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Mitglied, und ebenso der Vorstand, genau weiß, was seine Pflichten und Rechte sind und wie die Organisation des Vereins ist, wie es die Satzungen bestimmen.

Der Verkehr des Vorstandes mit der Central stelle in Darmstadt ist ein zunehmend reger, dadurch daß diese sich über die Verhältnisse und die Wirksamkeit der Schule stets sorgfältig auf dem Laufenden erhält, fortwährend neues Unterrichtsmaterial an Vorlagen u. s. w. liefert und Anregungen gibt, was eine umfangreiche Correspondenz mit derselben bedingt.

Bezüglich des Rechnungswesens wird noch mitgetheilt, daß entsprechend dem Rechnungswesen aller Staats- und Gemeindebehörden auch die Rechnung des Gewerbvereins nunmehr vom 1. April bis 31. März läuft, in Folge wovon die in der Generalversammlung vorgelegte Rechnung dtesesmal l1/« Jahr umfaßt. Ferner daß in der Folge die Rechnung der Handwerkerschule vollständig getrennt von der des Gewerbvereins als solcher geführt werden wird, was dadurch nöthig wurde, daß die Centralstelle verlangt, daß von den zur Subvention der Handwerkerschulen bestimmten Slaatsbeiträgen nichts für die Gewerbvereins selbst verwandt wird; wenn dies früher zwar auch nicht der Fall gewesen ist, so kann es doch nur nachgewtesen werden, wenn beide Rechnungen getrennt geführt werden.

Ueberhaupt findet mit der Erhöhung der Staatsbeiträge für die Handwerker­schulen auch eine erhöhte Ueberwachung derselben, sowie eine genauere Prüfung ihrer Leistungen und Ausgaben seitens der Centralstelle statt; so verlangt dieselbe jetzt Ein­reichung eines Voranschlages über Einnahmen und Ausgaben, sowie der Jahresrechnung oder wenigstens eines Auszugs derselben und der Ausschuß des Landesgewerboercins hat regelmäßige Visitationen sämmtlicher Handwerkerschulen auf ihre Leistungen hin' angeordnet.

In der Generalversammlung fand zugleich, wie bereits erwähnt, die Ablage der Rechnung für die verflossenen l1/« Jahre statt; aus derselben sei hier nur mitgetheilt, daß sie mit einer Ausgabe von 7099.14 abschlteßt; dieselbe wurde nach Prüfung und Richtigbefund durch 2 Mitglieder genehmigt und dem Rechner Entlastung ertheilt.

Der in seiner Hauptsache mttgetheilte ausführliche Bericht schließt mit dem Aus­druck des Dankes an die Herren Lehrer für die Sorgfalt und Gewrsfeuhaftigkeit, mit der sie ihrer Thäligkeit nachgekommen und an den Herrn Rechner für seine Mühe­waltung, sowie mit dem Wunsche, daß die Mitglieder des weiteren Vorstandes mit­unter die Schule besuchen möchten, um einen Einblick in ihre Leistungen zu erhalten und spricht die Hoffnung aus, daß deren Entwicklung in dem neuen Veretnsjahr eine recht gedeihliche werden möge.

«Literarische».

. ~ DieJllustrirte Welt* (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt) beginnt mit

bcm """Anden Än $efte bcn Wgang 1890. Das Journal hat, ^mitten einer stets wachsenden Fülle neuer Zeitschriften, siegreich seinen alten Platz als be- Ä Sedregenes Familienblatt behauptet, und ist, wo es etngekehrt, zum werth- gehaltenen, treuen Hausfreunde geworden. Was bringt dies erste Heft alles ! In dem Criminalroman:Die Grundmühle" von Friedrich Jacobson, dem hochtalentirten ^^r, kommt eine bis zur letzten Zeile spannende und erschütternde, aber durch das Walten einer höheren Gerechtigkeit und zarter Liebe versöhnende Geschichte zum Aus- N?manUnter dem weißen Adler" von Gregor Samarow schert der Ä^m^^o/nanciermil unübertroffener Kunst ein Stück Geschichte aus dem vorigen Jahrhundert, das sich um die populäre Figur des alten Fritz gruppirt. Die in diesem ab0!j*l,°Ät;in! NovelleAnysta" von E. Kreiter führt die Leser nach den Tatars Hutten Mittelstbiriens und läßt sie theilnehmen an einem Familiendrama erschütterndster * & werthoolle Beigaben sind die brillant geschriebenen aktuellen Artikel:Rur Ä" §e oUnu Fußwandern und Bergsteigen"; höchst amüsante Belehrung Atet "Der Zauberer", wahrend unsDie Tarnkappe" in das noch nicht ganz erhellte mrrthLn, sSmÜn ^aUent?L "$Qu3 unb $°f" schließen sich ungemein werthvolle Mtttheilungen an, wie denn überhaupt durch die ganze Anlage des bestes unddic praktische Umgestaltung des Umschlags ein Zua geh.^ den Lesern in nach reicherem Maße wie bisher alles vorzufuhren, was irgend in Haus und Familie von Nutzen und Vorthetl sein kann. Aus dem reichen Bilderschmuck des Heftes heben wir hervor: prächtige DoppelseitenbtldAndreas Hofer empfängt die kaiser-

