Stadt werden solche Beispiele, weil sie in dem engeren Beobachtungskreise um so flagranter hervortreten, sehr leicht bestimmend für das Elternherz, wenn es, wie jetzt, sich in der Zwickmühle der

: Unentschlossenheit befindet. Da Hilst man sich gar gern mit dem Tröste aus aller Noth: Der Junge hat während seines ganzen Lebens gesehen, wie es der Vater gemacht hat, ist in dem Handwerk gewissermaßen groß geworden, spielend hineingewachsen in manche seiner Schwierigkeiten da kann e§ ihm ja nicht sehlschlagen! Dann wird dem Knaben die entsprechende Frage vorgelegt: das kindliche Gemüth, dessen Horizont über den Umkreis der Sch ilstube, des Spielplatzes und des sorglosen Lebens im Elternhause nicht hinausreicht, sagt in dem Bewußtsein des elterlichen Schutzes und in dem Gesühl, daß der Vater wohl das Rechte treffen werde, zum Theil auch berauscht von den Zukunststräumen der Selbst­ständigkeit, meist ja, und so ist ein Schritt gethan, der mög­licherweise die schlimmsten Folgen haben kann, weil der so erwählte Berus den eigentlichen Fähigkeiten und Neigungen des zur wirklichen Erkenntniß weit später erst erwachenden Charaeters nicht entspricht. Aehnlich ist es mit jeder andern subjectiven Entscheidung der Frage, welche die Eltern den Knaben zu einem Berufe bestimmen läßt, dem seine Fähigkeiten und Neigungen so gar nicht entsprechen. Es ist ja, nur um ein Beispiel anzusühren, wohl begreiflich, daß das Mutterherz eine tiefe Befriedigung, eine unendliche Freude bei dem Gedanken empfinden mag, den Sohn einstmals im Talare auf der Kanzel zu sehen, seine Stimme das göttliche Wort verkünden zu hören, aber sehr häufig ereignet es sich, daß gerade dieser, von der mütterlichen Sorge und Liebe für die Predigerlaufbahn bestimmte Sohn in seinen Anlagen viel­mehr Berechtigung dazu zeigt, das Winkelmaß oder den Meißel mit Glück in die Hand zu nehmen. Und deßhalb möchten wir zum Schluffe dieses allerdings nur flüchtigen Hinblicks aus die schwerwiegende Frage allen Wern den warnenden Rath ertheilen: Entscheidet nicht zu schnell! Prüfet sorgsam und unparteilich die Fähigkeiten Eures Sohnes, suchet verstohlen seine Neigungen zu erforschen und zwar ohne ihn durch die brüske Frage:Was willst Du werden?" zu verwirren, und erforschet in vorsichtig geführten Gesprächen

ferne.

Inzwischen fing ich nun auch mit Gründüngung an zu wirthschaften. Es ist nämlich sehr nothwendig, bei Anwendung ter künstlichen Düngemittel, dem Boden von Zeit zu Zett humusbildende Stoffe zuzusühren. Sowie heute die Wiuter- ftucht vom Acker kommt, werden die Stoppeln sofort um- «cackert und Sens daraus gesäet. Dieser wird bis Ende October noch zwei Fuß hoch und wird vor Winter unter- geackert. Im Frühjahr werden die so vorbereiteten Aecker mit dem Exstirpator behandelt und Haser daraus gedrillt. Aus solchen Aeckern habe ich einen Haser erzielt, wie ich früher keinen gezogen habe. Klee, welcher in diesem Haser aesäet wurde, bestreute ich im Winter oder Frühjahr abermals mit Phosphatmehl und hatte durchschlagende Erfolge. In Wirthschaften mit Viehhaltung, derselben Gemarkung, war fein Acker Klee, der sich mit diesem, mit Kunstdünger ge­zogenen Klee messen konnte, obgleich gerade die leichtesten Aecker dazu ausgesucht wurden, die vorher keine reichen Kleeernten lieferten.

Man sagte allgemein: Im Jahre 1886 würde ich noch einmal Frucht ziehen, 1887 würde die Ernte schlechter und in den daraus folgenden Jahren würde, ohne Beigabe von Mist, gar keine Ernte mehr erzielt. Die guten, alten Freunde hatten sich jedoch sehr getäuscht. Anstatt daß die Ernte Schlechter ausfallen sollte, wurde dieselbe von Jahr zu ^ayr bester und ich erzielte, sowohl in Menge, wie in Qualität, bedeutend mehr. Gerade das vorjährige Korn hat aus den Märkten in Alsfeld und Lauterbach allgemeinen Beifall, wegen Les starken, vollen Kornes, gefunden.

