Ausgabe 
23.12.1888 Erstes Blatt
 
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Vermischt,-.

Svüngklische «kmriudk.

tritt.

r. 1 Athen, 21. December. Die Kammer oottrte das Vertrauen zu der Regierung mit einer Majorität von 22 Stimmen. 0

Darmstadt, 22. December. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Seine König!. Hoheit der Erbgroßherzog und Ihre Großh. Hoheit Prinzessin Alix reisen morgen Abend nach Kiel ab, um die Feiertage bet Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen zuzubringen.

Gottesdienst.

4 Advent, Sonntag den 23. December- Vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinberkirche fäM uus°^ Dr' Baumann.

London, 21. December. Eine Depesche des Bureau Reuter aus Zanzibar von heute berichtet über Briefe von Stanley Falls vom 29. August, welche an diesem Tage ddrch Leute Tippu Tip's dorthin gebracht wurden. Darin werde der Empfang eines Schreibens Stanley's vom 28. August bestätigt. Der Letztere befand sich in Banayama am Aruwimi, er hatte Emin Pascha bet guter Gesundheit, versehen mit reichlicher Munition und Lebensmitteln, verlassen und zwar 82 Tage, bevor er zur Arrieregarde zurück- und zur Verprooiantirung in Banayama angekommen war. Am 17. August beabsichtigte Stanley, 10 Tage später wieder aufzubrechen, um, wie man anntmmt, neuerdings zu Emin zu stoßen. Alle Weißen der Expedition befanden sich bet guter Gesundheit und litten keinerlei Mangel.

London, 21. December. Von der heutigen Sitzung des Unterhauses wurde Tanner ausgeschlossen, weil er Balfour als einen Lügner und Feigling bezeichnet. Goschen verlas alsdann die heutige Depesche des Bureau Reuter aus Zanzibar, betr. Stanley, ferner eine Depesche der Eastern Telegraphengesellschaft von Nachmittags 2 Uhr, welche besagt:Nach soeben etngegangenen Nachrichten ist Stanley mit Emin am Aruwimi angelangt. Die Nachricht ist zuverlässig. Wettere Details folgen." (Lauter Beifall.)

Im Oberhause erklärte Salisbury, daß, als er bet einem früheren An­lasse gesagt hätte, es sei nicht wahrscheinlich, daß Deutschland in Ostafrtka Operationen , zu Lande vornehmen würde, er Expeditionen in's Innere gemeint hätte. Diese seine | Aussage konnte sich nicht auf das Bombardement Bagamoyos beziehen. Was Deutsch-

Ilniversttäts - ßhrouiL.

, Dec-mber. Die königl. Akademie der Wissensch^icn bat in ibrer

letzten Sitzung eine Reihe von Stipendien zu wisjenfchastlicheii Reisen vcraeben An« B-cim ist der Asspriolog- Dr. Hugo Winckler bedacht worden" der zu einer Re7s- nach Egypten 1500 verhalten bat. Er geht dorthin, um von babylonisch"» Thon, aseln

Abschriften zu nehmen. Die nämliche Summe ist dem Breslauer Professor her

DrVt^rCU äugewtesen worden, damit er in England eingehende

Studien über die englische Philosophie im 16. und 17. Jahrhundert betreibe (Eta

anderer Breslauer Physiologe Professor Leopold Auerbach, erhielt 2000

biologischer Studien. Sodann erhielt der Astronom v Rcbeur-Pafchwm 1500 ru Versuchen über die Veränderungen der Lothlrnie. Schließlich wurden vr. Franz Schutt, Privatdocent in Kiel, 2000 JL zugewiesen, damit er tnNeavel in Professor Dohrns Zoologischer Station biologifche Untersuchungen betreibe" P

auf mit 2 Offizieren und einem Unteroffizier in der Gondel. Das Fahrzeug hielt sich etwa eine Stunde in der Höhe, worauf die Landung bei Waren im Mecklenburgischen bewirkt wurde. Auch diese ging glücklich von statten.

