1888.
Bureau r Schul st raße 7.
TiTTTin MIMB—MM.-_____
Nr. L2L Zweites Blatt.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlobn.
die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Donnerstag den 31. Mai ießener Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
Vermischtes.
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Uaiverfltäts«(*brontf.
Kf nnf7^rÄr H0, Gesang- und Musiklehrer an der Universität Erlangen ist auf sein Ansuchen in den Ruhestand versetzt worden. '
— Die Universität Erlangen wird bet der Jubelfeier in Boloana hnr*
Prorektor Professor Hilger vertreten sein. f " ^OlD0na ^uxd) ben
Sorrnit^^bTr^firhtimm^s" M®eine 5?n,?L H°b-it der Großherzog wohnten heute ■ö.ef’*t'ß“nfl der hier garnisontrenden Eskadrons bei, welche durch den ^ abge6alkn roü?L ’ CtfUleUknant ”■ S-nd-n auf dem W-tterstädt-r Exkrcter- en>HLlt^"*E"^' 28‘- ™aL Das Großherzogl. Regierungsblatt (Beilage Nr. 15) Irai5.-SÖd®ffabnetrma*Un8 ®roM" ÄrdSam,s Gießen, di- Umlagen der Gemeinde <Ynfir ® H ”■? ®t?6L5D!lniftErium des Innern und der Justiz für das
Offenbach ge^ ln be" Gemeinden des Kreises
n.fr c3; Uebersicht der für das Jahr 1888—89 zur Bestreitung der Communal-Bedürf- de? Justt^e7ehmi7ten'uLäg^n. ®r°6‘ Ministerium des Innern und
4. Dienstnachrichten.
22- wurde dem Schulamtsaspiranten Heinrich Berkler aus Dieters- ''^stelle an der Gemetndeschule zu Gaulshetm, am 25. April wurde dem ^SaAmC9^°9r' ^?Uaerctnc Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dorn- ft°^ nlpriI rokTbe dem Schulamtsaspiranten Heinr. Müller aus Wolfersheim 9Ä 9fnrH mftC5e K?n bEr gemeinsamen Musterschule zu Friedberg übertragen; am ttelle^ an der^Ällk^sckn?^ äuJsenburg-Btrstein auf eine Leh?erinnen-
aus ''"bach prasentirte Schulamtsaspiranttn Louise Hartmann
aoirt, i ari<n *UJ oiese Stelle bestätigt; am 1. Mat wurde dem Schulamtsasptranten Wllhelm Roth aus Huttenfeld die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Raibrettenbach übertragen, an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grafen von Schlitz g?m blC ^bdrerstelle an der Gemeindeschule zu Rteder-Stoll präsentirte Schullehrer Conrad Eurtch zu Hemmen für diese Stelle bestätigt; am 4. Mat wurde dem Valentin Perschbacher aus Babenhausen das Patent als Geometer zweiter Klasse Öuphi? ?te« ^^burg ertheilt; am 13. Mai wurde der Lehrerin Eltsabetha Sprey zu Bieber etue Lehrerinnenstelle an der kath Schule zu Seligenstadt übertragen.
5. Dtenstentlassungen. ö
Am 10. Mai wurde der Schullehrer an der Gemetndeschule zu Hainhausen Heinrich Btttmann mit Wirkung vom 16. Mat an seines Dienstes entlassen
6. Charakterertheilungen.
7. Ruhestandsversetzungen. _
mPS ?urbe ?/^^ullehrer an der Gemeindeschule zu Annerod Joh. auf sem Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai an, am 26. April wurde^der Schullehrer an der Gemetndeschule zu 9tieder-Jngelhetm Philipp Illing auf sein Haffr an^in' ben langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1 Mat
