ment Die Parade war in zwei Treffen dargestellt, wovon das eine von General- (Commandeur der 33 Division) und das andere von Generalmajor v. Kleist (Comrnandant der 31. Cavallerie-Brigade) befehligt war. Das Defilö der Ä1 AbCrr fb?c Stunden in Anspruch. Nach dem farbenprächtigen milt birec*na»bem K°'s-rp°-°ft
Telegraphische Depeschen.
W-lff'S telegr. ttortefponlttt)«Bnrea«.
Berlin, 2L August. Der Reichsanzeiger enthält die Kündigung respeclioe dte Aufforderung zur Conoerltrung der uierprocenltgen rhetnischen Prioritäten zweiter und dritter Emstston, sowie der Koln-Mtndener Prioritäten sechster Emission vom 4. Sept. 1869 und sechster Emission Litera B. v
. e 2L blugust. Wie die „Allgemeine Zeitung" meldet, hat Se. Majestät
ber Kaifer Wilhelm an dm Kriegsminister, General der Infanterie von Hetnleth, aus Anlaß seiner SOiayrtgen DrenNlubelfeter ein huldvolles Handschreiben gerichtet und demselben das Großkreuz des rothen Adlerordens verltehem ° w
. . Etratzburg, 2L August. Die Kaiserin besuchte heute Nachmittag die Universität MnerEbewr^S^tatthalt^r^^^ bß0abcn W ber Mfcr unb bte Kaiserin zum
“ Das Diner beim Statthalter verlief höchst glänzend. Der Kaiser trug Gardehusaren-Unlform, links von ihm hatte die Kaiserin, rechts die Statthalterin, links s„CV £? S?1 ber E-^erzog von Badm Platz genommen. Gegenüber dem Kaiser “mmfnmm^UI 1 R^Ä^^ohe. Derselbe hieß die Majestäten Namens der Reichslande willkommen und schloß mit einem Hoch auf das Katferpaar Der Kaiser sprach gegen Ende der Tafel seinen Dank für den herzlichen Empfang aus; er weile in Straßburg, das ihn anheimele, und schloß mit einem Hoch auf L^e Reichslande die Stadl L-lraßburg, den Statthalter und dessen Gemahlin. Zu dem Diner waren 64 Einladungen ergangen. Die Stadt ift prachtvoll tllumtntrt, besonders Fest beginn? unb ba^ Stadthaus, wo um 9 Uhr das von der Sladt gegebene t , ^tratzburg 21. August Der Toast des Statthalters bet dem heutigen Diner tu r Kaiserpaar lautet: „Ich bitte Euer Majestät, mir zu gestatten, Allerhöchstdiesel ben Namens des Retchslandes ehrfurchtsvollst und herzlich zu begrüßen und dies G as auf bas Wohl Euer Majestäten erheben zu dürfen. Metn7He?ren tch fordere Sie auf, mit nur einzustimmen in den Ruf: Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin leben hoch!
c 21. August. Der Regterungsrath des Kanton Bern hat die Verlesung
der päpstlichen Allokutlon vom 30. Juni 1889 in den Kirchen verboten
« 2l* August. Von dem Attache bei der hiesigen deutschen Botschaft
hn f® eb“rt8ta^ des Kronprinzen Rudolf im Auftrage Cln ^oßer prächtiger Kranz, aus Blumen und Lorbeer- und Palm en blättern bestehend, und mit einer schwarz-weißen Schleife verziert, am Sarae des Kronprinzen in der Kapuzinergruft niedergelegt. ’
. ^1. August. Präsident Earnot ist heute nach Fontainebleau abgereist,
dakldst Sommeraufenthatt zu nehmen. Am Bahnhofe wurde derselbe von einer zahlre chen Menschenmenge mit den Rufen: „Es lebe Carnot!" „Es lebe die Republik!" lebhaft begrüßt. r
2J- August. Nach einer Reutermeldung aus Auckland sind Malietoa un.b anb^e Häuptlinge an Bord des Kanonenboots „Wolf" in Samoa angekommen.
