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lichster Weise, indem nicht nur willkommene Gäste sich einfanden, sondern eine noch größere Anzahl im Voraus schriftlich ihre Zustimmung kundgab. Die Verhandlungen verliefen auf Grund eines sehr ausführlichen und gediegenen Referates in äußerst anregender Weise. Die warme, lebhafte Betheiligung aller Erschienenen an der Discussicn gab Zeugniß, daß das geplante Unternehmen zeitgemäß und ein tiefempfundenes Bedürsniß ist. Zweck des Vereins ist geschlossenes Eintreten für die Ehre und das Ansehen des evangelischen Pfarrstandes und gemeinsames Auftreten gegenüber allen die Lebensregungen der evangelischen Kirche schädigenden Einflüssen. Ein Ausschuß wurde mit der vorläufigen Geschäftsführung betraut, bis eine baldigst zu berufende Generalversammlung den Verein zunächst für Oberhessen definitiv constituiren und die Amtsbrüder der anderen Provinzen zum Anschluß einladen wird.
Butzbach, 11. September. Am 18. September, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, findet die Wahl der Beigeordneten für die Stadt Butzbach im Rathhaussaale statt.
— An Stelle des zum Bezirksbauaufseher in Vilbel ernannten Herrn Kreisbauaufseheraspiranten Jacob Jungmann wurde Herr Kreisbauaufseheraspirant Adam Steinbrecher von Mainz an das hiesige Bauamt für die Zellenstrafanstalt Butzbach versetzt.
für jeden Raben, Saatkrähe u. s. w. sestzusetzen, jedoch das Schießen nur auf das freie Feld zu beschränken. — Wegen der erschwerten Absatzsähigkeit des Kaldaunendüngers aus dem städtischen Schlachthause, für welchen bei Versteigerungen keine oder nur ungenügende Gebote eingelegt wurden, hat die Landwirthschaftliche Commission die Verarbeitung der Kaldaunenabsälle mit gesiebtem Straßenkehricht zu Compost beantragt und als Zubereitungs- resp. Lagerplatz ein ausgegrabenes Geländestück am Wartberg, ca. 200 Meter hinter dem Tonnenschuppen, vorgeschlagen. Der dort bereitete Dung soll entweder versteigert oder zur Düngung städtischer Wiesen verwendet werden. Herr Simon hält die vorgeschlagene Art der Verwendung städtischer Schlachthausund Straßenabfälle für zweckmäßig und empfiehlt Annahme des Antrags, auch bezüglich des Lagerplatzes, dessen Zufuhrweg von dem Tonnenschuppen an aber chaussirt werden müsse. Die Versammlung erklärt sich mit dem Antrag der Commission und Herstellung des Weges einverstanden. — Herr Schmal! fragt an, ob sich nicht ein Local-Reglement vorbereiten lasse, nach welchem die am Tage in höchst unangenehmer Weise den Verkehr störende Abfuhr der Tonnen und des Latrineninhalts auf die Nacht- oder ersten Morgenstunden beschränkt würde- einzelne Straßen würden an manchen Tagen durch diese Art Fuhrwerke geradezu versperrt. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt, daß angesichts der noch der Erledigung harrenden Localverordnungen anderer Art die Vorlage von neuen nicht empfehlenswerth erscheine. Schon der zur Zeit noch bestehende Vertrag mit dem Absuhrunternehmer biete der Einführung eines neuen Reglements Schwierigkeiten, der Unternehmer beanspruche, wenn die Arbeit in de» Nacht- und Morgenstunden ausgeführt werde, doppelte Vergütung, weil er doppeltes Personal, Pferde und Wagen verwenden müsse. Auch die noch im Stadium der Vorberathung stehende Canalisaiiou der Stadt lasse es zur Zeit nicht räthlich erscheinen, dauernde Anordnungen in Betreff der Entfernung
, der Fäcalien zu treffen.
