Wahlcandidaten
geschwängerte Lust
Mensch zu Mensch schreitet viel lang-
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Berechnung die mit dem Krankheitsstoffe über das Schiff Hinwegstreichen mußte.
Durch unmittelbare Ansteckung von wird die Krankheit nicht verbreitet; sie
Stimmen.
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Stimmenzahl:
Bergsträßer, Arnold, Buchhändler, Ganß, Jean, Rentner, Harres, Ludwig, Ortsgerichtsvorsteher, Heß, Ludwig, Bierbrauereiöesitzer, Jordis, Ferdinand, Rentner, Lehr, Heinrich, Schuhmachermeister, Mahr, Georg, Hof-Zimmermeister, Merck, Wilhelm sen., Fabrikant, Rückert, Christian, Architekt, Schödler, Eberhard, Rechtsanwalt, Diefenbach, Wilhelm, Rentner, Pitthan, F. Peter, Oekonom, Rockel, Karl Spenglermeister, Schäfer, Dr. Rudolf, Fabrikant, Schneider, Philipp, Generalagent, Waitz, Johannes, Buchhändler,
Universitäts - Nachrichten.
— Die Universität Würzburg zählt an 1564 Sludirende gegen 1648 im vorigen Wintersemester. Dieser nicht unerhebliche Rückgang fällt allein der medictnischen Facultät zu, und derselbe ist lediglich in den dort bestehenden mißlichen Verhältnissen zu suchen. Früher war Würzburg das Eldorado der Mediciner und hatte 'nahezu 1000 aufzuweisen — aber die alten Meister Scanconi, Geigel und Maas sind dahtngegangen und fast allein sind es die Professoren Leube, Rindfleisch und Kölliker, die noch heute den alten Ruf begründen und Zugkraft ausüben.
— Die Universität Kiel wird in diesem Semester von 510 Studirenden gegen 463 im Wintersemester 1888—89 besucht, dazu kommen noch 18 Hörer.
— Die Universität Leipzig zählt 4953 Studirende und 86 nichtinscribirte Hörer. Es ist das am stärksten besuchte Halbjahr seit dem Bestehen der Hochschule.
— Schweizer Kost. Der verstorbene berühmte Aesthetikcr Fr. Th. Bischer erzählt einmal, wie Ilse Frapan in ihren Vischer Erinnerungen (Stuttgart, Göschen) mittheilt, von den Leiden, die er während seines Züricher Ausenthaltes mit der dortigen Kost durchzumachen hatte: „Wanns Birnschnitz gab, so waren die Birnen noch nicht geschält, die Bohnen wurden nie entsasert, so daß sie zusammenhingen wie eine verstrobelte Perrücke; als ich einmal ein Erbsengemüse fallen ließ, sprangen * Raume aufbewahrt wurden.
genau in der am 25. November im Nitsert'schen Saale beschlossenen Zusammenstellung die große Majorität der Stimmen. Gewählt sind sonach folgende Herren mit der beigesügten
△ Mainz, 11. December. Die Anwesenheit des deutschen Kaisers in Hessen hat für einen hiesigen Geschäftsmann eine Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung zur Folge. Gelegentlich einer Wirthshausunterhaltung über die Kaiserreise soll der Betreffende die beleidigende Aeußerung gethan haben und von einem der übrigen Gäste zur Anzeige gebracht worden sein.
— Unter den hiesigen Schreinergehilsen beginnt neuerdings wieder eine Lohnbewegung. In einer gestern Abend stattgehabten Versammlung führten dieselben lebhafte | Klagen über die Lohnverhältnisse der Mainzer Schreiner, die derart schlecht seien, daß bei den heutigen theureu Zeiten em Mann nicht einmal sein Auskommen finde, geschweige denn eine Familie ernähren könne. Eine von der Versammlung gefaßte Resolution will bei günstiger Gelegenheit im Frühjahre energisch wegen einer Regelung der Lohnverhältnisse und der Arbeitszeit an die Arbeitgeber herangetreten haben. Neben den Lohnverhältnissen herrscht unter den Schreinergehilfen gegen die Meister 'und Fabrikanten um deßwillen große Mißstimmung, weil dieselben eine sogen, „schwarze Liste" angelegt haben, in welcher die Gehilfen verzeichnet sind, die mit ihren Arbeitgebern irgend welche Differenzen gehabt haben.
