7$ Zweites Blatt. Sonntag den 25. März
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Bnreanr Schulstratze 7.
Darmstadt, 22. März.
Ucber die Heilung von Wunden an Obstbäumen.
Von E. Bach, Obstbaulehrer in Karlsruhe.
Verwundunaen und Befchädigungen sind alle, auch die unserer Pflege anvertrauten Obstbäume ausgesetzt. Dieselben können durch Naturereignisse entstanden oder
die nicht vermieden werden können, ja theilweise sogar dazu beitragen müssen, bestimmte 3lCle ' Me^d?e^Wunden"abVr ^uch beschaffen sein mögen, wir beobachten, daß unsere 91 flamen bestrebt sind den Schaden wieder gut zu machen und die Wunde zu schließen. Die Vertheilung derselben kann auf zweierlei Art stattfinden, entwe^r geht dieselbe aleichmätzig auf der ganzen, durch die Verwundung sreigelegten Flache oder
KÄtTJÄÄ SftXwS« nur sebr selten und die Praxis nimmt allgemein an, daß eine solche nur dann 'mMchistwennnocheinwenn auch nur geringer Theil des Bastgewebes stehen
-läge Nr. 5) enthält: , .
1 . Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
Se. Königl- Hoheit der Großherzog haben dem Maurer Jakob Horn von ^ckmabsbura in Anerkennung der von demselben am 10. November v. I«. mit Muth und Entschlossenheit und unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung Qig mogltd) tn Petroleum zu nmaja«, uym. vuD a- • *••--- Substanz den Vor-
peQer fnroie dem Landwirth Johannes Strub von Nierstein in ^"^^nnung | ®'II & 3 fofort anaelaffen werden. Die Druckfedern werden
der mutbvollen, mit eigener Lebensgefahr verknüpften wirksamen Ltlfeletstung dt-ffelben bei der Rettung des vorgenannten rc. Arens, dre Rettung-. Medaille zu^verleihen, außerdem dem J-kob Horn eins Geldprämie zu bewilligen geruht.
2 Bekanntmachung Großh. Ministerium» des Innern und der Justiz, den Ausschlag der zur Btstreilung der allgemeinen Bedursniste der evang. Kirche der Großherzogthums im Etatrjahre 1888/89 erforderlichen Steuern belreffend.
3 Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ergebnisse der Lerwaltung de» Fand» zur Gewährung ran B-.hllis-n bei lieber,chwemmungen betreffend
4 . Bekanntmachung Großh. Ministerium» der Finanzen, die Aursahrung de» Branntweinsteuer-Gesetze» vom 24. Juni 1887, hier tnrbesondere die Be suanisie der Hebestellen betreffend. .
1 5. Bekanntmachung Großh. Provinztaldrrectton Rhetnheffen den Au»-
schlag be» Gehalts der Rabbmen zu Bingen sirr Da» Jahr 1888 betreffend
6. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Alzey, den Gehalt des Rabbmen
enthalt eine ausaezetchnete und dauerhafte Elastlcität und brtcyl sau Ute, Ikvow mutz ma unwahr end des Abbrennens darauf achten, dasz keine- Zugluft ubn ^n brennendm Talg htnwegstreicht; geschieht dies, so zerspringen die Federn in kurzer Zeit an der Stelle, welche durch die Zugluft berührt rouibe.
geblieben ist. Fallen dagegen finden wir, daß
wallung ftattfinden mutz, indem rings um den Rand der Wunde von der lebeMgm Nich-n beiden Gewebes-in- neue Cambiurnschicht
WZDUWWZNtzMZ wird Dieses letzt-?- kann gesch-h-n durch jotch- Mittel, di- -°ns°rvtr-nd auf das Holz
"kairn^ohm Bedenken bei allen größeren und b-sond-rs bei solchen ^nst?gste"Zeit"sür^f-ine''Anwendmm^und^dMnach"für "das^Ausputzen^der Obstbäume ä&äw mäs L«r unt) die baiunter liegenden gesunden aber auch vor Zersetzung. Im Fruhiahr, m “ÄÄ Ä
eintn ^e7L'°tte?n-^?Lund-n, di- voraussichtlich im «e
oder Monate, j-d-nfalls aber währ-nd d-r V^-tationsp-riod- vollständig ub-rwachi-n, 1.-4 m-her ein Bedecken mit Theer noch mit Baumwachs nothwenvig, wett eine ser f-bung des Holzes bis zum Eintritt der vollständigen Ueberwallung nicht stattfindet. 5rier kann also recht gut der Arbeitsaufwand als auch das Material zum Bedecken der Munden aeivart werden. Beweise dafür finden wir in vielen großen Baumschulen, wo die im Sommer und Herbst durch das Entfernen der Seitenzweige - «usputzen her Stämme-Vntstehenden Wunden in keiner Weise mit irgend einem toübenben SJtatoial gedeckt, sondern sich selbst überlassen und doch sehr schone, gesunde und »latt. rindiae Bäume' erzeugt werden. Bei gesunden, kräftigen Pflanzen mit lebhaftem Wachsthum kann das Bedecken der Wunden -her unterlassenw-rd-n, alss d- schwach- wachsenden und kränklichen. Dasselbe -st bet 8=0, w-m> die Verwachsung W W leitta im ^lahre stattfindet, zu einer Zeit, wo das Wachsthum m der Pftan-e v n der ,-bhastesten Bewegung sich befindet. Daher sind auch bte «
an Obstbäumen im Mat und Juni weitaus nicht so bedenklichals st>ä HM uno » können di- Wunden, wenn st- nicht übermäßig groß sm> unl. v°rausstchtl,ch zum
Herbst- üb-rwachien werden, unbedenklich ohne Baumwachsdecke bleiben.