Ein nach Zustandekommen eines, das Gelände zwischen dem Cvmmerzienrath Noll'schen und dem Brücher'schen Hause betreffenden Kaufvertrags verbleibendes Stück Grabengelände am Brücher'schen Hause an der Ostanlage soll demnächst einer Versteigerung Äusgesetzt werden. — In Folge Gesuchs des Herrn Architect S e u l i n g um Herstellung eines Wasserabflusses aus seinem Hause in der Bleichstraße wird beschlossen, die Kreuzung der Ludwigs- und Bleichstraße, an welcher der erforderliche Canal nebst Einfallschacht angelegt werden soll, zu pflastern. Die auf 1080 Mk. veranschlagten Kosten werden bewilligt. — Dem wenig erfreulichen Zustande der Löb erstraße soll laut Antrag der Baudeputation bald abgeholfen werden. Die Deputation schlägt vor, die nach der Wieseck gelegene Seite der Straße mit einem 2 Meter breiten Trottoir zu versehen, längs diesem Trottoir Bäume (Kugel-Akkazien) zu pflanzen und das Trottoir von der Straße durch eine gepflasterte Gosse zu scheiden. Der Aufwand an Randsteinen, Pflastersteinen, Bäumen u. s. w. ist auf 1750 Mk. veranschlagt, der Betrag soll ins nächstjährige Budget eingestellt, das Pflanzen der Akkazien noch in diesem Herbste ausgeführt werden. — Zu dem Baugesuch des Herrn Tb. Vogt, welcher neben seinem Wohnhause in der Löwengasse einen Anbau zur Aufstellung ihm zur Repa- tatur übergebener Chaisen errichten will, hat die Baudepu- ration Beanstandung beantragt. Obwohl eine massive Ausführung vorgesehen, entspricht das Bauproject nach dem Gutachten der Deputation nicht den einschlägigen Bestimmungen der Bauordnung, es kann weder als selbständiges Ganze noch als im harmonischem Zusammenhänge mit vorhandenen Hauptgebäuden stehend bezeichnet werden. Das Gesuch wird beanstandet.
— Anläßlich des Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs wurden auch einige Herren in unserer Stadt mit Auszeichnungen bedacht- u. A. die Herren Regierungsrath Jost, Oberamtsrichter Fresenius, Rendant Platz und Bürgermeistereisecretär Demuth.
— Auf der Baustelle neben dem Lahnstein (früher Herrn W. Gail gehöriger Platz) vollzog sich gestern Nachmittag ein einfacher aber erhebender Act, nämlich- die Grundsteinlegung des schon bereits vorgeschrittenen Baues einer Turnhalle des hiesigen Turnvereins. Unter Beisein des Vorstandes und des demselben beigegebenen Bauausschusses wurden die üblichen Feierlichkeiten vorgenommen und eine gläserne Urne, enthaltend eine kurze Geschichte des Vereins von seiner Entstehung bis aus die Jetztzeit rc., eingemauert. Der Abend vereinigte noch eine größere Zahl Turngenossen zu einem gemüthlichen Zusammensein im Vereinslocale (Cafe Schnell).
— Vorgestern wurde einem hiesigen Metzgermeister mittelst Nachschlüssels aus der Commodeschublade ein größerer Geldbetrag entwendet.
— Gegen einen hiesigen Droschkenkutscher, welcher einen Fahrgast um mehrere Mark übervortheilte und zugleich seinen Dienstherrn betrog, indem er einen Theil des abzuliefernden Fahrgeldes unterschlug, ist Anzeige erhoben worden.
— Eine weitere Anzeige wegen Diebstahls und zwei Unterschlagungen sind gestern bei der Polizei erhoben worden.
— Gegen einen älteren Mann wurde wiederholt Anzeige auf Grund des § 183 des R.-St.-G.-B. erhoben.
— Ein 9 Jahre alter Junge machte sich seit einigen Tagen das Vergnügen, mit einer Stange die Hahne au einer Reihe Straßenlaternen in verschiedenen Straßen hiesiger Stadt aufzuziehen, wodurch ein erhebliches Quantum Gas entwich.
