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Samstag den 13 Septbr.
(Btefeener Anzer^ev.
Beilage zu Nr. 213. - 1890.
Einige Betrachtungen über den Viehhandel.
Zu einer Zeit, wie der jetzigen, wo die Preise Vieler, man möchte sagen säst aller Lebensmittel, eine bedeutende Höhe erreicht haben, ist man namentlich in Consumentenkreisen gern geneigt, die Ursache der Vertheuerung unserer Nahrungsmittel dem Zwischenhandel zuzuschreiben. Wenn nun auch nicht abzuleugnen ist, daß der Zwischenhandel aus steigenden Preisen seinen Nutzen zieht und den sich ihm widmenden Personen oft zu Wohlstand Verholsen, so ist anderseits bis jetzt noch kein Mittel gesunden, den Zwischenhandel entbehrlich zu machen. Die Unentbehrlichkeit des Zwischenhandels ergibt sich namentlich in unzweideutiger Weise im Viehgeschäfte. Einer von ihm empfangenen Fleischerdeputation äußerte sich Staatsminister von Boetticher ebenfalls dahin, daß an den hohen Vieh- und Fleischpreisen der Zwischenhandel schuld sei- wenn der Fleischer direct vom Producenten kaufen könne, würde er billiger verkaufen können. Ob der Viehhandel wirklich entbehrt werden kann, darüber mag man sich ein Urtheil nach Durchlesen nachstehender Betrachtungen bilden.
Aus einem gut beschickten Markt einer jeden Großstadt, ebenso einer mittleren oder kleineren Provinzialstadt wird es Fleischermeister geben, denen es schwer möglich wird, aus dem gesammten Austrieb passende Waare zu erhalten. Dem Publikum in allen größeren Städten genügt es nicht mehr, nur eben Rindfleisch zu kaufen, sondern der verfeinerte Geschmack stellt ganz besondere Ansprüche- je nach Einrichtung des Geschäfts, nach Geschäftslage muß der Fleischer den verschiedenen Ansprüchen genügen.
Es genügt nicht nur, daß ein Wurstsabrikant die nöthige Anzahl Schweine in seinen Besitz bringt, er muß auch in allererster Linie aus die Qualität der Thiere sehen. Eine Woche werden besonders fette, in anderer Woche mehr magere Thiere gebraucht; an diese mageren und fetten Thiere werden nun auf Zartheit des Fleisches, Festigkeit des Fettes wiederum besondere Ansprüche gestellt, je nach Bedürsniß des Geschäftes, und da man Schlachtthiere nicht nach Probe kaufen und erst davon ein Muster ohne Werth erhalten kann, so müßte sich denn der Meister ausmachen und umherreisen, nicht nur in der eigenen Provinz, sondern auch in den Nachbar-Provinzen, um seinen Bedarf zu decken. Da müßte der Fleischer so gut reisen, welcher 5—10 Schweine pro Woche braucht, wie derjenige, welcher 20 und 30 braucht. Diese Kosten, dazu die Kosten, welche die Einzelfracht mit sich bringt, und die theuren Kosten von viertel und halben Wagen im Eisenbahnverkehr gegenüber den geringeren Kosten, die ein Viehhändler, welcher eine größere Zahl von Thieren verladet, hat, fallen schwer ins Gewicht. Wenn die Gesundheit des Meisters solche Reisen nicht gestattet, dann muß er eben einen Aufkäufer haben, während bei, Abwesenheit des Meisters das Geschäft zu Hause unbedingt zu Grunde geht. Der Meister ist bei Vergehen gegen das Nahrungsmittel-Gesetz der „Verantwortliche", also auch hier müßte ein Stellvertreter angestellt werden. Es könnte dies Thema in den verschiedensten Erörterungen noch seitenlang ausgesührt werden, es bedarf aber keines weiteren Hinweises, daß auf diesem Wege der Zwischenhandel nicht beseitigt werden kann.
