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Bekanntmachung.

Philipp Schäfer II. Eheleute in Reiskirchen haben das Grundstück Fl. I. Nr. 1 Gemarkung Reiskirchen an Ludwig Hahn Eheleute daselbst erkauft. Auf diesem Item haftet noch ein Pfandrecht zu Gunsten des Phi­lipp Stumpf in Reiskirchen, datirt vom 21. September 1849 für ein zu 5 % gegebenes Darlehen im Betrage von 500 fl. Der Psandschuldner, so­wie die Erben des inzwischen ver­storbenen Philipp Stumpf haben Löschung der Hypothek beantragt. Da indessen die Urkunde abhanden ge­kommen, ergeht hiermit an alle, welche -> Ansprüche an fragliche Hypothek bil­den zu können glauben, die Aufforde­rung, solche so gewiß binnen 2 Mo­naten von heute an geltend zu machen, als sonst Löschung der Hypothek ver­fügt und obiger Kaufvertrag ohne Rücksicht auf dieselbe bestätigt werden wird.

Gießen, am 18. Januar 1888. Großh. Amtsgericht.

Dr. Schaefer. 656

Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen der Heinrich Konrad Geibel'S Wittwe zu Hof Ludwigshöhe, Gemarkung Leihgestern, wird heute 'am 20. Januar 1888, Vormittags 12 Uhr, das Kon­kursverfahren eröffnet.

Der Kaufmann Ferdinand Hofmann von Gießen wird zum Konkursver­walter ernannt.

Konkursforderungen sind bis zum 12. Februar 1888 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in S 120 der Konkursord­nung bezeichneten Gegenstände auf

Freitag den 17. Februar 1888, Vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf

Freitag, den 17. Februar 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.

Allen Personen, welche eine zur Konkursmaffe gehörige Sache in Be­sitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verab­folgen oder zu leisten, auch die Ver­pflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abge­sonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. Februar 1888 Anzeige zu machen.

Gießen, den 20. Januar 1888. Großh. Amtsgericht zu Gießen, gez. Müller. Veröffentlicht:

Glässing, 655 Gerichtsschreiber.

Die am 20. ds. Mts. in Arns­burg abgehaltene Versteigerung ist genehmigt.

Bierau, 657 Forstassefsor.

Donnerstag den 26. d. X,

Nachmittags 12V2 Uhr, auf der LrrdwigSHSHe bei Lang-Göns werden

2 Kühe

(eine frischmelkende und eine trächtige) fiepen gleich baare Zahlung öffentlich ver­steigert

Die Versteigerung findet bestimmt statt. Gießen, den 22. Januar 1888.

Engel, 664 Gr. Gerichtsvollzieher

Allgemeiner Anzeiger.

Vergebung von Bauarbeiten.

Die bei Erbauung einer Forstwartwohnung nebst Oekonomiegebäude zu Stornfels vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, als: Maurerarbeit (1226,36 Steinhauerarbeit (341,82 JC), Zimmerarbeit (1587,90 JL), Dachdeckerarbeit (850,80 Schreinerarbeit (637,05 ^), Schlofferarbeit (406,50 t/&), Glaserarbeit (157,20 ^L), Weißbinderarbeit (385,72 </&), Spenglerarbeit (54,04 «X) Pflasterarbeit (280 ^), Bruchsteinlieferung (532 at), Steinsetzerarbeit (33,25 ^.), Feldbrandbacksteinlieferung (851,40 ^.), Schwarzkalklieferung (380 JQ, Mauersandlieferung (259 Cementlieferung (36 Jty Trägerlieferung (129 Jt?), sollen auf dem Submissionswege im Ganzen oder auch getrennt vergeben werden und es sind bezügliche Offerten bis zu dem Eröffnungstermine

Dienstag den 7. Februar I. I., Vormittags 11 Uhr,

portofrei und mit der entsprechenden Aufschrift versehen bei uns einzureichen.

Der Voranschlag, die Pläne und Submissionsbedingungen liegen bis zum 6. Februar l. I. auf unserem Amtslocale zur Einsichtnahme während der Bureaustunden offen.

Nidda, den 21. Januar 1888.

Großh. Kreisbauamt Nidda.

658 Schneider.

Vorträge für den evang. Kirchbaufonds.

In der großen Aula der Universität.

Dienstag den 24. Januar, Abends 7 Ubr:

4. Vortag.

Herr Prof. Len z-Marburg über:

Ullrich von Hutten und Luther (Humanismus und Reformation).

(Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß dieser Vorlrag schon um

7 Uhr beginnt.) ___________________________________________ 680

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676 Die Agentur:

Julius Wallach.

654 Ein Kindermädchen per sofort | 663 «Ein junges Mädchen von hier

gesucht. zu Hausarbeiten gesucht.

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| Aufgebot.

Anna Katharine Paul, am 28. Februar 1817 zu Ober-Bessingen ge­boren, ist vor längerer Zeit nach Amerika ausgewandert und verschollen. Derselben war aus dem Nachlasse ihrer Schwester Katharina Elisabetha Paul ein Erbtheil zugesallen, welches seither curatorisch verwaltet wurde und der­malen ca. 76 Mark beträgt.

Auf Antrag des Curators Johannes Sommer von Ober-Bessingen werden Anna Katharina Paul resp. deren Leibes- oder Testamentserben hiermit aufgefordert, spätestens im Termin Dienstag, den 27. März I. I.,

Sonn. 9 Uhr,

jur Empfangnahme des fraglichen Ver­mögens bei dem unterzeichneten Gericht sich zu melden, als sonst Anna Katha­rina Paul für todt erklärt und das Vermögen den nächsterbberechtigten Ver­wandten derselben ausgeliefert werden würde. Alle diejenigen, welche Erb- ansprüche an das fragliche Vermögen bilden wollen, werden aufgefordert, bei Meldung Annahme des Verzichts ihre Ansprüche bis zum obigen Termin bei uns anzumelden und zu begründen.

Lich, den 19. Januar 1888.

Großherzogliches Amtsgericht Lich.

_______Langermann. 669

Für Schäfer!

Die Schäfereigesellschaft zu Bersrod wünscht auf sofort einen tüchtigen Schäfer von auswärts gegen ent­sprechenden Lohn. Bewerber hierzu können sich bei Unterzeichnetem melden.

Bersrod, den 22. Januar 1888.

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