Wfage zu Ji> . 278 des „Aichmer Anzeiger".
«u« »em Grotzl>«r,ogthum Hessin, 22. N°°«mber. (Etnrlchtuna einer b-fst- Men StaatSlotterte.) JJitt ber Stage der Einrichiung einer hessischen Staaisloiterie werden sich nun auch die Siande zu belassen haben. Die Offenbacher Sirmo min hn btCJ"rC^na *Ci Staatsregierung ausgegangen war, hat sich nSmttch
nachträglich auch an d e beiden Kammern gewendet und unter Überreichung ihrer an di- Regierung gerichMen VartteUung um Unterstützung derselben gebeten. Beantrag" ist: „Der Firma den Berkaus der Loose einer unter staatlicher Verwaltung unb Konlrok zu gründenden wtaa slot erte aus Grund zu unterbreitender SerloofungSpläne w über Jaffe«, indem sich die Firma für diesen Fall oerpfUchtet, die sämmtlichen Loose nach ^MierhHtr>ubftenenE" v?" übernehmen und hierfür die erforderliche
gtcöeröeit ZU 'tellm. Dabet wirb besonders betont, datz eS immer schwerer werde die stets wachsenden Staatsausgaben aufzubringen, daß andere Staaten längst sich die ^agllche Einnahmequelle geöffnet hätten und die Einwohner Hessens, die In diesen fremden Lotterten Wien, den betreffenden Staaten erhebliche Geldbeträge zuführten welche dem Heimathland zu gut kommen sollten. Die betreffende Eingabe an d?e zweite Kammer ist dem Finanzausschuß überwiesen, der zunächst durch seinen Berichterstatter Auskunft über bte Stellung ber großherzoglichen Regierung erbeten hat. (F. I.)
. Vermischtes.
Univerfltäts- Ghronik.
△ üftainj, 25. November. Dem Oberbürgermeister von Mainz Dr Oecksner würbe gestern vom Großherzog ber PhiltppSorden erster Classe verliehen'. ' '
~ Die vorgestern ftattgehabte Beerbigung eines bei dem jünosten hiesigen Social stenproccß verurtheilten ^octaldeinokraten ließ die Behörden Demonstrationen befurchten, weshalb sowohl vor dem Sterbehaus wie auf dem Friebüof eine arökere Anzahl Schutzleute tntb ein «oltjetainniiffär anwesend waren. Vanbtag5abgeoroneter Soft uübmete, ohne van ber Polizei behindert zu werden, dem Verstorbenen einiae Worte des Nachrufes, ebenso legte eine Gesinnungsgenosse einen Kranz nieder, als hieraus aber im Namen der „Mainzer Socialdemokratte" em Kranz niederaelem werden sollte, löste Polizetcommissär Schüler auf Grund des Soctalistengesetzes die Trauerversammlung auf. Ohne Storung gingen die Anwesenden weg. ö S
"«in ?MrC^°£^eiTm ^ssiren gegenwärtig die Kinderkrankheiten im höchsten Grade. Ein Theil der Schulen mußte geschlossen werden.
△ Aus Rheinhessen, 25. November. Die Weinlese ist iettt in bpr nomm I«mnj beendigt. Das Gesammtergebniß ist in qualitativer wie b/n quantitatwe? Beziehung ein gleich unbeftiedigendcS. Der schlechte Herbstausfall hat besonders bei den kleineren ^Beinen ^ne große Lücke heroorgerufen und werden solche Weine im Augenblick von den Commissionären sehr gesucht.
Handel und Verkehr.
Gießen, 26. November. Die philosophische Facultät der Landesuninrrsktöt 48- ^"^orscher Abraham Bredius zum Doctor honoris causa ernannt.
Seltenheit der Auszeichnung — es ist dies seit langer Zeit die erste Ebren- vollzieht — entspricht der Bedeutung des Geehrten. u 8ur blner der ersten Forscher auf dem Gebiete ber Geschichte ber holländischen Malere», als Bilberkcnner vielleicht ber erste unter allen Er war ^M^nuseum 8U Amsterdam unb lebt jetzt als Privatmann daselbst.
Die deutschen Gemäldegalerien verdanken seinen Arbeiten reiche Förderung.
, /Haftbarkeit des Vaters für unoerheiratbete Töckter 1 Ein- -um Haushalte ihres Vaters gehörende und stellenweise dort thätige großjährige Tochter rauste fl(6 tm März d. I. einen Frühjahrsmantel, ohne den Betrag dafür zu bezahlen Da der Kaufmann wiederholt um den Kaufpreis mahnen ließ, auch sein persönliches Erscheinen rm Hause keinen Erfolg hatte, so verklagte er den Vater. Derselbe letzte bew Anspruch des Klägers entgegen, daß der Kauf ohne seinen Willen unb ohne seine Genehmigung geschehen sei, übrigens auch teure Tochter den gekaufter. Mantel allein habe, ba sie die Mittel zu ihrem Unterhalt burch Musik- unb Sprach unterricht reichttch verdiene. Das Gericht hat diese Ansicht als richtig nicht gelten lassen und die Verurtheilung des Beklagten ausgesprochen, weil er für die noch unver- heirathete Tochter, die zwar schon großjährig, aber noch nicht selbstständig ist und in seinem Haushalte lebt, die nothwendtgen Bedürfnisse zu schaffen verpflichtrt ist. Wenn
M «nf1,^at'h n/d’ b'-,B-»°llung nachträglich g-n-hmigi
vorliegenden Grund der nützlichen Verwendung, da es sich tm
sprechendes Bekleidungsstück s-in^ Tochfer hmdelt.^' bCm etanbc be8 $eflafllen mt; =6rbä[tn76^6igbt[±'bauÄ Abgabe der Sendungen oft un-
Stelle ist sei es L s k?- baß der Empsangsbercchtigte nicht gleich zur au s v er sch i e b er e n r n r Gebührenzahlung, die Einholung ber Unterschrift rc. SSM.Sfs'SSs® “ 5;
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Herr Universitätsamtmann vr. Dietz: „lieber das Krankenkassen Gesetz vom 15. Juni 1883 und das Unfallversicherungs-Gesetz vom 6 Juli 1884." Die Vorttäge sind auch Nichtmitgliedern des Vereins zugänglich. [9419 MkiiMchk-Nxttoojling
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