Wenn nun der Fleischer nicht zum Landwirth kommen kann, warum kommt dann der Landwirth nicht zum Fleischer? Warum verdient sich der Landwirth nicht selbst den Gewinn des Zwischenhändlers? Die öffentlichen Viehmärkte geben ja überall Gelegenheit für den Landwirth, sein Vieh selbst zu verkaufen.
Zunächst fehlt dem nur ab und zu einen Markt besuchenden Landwirth die nöthige Personenkenntniß- der größte Theil der Fleischer braucht Credit, der fern in der Provinz lebende Landwirth kennt die Creditfähigkeit des Einzelnen nicht und würde schweren Verlusten ausgesetzt sein, wenn er selbst verkaufen wollte. Diese nöthige Personenkenntniß fehlt auch dem Viehhändler- beide können sich diese Kenntniß nicht erwerben, wohl aber hat diese Kenntniß der am Ort wohnende Viehcommissionshändler. Er kennt die Fleischer, sieht, beobachtet und läßt das geschäftliche Thun und Treiben seiner Kunden beobachten und zieht daraus seine Schlüsse, gibt und versagt Credit. Oder sollte man der Meinung sein, daß der Credit, jener mächtige Hebel in Handel und Gewerbe, nicht nöthig sei? Ein einziges Experiment mit ungünstigem Erfolge würde für manchen Landwirth die verhängnißvollsten Weiterungen haben. Der Landwirth, welcher nur zwei Kühe, einige Schweine, und der ganz kleine Wirth ober Tagelöhner, welcher eine Kuh, ein Schwein zu verkaufen hat, soll der es auch selbst zu Markte bringen? In der nahen Stadt ist vielleicht kein Bedarf, er erzielt nur einen sehr schlechten Preis, aber in der entfernten größeren Stadt ist Bedarf, soll er es selbst hinbringen? Die Spesen würden unverhältnißmäßige sein. Was der kleine Landwirth nicht kann, der Händler kann es thun, er kann einen höheren Preis zahlen, als in der kleinen Stadt selbst erzielt wäre, der größere Transport verbilligt die Spesen und läßt den Händler dennoch verdienen.
Ferner: Die Fleischschau in allen größeren Städten verwirft viel, sehr viel Thiere. Der Fleischer, welcher oft nur erst seit Stunden im Besitz der verworfenen Thiere ist, lann gerechter Weise den Verlust nicht tragen. Bei eingetretenem Verlust gilt es, die Jndentität des Thieres, sowie Len Einzelwerth desselben festzustellen, wenn, wie in den meisten Fällen, eine größere Anzahl verschiedenwerthiger Thiere zusammen verkauft sind. Die möglichst günstige Verwerthung des beanstandeten Thieres oder einzelner Theile nach gesetzlichen Vorschriften ist Ausgabe des Verkäufers. Bei Allem gilt es Interessen dcs Verkäufers wahrzunehmen, also müßte ler Landwirth am Orte bleiben, bis das letzte Thier seines Verkaufs getödtet ist. Auch der Viehhändler kann dies nicht,
denn gleich nach dem Verkauf muß er zu neuem Einkauf eilen, folglich muß ein Bevollmächtigter da fein, in größeren Städten der Viehcommifsionshändler.
Da nun der Fleischer nicht zum Landwirth, der Landwirth nicht zum Fleischer kommen kann, so tritt der Viehhändler hier ausgleichend ein.