Aus Rheinheffen, 9. December. Um das Gewicht seiner 5 Ochsen durch „Wasser" zu erhöhen, ließ dem „Mainzer Journal" zufolge ein Viehhändler aus D . . . heim die Thiere an den Mäulern mit Salz einreiben und so, den Qualen des Durstes ausgesetzt, die ganze Nacht stehen,- am Morgen stürzten die Thiere an die bereitgehaltenen gefüllten Fässer, woselbst sie Unmassen von Wasser vertilgten. Der Fall ist zur Anzeige gelangt.
Frankfurt a. M., 11. December. Kaiser-Manöver. Wie am Tage des Kaiserbesuches in hiesigen Osfizierskreisen allgemein versichert wurde, sollen die nächstjährigen Kaiser- Manöver beim 11. Armeecorps stattfinden. Der Kaiser würde dann voraussichtlich sein Hauptquartier in Mainz aufschlagen.
— Dauernde Gewerbe Ausstellung in Leipzig. Durch Beschluß der Generalversammlung der Polytechnischen Gesellschaft Gewerbeverein für Leipzig, ist nunmehr festgesetzt, daß eine dauernde Gewerbe-Ausstellung, welche im März 1890 zu eröffnen ist, in Leipzig in's Werk gesetzt werden soll. Die Ausstellung soll nicht großartig gestaltet werden, weil bekanntlich in solchem Falle die Gegenstände des einzelnen Aus- I stellers zu wenig in den Vordergrund treten, sondern der Schwerpunkt der Organisation liegt darin, daß, soviel wie irgend möglich, dem einzelnen Aussteller genützt wird, ohne demselben viele Kosten und Umstände zu verursachen. Es sollen unter Andern der Reihe nach Werkstätten der verschiedenen Gewerke vorgeführt werden und zwar nicht in Thätigkeit, sondern derartig eingerichtet, daß Werkzeuge, Vorrichtuugen und Maschinen in neuester und bester Constrnc- tion in denselben vertreten sind. Zur Ausstellung sind zugelassen gewerbliche Erzeugnisse aller Art außer schweren Maschinen, die aber als Modelle Aufstellung finden können. Gewerbtreibende, welche besondere Specialitäten und Neuheiten Herstellen, werden hierdurch zur Theilnahme eingeladen und sind Aufnahmebedingungen von dem Directorium der Polytechnischen Gesellschaft Gewerbeverein für Leipzig, welches das ganze Unternehmen leitet, zu beziehen.
vermischtes.
Darmstadt, 11. December. Bei den gestrigen Stadt- verordneten-Wahlen haben sämmtliche von den vereinigten liberalen Parteien ausgestellten 16 Candidaten mit großer Majorität den Sieg davongctragcn. Die Wahlbetheiligung war nur schwach.
Darmstadt, 11. December. Bei der gestern vorgenommenen Stadtverordneten-Ergänzungswahl haben von 4225 Wahlberechtigten 1816 oder 43pEt. von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, während bei der letzten, vor drei Jahren vorgenommenen Ergänzungswahl der Procentsatz der Abstimmenden 57 betrug. Der Wahlvorschlag der verei- zrigten nationalliberalen und conservativen Parteien erhielt
Berlin, 12. December. Dem Reuter'schen Bureau wird | aus Zanzibar gemeldet: Emin Pascha litt am Montag Abend an heftigem Husten; der Speichelauswurf ist schwierig, I aber blutlos. Gestern war das Befinden etwas besser. Das verletzte Auge ist fast gänzlich geheilt, aus dem rechten Ohr tritt immer noch seröse Flüssigkeit, doch ist der Patient bei guter Stimmung.
