Möge das innige Zusammenarbeiten, das jetzt unter so traurigen Umständen Baumeister und Arbeiter, die leitenden und ausführenden Kräfte, vereinig! hat, auch in glücklichen und fröhlichen Tagen von gleicher Dauer bleiben.
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industriellen belief sich die Roheisenproduction des Deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat Februar 1888 auf 338 841 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 169 882 Tonnen, Bessemerrohetsen 27 628 Tonnen, Thomasroheisen 101435 Tonnen und Gießereiroheisen 39 896 Tonnen. Die Production im Februar 1887 betrug 276 226 Tonnen. Vom 1. Januar bis Ende Februar 1888 wurden producirt €85 803 Tonnen gegen 570 105 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Literarisches.
— Zu einem würdigen Erinnerungsblatt an unseren großen Kaiser gestaltet sich die soeben erschienene Nummer des »Daheim", welche uns ein anschauliches Bild des ruhmvollen und thatenreichen Lebens des Dahingeschiedenen bietet. Wohl selten hat der Tod eines Monarchen eine so ungetheilte Sympathie in der ganzen Welt hervorgerufen wie der unseres greisen Helden und dies kommt auch in diesem deutschen Familienblatt zum lebhaftesten Ausdruck. Dreißig größere und kleinere Illustrationen in vorzüglicher Ausführung zeigen uns Deutschlands Kaiser in den bedeutendsten Momenten seines Lebens; vom zehnten Jahre an, in der ersten Uniform, bis zu seiner letzten Ruhestätte. Einen ganz besonderen Werth erhält die Nummer noch durch die große Kunstbeilagc des Porträts unseres neuen Kaisers Friedrich III. in Lebensgröße, welches vortrefflich ausgeführt ist. Wie wir hören, ist die Nummer apart für 50 $ imb mit dem Porträt Kaiser Friedrichs für 1 zu haben.
Landwirthschaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— sWann soll die Frühjahrskopfdüngung von Ehilisalpeter den Halmfrüchten gegeben roetDen V] Zu den Ansichten, die man bet bedeutenden Landwirthen und in anerkannt guten landwirthschaftlichen Büchern findet, gehört die, daß die Kopfdüngung mit Chilisalpeter bei Halmfrüchten so zeitig als möglich erfolgen muß, keineswegs mehr nach vollendeter Bestockung. Dieser Satz galt und gilt noch heute vielfach als unbedingt richtig und doch ist er in der Allgemeinheit ein irriger, wie neuere Versuche imb Forschungen dies bewiesen haben. Bei dem Herannahen der Zett, tn welcher die Kopfdüngungen mit Ehilisalpeter gegeben werden, hoffen wir, den Dank unserer .Leser zu erwerben, wenn wir über die neuesten, begründeten Erfahrungen über den besten Zeitpunkt der Salpeterdüngung einige Angaben bringen. Das Hauptdüngemittel tm Chilisalpeter ist bekanntlich Stickstoff. Wird nun z. B. einem mit Wtnter- meizen bestellten Feld im März eine Kopfdüngung gegeben, so tritt infolge des hohen Sttckstoffgehaltes allerdings eine reiche Bestockung ein, ist aber gleich die ganze Menge 'Ehilisalpeter aufgebracht, so kann durch die zu reiche Bestockung Lagerung entstehen. Es kommt in Betracht, daß der Boden auf diese Weise nach der Bestockung nicht mehr genügend Stickstoff besitzt, um die Halme auch kräftig auszubtlden. Das Beste ist daher, auf sehr sttckstoffarmem Boden die zu gebende Menge Ehilisalpeter zu theilen, die Hälfte im März und Anfang April zu geben, um eine gute Bestockung zu erzielen, die andere Hälfte dagegen im Mat nach erfolgter Bestockung auszustreuen, um ein kräftiges Wachsthum zu erzielen.