Berlin, 21. December. Der Lauer-Commers der Studirenden der militärärrtlichen Bildungsanstalt zur Feier des 60jährigen Dienstjubiläums des Generalstabsarztes der Armee nahm gestern Abend in der Philharmonia einen schönen Verlauf. Der große Saal war dicht gefüllt, wohl das gesammte Sanitätscorps hatte sich eingefunden. Mit militärischer Pünktlichkeit erschien Herr v. Lauer und wurde von den Chargirten zur Ehrentafel geleitet wo er zwischen dem Generaloberst v. Pape und dem General v. Strubbera Platz nahm' Unmittelbar darauf wurde der Commers vom Vorsitzenden der Studirenden cand med

I- m>t -mein Salamander auf den Kaiser eröffnet. Rach dem ersten allgemeinen Gesänge nahm der Vorschende das Wort zur Festrede aus Herrn v. Lauer. Die ganze Versammlung kam freudigst der Aufforderung nach, auf den Gefeierten einen feurigen Salamander >u reibeii. Hierauf wurde das von den Studirenden der militärärztlichen Bildunqsanstalt 9ebid)tete gefthcb gesungen. In launigster Weise entgegnete n rfi?« ,en Huldigung. Nach ihm nahm der Rector de? Uni­

versität, Pros Gnhardt, das Wort, um die vom 15. April 1830 datirte Dissertation Saueti mit dem MolchUnd was er schreibt, ist blau' als ein Spiegelbild des ganzen ErSÄSSX" '*'*" 3m b,i «A

Luxemburgs) m Monat November 1888 auf 343 971 Tonnen, darunttr Puddelroheifen W8 7R8PT8Ck,fCn «°N'E°b°tsen 29 802 Tonnen. Thomasroh en

^Un«i®4c6"CU°^en ^?9 Tonnen. Die Production im Rooemb» 1887 betrug 343 081 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. November 1888 wurden Vorjahres 3874618 2onnen 0e0en 3647497 Tonnen im gleichen Zeitraum des

Hande» und Verkehr.

MW-VMLM MKUMIZZUM-

* $ii,<6 Pr ^*er 12~18 ^ Weißkra^Vr^A, Z-eb-ln

1. W-fhnachtsfeiertag, Dienstag den 25. December- ZddM'ttags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser.

m Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dinarlden

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<Sd6[offrC 8 l4äftc fn ber ati0*e "°°n 23. dis 29. December besorgt Pfarrer

20- December. Die Luflschiffer-Abtheilung veranstaltete Ende der vorigen Woche nach monatelanger Pause wieder einmal von Schöneberg aus eine Ausfahrt die vom Wetter recht begünstigt wurde. Der Fahrt ging eine Musterung der Ablbeiluno hnrrf. x 0enctalmajot Vogel o Jalfenftein vorauf. Mit der Fällung des Luftschiffs wurde Mmgens 7 Uhr begonnen; dieselbe dauerte bis 10 Uhr. Auf Wimlck des mÄb.^bsselsahrten unternommen, an denen auch der General und der Lauvtmanü^? \ ^chiff"km-H^ j