Sieber die Influenza, eine in der Neuzeit auftretende Krankheit, entnehmen wir der „Kl. Pr." Folgendes:
In den verschiedensten Gegenden ist diese Krankheit, über welche die ersten Nachrichten kürzlich aus Rußland eingelaufcn waren, jetzt epidemisch geworden, und aus anderen Orten liegen Nachrichten vor, welche den Ausbruch befürchten lassen. Aus Kopenhagen, 10. December, kommt die Nachricht: Die als Influenza bezeichnete Epidemie ist hier in mehreren Kasernen ausgebrochen; die Hälfte der Garnison ist von derselben ergriffen worden. — Aus Danzig wird unter gleichem Datum gemeldet: Von einer influenzartigen Krankheit, die in Fieber mit Durchfall besteht, sind zahlreiche Personen seit einigen Tagen ergriffen^ heute hat eine Zunahme stattgefunden. — Aus Paris läuft vom gestrigen Tage folgendes Telegramm ein: Der Polizei-Präfect ernaimte einen Aerzteausschuß zur Erforschung der Ursachen der Influenza ; der Ausschuß besichtigte das Louvremagazin, in welchem die Influenza ausgebrochen sein sollte, und constatirte keinerlei Epidemie, sondern nur eine ungefährliche Grippe. | — Aus Spandau wird gemeldet, daß unter dem Personal ! des dortigen Feuerwerks - Laboratoriums die Influenza aus- gebrochen ist. Es sind über 100 Personen erkrankt. — Aus Wien, 16. December, endlich wird mitgetheilt: Die Professoren Nothnagel und Kahler besprachen in ihren heutigen Vorlesungen das Austreten der Influenza in Wien. Nothnagel führte aus, daß diese Epidemie, wenn sie auch nicht gefährlich sei, doch rapid um sich greife. Die Influenza sei nicht an Menschen und Verkehrsstraßen gebunden und werde nicht durch Ansteckung, sondern mittelst Miasmen durch die Lust verbreitet, und sei unzweifelhaft eine Bacterienkrankheit. Kahler empfiehlt Antipyriu, Antisebrin und Jsolirung der Kranken.
Bei dieser Gelegenheit wollen wir unseren Lesern einige ausführlichere Mittheilungen über die Krankheit, die der Geh. Sanitätsrath Prof. Hirsch in Berlin in einer Vorlesung über Jnfectionskrankheiten vorgestern gemacht hat, nicht vorenthalten. Der Inhalt seiner Ausführungen war folgender: Influenza ist, pathologisch betrachtet, eine katarrhalische Affection besonders der Schleimhaut der Respirationsorgane, unterscheidet sich aber vom Bronchialkatarrh dadurch, daß in hohem Grade nervöse Erscheinungen zugleich auftreten, wie Kopfschmerz, Schwindel, die in gar keinem Verhältnisse zu den localen Affectionen stehen, und so heftig sind, daß sonst kräftige, gesunde Leute ihrem Berufe nachzugehen nicht im Stande, vielmehr das Bett auszusuchen gezwungen sind. Bei einer Epidemie im Jahre 1854 hat Redner Soldaten so unter dieser Epidemie leiden sehen, wie junge zarte Mädchen. Viel seltener ist die Schleimhaut des Magens und Darmes erkrankt. Die Krankheit verläuft innerhalb weniger Tage meist fieberlos. Ihr geht ein Stadium mit Vorläufern voraus, die in heftigem Kopfschmerz, Schwere in den Gliedern bestehen, dann brechen die localen Affectionen hervor. Ausfallend ist die Krankheit mehr in endemiologischer Beziehung.
Die erste Epidemie reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück, wo Chronisten die Krankheit so genau beschreiben, daß sie nicht zu verkennen ist. Die Krankheit tritt immer epidemisch auf. Es sind Epidemien bekannt, die von den fernsten Partieen Östasiens sich allmählich über ganz Asien, über Europa und von hier nach Amerika verbreitet haben. Im Jahre 1780 war fast über den ganzen nördlichen Theil der Erdoberfläche diese Krankheit verbreitet. Der eigenthümliche Umstand, daß sich die Krankheit immer in einer Richtung verbreitet (meistens von Osten nach Westen) spricht dafür, daß ein gewisses stoffliches Etwas, von dem wir allerdings nicht die geringste Kenntniß besitzen, durch die Luft fortschreitet. Hierfür spricht besonders jener interessante Fall, wo die Mannschaft eines Schiffes auf dem atlantischen Ocean von der Influenza zu der Zeit ergriffen wurde, in welcher nach
die Erbsen auf dem Boden herum mit Geprassel, so hart waren sie. Ich habe dann auch oftmal genug darüber geschimpft. Da hat einmal einer im Wirthshaus gesagt, es sei doch wunderlich, daß ein Professor der Aesthetik so viel übers Essen spreche. Da bin ich aber wild geworden und hab geschrieen: „Wenn Euer Winkelried geahnt hätte, dafi Ihr nach vierhundert Jahr noch net amol a Wurst stopfen könntet, da hätte er's wohl bleiben lassen und sich gewiß net in die österreichischen Speere gestürzt. Und von der Kunst würdet Ihr auch einen anderen Verstand haben, wenn Ihr nicht von so einem rauhen ungeputzten Bohnenfutter herkämet." Das nannte Vischer sein Löwengebrüll, das ihm manchmal, namentlich auch auf seinen Reisen in Italien, gute Dienste geleistet hat.