lichen Geschenke in der Hofburg zu Innsbruck" von F. Defregger, dem sichBilder aus Fiume ,Salzburg ,Ansichten aus dem Riesengebirge",Fischotterjagd in England" würdig anreihen, sowie die hübschen GenrebilderSonntag auf der Alm",Belauscht" und anderes mehr. Den Schluß bildet ein urgelungenes humoristisches VollbildDer Triumph der Electricitat". All der reiche Inhalt, den wir ja nur auszugsweise wteder- geben konnten, kostet nur 30 H und dieser spottspilligc Preis ist beinahe unglaublich und nur erklärlich wenn man bedenkt, daß das prächtige Famllienjournal eben ver­breitet istso weit die deutsche Zunge klingt". Wir geben dem neuen Jahrgang aus vollem Herzen unsere angelegentuchste Empfehlung mit auf den Weg.

Submission.

In der Gemeinde Mainzlar sollen nachstehende Arbeiten im Submissions­wege vergeben werden und zwar:

veranschlagt zu Maurerarbeiten 271 22 H

Schlosserarbeiten 280

Weißbinderarbeiten 20

Zeichnung, Voranschlag und Bedin­gungen liegen auf Großh. Bürger­meisterei Mainzlar zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten verschloffen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 20. i. M , Vormittags 11 Uhr, portofrei einzureichen sind.

Gießen, den 14. August 1889.

Senßfelder, 6663 Bez.-Bauauffeher.

Dienstag den 20. August,

Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Ostanlage 9 III dahier bestimmt:

1 Plüschsopha mit 2 Sesseln (hochfein),

1 Bowle mit 12 Gläsern,

1 Regulator,

1 Spieldose,

1 Sophakissen, 1 Tischdecke.

Gießen, 14. August 1889.

Bühner, 6673 Gerichtsvollzieher.

Ieitzevotenes.

Täglich frisches Pferdefleisch, ä Pfund 20 täglich frische W«rfl, ä Stück 10 [6693

BLeNnler«) Pferdemetzger.

Zur Jagd 6722 Lefaucheux- nnd Centralfeuer- Patronen, per Hundert 8, empfiehlt A. Dickorl, Bahnhofstraße 15.

Bests \ § u weisse Kernseife, fS per Pfund 23 I

Crystall-Soda, / ~ =

per Pfund 6 H, i

weiße Schmierseife, «H per Pfund 22 ' Z

sowie alle sonstigen Wäscheortikel in nur guten Qualitäten empfiehlt billigst

Carl Petri,

6019] Marktplatz.

Küchen- und Haushalt- artikel, Dürsten, Korb- und Küferwaareu empfiehlt

Louis Lony,

6040] Bahnhofstraße 27.

Allgemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

Nach Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung sollen für die Folge ' ; jährlich rund 13000 «X zur Herstellung erhöhter Trottoirs auf- : j gewendet werden.

Um die bezüglichen Wünsche der Einwohnerschaft kennen zu lernen, laden - 1 wir die beteiligten Grundbesitzer ein, Anträge auf Herstellung erhöhter i Trottoirs vor ihren Besitzungen im Jahre 1890/91 noch im Laufe dieses i Monats schriftlich bei uns anzubringen, indem wir bemerken, daß naturgemäß solche Anträge, welche sich aus längere geschloffene Straßenstrecken beziehen, vorzugsweise Berücksichtigung erfahren werden.

Gießen, am 9. August 1889.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

i Gnauth. 6587

Bekanntmachung.

Donnerstag den 22. August l. Is., Nachmittag- 3 Uhr, | werden die im städtischen Schlachthause seit 1. April l. I. gesammelten Borsten und Klauen gegen Baarzahlung an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert.

Darmstadt, den 2. August 1889.

Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt.

I- V.: * !

Lauteschläger,

Beigeordneter. 6628

Möbel-Versteigerung.

Montag den 19. und Dienstag den 20. August,

Nachmittags von 2 Uhr an, [

werden in der Wohnung des Herrn L. Jakobs, Seltersweg 2ll. (Ein- * t gang in der Kaplansgaffe) nach benannte Möbel umzugshalber versteigert:____ .

2 Kleiderschränke, Sopha, Tische, Stühle, 8 Kommoden, 8 Betten, | wobei mit Sprungfeder- und Roßhaarmatratzen, 3 Bettstellen, 1 großer j Comptoirtisch mit hohem Aufsatz, Glasschrank, Kleiderständer, Arm­stuhl, 2 Bücherschränke für Kinder, mehrere große und kleine Spiegel, 26 Hirsch- und Rehgeweihe, Schlittengeläute, sowie 2 Hirsch- j decken, 1 homöopathische Apotheke, Handwerkzeug, Lampen, Bütten, Kartoffelsäcke, Holz- und Waschkörbe, Puppen-Stube, -Küche und Spiel­sachen, Porzellan, Glas, Küchenschrank und Küchengeräthe, große Bade­wanne, Gardinenstangen, 3 große Wagentücher, Bettüberzüge, i Weißzeug, 1 großes Pfeifengestell, Bilder und sonstige Haushaltung-- fachen. 6399 \

Im Auftrag: |

Louis Rothenberger, Gerichtstaxator.

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