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Hier haben Sie fünfundzwanzig Eiligst nimmt der traurige Geschäfls- Der geplünderte Zahnarzt aber denkt:

Landwirthfchaftliche Nachrichten.

(Nachdruck verboten.)

sPreißelbeerwein herzustellen.) Im Allgemeinen wird die Preißelbeere noch sehr wenig zur Bereitung von Wein benutzt, trotzdem dieselbe bet richtiger Behandlung einen der vorzüglichsten Beerenobstweine von gutem Geschmacke und ausgezeichnetem Aroma giebt. Zur Herstellung des Weines werden die vollständig reifen, gut aus­gelesenen Beeren mit einer hölzernen Keule in einem geeigneten Gefäße zerquetscht und ausgepreßt. Den ausgepreßten Beeren setzt man einen Theil des später betzufügenden Wassers zu, laßt fte über Nacht stehen und preßt sie nochmals rein aus. Hieraus setzt man zu 10 Liter Saft der ersten Pressung 30-35 Liter Wasser, und will man nur einen gewöhnlichen Haustrunk herstellen: 6,5 Kilo, für Ttschwein 8 Kilo, für schweren Wein 10 Kilo und für Llqueurmein 15 Kilo Zucker hinzu. Der Zucker wird am besten in einem Theile des zur Verwendung kommenden Wassers über mäßigem Feuer gelöst und mit Saft und Wasser gemischt. Nachdem man den so hergestellten Saft in ein geeignetes Faß gebracht, welches am besten nur zu neun Zehntel gefüllt wird, setzt man, um den Beginn einer kräftigen Gährung zu beschleunigen, einen bis zwei Eß­löffel voll gute, frische Weinhefe zu, verschließt das Spundloch mit einer entsprechenden Gährvornchtung, lagert es in einem Raum von 20« C. Wärme und überläßt es der Gahrung, welche in durchschnittlich sechs bis acht Wochen vorüber sein wird. Hierauf zieht man den Wein auf ein anderes Faß, in welchem er weitere zwei Monate bei derselben Temperatur lagert. Hat sich der Wein soweit geklärt, daß er als flaschenreif bezeichnet werden kann, was dann der Fall ist, wenn ein dem Fasse entnommenes Glas Wein welches man 24 Stunden im warmen Zimmer stehen ließ, sich nicht trübt oder aufstetgende Blasen zeigt, so zieht man ihn auf Flaschen, taucht diese, gut verkorkt, behufs luftdichten Beschlusses in geschmolzenes Paraffin und bewahrt sie stehend im Keller auf. Wie alle Beerenobstweine gewinnt auch dieser durch längeres Lagern an Geschmack und sollte er deshalb nicht im ersten Jahre gebraucht werden.

Literarische-.