Epfingen Maltetoa herzlich und hissten seine alte Standarte. Auch S^fr?iC0M6 ^pUndlichst Fonsul Stübel theilte ihm mit, daß er jetzt vo§ *" @am°a ift 8UL $U B-Achtungen wegen einer
Xk^tt£?tt'rr21,i J1“011!1’ - Dem Reuter'schen Bureau wird aus Victoria Augusta Eapitan eines gestern hier etngetroffenen amerikanischen Schooners Achtet ein amerikanischer Zollkutter habe die englischen Schiffe Pathfinder" und englischer Schiffe durchsuch?'0^ bcr a3ebrin08öai gekapert und eine Anzahl anderer zu-re- 21* HU0U^’ (?e9en a^c Provenienzen auf dem persischen
Golfe ist eine 14tägtge Quarantäne angeordnet worden. — Der italienische Botschafter tjt zuruckgekehrt. 1
Vermischtes.
lieuten°m°°°m 3b(ÄWaE&t“Uttr’
Snf Ke«trrÄbber;:nni’» S-condlieut-nant der Reserve^ des 2 GE
MWWLWE
Lokales.
August. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auauffa reist \ Difle6 Me SlÄuni? auT0 °°J Potsdam über Caffel-Gießen-Franksut/nach Elt- ' 4 Uhr 56 Mm ®te“en crfoIflt «rorgen früh 4 Uhr 51 Min., die Abfahrt !
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eine Aachen-Münchener Sprkh/zeigte
.r, “ Kommenden Sonntag wird die hiesige Rudergesellschaft einen Ausst.m ’
Weilburg veranstalten; bte Ruderer fahren in der ^rübe «»aaJolu0 >
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ber ObeSr^HH&0tffl 2^' Au0ust. Büdingen prangt heute anläßlich der Eröffnung WWMMZ f"&eW^fpUUee WU^enb£ b'ä A-sstellungs-Comitss, Fabrikat Otto Sch?e'f^ Durchlauchtigste Ehrenpräsidenten!
Hochgeehne Versammlung!
melsp b? ^^bllung gewerblicher und industrieller Erzeugnisse, vorzuas-
gnrtf,?r0?rina Oberhessen, liegt nunmehr tn seiner Vollendung vor. Gefördert ftcll? r« ro°^n b^ ^ohen Staatsbehörden und der Großherzogltchen Ccnttal- I . für die Gewerbe und den LandeS-Gewerbe-Verein, unterstützt von der Gem?inb^- \ De5trc un8 der Ätadt Büdingen, hat sich das Unternehmen unter tbatkrästiaer Mtt- I ?^£u}}0 bc8 Ö^fammten Ausstellungs-Comttss zu dem entwickelt als was es sich beute ' b«. -u ungefährem Bilde des gewerblichen und industriellen Lebens Unserer
... Dll^ Verdienst, dem Vorstande des hiesigen Local-Gewerbe-Veretns hie erfte 0C(0cbcnr au b56cn' anläßlich der in diesem Jahre tn unfern Mauern taa-nden H7 0 hessischen Landes-Gewerbe-Veretns eine Ausstellung aewerb-
ch und industrieller Erzeugnisse dahier zu veranstalten, gebührt unzweifelhaft dem ffint«teln b.mhehpff^ ^^'?bwerbe-Veretns, Herrn Kreistechniker Muth, dessen nphtlTpr LntrCkCn UnbibeJ[e” wiederholter Fürsprache es auch gelungen war, die Thetl- Wn^p» °n ?cr vorigiahrtgen General-Versammlung des Landes-Gewerbe-Vereins in p W" bewegen, die diesiährtge General-Versammlung hier abzuhalten — Für Verein« dieser Richtung spreche ich Namens des Local-Gewerbe-
dieser Stelle !us Wttm ^sitzenden Herrn Muth den wärmsten Dank
2n Folge schwerer Erkrankung konnte Herr Muth die Geschäfte eines Vorsitzendm i S wEführm und wurde ich vor etwa 2«/, Monaten durch Beschluß d^ ordent ! u?b Local-Gewerbe-Veretns zum Vorsitzenden dieses Vereins
> 9na ? ^ch Zum Vorsitzenden des gesammten Ausftellungs-Comil6s erwählt ttifte^Sie Ä bte Mutige Festversammlung zu begrüßen So
! bem mpmTrhpflpT 5-?^ Alle die Sie von nah und fern gekommen sind, um sich von ; nnnipm b 6 in? Provinz zu überzeugen, Namens des Gesammt-ComttSs von ' M?nisterinma^.»^^0wmen, bndem rch zugleich dem Herrn Vertreter des hohen = und dem Herrn Präsidenten des Landes-Gewerbeveretns und der Central-
, stelle, sowie allen übrigen Gästen für ihr Erscheinen unseren Dank ausspreche.