Außer auf den, seither mit Stallmist gut bewirthschafteten Aeckern habe ich auch Resultate aufzuweisen, die aus voll­ständig ausgehungerten Grundstücken, die ich kaufte, oder die seither verpachtet waren, erzielt wurden. Dieselben sind eben so günstig ausgesallen, wie die vorher geschilderten.

Auch wurde, um theilweise außer der Fruchtsolge stehende Grundstücke ins richtige Feld zu stellen, auf Korn wieder Korn gebaut, was seither aus dem leichten Sandboden nicht möglich war, da man in der zweiten Kornernte keinen Grsatz für die aufgewandten Kosten erhielt.

Wie Sie sehen, ist also sicher ohne Stalldung, d. y. oiehlos zu wirthschaften, wenn man:

1. das Land so vorbereitet, wie das überhaupt ge­schehen muß-

2. der Pflanze die nöthige Nahrung gibt,

3. den Humus im Boden durch Gründüngung erhalt.

Die ad 1 erwähnte Vorbereitung des Bodens ist all­gemein bekannt, um so schwieriger ist es aber, die zweite Voraussetzung : der Pflanze nämlich die nöthige Nahrung zu geben, zu erfüllen.

Unsere Gelehrten sagen:

/Die Pflanze lebt nicht von einzelnen Nährstoffen, sondern von einer aus mehreren Nährstoffen zusammen­gesetzten Nahrung."

Die vier wichtigsten dieser Nährstoffe sind: Phosphor- jäure, Stickstoff, Kali und Kalk.

An Phosphorsäure und Stickstoff ist gewöhnlich Mangel tm Boden, hier und da fehlt auch Kali. Kalk ist meist vor-

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Die Arage der Zukunft ihrer Kinder

tritt jetzt, wo das Geläute der Confirmationsglocken wieder der jungen Welt summend vorausklingt, in nebelhaften Formen von Neuem an die Eltern in ihrer ganzen Dringlichkeit heran und auf vielen Gemüthern wird mit drückender Schwere die noch unbeantwortete Frage liegen: Was soll der Junge werden? Für unsere Mädchen brauchen wir Gottlob so angst­voll nicht zu sorgen- für sie ist ja die Confirmation kein Merkstein von so schwer bedeutungsvoller Wichtigkeit. Doch für den Knaben bedeutet der Tag, wo zum ersten Male das wtro von oen oeamitn »k von uti w chwarze Kleid den jungen Körper deckt, den feierlichsten | Regierungsbezirks lebhaft bedauert werden.

seine Vorstellungen von der Zukunst! Das wird einen ersten nützlichen und berechtigten Anhaltepunkt sür die Beantwortung jener Frage geben, und wird Euch dieses dennoch nicht mög­lich, so ziehet den Rath der Lehrer des Knaben heran. Sie vermögen oft einen liefern Einblick in die Seele des Kindes zu thun, als es den in der Hast und dem Drang des täg­lichen Berufes für diese zarte Aufgabe unsicher gewordenen Augen der Eltern möglich ist, und mit dieser Hilfe werdet Ihr leichter und ohne Euch später Gewissensbisse machen zu müssen, entscheiden können:Was soll der Junge werden?!"

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Februar. Die Berufsgenossenschaften sind gegenwärtig damit beschäftigt, die im Jahre 1889 ge­machten Ausgaben aus ihre Mitglieder umzulegen und in den entsprechenden Beträgen von den einzelnen Betriebsunter­nehmern einzuziehen. Wie hoch sich die Gesammtsumme der Kosten belaufen wird, welche den letzteren für das jüngst- verflossene Jahr aus der Unfallversicherung ihrer Arbeiter erwachsen sind, läßt sich mit Genauigkeit augenblicklich noch nicht seststellen. Indessen wird schon jetzt von osficiöser Seite eine Schätzung veröffentlicht. Dieselbe ergibt eine wahrscheinliche Gesammtausgabe der Arbeitgeber von etwa zweiunddreißig Millionen Mark für das Jahr 1889. Im Jahre 1886, dem ersten Volljahre des Bestehens der Unfall­versicherung, betrug die Gesammtausgabe 10,3 Mill., 1887 19,1, 1888 25,6 Millionen.

Ler8taflbe«2O.3tbntar. (ßk^CItCr '» * 43- 1890