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Von Um

Von Um

Gottesdienst in der Synagoge.

®am8Ä?ttbb8bU6r.U6t' 8°° U6r' Mittag 4 Uhr,

Wärmegrade der Lahn und der Luft, nach Reaumur gemessen zwischen 11 und 12 Uhr. c Luft 16, Wasser 15 Gr.

Gießen, den 25. Mat 1888. Rübsamen

o ^>?V°den Trapp-, Hürden- und Jagdrennen, welche zu Frankfurt a M am <7' u,n^ Mar und 3. ^um auf der Rennbahn am Forsthaus abgehalten werden haben sehr befriedigende Betheiligung seitens der Pferdebesitzer gefunden. Von Trabern sind 18 genannt von welchen em großer Theil Frankfurter Herren gehört. Zu dengroßen Rennen schnelle irrische Stute Polly diesmal den Kampf mit derÄrW

*Utben. Unb Jagdrennen haben gleichfalls sehr viel Pferde angezogen rndem 46 Nennungen eingegangen sind. Wie im vergangenen Jahre dürften die ?um ?^s^Ä^^en Pferde sehr zahlreich sein. Am Donnerstag den 31. Mai kommt sodann : Sagbrennen jur für Pferde, welche in vergangener Saison

mindestens zweimal hinter der Darmstädter Meute gegangen sind. So versprechen denn SÄSSÄS-Äi -*" * -

btderPrüftef,n|r,i^tl*6L*nb üb=r den Schoorgraben haben. Betreffs

daß sie in so schlecht«>n,^ ^klonders den Vorwurf eines Stadtverordneten zurück,

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SMFJlÄS, SÄIKsSä

!c ^ aber gar, wie ein Stadtverordneter behauptete, die Stadt fein

^be, ihre Kehrmannschaft in die Wodestraße zu schicken- das ist m7r aanl ^d ^

ebenso gut beitragen wie alle übrigen Einwohner Gießens, k« mi

@XrhpX sX der städtische Steuer,eitel seinen Ein,ug hält, brauche auch^der fiäbtitoe Kehrbesen nicht Kehrt zu machen mit dem Kommando: Kehre nichff ' ^jSaÄi'ÄÄ«.itSKsiJf

2. Die Togen. 2Bobeftra6e wird von den Anwohnern, die nicht Eigenthümer derselben JnL b 4 ,n ^>tand gehalten und gereinigt und befindet sich m gutem Snstand?

.X6 .an=»res. <5l6fn Gießens - bei wüstem Wetter^und ÄauerXn o) Itiemals tft mir beti effs der sogen. 2Lodestraüe eine (Xnnreifinn si», o Ns k c '

b/LetQbt ^gegangen; niemals habe ich barum ©eleg^ek^eiknl Ahpr^i ^halten, nicht entgegenkommend zu sein oder Verpflichtungen nicht eimuaeben oder Versuche zur Ordnung gesetzloser Zustände scheitern ru lallen 0

^hobenen Vorwürfe °sind gegenüber dem Vorstand der Kleinkinder" Bewahranstalt ohne fachliche Grundlage und Berechtigung

muß fallen; mkge" ieleus'ÄkLn. nicht «-reinigt, der Steg

Gießen, den 23. Mai 1888.

Der Vorsitzende der Kletnkindcr-Bewahranstalt

Dr. Naumann, Pfarrer.

Natürlich habe ich keinen Beruf, auch die and-r.-n Hausbesitzer jener Straße ,u ver- theidigen; das werben Mele am besten lelvu b-lorgen. Alten, als Leiter ber Klein- kinder-Bewahranstalt, und wett ich als Vorsitzender des Vorstandes dieser Aunatl, erster Linie verantwortlich bin für das Schlimme, das der Vorstand begeht, und das Gute, das er unterlaß , sehe ich mich zu meiner eigenen Vertheidtgung zu solgeuden Darlegungen genothigt, die hoffentlich auch klareren Einblick in die ganze Sachlage bieten.