?e0t cba§ 1* Heft des V. Jahrganges der illustrirten Familien- zettschriftUniversum und muffen wir offen gestehen, selten eine derartige Muster- lelstung aus dem Gebiete der Journalliteratur gesehen zu haben. Die Ausstattung ist durchweg neu und äußerst elegant und man sieht es dem Hefte an, wie Sette für Seite Mit größter Sorgfalt und Liebe arrangirt und zu einem harmonischen und doch reiz- und wechselvollen Ganzen zusammengelragen wurde. Die Kunstblätter sind über alles Lob erhaben und von seltener Schönheit: Ein doppelseitiger LichtdruckGute Anlagen" von A. Lüben, dann ein gleichfalls zweiseitiger Holzschnitt nach dem neuen Aufsehen ^regenden GemäldeNinetta" von E. van Blaas, schließlich ein fein humoristisches Blatt m fiebensarbigem Aquarelldruck:Sommerfrische" von E. Unger. Zahlreiche in den Text emgestreute Holzschnitte vollenden den bildlichen Schmuck des ungemein an= gehenden Heftes und ein gefälliges ganz neues Titelbild gibt demselben auch äußerlich ba$ Srn0e ed)?n deutschen Familicnblattes. Die Namen unserer beliebtesten Schriftsteller sind in demselben mit hervorragenden Arbeiten vertreten, Hwei große spannende Romane:Schulter an Schuller" von Hermann Heiberg undSerenissima" von E. Vely nehmen ihren Anfang und schon die ersten Kapitel lassen errathen, daß hier Außerordentliches geboten werden wird. Die Humoresken:Der Herr aus der Sahara" von Winterfeld undEtn Rentier" von V. Andrs, letztere mit vielen Illu­strationen, sind wahre Cabinetstücke, welche selbst den eingefleischtesten Hypochonder zum Lachen zwingen. Einen brillanten Artikel voll prickelnden Reizes bietet A. Feldmann mit ZSlaspalast und Jsarquai, Müncdener Schlendertage eines Kunstflaneurs", illustrirt von Rens Reinicke. Das ist keine trockene Kritik einer Kunstausstellung, sondern sprüht von geistreichen Ausfallen, von Raketen und Leuchtkugeln des Witzes und der Satyre Mit gespanntemi Interesse folgen wir dem berühmten Nordlichtforscher Sophus Tromholt auf^seinerReise durch den Weltenraum". Wundersame Bilder, unterstützt durch vor- zugliche Abbildungen, entrollen sich vor unserem Auge, die unsere Gedanken im Fluge hoch über das Irdische erheben und den Himmelsraum durcheilen lassen, ohne zu ermüden. An dieses Alles reiht sich eine Rundschau, deren reicher und interessanter ^ft für sich bildet. Offen müssen wir gestehen, daß dasUniversum"

m L uf 7 bisher auf dem Gebiete der Zeitschriftenliteratur Gebotene

wei hinter sich laßt und wünschen wir, daß dieses schöne Familienblatt bald in keinem deutschen Hause mehr fehlen mag.

Uni!)täte - Chronik.

m^?Äerungsratb Gaffky vom Reichsgesundheitsamt ist nach der Deutschen

med. Wochenschrift zum Prof, der Hygiene in Gießen ernannt worden.

«... r b u r g,21. August. DerStaats-Anzeiger" meldet: Der bisherige ®e- Geheimen Staats - Archiv, Archtvralh und Professor fess^^nhJä?an? .iu ®erIin ist zum ordentlichen Pro- feffor tn der philosophischen ^akultat der Universität Marburg Allerhöchst ernannt

Schiff-nachrichten

et fS Bremen, 2L August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer n?' Sapttä" R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am H» Bremen und am 12. August von Southampton abgegangen war, ist

gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

wbrö^ntc. Kein Zweifel »die draußen wartenden Patienten werden den Skandal wahrnehmen. Nur keinen Skandal tn meinem Hause - denkt der Doctor um keinen Preis. Der Arzt wüthet; er hat den Schurken erkannt. Doch er hält seinen Zorn zuruck, alles wegen der Patienten, die ohne Gemüthserregung eintreten sollen. Mit plötzlich angenommener kalter geschäftsmännischer Miene sagt er dem "^bmden .Lassen Sre die Comodie. Ich habe schon begriffen . . Also wie Dtd. ~ .Fünfzig Gulden, Herr Doctor, anders kann ich's nicht. Es ist schade

um den Zahn und etn saurer Verdienst . . " - -.....

Gulden. Und nun marsch zur Htnterthür." mann sein Schmerzensgeld und läuft fort. Man kann den Leuten nicht genug auf den Zahn fühlen. ~ '