m “ [Peiniget die Bohnenstangen.) Da das ungünstige Welter in fast allen Gegenden den Beginn der Garten- und Feldarbeit hindert, richten wir an unsere Leser die Mahnung, die unfreiwillige Muße da;u zu benützen, nachzuseben, ob alle Geräthe für den Gebrauch im kommenden Früyling und Sommer in gutem Stand sind Namentlich mochten wir auf die Bohnenstangen Hinweisen. Dieselben kommen allgemein mit der Nmde bekleidet in den Handel und werden auch so verwendet. Wir können nun nicht dringend genug rathen, die Bohnenstangen der Rinde sorgfältig zu entkleiden. Der Grund für diesen Rath ist die Erfahrung, daß unter der Rinde und den Spalten und Rissen derselben zahlreiche schädliche Jnsecten Unterschlupf und einen bequemen sicheren Ort für ihre Eier, Larven und Puppen finden. Bei schon gebrauchten Bohnenstangen werden beim Abschälen der Rinde zahlreiche Schädlinge zum Vorschein kommen, ganz abgesehen von denen, die nur im Sommer dort zu finden sind. Also fort mit der Rinde. Darauf wird uns vielleicht entgegnet werden, daß die Rinde und Borke doch einen Schutz des HolzeS gegen die Witterungsetnflüffe bilde, indeß ist es damit nicht wett her. Die Rässe haftet z. B. länger an den mit der Borke bekleideten Stangen unb kann ihre vernichtenden Einflüsse länger geltend machen als an kahlen Stangen. Wer aber ganz sicher sein will, der conservire seine Stangen, indem er sie 24 Stunden in eine Auflösung des sehr biltgen, blauen Kupfervitriols legt, dadurch wird daH Holz lehr hart und gegen Witterungseinflüsse fast ganz unempfindlich.
L
Rrpertoir der verewigten Stadttheater zu Frankfurt a. W.
Opernhaus.
Mittwoch den 28.März: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Die Jungfrau von Orleans. Außer Abonnement.
m Donnerstag den 29. März: Belisar. Hierauf: Ballet-Divertissement. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 30. März geschlossen.
.. Samstag den 31. März: Gioconda. (Gioconda: Fräulein Baumgartner als Gast.) Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 1. April: Robert der Teufel. Gewöhnliche Preise.
Montag den 2. April: Afrikanerin. Gewöhnliche Preise.
Schaufpielhaus.
Mittwoch den 28. März geschlossen.
Donnerstag den 29. März: Vorstellung im Abonnement B gefallenen Mittwoch). Ein toller Einfall. Vorher: Mamas Preise.
(für einen aus- Augen. Große
Freitag den 30. März geschlossen.
Samstag den 31 März: Ratcliff. Hierauf: Frühling im Winter. Zum Schluß: Der zerbrochene Krug. Große Preise.
Sonntag den 1. April, Nachmittags 3*/> Uhr: Drei Paar Schuhe. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Die berühmte Frau. Große Preise.
i.-^ontag den 2. April, Nachmittags 3«/-Uhr: Alt-Frankfurt. Kleine Preise. Abends 7 Uhr: Andrea. Große Preise.
Kemmerich’s
cond. Bouillon ist eingedickter reiner Fleischsaft ohne Zusatz von billigen Suppenkräutern. Bequem.Gebrauch, fein. Geschmack.
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Möbelversteigerung.
Donnerstag den 29. März
Nachmittags 2 Uhr
werden wegzugsbalber Ludwigstr. 4III — bei Frau Dr. Leißler — Möbel, als:
1 neue Garnitur (Sopha und 6 Stühle), 1 großer Spiegel, 1 fast neuer ovaler Ausziehtisch, 1 großer ovaler Tisch, für Wirthe geeignet 1 Sopha, Rohrsessel, Kleiderständer, Garderobe-, Büchergestell, Bettlade, Petrolfaß, Oelbilder, Herrenkleider, Küchengeräthe, Flaschen u. s. w- versteigert.
2533 Im Auftrag:
Hoffmann, Ortsgerichtsmann.
Mittwoch, 28. Msr? l. I,
Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich in meiner Amtsstube — Schillerstraße 5 — gegen Baarzahlung:
Sophas, 2 Sessel, Kleiderschränke, Kommoden, 1 Spiegelschrank, einen Secretär, Tische, Stühle, Spiegel, f } Bilder, 1 Küchenschrank mit Glas- auisatz, 2 Nähmaschinen, 1 silberne Taschenuhr, 1 Stoßkarren, 1 Pferd, 1 Kuh u a. m.