\ c c .tut erhöhtes Interesse und eine größere Bedeutung gewinnt unsere Ausstelluna ^cit' tzroßh-rzog, d-r Fö, derer un?
®ren $efu^3u®hg{e6abbn nf‘ “ 9tilffentoaf,en- d-s G-w-rb-fl-iß-s, All-rhochst-
°nd°nkt der G-w-rbestand sein Aufblühen den gewerblichen Fort- Linie, mögen sie sich yandwerker- oder Erweiterte Handwerker-
D^bank^h? Kunstgewerbeschulen nennen, unb biefe Schulen wiederum
hpa StAAt ab 5? b^be? ber intellectuellen unb materiellen Unterstützung von Setten hiPfi^n %pm b^^g Erung. Ich spreche baher hoher Staatsbehörbe Namens des hiesigen Gewerbe-Vereins dafür öffentlich Dank aus.
ift hrta^?FTna™ an0ir Isomer Arbeit unb nach Beseitigung mancher Hinbernisse fLbh n,m^ber ^bwerbe-Ausftellung bis bahin gelungen. Möge sie bem Gewerbe- stanh rum Segen, allen Thetsttehmern unb Besuchern aber zur Befriebtgung gereichen! in „nfp^rlurA^ Zeugniß nehmen von bem Fortschritte, ber sich tnfonberheit
!?phUn CrCr Provinz auf gewerblichem Gebiete geltenb macht! Möchten Sie Alle die ©teSe dnntmmtan0Cn' b“6 bcr ^ewerbestand im frteblichen Wettkampfe nicht die letzte
, 2ch bitte nunmehr unseren Ehrenprästbenten, Seine Durchlaucht den Fürsten m Nfenburg und Büdingen, die Ausstellung zu eröffnen. ü ' n au
fflr fPin^CffDüRÜpmL»c6 Erschienenen willkommen, sprach dem Ausstellungs-Comit« fttr seine Mübewaltung Dank aus unb erklärte mit einem Hoch auf Se. Majestät den sw?1 “Vbf< Sc* ^onigl. Hoheit ben Großherzog bte Ausstellung für eröffnet. An ft n^r ^/Elle sprach Professor vr. Sonne-Darmstabt. Derselbe begrüßte bie Aus- BS“n6 ^buhig als ein Zeichen ber aufstrebenden Industrie. Das Meiste zu dem Gelingen habe das Comlto betgetragen. Der Centralstelle verbleibe nur die eine Auft (jabe, die Beurtheilungs-Commission zu bilben. Die Namen der Mitglieder dieser Commission wurden noch veröffentlicht werden. Dieselbe beginne ihre Thätigkeit am h;SemRCr "Nb werde das Ergebniß ihrer Arbeit am Schlüsse der Ausstellung bekannt geben. Redner begrüßt bann seinerseits bie Ausstellung als eine von Gewerks- hP»"wSr?nhn allergrößter Art. Dm Glanz und Schimmer möge man ruhig dm Ausstellern gönnen, die die Weltausstellungen beschickten; ber Kern ber
Q f0e ic8balb bo(b Nicht in biefen Schöpfungen, fonbem im Hanbwerk. Es meaaefeni5 m^rhpnm^Aa a*t b 1 Slanzenden Erieugnisie ber Großindustrie vom Sturme weggefegt wurden, das gesunde Handwerk, die gut fundirte Fabrik werde diesen ^nbr©tflbMp^n'^.?Hfef?AnblD^f nbaI£ fcinen 60ldmen Boden, ber von Eichmholz Stahl sei. Schließlich machte Dr. Sonne noch auf eine Ausstellung von
Damit"hA^hi^^ 251 b- M- im Volksschulhause eröffnet werden wird.