Durch den Händler wird es dem einzelnen Landwirth möglich, große Spesen zu ersparen- ebenfalls dem Fleischer. Der Zwischenhandel ist es, welcher den Viehhandel in sichere, geordnete Bahnen lenkt, er führt die Vermittelung mit Producenten (Landwirth) wie Consumenten (Fleischer) nach allen Beziehungen hin- ja wir stehen nicht an, zu erklären, der Zwischenhandel führt dem Fleischer bessere, ausgesuchtere und billigere Waare zu, als der Fleischer solche sich direct beim Producenten aufsuchen könnte. Die Wochenspesen eines Viehhändlers ersetzen die Spesen von vielleicht 50 Fleischermeistern, wenn diese selbst reisen sollten, wodurch natürlich die Thiere nicht theurer, sondern billiger werden. Der Zwischenhandel setzt den Producenten in die Lage, sein Vieh unter Benutzung günstiger Conjuncturen besser verwerthen zu können, als der Producent dies jemals direct könnte. Der Zwischenhandel vertheuert nicht das Schlachtvieh, sondern der Zwischenhandel verbilligt das Schlachtvieh, erleichtert den Verkehr, berücksichtigt die Bedürfnisse der einzelnen Gegenden und Städte und lenkt demgemäß die Zucht und Mästung aller Viehgattungen in die richtig geeigneten Bahnen. Leider beachten die Landwirthe die ihnen hieraus gegebenen Winke noch viel zu wenig. Wäre es möglich, den Zwischenhandel mit einem Schlage zu beseitigen, so würde dies gleichbedeutend mit einem Nationalunglück sein. Die vielfach vertretene Ansicht von einem „Ring", welcher sich stellenweise gebildet habe, beruht aus vollständig falschen Berichten. Der Absicht einer kleinen Anzahl von Verkäufern, theuer zu verkaufen, steht überall, ob in Berlin oder Cöln, Breslau, Chemnitz oder Fürth, oder wo es auch sein möge, eine größere Anzahl von Käufern gegenüber, welche billig kaufen wollen. Da ist von einem „Ring" nicht mehr die Rede, der Ring würde, wenn er wo sich bilden wollte, bald gebrochen fein.
Die Nothwendigkeit des Zwischenhandels tritt bei allen Viehgattungen hervor, es sei hier beispielsweise nur des Handels mit Hammeln gedacht. Es fällt keinem Gutsbesitzer ein, aus feiner Heerde etwa 5, 10 oder 15 Stück heraus zu verkaufen - es ist schon eine bedeutende Schlächterei, welche wöchentlich 5 Hammel braucht. Soll nun ein Fleischer auf 10 his 20 Wochen Hammel auf Lager kaufen? Denn weniger wie 50 bis 60, auch 100 Hammel werden in keiner größeren Schäferei verkauft. Möge man daher jene Züchter und Mäster fragen, welche mit Fach- und Sachkenntniß ausgerüstet, die Marktverhältniffe der Stadt und Provinz kennen, Alle werden hohe Preise durch den Zwischenhandel erzielen. Die Pfuscher unter den Landwirthen, denen Ochs — Ochs, Schwein — Schwein ist, das sind diejenigen, welche über niedrige Preise klagen, welche den Zwischenhandel beschuldigen, welche vor allen Dingen den Markt mit unreifem Vieh überschwemmen, zum Schaden der reellen Viehzucht, diejenigen, welchd ohne Kenntniß, ohne Berechnung, unter größter Selbstüberschätzung gelegentlich Vieh nach irgend einem größeren Viehmarkt senden und dann klagen über einen „Ring", welcher ihnen nicht gestattet, für ihre Knochengerüste ohne Fleisch die Preise zu erzielen, welche Prima-Waare wirklich erzielt, welche in allen landwirthschastlichen Zeitungen über unrichtige Preisnotirungen zetern und der Ansicht sind, nur Prima-Waare zu haben. Es ist bekannt, daß ein Landwirth einen Posten Hammel für den Montag schon am Donnerstag in Berlin eintreffen ließ - natürlich erhöhten sich die Futterspesen ins Ungeheure. Einem Händler passirt so etwas nicht.
Die Fleischpreise sind unendlich hoch gestiegen. In der Hand der gesetzgebenden Factoren liegt viel, diese Preise auf ein normales Maß herabzuführen - will man dies, so müssen die Ursachen richtig erkannt werden, nicht aber im Zwischenhandel gesucht werden. Dieser Zwischenhandel vertheuert das Schlachtvieh nicht, sondern er leitet die Producte des Land- wirths dahin, wo solche zum Vortheil des Landwirths am besten zu verwerthen sind.