8. Concurrenzeröffnung.
hpr fflptnpiiihcfffiiifa ,,, —-ii. /rt < de setz en de zweite Lehrerstelle an
- beschule zu Gadernhain mtt einem Gehalte von 900 Jt. Eine mit einem kath. L^rer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wies-Ovvenbetm mit emem Gehalte oon 900 jl. Mit der Stelle ist Organistendi-nft verdunbem
7b rh»a,I8=t-°?. •*- sür dieselben übersandte. Bei dieser Gelegenheit sei auch bemerkt b-zahtt ®Urf fUt ,dnc iämmlli*en Arbeiter di- Beiträge der Krankenkasse Allein WM-MMMMZs g.=?£g.B?B.g
Landwirthfchaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
7" tDer Werth der Jauche.) Es würde schwer halten die Landmii-tks^ zahlen, in denen noch heute mit der Jauche eine heillose Verfckwk-nbnn" inbem wan dieselbe in eine schlecht angelegte Düngerstätte lausen laß?und womö7li» obenein noch den Hof arg verunreinigt. Ein anderer Tbeil non PnnhmStk100!. rwar eine besondere Jauchegrube, indeß schädigt er sich selbst, weil er nickt aSlr bat ÄS. ber m «-schieb, das "aber'Ät, so Ärd°ch^We°Ä ftS
Die Unkenntniß des Werthes der Jauche ist es wobl ühprfiminf su k: Landwirthe zu der unzweckmäßigen Behandlung veranlaßt. WelchesDünaewe?tb Jauche nun hat, das geht deutlich aus den Versuchen Berr^r n IT ’ bie Vorstand der landwtrthschaftlichen Versuchsstation in Pommr^tz angestellt hat berechnete den Werth der Sommerjauche, indem er für ben Sdrfftnff ?» . ^ci?c,n
lorm pro Kilo 130 Pfg., für den Stickstoff in organischer Form 100 Pfa säure 60 Pfg., für Kalt 30 Pfg. annahm' per 1 Kilo mit 1Ä N f l7 - Phosphor-
500 Kilo Lebendgewicht bei den Versuchen in 24 Stunden 13 2$f?tin Thier von stell- »» der We«h der Jauche eines Thieres mtt5MKiloLebeÄLich? lÜ.'.rL 185 Sommer utterungstage auf 27.52 Mark. Die Winteriauche hat «bu *
1.18 Pfg. pro Kilo; es werden in 24 Stunden7ur 3 74 K l° pr°du Ir 7^^? in 180 Tagen einen Werth von 7.94 Mark Probucirt und bas ergibt
. . „ Der Hauptwerth der Jauche besteht in ihrem Gehalte an Stickstoffs betragt im Sommer ca. 19 Mark, im Winter 5 Mark, tn Summa ca 24 69pEt. des Gesammtwerthes der Jauche. Da liegt also wohl die Frage nach MitÄ^ durch welche die Jauche vor Verlusten an dem Io werthvollen StickstoffsaefAiH.ti kann, am nächsten. Von derartigen Mitteln sind uns , B der Ä ab n Jff k k'" Dorf, Gyps und Schwefelsäure bekannt. In neuester Zeit ist jedoch kin w-^n - Conservirungsmittel in den Handel gekommen nämlich die Z8
Schwefelsäure, welche starke Mineralsäure, in genügender Menge verwend-?^ saure Ammoniak sicher bindet und außerdem das Ammonüak inbi? »»ttaÄ*"’ b'ndung mit der Phosphorsäure bringt. Für die Jauche eines Tbieres Lebendgewicht sind pro Jahr rund 200 Kilo phosphorsäurebaltia? Io
mIOt-beb"?■’ ift .il,eJclbe -ancentrirt, nur 160 Kilo. Rechnet man0 berPIffiertb “h” J36oss6or(aure ab, so betragen die Auslagen für Bindung des Ammorckakseo rir™ b, den ZeuN-rbBa^7nka^f^?a1l-77ffi7'zch°.7-^ TV'
Z6kr Un6W' meId,en d-rS..ckf?off7erch°.?d-rHA
Erhöhung des eisernen Betriebsfonds.
Versicherung kaufmännischer Beamten und Passanten Versicherung der Betriebsunternehmer.