samer fort, als wie mau sich von einem Orte zu einem anderen begeben kann. Die Dauer der Epidemie währt vierzehn Tage bis vier Wochen. Bedenklich ist die Krankheit nur für Leute mit chronischem Bronchialkatarrh und Lungen- und Herzkrankheiten, da dann erhebliche Störungen in der Blutcirculation eintreten können. Zur Cholera steht die Influenza wohl in keiner Beziehung^ seit 1831, wo sie allerdings dem Ausbrechen der Cholera vorausgegangen, traten beide immer gesondert auf, und zwar verhältnißrnäßig öfters im Winter und Frühling als im Sommer, eine Erkältung hat aber mit Erkrankungen an Influenza nichts zu thun.
- Der Einfluß »<6 Frostes auf Samen. (SRacSbruct verboten.) Rach verschiedenen Erfahrungen hat die Einwirkung des Frostes auf Samen insofern einen günstigen Einfluß, als dadurch die daraus hervorgehenden Pflanzen zu einer schnelleren Entwicklung gebracht werden. Mit Frost behandelte Leinsamen gehen z. B. früher auf, entfalten ihre Blätter früher und gedeihen auch früher zur Fruchtretfe als ohne Frost behandelte. Versuche von Kny zeigen wenigstens, daß in der Keimfähigkeit und der wetteren Entwicklung verschiedener Samen kein Unterschied sich bemerkbar macht, wenn diese Samen während des Winters im geheizten oder im ungehetz.en
Von deutsch freisinnig er Seite war ebenfalls ein Wahlvorschlag gemacht worden, wobei abgesehen von den auch durch die Vereinigten Parteien zur Wiederwahl empfohlenen bisherigen Stadtverordneten, folgende Candidaten nominirt waren, auf welche die beigesetzte Stimmenzahl entfiel:
Diery, Major a. D., 515 Stimmen..
Kalbsuß, Th. Kaufmann, 534
Köhler, Karl, Schlossermeister, 516
Möser, H. I., Kaufmann und Landwirth, 458
Schäfer, Amtsrichter, 495
Weber, Franz, Kaufmann, 506
Von den socialdemokratischen erhielten:
Berthold, Heinrich, Schuhmachermeister, Burger, Georg, Schneidermeister, Cramer, Balthafer, Gastwirth, Dönges, Ludwig, Schlosser, Müller, Philipp, Bildhauer u. Gastwirth, Sparr, Anton, Schuhmachermeister, Stephan, Wilhelm, Schreiner,
Citeraftir und Nunst.
Kaufmännisches Miniatur-Lexikon. Ein Pult- und Taschenbuch der Handelswissenschaften für Kaufleute, Gewerbetreibende, Bankiers, Verkehrs- und Versicherungsbeamte von Dr. Paul Langenscheidt. Berlin, 1890, Verlag für Sprach- und Handelswtssenschafl (Dr. P. Langenscheidt). Eleg. gebunden 3 vH
Wohl selten haben wir ein Buch so erstaunt in die Hand genommen und so befriedigt wieder weggelegt. Man denke sich ein allerliebstes, dickes Büchelchen von elegantester Ausstattung, so klein und zierlich, wie eine Nippsache; und dabei eine solche Fülle des Stoffes, eine so practische Anordnung, daß dieses neue Werk des bekannten Verfassers die vollste Bewunderung verdient. Wenn wir aus der Vorrede anführen, daß der Verfasser nicht weniger als vierhundert kaufmännische und gewerbliche Vereine zur Ertheilung von Rathschläaen u. s. w. für das Werk gewonnen hat, so wird die Thatsache erklärlich, daß das Buch gerade das enthält, was man in hundert dickleibigen Bänden vergebens sucht. Wer sicher sein will, daß er einem im Geschäftsleben Stehenden eine Freude bereiten wird, der schenke ihm dieses reizende, bet seinem Umfange enorm billige Werk!