^ode'sche Eoncursmasse ihre Grundstücke verkaufte, wurde kaufbrieflich den Käufern auf dem jetzt als Straße erscheinenden, nicht mitverkausten Theilgrundstuck gemeinsam dne Fahrt und Gehgerechtigkeit vom Schoorgraben bis zum Ausgang auf die städtische Straße in den 9teuendäuen etngeräumt mit der Befugntß, lenes zum Weg bestimmte The lgrundstück zu chaufsiren oder zu pflastern. Darnach wurde die jetzige Straße auf Anlaß und auf Kosten der Anwohner hergerichtet. Von Anfang an übernahmen letztere auch die Reinigung und Instandhaltung der Straße, ein Jeder vor feinem Besttzthum. Und wenn auch neuerdings das Polizeiamt der S adt geschrieben haben soll, daß weder die Kebrmannschaft, noch die Anwohner die !? ?re Ich' zunächst für die Kleinktnderschule, auf das bestimmteste, daß auch beute noch die sogen. Wodestraße regelrecht gereinigt wird. Die Wode'sche Concursmaste loste sich auf, ohne die Besttzverhältnisse betreffs der Straße geordnet zu

Damals wurden die Anwohner nebst Vertretern der Eoncursmasfe vor das r $ geladen, um betreffs der Besitzergreifung vernommen zu werden,