land gethan, hätte dasselbe auch unternommen, ob England mit ihm verbunden gewesen oder nicht. Deutschland ginge in einem Gebiete vor, über das es Einfluß ausübe; sein Vorgehen bewege sich überdies innerhalb des Völkerrechts. England sei mit Deutschland in einer speciellen Angelegenheit verbunden und hätte Deutschlands Hilfe zur Unterdrückung des Sklavenhandels angenommen. Ihr gemeinschaftliches Handeln beschränke sich aber auf die Blokade. Unternehme Deutschland Expeditionen in das Innere, so würde das England nicht berühren. Was Suakin angehe, so sei er auch jetzt noch der Ansicht Dunraoen's, daß nach dem Sudan keine Expedition unternommen werden solle, aber auch, daß Suakin nicht den Sudanesen überliefert werden dürfe. England habe in etwaigen Unterhandlungen mit freundlich gesinnten Stämmen der Küste diesen nichts anzubieten, es könne auch diesen Stämmen nicht drohen und sie zur Vertheidiguug SuakinS veranlassen. Noch nähere Beziehungen zu den befreundeten Stämmen würde eine Erweiterung des Vertheidigungskretses um Suakin bedingen. Dann entstände die Frage, ob für die zu bringenden Opfer ein Ersatz gewonnen würde. Die Politik, welche auf der Idee basire, daß die besagten Stämme die englische Ver­waltung der egyptischen Vorzügen, sei hinfällig. Bevor aber Dunraven empfehle, die englische Flagge in Suakin zu hissen, möge er den Pariser Vertrag sich ansehen.

London, 21. December. Im Unterhause beantragte Campbell bei der Be- rathung des Finanzgesetzes, die zweite Lesung desselben abzulehnen, bis eine genügendere Debatte über die Budgets für die Ministerien des Auswärtigen und der Kolonien stattgefunden hätte. Der Antrag wurde mit 83 gegen 49 Stimmen abgelebnt. Im Laufe der Debatte erklärte Goschen, die Operationen bet Suakin hätten die allgemeine , Politik Englands bezüglich des Sudans nicht geändert; hinsichtlich Egyptens halte die I Regierung an ihren wiederholten Erklärungen fest; die jüngsten Ereignisse seien er- ' muthigend und zeigten, daß die egyptischen Truppen unter englischen Offizieren im | Stande seien, den Derwischen im Felde zu begegnen. Die Bestrebungen Englands, eingeborene Streitkräfte zu errichten, die fähig feien, Egyptens Grenzen zu venhetdigen, seien somit nicht umsonst gewesen. '

Montag den 24 December, Nachmittags 3V< Uhr: o c Weihnachtsfeier der Kinderkirche sammeln" to llm6 3Cfinderkirch? besuchenden Kinder Zu. Schlosser $ 3 U6r im Schulhaus an der Schulstraße. Pfamr

. ... Aus dem Busecker Thule, 22. December. Es geschieht Heuer ,um I ----- ---------------------------------------------

sechsten Mule, daß in der Pfarrkirche zu Beuern um Abend des zweiten Christtaues I Q114rfitf t p f♦ >tS .

kln^r mit einer Befcheerung für fämmttich- Schul- WirtlJIKgC VCt Sltldt (SiCtlCU.

galtet .Obwohl die erforderlichen Mittel hierzu aus der Kirchcnkasse V

I hat gleichwohl der Kirchenvorstand In echt christlicher Weither,igle t und im Hinblick darauf, daß di- Weihnachlssteude allem Volk widerfahren foll stets

Ä">.^duchl ohne Unterschied der Religion und Confefsion. Israelitische Kinder wie die Kinder der Sepurtttcn nehmen darum auch mit den Kindern der Landeskirche regelmäßig Theil an der Feier und empfange» ihre Geschenke nur den Baptisten- h?6b d-'d-iligung seitens ihrer Eltern stets unterlagt. Erfreuttch "st es dabei, daß man auch in der Umgegend angefangen hat, Ähnliche Festseicrn wenn auch zunächst noch ohne Befcheerung - f° z.B. in Großen-Buseck, Londorf und ander" iu veranstalten. Der Gottesdienst in Beuern, der durch die Porträae des ^rcheng-fango-reins, der nun fein viertes Vereinsjahr unter Leitung von Herrn Lebr-r Musch ange.r-t-n hat, sowie durch den mächtigen Chr.fibuum auf dem Atta"-st s s-m-n bcs°nd-r-n Schmuck erhält, beginnt Abends um 7 Uhr. Gedruckte Proaran me gefcgnete^werden" «» &ä0e 6k gdnTrd^

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Der Vorstand.

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