9. Versicherung der Bauarbeiter und landwtrthschaftlichen Arbeiter.
c n , -7.?^/Schon Hausen wird dem „Altm. Jnt.-Alt." berickttt- Qnm ^11 feite Gat gurft SHßmard den kranken und beoürftigen Arbeitern seiner hiefSSt^mrn besttzung eine große Freude bereitet, indem er seinem Gutsverwaller eine Spendern
8etr.: Die Bestimmungen über den Eintritt junger Leute in die Unteroffizierschulen und UnteroffiziervorMlen^"' U' 1888'
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
on - att bu «»otzherzogllche« Bürgerm-ift-r.t«« des «teil«!
2ßir werfen Sie an, nachstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen zu (affen '
Dr. Boekmann.
und Mar?nLr,1°"i?Vu^ die Unterosstzier-Schulen Potsdam, Biebrich, Ettlingen
welche in die genannten Schulen einten Ä w^en sind, werden alle diejenigen jungen Leute
Bezirks'Commando Gießen oder den zuständigen Bezirksfeldwebeln zu erlangen ist. 9 b 6 "^asp^ary"^ “6er ben ®lHtritt bei dem
Oberstlieutenant und Commandeur des Landm'ehr'BatatllonS-Bezirks Gießen.
4. Wahl einer R-chnungsprüsungscommission für das Jahr 1889
5. Revision des Gefahrentarifs.
6. Erhöhung des eisernen Betriebssondg.
, . — uns mitgetheilt wird, findet die diesjährige Genoffenfchafts-Versamm.
lung der Suddeutfchen Eifen- und Stahl-Berufsgenosseuschast, welche gan> Süddeutick- btr bayerifchen Aemter Zweibrücken und $onrbnr8, ferner baä ®fat i a “ f“/a<u,nb ben Kreis Wetzlar umfaßt, am 16. Juni, Vormittags 10 Ubr in mbnm*Cift(bie Mgenbe“:1 2”ufeumä' Pr°menadenstraße 12/2) statt. L. DieTaLes-
1. Erstattung d-LGeschäftsberichts und Rechnungsablage für das Jghr 1887 2 ^euwahl der Vorstandsmitglieder und Ersatzmänner J '
Aufstellung des Etats pro 1889.
«ff.
phosphorsäurehallige Schwefttsäme alleim° Hierzu kommt'noch daß ber an^pboV laure gebundene Ammoniak sich in geeigneterer Form befinhet aL3 La
saure festgehaltene; die Absorbtionsfähtgkeit des B d^
ebenfalls großer, wie dies einschlägige Versuche dargethan Dr » J
Jauchenanalysen, daß die Hauplmenge des Stickstoffs in Form des flüdrtiaen fnh?en sauren Ammoniaks vorhanden ist. Wird solche Jauche auf Wiesen oder Felder' adahren und bart oer.heilt so müssen, befonbers in ber warmen^ Jahseszesi große V»luNe entstehen, so daß das in ber Grube noch vorhanbene Ammoniak ben^ffnn/pt1 U’ie jum Theile zu Gute kommt. Durch die Behandlung mit phosphorsäurehaUiaer Schwe'ier- ^ure wirb die Jauche, welche sonst nur ein Stickstoff- unb Äalibünger ift ein nnfm^rftnm bpd A»hrst°ffe -nchält, also wirkungsvoller.0 Endlich sei baraus
aufmerksam gemacht, daß ber Zusatz der Säure in die Jauchengrube mit einer aemlfrpJ Dursicht geschehen muß, indem bei ihrer Vermischung ein starkes Auffchäumen Äwi! eine Erwarmung der Jauche eintritt. Man setzt entweder die Säure nach uhd'n^ getoeäm "bart'ab°enrenman Ä ’®'äu“e in"b"e leere°Jauch!nL
I unVgut’Äff« ,an°f8m C,ndnnt Di- 3au4en8*uben müssen groß'genüg