selbst war verreist, aber ein anderes Mitglied unseres Vorstandes erschien auch zum Termin. Dabei wurde bestätigt, daß die Straße nicht Eigenthum der Anwohner sei; einige von diesen waren zur Uebernahme bereit, andere trugen Bedenken. Schließlich Derlief die Verhandlung ohne greifbares Resultat, denn es wurde zwar ein Protokoll m d e Hausbesitzer zur Uebernahme der Straße sich bereit erklärten, ? kÄi dieses Protokoll blieb, wie das Amtsgericht bei einem späteren Urtheilsspruch bestätigte, ohne Unterschriften. Jedenfalls war in dieser ganzen Verhandlung von Zugeständnissen oder Anforderungen der Stadt uns gegenüber feine Rede. Die Stadt­verordnetenversammlung beschäftigte sich hernach allerdings auch mit der Sache; es war auch eine Eingabe an dieselbe um Uebernahme der sogen. Wodestraße gerichtet worden- sie lehnte diese Uebernahme damals ab. Run liegt aber ein kurzes Stück dieser Straße vornen an den Neuenbäuen zwischen dem Besitzthum der Frau Dr. Brüel und des Herrn Nattmann, em Stück Straße, das keinen Hausbesitzer der Wodestraße zum Anwohner hat. Dieses Stück wurde längere Zeit von Niemanden gereinigt; das Polizeiamt forderte die Stadt hierzu auf, die es ablehnte; dann richtete es dieselbe Forderung an die Hausbesitzer der sogen. Wodestraße. Diese lehnten auch ab, nicht bloß weil dieses entferntere Straßenstück keinem derselben gehörte, ' sondern auch weil keiner derselben an ihm wobnte, und weil doch am einfachsten die städtischen Arbeiter, die in den Neuenbäuen die Straße reinigten, auch dieses kurze Straßenstück reinigen konnten. Darauf setzte das Polizeiamt jedem Anwohner der sogen. Wodestraße wegen unterlassener Straßenreinigung eine Polizei- ftrafe an; die meisten von uns, auch ich, legten Protest ein, und wir wurden deßhalb vor das Amts-, bezw. Schöffengericht geladen. Dort gaben wir die oben genannten Grunde an, weßhalb wir lenes uns nicht gehörende fernerliegende Stück Straße nicht reimgen wollten; wir erklärten aber weiter weil hierin ein großes Mißoerständniß bestand daß jeder von uns die Straße an seinem Besitzthum, obgleich auch diese uns nicht gehöre, jederzeit gehörig gereinigt habe und auch ferner reinigen werde. Wir wurden von Strafe und Kosten freigesprochen und durften das Bewußtsein haben, daß auch hierbei die Stadt uns keinerlei Concession gemacht hatte und wir deßhalb auch fern mangelndes Entgegenkommen verschulden konnten. Bald darauf kam die Sache wieder in der Stadtverordnetenversammlung zur Verhandlung. Dieselbe beschloß ohne Garantie des Wortlautes die sogen. Wodestraße in Eigenthum der Stadt zu übernehmen, ste unter städtischer Aufsicht durch Erhöhung neu Herrichten und in ganzer Straßenbreite eine feste Brücke über den Schoorgraben Herstellen zu lassen. Dabei wurde die Bedingung gestellt, daß die Anwohner die Kosten der Herrichtung zu tragen hatten, wogegen tue Stadt sich erbot, für die Ueberbrückung einen Beitrag von 3000 JL zu bewilligen. Nach diesem erfreulichen Beschluß, von dem wir durch den Bericht der Gießener Blätter erfuhren, hofften wir, die Sache werde nun bald zur allgemeinen Befriedigung erledigt werden. In einer Sitzung des Vorstandes der Kleinkinderschule erwähnte ich damals auch diesen Beschluß und kündigte an, daß wir also demnächst eine Aufforderung zur Uebernahme der auf die Kleinktnderschule entfallenden Kosten seilens der Stadt zu erwarten hätten; und ohne Widerspruch zu finden, sprach ich zum Voraus meine Ansicht dahin aus, daß wir den Anerbietungen der Stadt bereitwilligst entgegenfommen müßten und, wenn wir auch den allergrößten Kostentheil zu tragen hätten, ohne alle Weigerung die Anforderung der Stadt annehmen würden sowohl im Interesse unserer Anstalt als auch im öffentlichen Interesse. Seitdem, es war vor vielen Monaten, warte ich vergebens auf eine Anfrage oder Aufforderung seitens der Stadt; in keiner Weise ist nach jenem Beschluß der Stadtverordneten, von dem in den Blattern zu lesen war, bis auf den heutigen Tag irgend eine Mittheilung seitens der Stadt an unteren Vorstand ergangen. Ganz gelegentlich hörte ich und der Bericht derOberh. Nachr." über die letzte Stadtrathssitzung scheint es zu bestätigen daß nur Herr Emil Schwall auf die Bürgermeisterei geladen worden fei und sich ablehnend ausgesprochen habe, und daß außerdem ganz privatim und gelegentlich mit Herrn Eurtman geredet worden sei, der auch die Sache als ihn gar nicht interessirend von sich gewiesen habe. Diese zwei Herren, nahe an den Neuenbäuen wohnend, stellen aber doch nicht alle Anwohner der sogen. Wodestraße dar; wir anderen sechs oder sieben sind auch da und jederzeit von der Stadt zu erreichen. Von einigen derselben weiß ich daß sie auch bereit waren und sind zur Annahme der Bedingungen der Stadt, daß ihnen aber von dieser keine Gelegenheit zur Erklärung gegeben wurde. Damals, vor Jahren als die Straße, wie sie jetzt ist, hergestellt werden sollte, verweigerte auch ein An­wohner seinen Beitrag zu den Kosten der Straße, weil er gar kein Interesse an ihr Habe. Um aber doch die uns nothwendige unb dem öffentlichen Verkehr bestimmte Straße zu Stande au bringen und den Skandal eines Sumpfloches zu vermeiden bezahlte der Vorstand der Kleinkinderschule auch diesen Kostenantheil aus der Anstalts- kaffe; jener Herr schenkte darauf unserer Anstalt 50 JL, freilich lange nicht die Hälfte der betreffenden Kosten. So hätte auch jetzt die Stadt nach ihrem oben erwähnten Beschluß nicht nur einen, wie geschehen, sondern alle Anwohner amtlich zu einer bestimmten Erklärung auffordern sollen, das durften wir doch billigerweife erwarten Dann hätte sich herausgestellt, was für und wider das Anerbieten war; es hätte sich mit den Ablehnenden weiter verhandeln lassen, auch privatim unter uns, gewiß wäre ein günstiges Resultat erzielt worden; unb im allerschlimmsten Falle hätte man die Anwohner genau gekannt, die wirklich der Stadt gegenüber sich ohne Entgegenkommen zeigten. Daß wir aber alle miteinander ohne Weiteres so behandelt werden, wie es in der letzten Stadtrathssitzung geschah, daß von weitgehenden Eoncefsionen, die man uns gemacht, die wir aber nicht beachtet hätten, geredet wird, während ich und Andere von keiner einzigen solcher Concessionen etwas vernommen haben; daß man, nachdem erst unlängst die ganze Frage der «Lchoorgrabcustege erledigt unb habet beschlossen würbe j neben anberen auch ben bem öffentlichen Verkehr bienenden Steg an der sogen. Wöbe- I straße stehen zu lassen, nun doch diesen Steg, ber eben erst aufs Beste mit viel Kosten > hergestellt worben ist, entfernt, ohne baß unterbcssen irgend etwas Schlimmes unserer- j setts verübt worden ist: das begreife, wer es kann. Ich erkläre dazu, baß, trotz ber Steuerungen ber Herren Schwall unb Eurtman, wir unb alle an ber Kleinkinber- I ichule Betheiligten, nebst vielen anderen Leuten in Gießen, allerdings das allergrößte |