8. Aus Oberhesien. Am 8. September sand zu Gießen eine Besprechung evangelischer Pfarrer unterschiedltcher Richtungen statt, welche die Gründung eines evangelischen Pfarr-Vereins für Hessen ins Auge gefaßt hatten und beschlossen. Obgleich die Einladungen mit Rücksicht aus Zeit und Umstände zunächst in beschränkter Zahl ergangen waren, drang die Kunde doch vorher schon in weitere Kreise. Das rege Interesse an der Sache zeigte sich daher in erfreu
geleise mit der Oberhessischen Eisenbahn. Das Geleise soll theilweise einem städtischen Feldweg entlang gelegt werden und sucht Herr Koch um käufliche Ueberlassung eines entsprechenden, bereits als Weg dienenden Geländestreifens nach. Die Baudeputation hat sich für Bewilligung des Gesuches ausgesprochen, sofern Gesuchsteller sich verpflichtet, das Bahngeleise entlang des Weges an den tiefer gelegenen Stellen mit einer festen Einfriedigung zu versehen, für die Quadrat- Klafter Gelände 2,50 Mk. entrichtet und die von der Bahn durchschnittenen Wegübergänge zwischen und neben den Schienen pflastert. Grund zur Aussetzung der Beschlußfassung waren die von den Herren Georgi und Simon erhobenen Be- j denken, ob die nach Herstellung der Verladebahn für den Feldweg noch verbleibende Breite von 4 Metern den Fuhrwerken das Ausweichen ermögliche - Beschluß soll nach Abgabe des von der Landwirthschaftlichen Commission einzuholenden Gutachtens erfolgen. — Herrn Bauunternehmer Koch wurde im Laufe dieses Jahres nach Anhörung der Oberförsterei aus die Dauer von 2 Monaten die ausschließliche Erlaubniß zur Vornahme von Bohrungen nach Thon im Stadtwalde ertheilt, infolgedessen ein später von Herrn L. Petri II. in gleichem Betreff eingereichtes Gesuch zurückgestellt werden mußte. Zu einem unterm 10. August weiter von Herrn Koch eingereichten Gesuche, in welchem er auf die Dauer eines Jahres für näher bezeichnete Districle des Stadtwaldes, städtische Wiesen und Felder um die Vornahme von Bohrungen und Schürfungen nach Thonerde nachsucht, hat die Großh. Oberförsterei ein Protokoll vorgelegt, auf Grund dessen dem Gesuch stattgegeben werden könne. Laut diesem Protokoll hat sich der Unternehmer bei Stellung einer Caution von 800 Mk. zu verpflichten, für allen bei Vornahme von Schürfungen entstehen- den Schaden zu haften, die Schürsflächen nach Anweisung der Forstbeamten auszuheben, die ausgeschürften Stellen wieder in den früheren Zu stand zu versetzen, zur Vermeidung von Unfällen die Schürflöcher elnzufricdigcn, sowie für die Fuhre probeweise entnommener Erde 2 bezw. 4 Mk., für Anlage eines Schiirsloches außerdem 2 Mk. zu eutrichten u. s. w. Die Baudeputation hat beantragt, unter Erhöhung der Gebühr für jede Schürffläche aus 12 Mk. und Eingehen der Unternehmer auf den Inhalt des Protokolls Großh. Ober- fürfterei, das Gesuch zu genehmigen, ohne daß durch diese Genehmigung anderen Genehmigungen vorgegriffen werden fülle. Ferner soll die Erlaubniß zur Vornahme von Schür- stlngen auf die städtischen Wiesen nicht ausgedehnt werden. Es wird dem Anträge der Baudeputation gemäß die erbetene Erlaubniß an beide Gesuchsteller widerruflich mit dem Anfügen ertheilt, daß vor Entnahme von mehr als einem Wagen Probeerde besondere Genehmigung einzuholen ist. — Der 7. Punkt der Tagesordnung: „Ueberlassung eines Weges rach dem Hardtberge Seitens des Herrn Oeconomen Sch lenke an die Stadt" wird wegen noch ausstehenden Vernehmungen von der Tagesordnung abgesetzt. — Das Wegschießen der der Landwirth schast schädlichen Böge! bildet seit Jahren einen ständigen Berathungspunkt in den Stadtverordneten - Versammlungen, da seither eine principielle Entscheidung über die Art und Höhe der an die mit dem Abjchuß der verschiedenen Vogelarten (zu denen, wie Herr Oberbürgermeister Gnauth scherzweise bemerkte, auch die „Eichhörnchen" gerechnet werden), betrauten Personen nicht getroffen wurde. So wurden in den vierziger Jahren für den Abschuß von Raben, Saatkrähen, Dohlen u. s. w. 4 kr. bezahlt, im Lause des letzten Jahrzehnts kamen infolge Ueberhandneh- mens der Sperlinge auch diese hinzu, für welche 3 Pfg. pro Stück und freie Munition, später 5 Pfg. ohne Munition gezahlt wurden. Die landwirthschaftliche Commission, die sich in einer ihrer letzten