Lobende Erwähnung für gute Leistungen:
I. H. Albert, Büdingen. Georg Altvater, Ortenberg. Wilhelm Bärget II., Büdingen. August Bretter, Nidda. I. Bergeon, Gelnhausen. E. Camp Söhne, Ltlbel. Carl Diestel, Büdingen. David Eifert jr., Lauterbach. K. Etsfeller, Schotten. Georg Emmerich, Bleichenbach. P. Fatum, Wohnbach b. Hungen. P. Fendt, Büdingen. O. Fritze u. Co., Offenbach. Heinrich Frech, Ortenberg. Fuenditng, Frredberg. Fleischer u. Mühltch, Frankfurt a. M. August Gall, Büdingen. E. L. Glück, Friedberg. Franz Gockel, Büdingen. O. u. H. Gräger, Hochheim a. M. Fr. Grauer, Butzbach. Grtmmel u. Co., Haiger. C. C. Hanner, Büdingen. F. Hartmann, Bieichenbach. O. Heck, Dudenrod. Andr. Heller'sche Hofbuchdruckcrei, Büdingen. G. Heydemuller, Büdingen. Heinrich Hofmann, Ortenberg. Ludwig Hufnagel, Darmstadt. Georg Hulher, Urberach. Heinrich Hölzinger, Büdingen. Georg Hügel, Büdingen. Wilhelm Jenne, Haarhetm. E. Kalbfleisch, Butzbach. H. Keck, Ltch. Lehrer Kilian, Calbach. Christian Langbein, Butzbach. H. Martini u. Sohn, Ltlbel. Mayfarth u. Co., Frankfurt a. M. Theodor Maeser, Aulendteback. Reinhard Müller, Büdingen. Georg Orth, Sprendlingen. Karl Pauly Wwe., Büdingen. Freiherr!. Riedesel'sche Rentetverwaltung, Lauterbach. H. Philipp Rometser, Friedberg. Christoph Rüb, Selters. Karl Rumpf, Butzbach. Jakob Scheid, Büdingen. Hermann Schömbs u. Co., Offenbach. Friedrich Schön, Büdingen. Friedrich Schuchard, Büdingen. Otto Stegmüller, Erbach i. O. A. I. Tröster, Griedel b. Butzbach. Dr. Logt, Butzbach. Heinrich Wagner II., Büdingen. Heinrich Müller, Büdingen.
Note IV.
I. Albrand, Büdingen. Georg Arcularius, Schotten. Wilhelm Bärget I., Büdingen. Margaretha Becker, Büdingen. Wilhelm Burck, Butzbach. Karl Becker, Nidda. Elisabeth Bode, Marburg. Wilhelm Conrad, Usenborn. Friedrich Dengler, Lindheim. Heinrich Dengler, Ltndheim. Georg Dreßler, Büdingen. H. Eckert, Büdingen. B. L. W. Etbach, Büdingen. Georg Emmerich, Bleichenbach. Marte Eberltng, Büdingen. Wilhelm Gläser, Büdingen. Wilhelm Göring, Calbach. Emil Heidt, Friedberg. Ludwig Heppner Büdingen. Ernst Hofmeister, Büdingen. Hümpfner L Comp., Frankfurt a. M. Friedr. Wtlh. Knaf, Büdingen. K. L. Knitz, Büdingen. Heinrich Koch, Büdingen. Friedrich Krauß, Altenstadt. Wilhelm Krebs, Offenbach a. M. Fr. Kreutzer, Oppenheim a. Rh. Georg Kromm II., Schotten. Heinrich Küchel II., Butzbach. Chr. Kremer, Langsdorf. Fr. Kilian, Calbach. Philipp Leis, Büdingen, v. Muralt, Büdingen. Meyer & Daub, Mainz. Heinrich Reger, Ltch. Johanna Reutzel, Büdingen. Heinrich Scheidt, Eckartshausen. C. Schmidt, Büdingen. Friedrich Schmidt II., Büdingen. Heinrich Schön, Büdingen. Georg Schudt, Friedberg. Jacob Schwarz, Büdingen. Lina Sperzel, Büdingen. Schroth (Düdelshermer Bafaltwerk). Daniel Theiß, Altenstadt. Ludwig Treudt, Büdingen. Gebr. Türck, Büdingen. Simon Weil, Büdingen. Johann Wetnert, Wien. Franz Werner, Hungen. Auguste und Eltsabethe Wiedoahn, Büdingen. I. Heinrich Würz, Friedberg. Philipp Wirth, Langsdorf. W. Winterling, Büdingen. Johannes Zinn, Schlitz.