Beweise für diese Thatsache habe ich im P-rlaus-d scs Jahr-s oesvmo^ur Genüge sammeln können, weil Ende Mai über die Baumschulen h tzjtzstücke in der Obfibauschule ein sehr starker Hagelschlag niederging, der
Gröhe von einer Wallnuh mit sich führte und hier in derUmgebung groven angerichtet hat. Versuchsweise lieh ich einen.Theil der Wund triften Theil gar Baumwachs, einen anderen mit Baummortel bedecken und an einem orrnen nichts machen; diesen überließ ich ganz sich selbst. nleickreitiae Verwachsung auf Hier muh ich noch etnschaltend bemerken, daß eine gle chzemge- ^erwammng «ui der ganzen Wundfläche, wenn dieselbe durch Hagelschlag ch ^tz^ere selbst ist, Leit durch den quetschenden Schlag aus die Rinde
sondern auch das Eambium b-schäd-gt wird und sofort Master tn ate inunoe-.norm^, das, wie bekannt, das seht empfindliche Eambiumi täbtet. 69 fann al, nut eine «« wachsung vom Rand- btt Wundfläch- aus butch Vorschiebung von ll-d-rwauuugs rändern stattftnden.
Vermischtes.
- lieber bte Krankenversicherung bet Arbeiter im '»««««« «‘I» W fAfApribp Tintpn * Es bestanden im Jahre loob iy,4oo Ziranrenianen amtliche Statisttk folgende waren 1886 1843 eingeschriebene Hilfskassen,
»MN 18,776 m Voriahre. Darmuet w W5 Baukasten, 5615 B-tri-bs-
f» tan^enr ?fraSenfafien 717O Gem-Inb--K ankenvetbänbe. Di- Mltgll-b-rzahl lassen, 3738 Ortskrankenlasten, Vorjahre; bavön entfielen 731,943 aus -in-
be rüg 4,570 087 gegen 4,294,IM 'M l b landesrechtlich- Kast-U (143,785), p-schn-b-n- Hilsskassen (730 1^), ™ Baukasten (12,115), 1,314,216 aus
«r'?f^sl!>Ntn"kl 261 200) 1 701 305 aus Ortskrankenkassen (1,538,888), 629,069 aus Setriebätaf,en (1,261,200). t,y “u{'£ 3(u§ bEn fämmtlicbet Kassen betrugen ©emeinbeoer9(berun8 ' ^2 646 826 im Vorjahre. Die Steigerung bet Ausgaben 7*. -8l7f5^u8nfl48"llr‘ocent ’roäbrenb di- Erhöhung ber Mitglieder,ahl 6,43 Procent be rag somit 11 48 Pro-ent, wayten^ow ^249,308 gegen JL 10,037.429 im Vorjahr. Unter den Ausgaben entfielen auf Ausgaben für Krankh-itskost-n M 52,452,343 ober 90,36 potent Mistb-ets-nst-rn nach amerikanischer Art.) Nach
Möllers ata “ roetben jetzt in Amerika bi- Glasscheiben mcht mehr wie sruhet tu Deutschland noch beute geschieht, th-llweise übereinanber g-t-gt, unfe nicht wie es m . Holzsparren mit kleinen blechernen Dreiecken,
sonder nur Einander ges 11 ^en Scheiben angebrachte, nach entgegengesetzten
het ehernen Sparren du^ch z Dann werden dieselben, nachdem sie in Kitt
affiÄ ä L"s'S,V “S&W äx» Ä“'?»gss m 'LZ.ZZ.UKMOMM ist hie Ergänzung zerbrochener Scheiben leichter auszufuhren.
< r\i« oebrauckten Flaschenkorke werden bekanntlich nur zum Thetle wieder
’11 '“7/ Bekanntmachung Großh. Rreliamt» Oppenheim, die für 1888 zur Bestreifung der Bevürft-iffe der israelitffchen R-ftgtonr-Gemeinde Wdrrstodt zu
be» Innern und der Justiz süc das Jahr 1888/89 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Bingen.
9. Ueberstcht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1888 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions - Gemeinden des Kreises Bensheim.
10. Ueberstcht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz nra 1 Avrck 1888/89 zur Bestreitung der Communal-Bedürfmffe in den israe- littschen Religions.Gemeinden des Kreises Groß Gerau genehmigten Umlagen.
11. Ueberstcht der für das Jahr 1888 genehmigten Umlagen -ur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen ReligionS-Gememden des Kreises Alzey.
GrlMat^nd^b^^e^nstt einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Heisters mit einem Gehalt von 900 Jl. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunoen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pohl-Göns mit einem Gehalt von QQO u Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. rn be eßende Lebrerstelle an der Gemeindeschule zu Böllstein mit einem Lehrer besetzende ^eyrerueue ° Löwenstein-Wertheim-Rosenberg
Äs.“" «w-eV™ IW ... P.»—>» derselben zu.
, Dar Großher,-glich- Regierungsblatt (Bei- I bte^bur^ewiß
al» durch ba» Sammeln JU hSrt-nb-n Stahlth-il- und
Horn von Werkzeuge aller Art unb Größen, sowie auch Dtri*ic.b,e^^
I uterft Im siokfoblenfeuer betfi zu machen, mit gewöhnlicher Waschseife gut zu oenreup«i, '• ai- mit I CTS« «W. unb bann ktt'chrvthMhenb zu erh tz-n und so schnell
°s möglich in Petroleum zu tauchen, rtne M »uÄ*tm^ MH M ot