- St. Bartholomäus (24. August) bringt den kalten Thau, heißt es im Volks­mund, oder nach anderer Lesart: Um Bartlmä schaut der Schnee über's Joch her' Denn in manchen Gegenden gilt der 24. August, der Bartholomäustag als das Signal für des Sommers Ende, ja man glaubt sogar das Herbstwetter danach prophezeien zu können, wie die Witterung sich an diesem Tag gestaltet; - ist's schön, soll's einen schonen Herbst geben und ein gutes Weiniahr, wenn's aberwittert" an St. Bartholomä § weh - bann steht zu furchten, daß es den ganzen Herbstwittert", das heißt also: d^H m^ "^g^nftlg dreinscbauen wird. - Aber man sagt auch manches Andere noch von Bartholomai, daß nämlich dann der wilde Jäger an der Spitze seines wilden Heeres umziehe, und allerlei Sagen knüpfen sich an diese unbeliebte Persönlichkeit- vor allen Singen muß ,a Sorge getragen werden, daß der Flachs schon einaebrack't ist rUnVaf m°"?er Alm wagt kein Sommer keine Sennerin das Vi?h in bet Bartho- [orn^na^ draußen im Freien zu lassen - weaen der wilden Jagd! - Wer denkt dabe nicht unwillkürlich lener blutig-wilden Jag?, die einst in jener Bartholomäus­nacht vom 24 zum 25. August 1572 in Frankreich stattfand, angestiftet durch den grausigen Fanatismus der Königin-Mutter Katharina von Medtcis, an 30 000 Hugenotten ÄOrbr»\bie ^^^.beruchttgte Pariser Bluthochzeit! - Doch auch freundlichere Bilder als den wilden Jager hat St. Bartholomäi aufzuweisen manche irobe Ernte- Aussicht, zum Beruf das Getränk der Getränke: den^edlen^^eMaft - Auch das bekannte SprichwortWer weiß, wo Barthel Most holt", d. h.Er weiß mehr als Andere stammt aller Wahrscheinlichkeit nach daher, weil um die Zeit von Bartholomäi be0m* Au ~ Oft wird der Tag zur Abhaltung des Ernte- a>cr^fch^fhknke, das Schnitthahn, Erntebier oder Erntekranz" und wie all d^e vielen 9tamen lauten, und mancherlei Ceremonien und Lustbarkeiten, Hammel-, Hut- und H^uentanze, Mit obligaten Schmausereien abgehalten. Uebrigens deutet Alles darauf hin, daß ber heilige Bartholomäus an Stelle des Odin oder Wotan, jener finh ^etben^^u^l§, getreten ist und darum

find aus fernem Gkdachtnitz- und Ehrentag auch manche Einzelheiten des großen Festes Ernt^segen*feierte>& Cmft $U vorchristlichen Zeiten des Sommers Abschteddund den

Vermischtes.

Sprendlingen, 20. August. Ein hiesiger Einwohner fand am vergangenen Samstag auf einem Kleeacker bei Sachsenhausen ein in ein Säckchen eingewickeltes neu­geborenes Kind, dem das Köpfchen herumgedreht worden war, und einen Stich im Halse hatte.

A Mainz, 22. August. Verflossene Nacht ereignete sich hier auf dem Rhein, unfern der Eisenbahnbrücke, ein Schiffsunfall. Das im Schlepptau eines Dampfers befindliche KohlenschiffElise" rannte beim Anziehen des Schleppers wider ein Vorder­schiff, wobei es ein großes Leck erhielt und sofort sank. Die Mannschaft konnte nur in Eile das nackte Leben retten. Das gesunkene und mit einer Ladung von über 6000 Centner Kohlen befrachtete Schiff ist Eigenthum der Firma Winschermann & Co. zu Duisburg und ist ein älteres Fahrzeug. Mit der Hebung des Schiffes muß bald begonnen werden, da dasselbe btrect im Fahrwasser liegt.

A Aus Rheinhessen, 22. August. Bei dem am Sonntag über einen Theil von Rheinhessen ziehenden schweren Gewitter schlug der Blitz in die auf einem Hügel gelegene Nackenheimer Kirche. Obwohl derselbe nicht zündete, richtete er doch großen Schaden an, besonders an der Orgel, die ganz zersplittelt wurde und welche schwerlich wieder reparirt werden kann. Der Blitz nahm seinen Ausgang durch die starke eichene Kirchenthür, die dabei zerbrochen wurde; auch an der Mauer ließ er Spuren zurück. In Frei-Weinheim wurde gestern die Leiche eines Soldaten des 117. Infanterie- Regiments gelänbet. Der Geländete stammt von Großwinternheim und war am vor­letzten Sonntag zum letzten Male in seinem Heimathsort. Statt in feine Garnison zurückzukehren, stürzte er sich in den Rhein.