Sitzungen mit der Regelung der Vergütungen befaßte, hat beantragt, nur Schußprämien festzusetzen, und zwar 5 Psg. für den Sperling, 15 Psg. für Krähen rc. In der Besprechung dieses Antrages spricht sich Herr Löb er gegen die Bewilligung von Schußprämien und dagegen aus, daß Feldschützen mit dem Abschuß der Vögel betraut werden, denn darunter würde der eigenliche Feldschutz leiden. Herr Georgi ist für Einschränkung des Schießens, dasselbe würde zu sehr als Sport ausgeübt und oft in nächster Nähe der Stadt, in Gärten u. s. w., wo die Vögel am zahlreichsten anzutreffen seien; man möge den Feldschützen aufgeben, nur im freien Felde zu schießen. Das Schießen in Nähe der Stadt habe auch noch andere Nachtheile: seither beliebte Spazierwege würden gemieden- er selbst habe wahrnehmen müssen, daß die Feldfchützen keine Rücksicht auf Fuhrwerke nähmen, so daß beim Schießen an der Straße die Pferde scheuten. Herr Sch mall constatirt, daß er dieselben Erfahrungen gemacht habe. Herr Wallenfels möchte namentlich während der Ernte das Schießen ganz verboten wissen. Herr Oberbürgermeister Gnauth bemerkt, daß gerade während der Ernte der von den Vögeln angerichtete Schaden am größten sei. Nach im Jahre 1883 von der landwirthschaft- ichen Commission angestellten Erhebungen belief sich der in der Gemarkung Gießen durch Sperlinge u. s. w. angerichtete Schaden schätzungsweise auf 4000 Mk. Herr Simon be- zeichnet den durch die Vögel angerichteten Schaden ebenfalls als hoch, nicht zur Erntezeit, sondern auch zur Saatzeit sei es nöthig, daß öfter unter sie geschossen würde. Herr Scheel pricht sich für Beibehaltung des Abschießens aus, doch solle okches auf die Feldgemarkung beschränkt werden. Herr Ober- ürgermeister Gnauth. bemerkt zu dem Anträge, die Feldmützen überhaupt nicht mehr mit dem Abschuß der Vögel zu beauftragen, daß es schwer halte, geeignete Personen zu finden. Es müßten bei nächster Gelegenheit, wenn wieder über das mberhandnehmen der der Landwirthschast schädlichen Vögel Magt werde, doch Maßregeln ergriffen werden- es bleibe >aim der Stadt nichts übrig, als wieder die Feldschützen mit lern Schießen zu beauftragen. Herr Grüneberg spricht ift$ aus den vorgebrachten Gründen für Abschaffung der Lcchußprämien aus und hält es für zweckmäßiger, wenn in, Feldschützen Gewehr und Munition gestellt würden.
wird beschlossen, die Schußprämien beizubehalten und gelben aus 5 Psg. für jeden Sperling und 15 Pfg.
12. (September. rtstegS Seiner König!, ttaa, 1 Uhr im Hotel Mhvrn
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Gerichtliche Entscheidungen.
— Wasser gehört zu den Baumaterialien, so entschied das Gericht in einer Streitsache zwischen einem Hausbesitzer und einem Maurermeister. Der erstere hatte, wie dies meist geschieht, dem letzteren die Ausführung von Baulichkeiten incl. Materiallieferung für einen vereinbarten Preis übergeben. Das Wasser dazu mußte, wie fast überall, aus der Leitung entnommen werden und wurde der dafür zu zahlende Beitrag von dem Grundbesitzer eingezogen. Natürlich kürzte dieser denselben dem Meister bei Bezahlung der Rechnung, was dieser nicht gelten lassen wollte. In dem dann deßhalb entstandenen Processe erzielte der Hausbesitzer ein obsiegendes Urtheil. In den Gründen hieß es, daß das Wasser u. a. einen integrirenden Theil des zum Mauern nothwendigen gelöschten Kalkes bildet.
— Das Verfahren mancher Bäcker, welche alte Backwaare aufweichen und so aus derselben einen Teig Herstellen, der dann mit anderem frischem Teige vermischt und verbacken wird, ist nach den Bestimmungen des Nahrungsmittelgesetzes strafbar. Die neueste Nummer der amtlichen Nachrichten aus dem Reichsgesundheitsamt enthält eine größere Anzahl hierauf bezüglicher ftrafgertchtlicher Entscheidungen.
verkehr, fxmb« unö vslkswirthschaft
Butzbach, 10. September. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund at 1,10—1,15, Käse per Pfund 45—46 H, Eier zwe, Stück 13
Friedberg, 10. September. Buttermarkt. Butter kostet per Pfd. at 1.10-130, Eier 1 St. 7
Friedberg, 9.September. Fruchtpreise. Weizen at 19.00 bis 00.00, Korn at 15.50—16.00, Gerste at 15.00—16.00, Hafer, neuer, at 14.00—00.00. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo — 200 Zollpfund.