Außer Concurrenz.
Elisabetha Eifert, Enzheim. Georg Frieß, Groß-Umstadt. H.'rmann Kalkhof, Büdingen. Ludwig Kaufmann, Büdmgen. Frl. Emma Kltngelhöffer, Büdingen. Frl. Auguste Melior, Büdingen. Carl Schneider, Büdingen. Weisel, Michelnau. W. Wolter, Herinhaag. Prinz Alfred von Asenburg-Büdingen, Büdingen. Gräfin Agnes von 2)senburg-Meerholz. Paul Derenburg, Büdingen. Johann Paul, Schlitz. A. Sprengel & Comp., Höchst a. M.
— Der Verein zur Unterstützung evangelischer Pfarrwaisen im Großherzogthum Hessen hat im Jahre 1888 an 28 Pfarrwittwen und Waisen 1690 äusbezahlt. Sein Capitalvermögen beträgt nunmehr 14,664 X. Für das laufende Jahr sollen an 26 Wtttwen bezw. Paisen zusammen 1689 X zur Lertheilung kommen.
— Pfungstadt, 13 September. Die hiesige Bürgermeisterei erläßt folgende Bekanntmachung! „Mit Rücksicht auf die tn den letzten Monaten kurz nacheinander in hiesiger Stadt ausgebrochenen Brande werden die hiesigen Einwohner hiermit dringend ausgefordert, fortan Vorsicht und Wachsamkeit zu üben, damit unsere Stadt nicht mehr von derartigen Unglücksfällen heimgesucht wird, umsomehr, da die Anwendung des Art. 23 des Gesetzes vom 6. Juni 1853 Seitens der Regierungsbehörde in Aussicht steht.
Eisenach, 14. September. Endlich ist nun wirklich der vormalige Wilddieb und spätere Räuber Klotz dach verhaftet und heute Abend 5Vs Uhr in das hiesige Landgerichtsgefängnitz gefesselt eingeliefert worden. Seine Verhaftung erfolgte in Gerstungen. Dort wollte er heute früh mit dem um 6 Uhr abgehenden Zug nach Cassel fahren, versäumte denselben aber und trieb sich daher, um den Mittagszug zu benutzen, in der Nähe des Bahnhofs herum, besuchte auch einen Gerstunger Einwohner, bei dem er sich für einen Viehhändler ausgab. Da er aber verdächtig erschien, wurde der Gensdarm Träger, der den Klotzbach aus seiner Heimath her wohl kannte, benachrichtigt und darauf erfolgte am Bahnhöfe die Verhaftung; ein eingewickcltes Gewehr und einige Pfund Schinken wurden bei dem Räuber vorgefunden. Als er in das Amts- gerichtsgefängniß eingeliefert wurde, leistete er heftigen, aber vergeblichen Widerstand. ■ Sofort von dem Oberamtsrichter in Gerstungen vernommen, gestand er, der aus dem \ Gefängniß in Lengsfeld entsprungene Klotzbach zu sein; auf seiner Flucht wäre er nur kurze Zeit bei einem Eisenbahnbau an dec belgischen Grenze als Arbeiter beschäftigt • gewesen, sonst habe er sich nur in seiner heimatlichen Gegend aufgehalten. Er bat um ein gelindes Urthetl, da andere auf seinen Namen gesündigt. Vom Amtsgericht Gerstungen wurde alsbald die hiesige Staatsanwaltschaft benachrichtigt, welche zwei Gendarmen nach Gerstungen entsandte, durch welche er, wie oben erwähnt, hierher gebracht wurde. Da die Nachricht von der Verhaftung hier bald verbreitet war, so hatte sich eine tausendköpfige Menge am Bahnhof eingefunden.