,Bunte Bilder*, von Gustav Ströhmfeld. Erste Reihe: I. Wanda, ein russisches Reisebild, eingelettet von Dr. phil. Fritz Maser, II. die Ulanen-Marie, eine Novelle aus der Gegenwart. Eßlingen, Verlag von S. Mayer, zu beziehen durch jede Buchhandlung. — Der Autor beginnt seine „bunten Bilder", eine fortlaufende Reihe von Erzählungen und Bildern aus Natur und Leben, im ersten Bändchen mit zwei spannend geschriebenen Erzählungen. Das abenteuerliche Reisen in Rußland, wie es noch vor zwanzig Jahren von den Verkehrsoerhältnissen bedingt war, ist in der Erzählung „Wanda" packend und lebenswahr geschildert. Eine dramatische Figur ist die Hauptheldin „Wanda", ein muthoolles, echtrussisches Osfizierskind. Mit dem tragischen Schluß des Bildes hat der Verfasser in Abweichung von der Schablone einen glücklichen Griff gethan, so wehmüthig „Wandas" Geschick den Leser berühren mag. — Mit der Novelle „die Ulanen-Marie" führt der Verfasser den Leser mitten in das schwäbische Volksleben hinein, auf ein Sedansfest. Ein frisches Kind vom Lande, Marie, des Müllers Tochter, und der wackere Georg, des Hofbauern Sohn, vergessend eine alte Feindschaft ihrer Väter, lieben sich herzlich, wenn auch vorläufig hoffnungslos. Am Sedanstag geschieht ein Wunder. Die Väter söhnen sich aus in der Verlobung ihrer Kinder. Dieses Kunststück bringt des strammen Gefreiten Georgs Ulanen Oberst, ein leutseliger Soldatenvater, zuweg. — Beide Erzählungen dürften als angenehme Lectüre sich rasch Freunde erwerben, und sie verdienen es, denn die Darstellungen sind dem Leben abgelauscht.
Katechismus der Handelswifsenschaft von Karl Arenz. Sechste, verbesserte und vermehrt--Auflage, bearbeitet von G. Roth- baum und E. Deimel. VIII und 187 Seiten. In Leinwand gebunden. Preis 2 vH Verlag von I. I. Weber in Leipzig.
Dieser Katechismus ist für angehende und solche Kaufleute geschrieben, welche nicht in der Lage sind, auf dem Gebiete der Ver- kebrsthätigkett sich mit eingehenderen Studien zu befassen, beschrankt sich auf das wirklich Wesentliche und hält sich fern von wissenschaftlichen Erörterungen. Auf nicht ganz 200 Seiten enthält das hübsch ausgestaltete Buch alles Wissenswerthe aus dem Gebiete der Handelswissenschaft und ertheilt in präciser Form auf jede Frage, die dem Kaufmann vorkommen kann, Auskunft. Das Erscheinen von sechs Auflagen ist ein Beweis für seine Brauchbarkeit.
— Ein uns vorliegender,Stat-Kaleridrr für 1890* (Verlag von L. Fernau in Leipzig, hcrausgegeben von A. Berthold in Berlin, Preis 1 JL) ist ein nach Inhalt wie Ausstattung höchst originelles Büchlein. Wir hätten wirklich kaum gedacht, daß man diesem „edlen" Spiel so viel literarisch verwerthbare Seiten abgewinnen könne. Hier aber finden wir Ernstes und Heiteres in Bild und Wort, Theoretisches und Praktisches von und über Scat in so reicher Fülle und Abwechselung, daß auch Derjenige, welcher selbst das Spiel nicht kennt - und es soll in der That noch einige solche Menschen geben — sich dafür zu interessiren beginnt. Der Kenner aber wird gewiß seine Helle Freude daran haben, und so Mancher, dem man den Kalender zu Weihnachten bescheert, wird ihn aus voller Ueberzeugung als eine jener Erscheinungen betrachten, die „einem längst gefühlten Bedürfntß abhelfen".
Verkehr, Land- und volkswirthschaft.
Limburg, 11. December. (Fruchtmarkt). RotherWeizens 16.50, weißer Weizen vH 00.00, Korn vH 13.50, Gerste vH 12.60, Hafer vH. 7 50 Erbsen vH 00.00, Kartoffeln vH 0.00.
Frankfurt, 11. December. Erbsen ganze per Pfd. 12 18 do. geschälte 16-20 H, Linsen 15—25 weiße Bohnen 1b—26 i «A, gelbe Kartoffeln per Gescheid 14-16 H, rothe Kartoffeln per Gescheh 14-16 Butter per Pfd. vH 1,15-1,20 A Sier das Stück 7—9 H, Blumenkohl 50-90 H, Weißkraut das Stück 8-15 H, Rothkraut 12—25 H, Wirsing 10—15 H.
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