Telegraphischer Tchiff-Hericht

derRed Star Line" Antwerpen.

o. ,, Ne.?' Ac>rk, 2At Mai. Der PostdampferWesternland" der Red Star gekommen 12'ai UDn Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier an=

Kirchliche Anzeigen der Stodt Grefte».

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag Trinitatis, den 27. Mai:

Vormittags OVz Uhr: Pfarrer Schlosser

Nachmittags 2Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Krnderkrrche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Katechismuslehre für die Realgymnasiaften und Realschülp,- mittags 11 Uhr in ber Klemkind-rschule, Pfarrer Dr Baumann * ' ®

Pfarre?Schl^sfer^^" 3Käb^en' Vormittags 8 Uhr, in der Stadtkirche,

Am Sonntag, den 3., und am Sonntag, den 10. Juni, während her Ankktib- runden des Lutherfesffpiels in der Kirche, werden alle Gottesdienste in der Frttdh^s- kapelle gehalten werden, und zwar an jedem Sonntag 3 Gottesdienste nämlich mittags 8 Ubr^Vormittags io Uhr und Nachmittags 2Vz Uhr. Die FricdhofÄkavelle wird in allen Raumen mit Sitzplätzen versehen werden. oyofsrapelle

Dom 27' Mai bis 2. Juni besorgt

Katholische Gemeinde.

Sonntag Trinitatis.

6 Uhr an Beichte.

Ilm 1/ in ÄI: ^AE-ilung ber h. Communion.

Um V-10 Uhr: Hochamt und Predigt.

2 Uhr: Andacht.

üAn,M^d6li?tTrKAtttraitnf.ci.Äoaeftt fßr d-n.Bonffacius-Verein, bereu Ergebniß für mento* mirb ,601 WC ®emclnbcn untcr ->°rw>egenb protestantischer Bevölkerung per-

Donnerstag, den 31. Mai:

Frohnleichnamfest.

6 Uhr an Beichte.

Frühmesse unb Austheilung der h. Communion.

Um -/, 10 Uhr: Hochamt unb Festprebigtt Unter bem Amte gemeinsame . '/-2 Uhr: Fes^bächt" bte§i^rißcn Erstcommunikanten.

Allgemeiner

Nationalliberaler Verein.

Hauptversammlung

Dienstag, 29. Mai, s>/2 Uhr. Caf6 Balzer.

T.-O.: Rechnungsablage und Vorstandswahl. 4405

Anzeiger.

Lutherfestspiel zu Gietzen.

Heute Freitag, den 2 5. Mai, Abends 8 Uhr:

Probe des Sängerchors

in der kleinen Aula. 4397

Alle Theilnehmer, besonders auch die Herren, haben sicher zu erscheinen.