Ausgabe 
7.12.1890 Erstes Blatt
 
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Mk. 1.15 pr Ctt- ab Gaswerks

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G Bätz, Brandgaffe.

A- Blum, Steinstraße.

W. Semmler, Seltersweg 16.

Phtt. Bauer, Bahnhofstr. 57.

SägespLrie al- Ansatz z« Mörtel sollen sich, wie das Hannoo. Wochenblatt aus dem Engineer berichtet, sehr gut als Binde­mittel, selbst besser als Haare, bewährt haben. Jemand, der davon bei dem Verputz seines an der Küste belegenen und heftigen Stürmen ausgesetzten Hauses Gebrauch gemacht hatte, empfiehlt deren Verwen­dung angelegentlichst. Die verschiedensten Mittel, um einen den un­günstigen Umständen Trotz bietenden Verputz herzuftellen, waren ohne Erfolg geblieben. Die Sägespäne werden behufs dieser Verwendung getrocknet und gesiebt, um die größeren Fasern herauszubringen; die Verputzmasse wird dann durch Vermischung mit einem Theile Cement, 2 Thetlen Kalk, 2 Theilen Sägespäne und 5 Theilen scharfen Sand hergestellt, wobei man zuerst die Sägespäne trocken mit dem Cement und dem Sande vermischt.

Im Publikum ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß fur'die an die Pogbehörden gerichteten Schreiben Porto nicht zu zahlen fei. Den OberpoNdtrecloren und den Postanstalten gehen daher häufig aus den Kreisen tei Publikums Schreiben und Eingaben zu, welche unfrankirt in die Bli.fkästen gelegt worden sind, für welche die Ab­sender dann nachträglich das höhere Porto für unfranktrte Briefe zu zahlen haben. Es wird daher im allgemeinen Interesse darauf auf­merksam gemacht, daß auch für alle an die Postbehörde gerichteten Sendungen, welche in die Postbrüfkasten gelegt werden, das volle Porto zu entrichten ist. Wer diese Ausgaben ersparen will, muß die betreffenden Sendungen tm Bureau der Postdirectionen oder im Amtszimmer der Post anstallen abgeben.

Großherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar. Bogel.

Die Anfuhr an da- Hau- erfolgt von dem Gaswerk aus bei Abnahme von mindestens 8 Gentnern und werden für dieselbe 8 Pfg. pr. Gtr. berechnet; von Herrn Emil Pistor werden auch kleinere Quan­titäten als 5 Centner zugeschickt. 767L

Städtische- Gas «ud Wasserwerk Gießen.

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empfehlen in reichhaltiger Auswahl:

Barometer, Thermometer, Thermometrographen (minima und maxima), Laterna-magica, Stereoscope,

nehmen. Ditz' Damen wollen sich fortan mit einem militärischen Gruße begnügen; derselbe solle mit gleich liebenswürdiger Älnmuth wie der bisherige erwidert werden.

* Eine Reminiscenz aus der Schlacht von Vionville. Rettung des Generals von Bredow.Wie die Regiments-Geschichte des 3. brandenburgischen Infanterie- Regiments Nr. 20 beweist, rettete der ehemalige Füsilier Gutschmidt der 11. Compagnie des 3. brandenburgischen Infanterie-Regiments No. 20, jetzt Büdner in Rädel bei Lehnin, dem damaligen General-Major von Bredow bei Vionville das Leben. Als Anerkennung für die Heldenthat bekam Gutschmidt das Eiserne Kreuz und General von Bredow ließ ihm seinen persönlichen Dank aussprechen. Der That- bestand ist nach Aussage des Gutschmidt folgender: Die Cavallerie-Brigade von Bredow hatte eine französische Batterie nördlich der Chaussee Vionville-Rezonville attackirt, wurde aber durch feindliche Infanterie zur Umkehr gezwungen und darauf von feindlichen Kürassieren in der Flanke gefaßt. Die ganze Reitermasse wälzte sich der Aufstellung des Füsilier-Bataillons des 3. Infanterie-Regiments Nr. 20 zu- einer der letzten war der General von Bredow, hinter ihm im vollsten Laufe ein französischer Kürassieroffizier, ein Hüne von Gestalt. Von den Füsilieren, worunter auch Gutschmidt, waren einige abgetreten, um Wasser zu holen. Diesen kamen beide Offiziere ganz nahe, Hauptmann Freiherr von Hadeln rief den Füsilieren deshalb zu, sie möchten aus den fran­zösischen Offizier schießen. Da die Füsiliere nicht darauf vorbereitet waren, ein Fehlschuß auch leicht das Bataillon hätte erreichen können, so stellte sich Füsilier Gutschmidt dem Feinde, der ihm ganz nahe war, mit gefälltem Bajonett gegenüber. Aber eine geschickte Seitenwendung des fran­zösischen Offiziers vereitelte diesen Angriff und derselbe er-