* Wittlich, 8. September. Zur großen Verwunderung der von der Natur mit kräftigem Bartwuchs gesegneten Einwohner von Wittlich erschienen Ende voriger Woche die verschönernden Figaros nicht zur gewohnten Stunde. Diese Verwunderung steigerte sich, als die zur Nachfrage ausgesandten Boten die Nachricht brachten, an der Atelierthür der Haarkünstler seien große Plakate angeheftet mit der Aufschrift: „Strike der Na- und Frifirer. Honoraraufschlag 100 Procent. Vermittler wollen sich nach der Griebler'schen Bierbrauerei bemühen, wo das unterzeichnete Strikecomite während des ganzen Tages zu sprechen ist." Dieser ganz unvermuthet ausgebrochene Ausstand versetzt natürlich die , Einwohnerschaft in nicht geringe Bestürzung. Die Aus- ständischen bleiben anscheinend fest, so daß sie unzweifelhaft den Sieg davontragen werden. Das Kreisblatt, welchem diese inhaltschwere Meldung entnommen ist, fügt beruhigend hinzu, daß Ruhestörungen bis jetzt noch nicht vorgekommen seien.
* Anonymen Brieffchreibern möge folgender Fall zur Warnung dienen. Bereits seit dem Jahre 1882 erhielten eine Reihe der angesehensten Familien in Merrsburg, ferner der dortige Kreisschulrath und die Oberschulbehörde anonyme Briefe, in denen einzelne Familienglieder oder Lehrer in der niedrigsten Weise gemeiner Vergehen und Verbrechen bezichtigt wurden, ohne daß es gelang, des Thäters habhaft zu |
werden. In der letzten Zeit häuften sich die Verdachtsanzeichen gegen, eine im Orte wohnende frühere Pfarrersköchin derart, daß dieselbe vor einigen Wochen in Hast genommen wurde. Vor einigen Tagen kam die Sache in Constanz zur gerichtlichen Verhandlung. Während eine minder belastete Helfershelferin der Hauptschuldigen zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt wurde, erhielt diese selbst zehn Monate. Und das von Rechtswegen!
* Dauer französischer Staatsformen. Während in diesen Tagen die zwanzigste Wiederkehr des Tages von Sedan, des eigentlichen Geburtstages des neuen deutschen Reiches, in ganz Deutschland festlich begangen wurde, hat Frankreich zu derselben Zeit seine Rückkehr zur republikanischen Staatsform zum zwanzigsten Male gefeiert. Der auf die gewaltsamste und unrühmlichste aller hauptstädtischen Straßenrevolutionen gegründeten Ordnung der Dinge ist eine Dauer beschieden gewesen, welche diejenige aller übrigen französischen Staatsexperimente der letzten hundert Jahre übertrifft.
Es haben bestanden
die erste Republik 14 Jahre lang, das erste Kaiserreich 10 „ „
das restaurirte Königthum 16 „ „
das Bürgerkönigthum 18 „ „
die zweite Republik 5 „ „
das zweite Kaiserreich 18 „ „
die dritte Republik 20 „ „
Danach sind auf die letzten 101 Jahre französischer Vergangenheit gekommen
39 Jahre Republik,
34 „ Königthum,
28 „ Kaisertum,
was ein Plus von 5 Jahren zu Gunsten der gegenwärtig. bestehenden, vor 20 Jahren zum dritten Male angenommenen republikanischen Staatsform ergibt. ’ Die dritte Republik besteht zur Zeit viermal so lange, als ihre letzte, und doppelt so lange, als ihre erste Vorgängerin, und sie hat sich während dieses Zeitabschnitts ungestörten Friedens erfreut.