Die Versteigerung findet theilweise bestimmt statt.
Geißler, 2518 Gerichtsvollzieher.
Ieikgevotenes.
2531] Früh- und Spät-Kartoffel verkauft K. Malkomefius, Neuenweg.
Rohen und gebrannten
Kaffee, nur feinschmeckende Sorten, in allen Preislagen empfiehlt 2354
L. Haltehof.
Darmstädter Pferdeloose, Ziehung 18 April, empfiehlt [2405] Jul. Wallach.
Die größte Auswahl in ConlirmaDdeoslIelei für Knaben und Mädchen empfiehlt Jtt billigsten Preisen 1758
Julius Buch,
Ecke der MärrSbrrrg.
Akkgemeiner Anzeiger.
Allendorf a. d. Lumda.
Der am 14. März l. I. abgehaltene Markt war sehr stark besucht.
An Vieh waren namentlich aufgetrieben:
1505 Stück Schafe verschiedener Gattung,
256 Stück Schweine.
Der Handel war sehr lebhaft und wurden viele Käufe abgeschloffen.
Der nächste Vieh» und Krämermarkt, insbesondere in Hin- ficht de» Biehes Schaf- und Schweinemarkt wird wegen dem aus den 18. April l- I. fallenden Gießener Markt
Mittwoch, den 4. April 1. J.,
dahier abgehalten.
Der Handel mit Schafen und Schweinen verspricht, wie gewöhnlich, wieder ein recht lebhafter zu werden, und bitten wir um recht zahlreichen Besuch.
Allendorf a- d. Lumda, am 22. März 1888.
Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda.
______________________ Bieber.________________________2536
Holzversteigerung.
Donnerstag den 3„ Freitag den 6 und Samstag den 7. April, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an,
versteigern wir in der Forstwartei Maulbach:
I- Bau- und Nutzholz.
1. Stämme.
44 Eichen mit 12,37 fm, zumeist Wagnerholz; 174 Kiefern und Fichten mit 69,44 fm, darunter verschiedenes Schnittholz, der Rest Bauholz. — 81 Buchen mit 62,52 fm, darunter einzelne Schnitthölzer, der Rest Schwellen- und Wagnerholz.
2. Derb- und Reisstangen.
1476 Fichten mit 62,62 fm.
II. Brennholz.
250 rm Buchen-, Birken- und Kiefern-Scheiter; 313 rm Buchen-, Birken- und Kiefern-Knüppel; 922 rm Buchen-, Birken- und Kiefern- Reisig; 33 rm Buchen- und Kiefern-Stöcke.
Die Zusammenkunft ist am Donnerstag im District Loch, auf der Straße Maulbach-Appenrod, am Freitag im District Hirtenröderschlag aus dem Vicinalwege von Appenrod nach Ober-Gleen, und am Samstag im District Haag am Maulbacher Feld. — Am Donnerstag wird etwas Nadelstammholz und das gesammte Buchenstammholz verkauft, ebenso das gesammte Brennholz; am Freitag kommen die Fichtenstangen und das Eichenstammholz zum Ausgebot: am Samstag der Rest des Nadelstammholzes.
. Sämmtliches Holz lagert 3—5 km von der Oberh. Eisenbahnstation Ehringshausen entfernt.
Maulbach, am 22. März 1888.
Großherzogliche Obersörsterei Maulbach.
Koch.__________________ 2414
StDelzanreTl i 2530] Größere Lagerräume und
Wohnung zu miethen gesucht durch 1476 bei August Gchlesfiuger. I Wilhelm Krämer, Bahnhofstraße 61.
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(weiße Erfurter Samenkartoffel«) liefert den Gentner für 3 JL frei ans Haus
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Bestellungen erbitte mittels Postkarte nach Cölbe; auch können solche im Gast» haus 'zum Schwanen in Gießen abgegeben werden. 251$
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