Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.
Wrrreaur Sckulstraße 7.
Einladung )um Abonnement
und Feiertagen, inet. Pfg.; für auswärtige erfolgt, den Anzeiger
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohm Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.
auf den
Gießener Anzeiger, Amts- uiiö Anzeigeblall für Öen -Kreis gießen.
bieten dergleichen Entfernungen im Vogelsberg fast unüberwindliche Hindernisse, M an das Kreisamt oder vom Kreisaml in den betreffenden Ort gelangen zu können. Aehnliches gilt bezüglich des eingegangenen Kreises Neustadt
schäften den Kreifen Erbach und Dieburg zugetherlt worden sind. Öfterer Kreis hat hierdurch eine Längenausdehnung erhalten, die sich von Neckarstemach und Arschhom bis Wald-Amorbach und Nähe von Groß-Umstadt erstreckt. Allerdings wird gerade der Kreis Erbach durch die Odenwaldbahn der Lange nach tn fast zwei gleiche Halsten aetheilt, jedoch so, daß rechts und links von der Bahn immer noch vier und mehr Stunden mittelst anderer Transportmittel zurückgelegt werden müssen, um an die Grenzorte des Kreises zu gelangen. Dazu sind bei geographisch allzu ausgedehnten Kreisen die Beamten vom Bureaudienste zu sehr abgezogen, als daß solches einen hemmenden Einfluß nicht öfter auch auf die inneren Dienstgeschatte ausuben mußte. Es darf hiernach wohl mit Sicherheit angenommen werden, daß demnächst eme Anforderung an die Stände behufs Wiederherstellung der Kreise Grimberg und Neustadt gelangen wird und dürfte vielleicht schon der nächste Budgetentwurf eine solche aufzu- weiien haben. Mit Rücksicht darauf, daß an den Kreisamtern Gießen, Alsfillv, Schotten und Erbach einzelne Beamtenstellen dann eingehen werden, durfte der Mehraufwand für die beiden wieder herzustellenden Kreise M) auf eine höhere Summe als 20 000 bis 25 000 JL jährlich kaum beziffern und angesichts eines dringenden Bedürfnisses wird die Position eine Ablehnung Seitens der Stande wohl auch nicht zu gewärtigen haben.
Berlin. Durch eine der letzten Cabinetsordres Kaiser Friedrichs ist bestimmt worden daß die zur Zeit in Betreff des Tragens der Barte in der Armee bestehende Verschiedenheit dahin beseitigt werde, daß künftig das Tragen der Vollbarte überall gestattet sei.
B o l o g n a, 15. Juni. Kaiser Friedrichs Glückwunsch zur Jubelfeier von Bologna ist in diesen ^agen hier vielleicht nur von König Humbert vernommen worden. Der Sprecher nämlich der diesen und andere Grüße aus der Ferne bei der H°uptfeier im allen Universitätsgebäude zu verlesen hatte, stand in unmittelbarer Nahe des Thrones, hatte eine sihr schwache Stimme und wurde nicht zwei Schritt- wett °-rnehmlich. So viel mir bekannt ist unter der Aufregung der letzten Tage tn den italienischen Blattern die Veröffentlichung dieses Schreibens, das der deutsche Botschafter persönlich dem Rector der Universität überreicht hatte, nicht erfolgt. Es sei daher hier der Wortlaut dieses für Charakter und Geistesrichtung des verewigten Herrschers bezeichnenden schonen Bneses^an ^gfi^Theilnahme begrüße Ich die öeierber Un^cS
D-u.iL zu JH?er Hochschule" die mit dem Privilegium des Kaisers Friedrich Barbarossa vor mehr als 700 Jahren begonnen und fortgesetzt wurden burdM«^^^ von besten Söhnen? welche über die Alpen zogen, um sich an den Lehren der neu erstmiduim Rechtswissenschaft zu erwärmen und dem Vaterlande die Schöpfungen antiker Getstes- arbett Heimzubringen. In Bologna sind die Keime gelegt worden aus welchen die deutsche Rechtscultur bis auf heutige Zett Nahrung genommen hat, und die dortigen Einrichtungen wurden zum Vorbtlde für die Gestaltung der akademischen Frei he f
deutschen Universitäten. Eingedenk dessen, was Deutsch land ihr verdankt eMbtete^ch der berühmten Hochschule von Bologna zu hrer denkwürdigen Feier Heil und Gruß, möge sie im geeinten Italien immerdar bleiben, was auf alten Münzen ihr l yren name faßt: in Wifsenschaft und Gesittung Bonoma docena!
Schloß Friedrichskron, den 6. Juni 1888.
gez. Friedrich, Imp. Rex.
An den Rector der Universität Bologna.
_ Di- junge Gräfin Miloi, Tocht-r eines hohen^italienischen Osficiers, war LTKL-SSWKMZSZ
Urlaub und "sub" in d^Garnsion des Lienienanis, um d-ns-lb-n wegen seines Ver- stellen Der jung- Mann kam ihm todtenbleich entgegen, er fragte,
Preise von 50 pro Quartal geliefert werden. -------------- —.——-----------
Der ..Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- der Beilage „Gietzener Familienblatter", welche dreimal wSchenüichdemA^ werden
Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei tn 8 H-us geliefert, betragt
Äia ÄS <<»<—<
Zweites Blatt. Donnerstag den 21. Juni ILLo.
Giehener Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Bermtschtes.
Die Iriedensbirche ?n Potsdam.
SSsMW
Der Altar l ebt unter einem o-rg°ld-I-n Baldachin mit Säulen non grünem Jaspis, Marmor uKr MMN,M rnkt M°M^°usgelegtt"Ts dem Chore "befinde" sich eine Crget non Mener^Kraft und ^uUe^eyon^ und dessen Gemahlin
damer Wagiftrat aeWentt worl3“1 “ m » oder Friedensgarten, um-
Landett worden" Der östliche Vorgatten 'ur -tirch- wurde in Nnsacheren- V°rhalintssen
iä 4».
Stätte für die deutsche Nation fein.


