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Meine zu Ar. 156 besfließmer Anzeiger"

Allgemeiner Anzeiger.

Lieutenant (der seine Braut zum Altar führt):Aber liebste Ella, so balle doch Tritt!"

Literarisches.

Das soeben erschienene Heft 23 des .Universum", illustrirte Zeitschrift für die deutsche Familie, enthält einen reich tllustrtrten Fettartikel zum 800jährtgen Jubiläum des Sächstschen Herrscherhauses von Cornelius Gurlttt und bringt außer den Fortsetzungen der NovellePorte bonheur" von Eufemia Gräfin Balleftrem und des den Leser in athemloser Spannung haltenden RomansSchwarzes Blut" von Fred Imhof den Schluß von M. von ReichenbachsParadies des Teufels"; ferner interessante Reisefkizzen aus Australien" von M. Buchner, eineBiographie" von Ludwig Pietsch, illustrirte Berichte von der Pariser Weltausstellung",die Gesandtschaft der Mandara- neger in Berlin", deren abenteuerlich wilde und kriegerische Gestalten in gutem Holz­schnitt dem Leser vor Augen geführt werden. Reizend find die zahlreichen hübschen und ansprechenden Bilder, von denen wir einen künstlerisch ausgeführten Lichtdruck nach dem GemäldeDer Vekter" von B. Vautier und eine Anzahl vorzüglicher Holzschnitte, btePorträts des sächsischen Köntgspaares",Junggesellen-Mußesiunde" von H. G.Jentsch undEine schwierige Passage" von H. König besonders nennen. Der Preis des elegant ausgeftatketen HefteS ist 50 Pfg.

Vermischtes.

Darmstadt, 6. Juli. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 2. Juli l. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuer­wehr zu Ostenbach, Bauunternehmer Franz Beck II., Schlossermeister Johann Christoph Steitz IV., Portefeuiller Carl Johann Schmidt III. und Messerschmied Burkhard Karp.

Der neue Salonmagen des Kaisers wurde am 29. Juni auf der Wildparkstatton vom Monarchen^etner abermaligen eingehenden Besichltgung unter­zogen, zu welchem Zweck der Wagen von der Wagenwerkstatl in Potsdam nach Wtld- Park gefahren war. Der Kaiser, der von dem Minister Maybach geführt wurde, hatte, wie derB. B.-C." berichtet, noch verschiedene Ausstände an der inneren Einrichtung des Wagens zu machen, weßhalb die Frist zur definitiven Fertigstellung desselben bis zum 15. Juli verlängert wurde. Die innere Einrichtung wird äußerst prachtvoll werden, die Möbel des Wagens werden in ausgelegter Mosatkardett hergestellt. Außer diesem Salonwagen befindet sich noch ein Schlafwagen und ein Spersesalonwagen für den Kaiser in Arbeit, welche demnächst in Potsdam eintreffen werden. Diese Wagen werden bei Fahrten, die der Kaiser macht, mit dem Salonwagen durch eine Leder­verbindung vereinigt, so daß sie ein geschlossenes Ganze bilden. Die Kosten des Salonwagens sollen ca. eine Million Mark betragen. Auch für Die Kallerin soll, wie verlautet, ein ähnlicher Salonwagen nach der Fertigstellung des kaiserlichen Wagens erbaut werden.

Berlin, 4. Juli. Eine Leibgarde der Kaiserin soll nach demHamb. Corr." demnächst geschaffen werden. Dieselbe wird aus 24 Mann bestehen und von einem Officter nebst zwei Unterofficieren befehligt werden. Die Mannschaften werden dem Regimente der Gardes du Corps entnommen und sich durch stattliche Figur aus- zeichnen. Die Uniform dieser Elitetruppe hat Aehnlichkett mit der Tracht der Letb- eompagnte Friedrichs des Großen: weißes verschnürtes Koller mit karmoifinrothen Rabatten und aufgeklappten Schößen, Gardelitzen und Dreispitz. Als der Kaiser am 28. Juni in Wildpark eintraf, besichtigte derselbe im Empfangszimmer einen so ein­gekleideten Soldaten.

[Ein langer Name] Die vierzehnjährige Prinzessin von Hawaii, welche gegenwärtig in New-York weilt, reist unter dem NamenMiß Clighorn" unter dieser Bezeichnung figurirt die Prinzessin wenigstens in den Hotel-Registern. Ihr wirklicher Name ist indeß:Victoria Kawckin Kainlane Lunalile Kala- niuiuahilapalapa". Wie man einsehen wird, sind besonders die Zeitungen, die immer über Raummangel klagen, der Prinzessin zu Dank dafür verpflichtet, daß sie sich -einfachMiß Clighorn" nennt.

Heiratsvermittler:Kann ich Ihnen nicht vielleicht dienen, mein Herr ? Ich hätt' für Sie ein paar reizende Mädchen mit dreißig-, vierzig-, auch fünfzigtausend Thaler."Unsinn! Ich heirath' nur aus Siebe!"Aus Liede? Wie Sie wollen! Hab' ich auch Stücker fünf Partien aus Liebe auf Lager!"

Verfälschte schwarze Seide. eÄÄ

Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und ! hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Verfälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchuß­fäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune ' Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zer- i drückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht.

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3NF" Unregelmäßigkeiten in der Zustellung des Anzeigers bitten wir sofort zu unserer Kenntniß zu bringen, damit wir in der Lage find, Abhülse schaffen zu können.

Expedition desGießener Anzeiger."

Donnerstag den 11. Juli, f

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werden im Bach'schen Hause, Plock- ? ftrafte 1, die zum Konkurs H. A- Müller . gehörigen Möbel, als: 2 Comptoir- I schrei btische mit Schrank, ein ele­ganter Herrenschreibtisch, Comptoir- , stahl, Papierschrank, 1 Brieswaage, i Wechselmappe, Handkoffer, Metall- druckmaschinen, eine Parthie Brief- ! Papier und Packpapier, 2 Kasetten, , 1 goldene Remontoiruhr, goldene j Kette, Regulator, Wecker, 1 großes Aquarium, 1 sehr gute Zither, neuer - Plan von Gießen, Meyers Kon- j versationSlexikon, 16 Bde.,1 Parthie I Romanbidliothek, Bibliothek der i Unterhaltung und des WiffenS, | Dieffenbach'S -Hessen" u. s. w-, sowie J

Freitag den 12. Juli, Nachmittags 2 Uhr:

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Attgemeiner Anzeiger.

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