2 L. dr ble Eröffnungsfeier ihr Ende erreicht und es wurde nun ein Rundgang ansetreten, welche zwei Stockwerke unb ben geräumigen Hof beS
Gymnastal0ebäubes einnimmt. Das Arrangement ber Ausstellung ift ein vortreffliches, 9n F°Mn'AaSr ^b§uungssiunbe bte Ausstellung als fertig bezeichnet werben konnte. Auf bie Ausstellungsobiecte kommen wir in einem späteren Artikel zurück. inn V«1 Uhr fand im Gasthaus „Zum Stern" das Festessen statt, bas ungefähr 12? WnSft-?ähItß’ demselben toastete Prinz Alfred von Isenburg-Büdingen bAal den Kaiser unb Se. König!. Hoheit ben Großherzog Lubwig von
Hessen. Die Musik intonirte bie Nationalhymne, welche bie Versammlung stehenb C S“bin9cn brachte bem Landes-Gewerbe-Verein und der
. Ä^lstelle ein Hoch, Apotheker Kraußer-Büdingen trank auf das Wohl ber Gäste, d!pb^AbR^ «^.^"ungsoertreter unb Aussteller. Ministerialrath Jaup ließ mLr?abt ®dbinöe” p und ihre Einwohner leben, indem er gleichzeitig bie S^fteyun0 k0a^' bat bic Regierung fortfahren werbe, ber Entwicklung ber VÄA!!^rft""bwbesc ®^.erbc8 Cbic höchste Aufmerksamkeit zu schenken. Herr
W" Knaf-Büdingen feierte die Industrie, Herr Professor Dr. Sonne- »A» c??b^ ? " Durften von Jsenburg-Budingen und dessen Haus. Prinz Alfred ^Z^b^0^udingen wies bas ihm unb feinem Hause gebrachte Hoch den K ?<c *n der That etwas geleistet hätten. Er selbst habe bisher
I^ hAa ^^^llung wenig gethan Die einzige Leistung bestehe eigentlich darin, daß rÄt-Rp b Bier des Oeftern versucht habe. Commerzienrath Silbereisen- d weihte! dem Gesammt-Comitö sein Glas, indem er betonte, daß der 8ug ber
^ett dahin gehe, bie großen Ausstellungen immer weniger zu beschicken, bagegen bie t elnCril bc ?Eichen der Fabrikant feine Maaren birect auf ben Markt bringe, vor- fnpin^SjU herucksichtigen. Bei den großm Ausstellungen finde ber Fabrikant selten feine Rechnung. Herr Werthheimer-Büdingen stieß auf das Gewerbe und Handwerk an, ohne welche die Großindustrie nicht bestehe könne. Provinzialdirector Freiherr 0e?!@Sn br£$tc bF «Uten Verhältniß zwischen Arbeitgeber unb
^rstaudniß zwischen diesen beiden sich ergänzmden Faktoren sein Hoch. Diese Tischrede, vielleicht die beste des Tages, hatte einen politischen An- ^rJ.«A ^Eh^h. hier das Wesentlichste wiedergegeben sein mag. Redner sagte: Das Emporbluhen ber Jnbustrie und bes Hanbwerks seien burch zweierlei bebingt: bie Lustige Lage unb bie innere Gesunbheit. Nur im Frieben könnten sie gedeihen. Der aber scheine uns auf lange Zeit gesichert. Der Kaiser habe jüngst alte historische ^ster geknüpft, neue Freundschaftsbande fester geschlungen. Der rastlosen Thätigkeit des Kaisers nach dieser Richtung müsse man auftichtigcn Dank zollen. In