Nidda, 10. September. Bei der gelegentlich des Niddaer Herbstmarktes am 8. September 1890 stattgehabten Verloosung von Vieh, landwirthschaftlichen Geräthen rc. gewannen folgende Loose Hauptpreise: 1622 eine Kalbin, 1681 ein Rind, 1702 ein Schaf, 1749 ein Rind, 1903 ein Rind, 1949 ein Lamm, 1986 ein Rind, 3527 ein Rind, 4216 ein Rind, 5202 ein Schaf, 5448 ein Rind, 5590 ein Schaf, 5635 eine Nähmaschine.
Marktpreis- in Berlin, am 10. Septbr., nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,60-19,20 Mk., mittlerer von 19,10-19,00 Mk., geringer von 18,80—18,50 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,10—16,80 Mk. mittlerer von 16,70—16,50 Mk., geringer von 16,40—16 20 Mk' Gerste per 100 kg gute von 20,50—17,50 Mk., mittlere von 17 00 bis 15,50 Mk., geringe von 15,00-14,00 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,50-14,00 Mk., mittlerer von 14,60-14,00 Mk., acrtnaer von 13,80—13,30 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 5,00—4 00 Mk Heu per 100 kg von 6,80—4.00 Mk. Erbsen per 100 kg von 3000 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 40,00—20 00 Mk Linsen ver 100 kg von 56.00-26,00 Mk. Kartoffeln per'100 kg' von 7,50—3,75 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 180 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40-1,00 Mk. Schweinefleisch per 1 kg von 1,80-1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 180 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,60—1,20 Mk Butter per 1 kg von 2,80—1,80 Mk. Eier per 60 Stück von 4.50—2,60 Mk.
Marburg, 11. September. Die Tendenz des heutigen Schweine-' Rindvieh- und Schafmarktes zeigte namentlich bet Schweinen bedeutenden Umsatz und hohe Preise. Letztere erlitten gegenüber den Preisen des vorigen Marktes eine weitere Steigerung besonders in Großvieh ledoch auch Kleinvieh fand regen Absatz und wurde gut bezahlt Rindvieh zeigte Mangel an Auftrieb bet großer Kauflust und hohen Preisen, wahrend der Handel in Schafen belanglos blieb. Angetrieben waren insgesammt 1291 Schweine, 17 Stück Rindvieh und 107 Schafe — Leider erwies sich auch heute wieder der den hiesigen Vtehmärkten zur Verfügung gestellte Marktplatz als zu klein, sodaß eine baldige Abhilfe ebenso dringend als wünschenswerth erscheint, wenn anderseits die Marburger Märkte selbst unter diesem offenkundigen Uebelftande nicht leiden sollen. War doch das Gedränge von Menschen, Vieh und Wagen auf dem genannten Platze heute morgen ein so großes daß es gefährlich wurde, fick in dasselbe htneinzuwagen und es einige Viehbesitzer vorzogen, vor Beendigung des Marktes, lediglich weil sie ihr Vteb nicht unterzubringen vermochten, wieder abzuziehen.
Kirchliche Anzeigen der Stadt^Meßeni
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst.
15. Sonntag nach Trinitatis, 14. September- Frühgottesdienst in der Kirche: Vormittags 73// Pfarrer vr. Naumann. v *
Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kirchliche Feier des Geburtstags Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs. »vor
Die Vfarraeschäsfe in der Woche vom 14. bis 20. September besorgt Pfarrer Drngeldey.
Katholische Gemeinde.
16. Sonntag nach Pfingsten, 14. September:
Samsta g: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um W Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
«^°n"tag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl Beichte: um 727 Uhr Austheilung der hl Communion; um V$8 Uhr Früb- meffc; um //JO Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V83 Uhr Christenlehre und Andacht. v
Gottesdienst in der Synagoge.
13. September.
Abend 600 Uhr, Samstag Morgen 8« Uhr, SamStaa Mittag 4°o Uhr, Samstag Abend 70d Uhr. **
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In den benachbarten Ort- S6rbbt6£"6^ Wiii des Alexander .»"ter officieBer Bttheilignng, *n Öe'anbtfdjQfc swt, wo nfteryräszdent erschienen.
-er Kaiser schenlle dm Älch seines 25jährigen Jubi- ' von Moskau sein und des r in Brillanten. AnlWch des n zahlreiche Ordensverleihungen wollmächtigte in Paris, Fre- ausorden erster Klasse, ctember. Der armenische ourde gestern von einem jungen irch einen Messefftich am Arm ite entfliehen. Die Ursache des eine Zeugenaussage des Bischofs, lungen der Armenier wegen des lamfapu erfolgten. Der Thäter nden.