Frankfurt a. M., 22. August. In der heutigen allgemeinen und öffentlichen Sitzung des Binnenschifffahrts-Congresses wurde der Beschluß der ersten Section an­genommen, welcher betont, daß durch die Regulirung und Canalisirung der schiffbaren Flüsse eine wesentliche Hebung des Binnenschifffahrtsoerkehrs veranlaßt worden sei Das steigende Verkehrsbedürsniß und das Interesse der Volkswirthschaft fordern die weitere Verbesserung ber Flüsse unb ihrer Einrichtung für bte Schifffahrt. Im weiteren Verlauf ber Sitzung beschloß ber Congreß, eine umfaffenbe Statistik über Binnen­schifffahrt zu schaffen unb setzte hierzu eine Commission ein, bestehend aus Marshal- Stevens (Manchester) für England, be Mas (Auxerre) für Frankreich, Pollack (Aussee) für Oesterreich, Conrad (Haag) für Hollanb, be Reave (Brüssel) für Belgien v. Sytenko (Petersburg) für Rußlanb, Bompiani (Rom) für Italien, Schlichtinq (Charlottenburg) für Deutschland Richert (Gothenburg) für Schweben. Die Commission tritt sofort zusammen.

Originelles unb für bie anläßlich mancher Volksfeste gebotenen Genüsse höchst Bezeichnenbes ereignete sich, so berichtet bieGer. Ztg.", am Mittwoch auf bem Thüringer Bahnhof zu Erfurt. Ein dort etngetroffener, inwenig gutem Geruch stehenber" Hirsch war vom Schlachthausbirector Kleinschmidt untersucht unb nur theil- weise für ungenießbar erklärt worben. Gar zu gern hätte ber Empfänger bas Wilb- Pret auf ber Stelle billig verkauft. Wirklich trat ein Gastwirth ber Arnstäbter Gegend herbei und rief zum allgemeinen Gaudium:Ich kaufe das Thier, bei uns ist Kirmse, da wird Alles gegessen!" Sprach's, zahlte und nahm den Hirsch in Gmpsang.

, n [®i* Belohnung eines Lebensretters.) Der Sohn des Kaufmanns Mathew in London machte vor einigen Wochen mit feinen Freunden eine Kahnparthie auf der Themse. Wahrend der Fahrt zog einer der jungen Leute eine Photographie heraus und di- Andern eilten neugierig hin sie zu besichtigen. Hierdurch legte sich der Kahn zur S-lte und die Jnlasien sielen tn's Wa,,er. Der junge Mathew, ber nicht schwimmen konnte, wurde schnell vom Flusse sortgetrteben und wäre unfehlbar ertrunken, wenn nicht ein lunger Soldat ihm zu Hilfe gekommen wäre und ihn mit Lebensgefahr an's Land gebracht hatte. Der Retter wies stolz jeden ihm angebotenen Lohn zurück, er sagte zu dem von ihm Geretteten:Sie theilten mir mit baft Sie reich unb m- find. Wenn Sie wirklich dankerfüllt sind, so h-irath-n S^ mein?Schwester', ein schönes und braves^ Mädchen, das als Lehrerin verzogener Kinder zu Tode gequält wird." Mathew liest sich dem Mädchen vorstellen, und nachdem er sich mit leinen Brown bieinc66änbfÜIIk 2Bunto felncS Retters und bot ber überglücklichen Anni"

sAus bem Allcrheillgsten eines Zahnarztes.) Vor Allem bie Derlichernna- eine wahre Geschichte. Dieselbe zeigt, wie sauer es heutzutage selbst bem Spitzbuben geworden ist, etwas zu verdienen. Wir befinden uns in dem carbol- unb Darfüm geschwängerten Allerhetltgsten eines ber allerersten Wiener ^ahnärz e Der Mann iüb^t etne genial- Zange. Jrn Wartezimmer brängt sich bi- zahnleidend- Menschheit b efer Zange the lhasttg zu werben. Der Mann ber praktischen Wissenschaft hat eben einen Fremben', augenscheinlich einen btstinguirten R-isenb-n, in ber chmerzlo en Bebanb lung ^ Der Patient war - wie er selbst erzählte - mit bem V-rgnügunaszua- aus setommen, um sich einen hohlen Backenzahn herauSziehen zu lassen