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Bekanntmachung

Der Voranschlag der Gemeinde Mainzlar für 1891/92 liegt vom 11. d. M. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht offen.

Mainzlar, am 5. December 1890.

reichte den General von Bredow. Die Klingen beider Offiziere rasselten nun an einander. Da aber der General von Bredow den französischen Offizier zur rechten Hand hatte, so war der General im Vortheil. Durch verzweifelte Anstrengung und eine geschickte Wendung gelangte der französische Offizier auf die andere Seite des Generals, mit mächtigem Schwünge holte er zum tödtlichen Streiche gegen den Reitergeneral aus, der keine Zeit mehr hatte, sein Pferd zu wenden. Aber der Füsilier Gutschmidt, die Gefahr des Generals erfassend, legte schnell an, und ein wohlgezielter Schuß streckte den feindlichen Offizier tobt zu Boden." Vorstehende Episode entnehmen wir den im Verlage von Julius Brehse in Leipzig erscheinendenHeldenthaten deutscher Offiziere und Mannschaften". Zweite Auflage. (12 Lieferungen ä 30 Pfennig.)

Bekanntmachung.

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Ge­schäftstage bei dem Spar- und Vorschuß-Verein zu Großen- Linden im Monat December auf Montag und Freitag und in den übrigen Monaten aus den Montag bestimmt sind.

Großen-Linden, den 4. December 1890.

und Stelle geschenkt haben.

Marienburg, 30. November. Abänderung Grüßens. Dieser Tage erschien auf der Redaction einer hiesigen Zeitung eine Abordnung von Damen und erklärte feierlich vor Zeugen, daß die Damen Marienburgs in der jetzigen rauhen Jahreszeit darauf verzichten, von den Herren den Gruß wie üblich durch Ziehen des Hutes entgegenzu-

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des ehemaligen Gemeinderathsmitglieds Louis Labroiffe ist im Januar k. I. Brennmaterial an 15 arme Familien zu vergeben. Bewerbungen werden auf dem Bureau der Armenkaffe bis zum 14. d. M. entgegengenoinmen.

Gießen, den 5. December 1890.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

Gnauth.

Attszng am den Stan-esanrtsv-gtft«*«

der Stadt Gietzeu.

Aufgebote.

December-. 2. Julius Carl Daniel Ernst Frank, Gerichts- schreiber-Asptrant dahier, mit Elisabeth Zörr hterselbst. 2. Friedrich Dietrich, Taglöhner dahier, mit Wilhelmine Sophie Karoltne Luise Engel hterselbst. 5. Friedrich Leuning, Wirth dahier, mit Luise Karoline Krämer Hierselbst.

Eheschließungen.

December: 5. Johann Heinrich Wilhelm Förster, Bierbrauer dahier, mit Anna Trenker hterselbst. 5. Johann August Martin Schneider, Spenglermeister dahier, mit Maria Möser hterselbst.

Geborene.

November: 24. Dem Taglöhner Friedrich Nuhn ein Sohn^ Friedrich Wilhelm. 24. Dem Metzgermeister Hermann Euler eine Tochter. 25. Dem Hautbotst Gottlieb Richter eine Tochter, Emilie Johanna. 27. Dem Locomotivheizer Georg Renner eine Tochter, Maria. 27. Dem Realgymnasiallehrer vr. Adolf Strack eine Tochter, Ida Theodore Karoltne Amalie. 27. Dem Bierbrauer Johann Weber ein Sohn, Karl. 29. Dem Schuhmacher Peter Hofmann ein Sohn, Georg. 29. Dem Universitäts-Professor Paul Jörs ein Sohn. 30. Dem Schlosser Christian Grünewald eine Tochter, Lina Katharine Elise. December: 2. Dem Schlosser Heinrich Weber eine Tochter, Emilie Elisabethe. 3. Dem Hilfsbremser Jacob Ehmunn ein Sohn, Karl.