* Als ein Zeichen der Zeil berichtet die Schweizerische Frauenzeitung aus Zürich Folgendes: „Ein hiesiges Papiergeschäft suchte vor Kurzem durch die Zeitungen einen Commis - auf die Annonce hin meldeten sich über 200 junge Leute. Dasselbe Geschäft sucht seit einiger Zeit einen tüchtigen Werk- sührer, nicht allein durch die Zeitungen, sondern auch auf dem Wege der Correfpondenz nach allen Richtungen hin, ohne daß sich selbst nur ein einziger Bewerber bis jetzt gemeldet hätte". — Auch die Frauenarbeit weist ähnliche Verhältnisse auf. „Irgend welche leichte, bezahlte Arbeit" wird von einer großen Menge von Frauenspersonen stets gesucht. Als Gesellschafterin, Stütze der Hausfrau, wo die Tochter weder Fisch noch Vogel ist, gehen immer eine Menge von Anmeldungen ein, tüchtige Köchinnen dagegen muß man oft lange suchen. Groß ist das Heer der Nähterinnen, das richtige und selbständige Zuschnetden aber verstehen nur einzelne. Es mangelt an gründlicher Durchbildung und mit Oberflächlichkeit und halbfertiger Berufsbildung glaubt man vielfach seinen Lebensweg machen zu können.
eiter atar und Knnft
Der Landkalender für das Grotzherzogthnm Hessen für das Jahr 1891 bringt seinen zahlreichen Freunden auch indiesem 181. Jahrgang wieder viel Neues und Interessantes, so daß dessen Anschaffung mit Recht empfohlen werden kann. Von den seit Jahren gebrachten Städtebildern ist es diesmal Butzbach, welches in Wort und Bild trefflich gezeichnet ist. Trotzdem der „Landkalender" auch diesmal wieder um einen Bogen vermehrt erscheint, ist der billige Preis von 20 Psg. (Verlag der Großh. Jnvaliden-Anstalt in Darmstadt) derselbe geblieben.
Verkehr, Land- unö Volkswirthschaft.
- Werth des ObsteS als Nahrungsmittel. Wenngleich der Gehalt an wichtigen Nährstoffen, welchen das Obst besitzt, kein sehr hoher ist, so hat dasselbe doch einen unvergleichlich hohen Werth für die Ernährung des menschlichen Körpers, wegen seiner gesundheitlichen nerven-, besonders die Verdauungsnerven anregenden Eigenschaften. Es genügt nicht, daß wir dem Organismus die nöthigen fleisch-, wärme- und krastbtldenden Stoffe zuführen, sondern derselbe bedarf auch der Genußftoffe, welche in den verschiedenen Nahrungsmitteln in verschiedener Menge vorhanden sind, in besonders hohem Maße aber im Obst. Es ist im Interesse des Volkswohls b. sonders zu wünschen, daß das Obst auch immer mehr auf der Tafel d:r kleineren Leute erscheine und dort die Kartoffel etwas verdränge Ader auch in den Mittelstandskretsen wird demselben noch nicht der gebührende Platz eingeräumt und sollte man namentlich auch für den Winter größere Quantitäten etnkaufen.
— Sylvinit für die bevorstehende Herbstdürrarrrra. Der erst in neuerer Zett aufgefundene Sylvinit wird als Kalidünger namentlich in den vom Gewinnungsort weiter entfernt lieacnben Senügend beachtet. Sein ungemein hoher Gehalt an Kali (35pEt. schwefelsaures und ca. 30pCt. Chlorkalium) macht ihn für weitere Verfrachtung besonders geeignet; Kainit, besonders aber Karnallit wird durch eine solche ungemein vertheuert, während das beim Sylvinit nur in geringem Maße der Fall ist. Dabet kostet das Pfund Kali tm Sylvinit am Bezugtzort nicht mehr als in den andern Kalisalzen. Zur Conservirung des Stallmistes ist das Sylvinit nickt so geeignet wie Katnit und Karnallit, weil er einen weit geringeren Gehalt an Magnestasalzen besitzt.
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~ Unterscheidung von Stahl und Eisen. In vielfacher Beziehung kann ein leichtes Unterscheidungsmerkmal dieser beiden Metalle dem Landwirth von Nutzen fein. Man nehme zu dem äwcck einige Tropfen Salpetersäure und träufelt sie auf das zu vrüiende Metall. Ist es Stahl, so bleibt ein dunkler Fleck zurück, während Eisen niemals einen solchen aufweisen wird. v