Hirsch berg, 15. September. Auf dem Kamme des Riesengebirges beginnt . der Winter bereits seine Vorboten auszusenden. In der vergangenen Nacht und auch während deS heutigen Tages haben wiederholt starke Schneefälle stattgefunden, sodaß |
sich die östliche Hälfte des Gebirges mit der Schneekoppe bis an die Waldregion herab vollständig weiß zeigt. Aber auch auf dem westlichen Theile, in der Gegend der Schneegruben und der Elbquelle lagert der Schnee auf weiten Flächen. Sogar im Thale wurden während der Nacht schneeige Niederschläge beobachtet. Die Temperatur ist hier auf 4- 2'/z0 zurückgegangen. Am 20. wird die Post- und Telegraphenstatton auf der Schneekoppe geschlossen und auch die Restaurationslokale werden nur noch bis zum 1. October geöffnet bleiben.
— Von der Findigkeit unserer Soldaten erzählen sächsische Blätter bei Gelegenheit des Katserbesuchs ein spaßhaftes Beispiel. Daß bei einer großen Parade auch ergötzliche Zwischenfälle vorkommen, wird sich Jeder denken können. So z. B. war die Ankunflsltnie des Kaisers durch Flaggen abgesieckt und durch Infanterie- und Cavallerie-Kette abgelpcrrt. Nun versuchten es die Zuschauer, die Linie zu durchbrechen, um auf die andern Setten zu gelangen, und die Soldaten hatten ihre Noth, dies zu verhindern. Wegen solcher kleinen Übertretungen kann natürlich Niemand arretirt werden; um aber einen Cioiltsten wieder auf die verlassene Seite zu jagen, dazu waren aewöbnltch drei Infanteristen, sowie zwei Reiter nöthig, und das Publikum machte es sich sehr überflüssiger Weise zum Spaß, die Soldaten zu hänseln. Da kam ein Unteroffizier auf einen gediegenen Einfall. Sobald ein Civilist die abgesperrte Linie durchbrach, ritt ein Cavallerist auf ihn zu, nahm ihm den Hut weg, galoppirte nun mit demselben nach der Seite, wo der Ausreißer erst gestanden und gab dort den Hut einem Infanteristen. Die „Hutlosen" suchten nun selbstverständlich ihre Kopfbedeckung wieder zu erlangen, liefen dem Cavalleristen nach und erhielten erst auf der von ihnen verlassenen Seite den „18-Zoller" zurück. Das Mittel half in kurzer Zeit, die „Ueber- läufer" stellten ihr verbotenes Handwerk ein.
Universität! -Ehronik.
Marburg, 16. September. Dem Vernehmen nach ist Herr Prof. Oetker, d. Z. in Rostock, als Nachfolger des von Marburg nach Halle berufenen Herrn Profi v. Liszt in Aussicht genommen.
Handel und Verkehr.
— Nach einer Bekanntmachung des Staatsseccetärs des Reichspostamts werden am 1. Oktober 1889 im Reichspostgebiet neue Postwerthzeichen eingeführt. Die neuen Marken unterscheiden sich von den jetzt gültigen im Wesentlichen dadurch, daß der ihnen aufgedruckte Reichsadler und tue Reichskrone der durch den Allerhöchsten Erlaß vom 6. Dezember 1888 feftgestellten Form entsprechend abgeändert worden sind. Was die Farbe der neuen Werthzeichen betrifft, so werden die Marken zu 3 Pf. in braun, zu 5 Pf in grün, zu 25 Pf. in orange und zu 50 Pf. in rothbraun Hergestellfi während bei den Marken zu 10 Pf. und 20 Pf., wie bisher, die rolhe bezw. blaue Farbe zur Verwendung kommen wird. Mit der Ausgabe der neuen Werthzetchen dürfte erst nach Verbrauch der alten Bestände begonnen werden.
Gießen, 17. September. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,10-1,20, Hühnereier 1 St. 6, 2 St- H, Enteneier 1 St. 0- H, 2 St- H, Gänse, eier — — Käse pr St. 5- 8 Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Paar X 0,50—0,60, Hühner pr. St. X 0,90—1,90, Hahnen pr. St. X 0,55—1,20, Enten pr. St X 1,50—1,90, Ochsenfleisch pr. Pfd. 60—72 if, Kuh- und Rindfleisch 50—60 Schweinefleisch 60—70 Hammelfleisch
50—66 H, Kalbfleisch 56—58 X Kartoffeln pr. 100 Kilo X 4,00—5,00, Zwiebeln per Centner X 6,00—0,00, Milch pr. Liier 12—18 H, Weißkraut pr. St. —
Frankfurt, 16. September. (Getreidemarkt). Weizen hiesiger X 19,00—19,25, fremder X 19,00—21,50, Roggen hiesiger X 16,00—16,40, fremder X 16,30—16,50, Gerste, Brauerwaare X 17,00—19,00, do- zu Mahlzwecken X —,—, Hafer hiesiger X 15,00—15,50, fremder X —,--,—.