Gestorbene.

November: 29. Anna Becker, g?b. Schwan, 70 Jahre alt, Wittwe von Rentner Heinrich Becker dahier. 29. Henriette Müller, geb. Müller, 76 Jahre alt, Wittwe von Schneider Wilhelm Müllen dahier. 30. Karl Kurz, 23 Jahre alt, Rangirer dahier. December: 1. Katharine Wüst, geb. Heil, 55 Jahre alt, Wittwe von Schneider Jacob Wüst dahier. 1. Wilhelm Ludwig Stumpf, 4 Jahre alt, Sohn von Bautechniker Konrad Stumpf dahier. 1. Heinrich Sauer, 65 Jahre alt, Photograph dahier. 2. Katharine Wilhelmine Gravelius, 15 Jahre alt, Tochter von Locomotivheizer Georg Gravelius dahier». 2. Anna Wagner, 54 Jahre alt, Köchin dahier. 3. Karl Johann Wißner, 7 Monate alt, Sohn von Hetzer Philipp Wtßner dahier. 3. Emma Weber, geb. Mootz, 32 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Friedrich Weber dahier. 4. Carl Schreiber, 61 Jahre alt, Ackerer von Nieder-Eschbach.

AnsMg au» Sen UrrchenbSchern

d«r Stadt »tetzen.

Evangelische Gemeinde.

Setuutte.

Den 30. November. Dem Mechanikus Wilhelm Graf eine Tochter, Else Margarethe Christine, geboren am 28. Juli.

Denselben. Dem Buchbindermeifter Carl Lüdektng ein Sohn, Carl Wilhelm, geboren am 5. October.

Denselben. Dem Bäckermeister Friedrich Schreiner ein Sohn, Fritz Robert Carl, geboren am 6. October.

Denselben. Dem Schreiner Louis Roloff ein Sohn, Phllipp Ferdinand Hans, geboren am 16. October.

Beerdigte.

Den 30. November. Elrfe Petri, geb. Soldan, Wittwe deS Weißbinder Meisters Heinrich Petri, alt 65 Jahre, starb den 28. Novbr.

Denselben. Katharine Weller, geb. Wadenpfuhl, Wittwe deS Dienstmanns Melchior Weller, alt 67 Jahre, starb am 28. November.

Den 1. December. Anna Becker, geb. Schwan, Wittwe deS Rentners Heinrich Becker, alt 70 Jabre, starb am 29. November.

Den 2. December. Henriette Müller, geb. Müller, Wittwe. des Schneiders Wilhelm Müller, alt 76 Jahre, starb am 29. November.

Den 3. December. Cail Kurz, Hilfsbremser, lediger Sohu des verstorbenen Bremsers Johann Wilhelm Kurz, alt 23 Jahre, starb am 30. November.

Den 5. December. Katharine Gravelius, ledige Tochter des Heizers Georg Gravelius, alt 15 Jahre, starb am 2. December.

Denselben. Emma Weber, geb. Mootz, Ehefrau des Schretner- meisters Friedrich Weber, alt 32 Jahre, starb am 3. December.

aus ber Freiherrlich Riedeselschen Brauerei in Lauterbach ist zu haben 3341

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So lieferten u. A. Schienen Krupp in Essen, Wagen die Waagonfabrik in Deutz a. Rh.- die großen eisernen Viaducte der Bahn entstammen der Friedrich -Wilhelmshütte und der Dortmunder Union. Da erst eine kurze Strecke der geplanten Linie unlängst eröffnet werden konnte, wird der Bau noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen, woraus auch der gesammte Betrieb in deutsche Hände übergeht, da eine Berliner Bank die Concessionen erworben hat. Ebenso sind jetzt von Siam aus Anerbietungen an deutsche Ingenieure ergangen mit Besoldungen von 12,000 bis 15,000 Mark die leitenden Stellungen bei den dort in der Ausführung begriffenen Bahnen einzunehmen.