Der schmerzhafte Zahn befinbet sich nach ber Angabe bes Patienten im Oberkiefer ^F.PAPabCs? t I criä^lt Sreinbe, sitzt ein zweiter Krebsschaben seines Munb- geheges, diesen jedoch möge ber Arzt ungeschoren lasten. Der Arzt besieht ben in ent-

fernenben Zahn.Um ben ist es ja schabe er ist aut" faat 1'

will ich ihn draußen haben; er schmerzt mich", erwibett ber Patient - ^Ho mi°rb

er entfernt. Der Arzt greift ein. Au'" Der Ker-l ift rb

Spülschale. Eiswasser. Gurgeltöne. Alles'ist gut Patient beliebt fiefa t 7

®°^wiaen ^>err ^°Ctor, Sie baben mir Ä

^Iber, b^ter Freund, Sie haben mir ja diesen bezeichnet, sehen Sie nur'" __ TinR

rÄn'Ä

-käls°Fr-L Es ist"ein Ä» -tnlm «st7n Wi-n?r7b'^

wirb. Ich werbe bei meinen zahlreichen Bekanntschaften in ausreichendem"

große Publikum warnen können, sich Ihnen anzuvertranen m 2Wa&e das

Fall der O-ffen.l.chkell, der Press'-^Üb1?geben^ch^S

^nd-n." - DerFremde" hatte seine Stimm?

Haag, 22. August. Die Nächrichten über das Befinden des Königs lauten heute etwas weniger zufriedenstellend. Der Leibarzt Vinksuyzen bleibt in Folge dessen zunächst dauernd bei dem Patienten im Palais zu Loo.

London, 22. August. DieTimes" erörtert die Bedeutung ber Zusammen­kunft Crispi's mit Bismarck und sieht darin eine erneute Versicherung ber Befestigung des Bündnisses ber europäischen Centralmächte, welches fortbestehe unb die hauptsäch­liche Bürgschaft des europäischen Friedens bleibe.

New-Uork, 22. August. Im Ohiothal haben heftige Stürme viele Brücken der Baltimore- unb Ohiobahn zerstört. Die Lanbwirthschast in Marylanb, Pennsylvania, Virginia unb New-Jersey hat großen Schaben gelitten, viele Fabriken finb zerstört, auch sollen mehrere Personen um's Leben gekommen sein. An ber Oftküfte treten ebenfalls heftige Stürme auf.

Lokale-.

Gießen, 23. August. Wie wir vernehmen, wirb im Laufe der nächsten Woche Las bekannie Eppmann'sche Panoptikum hier eintreffen, um auf kurze Zeit in hiesiger Stadt zu verweilen. Von allen Zeitungen sämmtlicher Städte, welche das Panoptikum besucht hat, wird baffelbe sehr lobend bedacht unb als bas größte Geschäft in feiner Art bezeichnet. Wir wollen abwarten, bis dasselbe hier zu sehen ist, um zu urtheilen, ob das Panoptikum ben ihm vorausgehenden Ruf verdient.

Gießen, 23. August. Gestern Nachmittag geriet!) das drei Jahre alte Töchterchen eines am Markt wohnenden Kaufmanns unter eine im Trabe daher fahrende Chaise und erlitt einen Armbruch, sowie einige andere, aber nicht bedeutende Verletzungen. Den Kutscher soll keine Schuld treffen, da das Kind aus dem elterlichen Hause auf bie Straße gegen die Pferde gelaufen sein soll, welche es, ehe der Kutscher dieselben zum Stehen bringen konnte, umwarfen, so daß es unter die Räder kam.

Gießen, 22. August. Wie dasMainzer Journal" berichtet, wurde Pfarr- verwalter Dr. Elz in Viernheim zum Pfarroerwalter der hiesigen katholischen Gemeinde ernannt.