Frankfurt, 16 September. (Viehmarkt). Angetrieben waren 307 Ochsen, 34 Bullen, 498 Kühe, Stiere und Rinder, 274 Kälber, 265 Hämmel, 218 Schweine. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. X 70—72, 2. Qual. X 65—68, Bullen 1. Qual. X 50—52, 2. Qual X 46—48, Kühe, Stiere und Rinder 1. Qual. X 60—63, 2. Qual- X 52—58, Kälber 1. Qual- pro Pfund Schlachtgewicht 65—70 2. Qual. 55—60 H, Hämmel 1. Qual. 58-60
2 Qual. 45—50 H, Schweine 1- Qual- 67—68 2 Qual. 65—66 H.
Rädemänns Kindermehl, Medaille, unerreicht inNähr- werth und Leichtoerdaulichkeit, ist nächst der Muttermilch thatsächlich die beste und zuträglichste Nahrung fiir Säuglinge. Zu haben ä X 1.20 pro Büchse in allen Apotheken, Drogen- und Colonialwaarenhandlungen. [7508
Wöchentliche Aederstcht der Todesfälle in der Stadt Gießen.
37. Woche. Vom 8. September bis 14. September 1889.
Einwohnerzahl: 19 001 (tuet. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 16,4 °/ff, Kinder
Es starben an : Zusammen: Erwachsene:
im
1. Lebensjahr:
vom
2.—15. Jahr:
Lungenentzündung 1 1
—
—
Entzündung der Bronchien 1 —
—
1
Organischer Herzkrankheit 1 1
—
—
Diphtherie 2 (2) —
—
2 (2)
Unbekannter Ursache in Ermangelung des Todesscheines 1 ?
?
?
Summa: 6 (2) 2
—
3 (2)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommen.
Allgemeiner Anzeiger.
Einladung.
Die Mitglieder der Gewerbebank zu Gießen e. G. werden zu der Dienstag den 34. Septbr. 1 J.9 Abends präcis 8 Uhr,
wegen der gestrigen Beschlußunfähigkeit im Saale des Cafe Ceib (Gühlholtz) stattfindenden
2. aiificroröenti. flsiuraüicrtammüiiig
freundlichst eingeladen.
Tages-Ordnung:
Abänderung des Statuts der Bank nach Maßgabe des Genoffenschasts- Gesetzes vom 1. Mai 1889.
ES wird noch besonders darauf aufmerksam gemacht, daß in dieser zweiten Generalversammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden mit einfacher Mehrheit entschieden werden kann.
Gießen, 10. September 1889.
Gewerbebank zu Gießen e. G.
Der Vorsitzende des Aussichtsrathes:
I. Hanstein. 7351
Großh. Realgymnasium u. Realschule.
DaS Winterhalbjahr beginnt den 23» d. M, Vormittags um 8 Uhr; für die 1. und 2. Vorschulklasse um 9 Uhr und für die 3. Vorschulklasse um 10 Uhr.
Anmeldungen werden an demselben Tage entgegeu- genommen.
Gießen, 17. September 1889.
7527] D ie Direktion.
BekKURtwachnug.
Nächsten Sonntag den 22. d. M., Nachmittags V23 Uhr, soll auf dem Gemeindehause dahier eine
(Keneralwersafcmmlung des Spar- und Dorschuß-VereinS zu Großen-Linden G. G. stattfinden, wozu die verehrlichen Mitglieder ergebenst eingeladen werden.
Tagesordnung:
Abänderung der Statuten nach dem Genoffenschastsgesetz vom 1. Mai 1889- Großen-Linden, am 16. September 1889.
7526 Der Direktor: Weigand.