* Berlin. Wie viel Mädchen bleiben sitzen. Die Beantwortung dieser Frage ist verschieden, je nach dem Alter, welches man der Berechnung zu Grunde legt. Die neueste Nummer der Wochenschrift für die deutsche Frauen« weitVon Haus zu Haus" gibt einen Anhaltspunkt für die Beantwortung obiger Frage, welche junge Mädchen ebenso sicher interessirt, als Eltern, welche mit Mädchen gesegnet sind. Von den Personen weiblichen Geschlechts, die 35 Jahre alt oder älter waren, sind bei der Volkszählung in 1885 in Preußen nur 0,1 als ledig, dagegen 0,9 als verheiratet, verwlttwet oder geschieden in die Zähllisten eingetragen. Die Aussichten sind also nicht schlecht!

München, 3. December. Nach den hiesigen Zeitungen soll die Generaldirection dem Bahnwärter, der jüngst aus der Ingolstadt-Münchener Linie einen Zusammenstoß zwischen einem Schnell- und einem Postzug verhinderte, Gehaltszulage gegeben haben. Ein Reisender soll dem Bahnwärter aus Dankbarkeit seine Geldbörse mit 240 Mk. Inhalt an Ort

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Eingesandt.

Gießen, 6. December.

Wie im vorigen, so beabsichtigt auch in diesem Jabre der Gießener Zither-Club (Wohlthätigkeitsoerein) eine Weihnachts- bescheerung zu veranstalten, und werden jetzt schon zu diesem schönen Feste alle Vorbereitungen getroffen, um demselben seine richtige Weihe zu geben.

Der Vorstand dieses Vereins gibt sich alle Mühe, durch Ver­anstaltung von Vergnügungen Einnahmen zu erzielen, welche zu edlen wohlthätigen Zwecken verwendet werden, so daß er in der an­genehmen Lage ist, diese Weihnachten wieder 13 arme Kinder voll­ständig kleiden zu können, ein Beweis, daß genannter Verein sich recht gut bewußt ist, seine Aufgaben, welche er sich gestellt, mit Ehren zu lösen.

Wir wünschen daher, daß derselbe in seinem weiteren Aufblühen recht wachsen und gedeihen möge, und in seinem edlen Streben und dem schönen Zweck, welchen er verfolgt, von allen Seiten Unterstützung finden möge. Dies walte Gott!

Oerter, CawO» rrnd

Gießen, 6. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,001,20, Hühnereier 1 St. 7-9, 2 St. H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. -

Käse pr- St. 58 4, Käsematte pr. St. 3 Erbsen vr. Liter 20 A, Linsen pr. Liter 27 5i, Tauben pr. Paar X 0,300,60, Hühner pr. Stück X 0,85-1 00, Hahnen pr. St. X 0,90-1,20, Enten pr. Stück X 1,40-1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd- 7074 H, Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 64-70 H, Hammelfleisch 6268 H, Kalb­fleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 5,(0-0,00, Weißkraut vr. St. 3-7 S>, Zwiebeln ver Centner X 5,000,00, Milch per Liter 12-18 Gänse pr. Pfd. 46-58 H.

Sd?tff»nad?rid?fcn.

Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 4. December wohlbehalten in Phila­delphia angekommen.

Der PostdampferWesternland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 4. December wohlbehalten in New- york angekommen.

Nur 5 Pfennige täglich kostet die. Anwendung der von den hervorragendsten Profevoren und Aerzten Europas empfoh­lenen Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen, so daß dieselben allen anderen Mitteln, wie Bitterwässer, Magentropfen, Mixturen, Rtcinusöl rc. rc. entschieden vorzuziehen sind, dabei ist abcr auch die angenehme, sichere, habet absolut unschädliche Wirkung der ächten Apotheker Richard Brandt's Schweizerpillen unerreicht (Preis & Schachtel Mk. 1..) Haupt-Depot: Adler-Apotheke in Frank­furt a. M., Trier scher Platz. 10184

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